Die Waldlager der Roten Armee

Ausstellung im Kornspeicher Neumühle endet am 29. Juli

Der erfolgreiche Ausstellung “Zwischen Krieg und Frieden. Die Waldlager der Roten Armee” kann noch bis zum 29. Juli im Kornspeicher Neumühle besichtigt werden.

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Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende entdeckten Archäologen in Brandenburgs Wäldern bislang unbekannte Hinterlassenschaften aus der Zeit unmittelbar nach dem Kampf um Berlin. Vielerorts finden sich noch heute rechteckige Gruben, militärisch exakt entlang der Waldwege aufgereiht. Diese Eingrabungen waren Reste von Blockhäusern. In und bei diesen Unterständen lagen materielle Reste des Alltags der Soldaten der Roten Armee: militärische Ausrüstung, sowjetische und deutsche Abzeichen, Essgeschirre und anderes Zubehör. Die Gegenstände tragen teilweise kyrillische Inschriften, es gibt auch Propaganda-Parolen und Kennmarken von Rotarmisten aus der Gefangenschaft. Die Funde sind eindringliche Zeugnisse der Verhältnisse im besetzten Brandenburg. Seit dem 20. Mai 2020 hat die Ausstellung zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher angezogen und endet nun am 29. Juli mit einer sehr positiven Gästebilanz trotz aller Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie.

“Zwischen Krieg und Frieden. Die Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945”

Noch bis zum 29. Juli 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten täglich 10-18 Uhr
Ort Kornspeicher Neumühle, Neumühle 3, 16827 Neuruppin OT Alt Ruppin
Web www.kornspeicherneumuehle.de

Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte

Sechs Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Schloss Doberlug, 2017 © Kulturland Brandenburg

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg blickt mit ihrem Jahresthema »Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte« auf die wechselvolle Geschichte sechs brandenburgischer Städte. Hatten die Stadtkerne von Altlandsberg, Bad Belzig, Beeskow, Brandenburg an der Havel, Doberlug-Kirchhain und Wusterhausen-Dosse den Zweiten Weltkrieg mit relativ wenigen Beschädigungen und Zerstörungen überstanden, sorgten Mangelwirtschaft und ideologischer Umbau für den Zerfall der historischen Altstädte. Heute haben sie ihre Lebensqualität zurückgewonnen. Am 21. Juni hat in Doberlug-Kirchhain eine von sechs Stadtraumausstellungen eröffnet.

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Ab dem 21. Juni zeigt die Stadt Doberlug-Kirchhain die Ausstellung »Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten«. Der unter Denkmalschutz stehende Ortskern von Doberlug hat mit den Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre eine enorme Aufwertung erfahren. Einige Profan-, Repräsentations- und Sakralbauten ragen aus dem 27 ha großen Sanierungsgebiet besonders hervor. Diese Gebäude stehen im Fokus der diesjährigen Stadtraumausstellung über den Zeitraum von 1950 bis heute.

Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten

Eröffnung 21. Juni 2020, 14 Uhr
Laufzeit 22. Juni bis 31. Dezember 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten Die Ausstellungen sind im öffentlichen Raum frei und durchgehend zugänglich.
Startpunkt Schloss Doberlug, Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain

Bildnachweis: Schloss Doberlug, 2017 © Kulturland Brandenburg

Ausstellungseröffnung am 17. Juli 2020, 18 Uhr

Es begrüßte
Bodo Broszinski, Bürgermeister der Stadt Doberlug-Kirchhain

Mit Grußworten von
Rainer Genilke, Staatsekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg
Claudia Mucha, Geschäftsstelle der Arbeitgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg

Im Anschluss fand ein geführter Standrundgang zu den Orten der Ausstellung statt.

6 Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Sechs Mitgliedsstädte präsentieren Ausstellungen im öffentlichen Raum, teilweise mit Audioguides, die zum Stadtrundgang inspirieren (alphabetisch aufgeführt).

»Altlandsberg – Denkmal an den Krieg: Monumente in Friedenszeiten«

Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Die Ausstellung und der Audio-Stadtrundgang führen an drei verschiedene Kriegsmahnmale in der Stadt, die an 1870/71 und an die beiden Weltkriege erinnern. Wie haben sich das Gedenken und Erinnern verändert? Welche Einzelschicksale stehen hinter den eingravierten Namen?


Laufzeit 18. Juli bis 31. Dezember 2020
Orte Rathaus, Marktplatz und Kirchplatz, 15345 Altlandsberg

Bildnachweis: Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

»Beeskow – Zerstört und doch Bewahrt: Historischer Stadtkern der Nachkriegszeit«

Ladenstraße, Beeskow, Neubau 1962 © Dr. Sascha Bütow, Potsdam

Anfang 1945 geriet Beeskow in den Fokus des Kriegsgeschehens und hatte starke Zerstörungen des historischen Stadtkerns erlitten. Ruinen und alte Bauwerke wichen während der DDR-Zeit modernen Neubauten. Mangelwirtschaft und Widerstände verhinderten jedoch nicht ein örtliches Bemühen um Erhalt und Wertschätzung der historischen Stadt.

Eröffnung 31. Juli 2020, 18 Uhr
Laufzeit 1. August bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Beeskow, Berliner Str. 30, 15848 Beeskow

Bildnachweis: Ladenstraße, Beeskow, Neubau 1962 © Dr. Sascha Bütow, Potsdam

»Gerettet – Erhalten – Saniert: Lebenswerte Altstadt Bad Belzig«

Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

Die Ausstellung und die Hörführung in Bad Belzig stellen markante Orte und das Stadtbild prägende Gebäude vor, an denen besonders gut die Erfolge der Stadtsanierung seit 1990 sichtbar werden. Damit werden die Ergebnisse des Projektes »WendePunkte« von 2009 fortgeschrieben.

Laufzeit 17. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Bad Belzig, Wiesenburger Str. 6, 14806 Bad Belzig

Bildnachweis: Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

»Brandenburg an der Havel – Spiegel der Gesellschaft: Stadtplanungen in Brandenburg«

St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

Für die Zeit seit der partiellen Kriegszerstörung 1945 bis heute lassen sich in Brandenburg an der Havel markante Maßnahmen der ergänzenden Stadtreparatur bzw. Überplanung entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist nachzeichnen. Das Stadtbild und seine Ergänzungen und Überprägungen sind dabei stets ein Spiegel der Gesellschaft mit oft wechselnden Prämissen.

Laufzeit 6. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Paulinerstraße 10/11, 14470 Brandenburg an der Havel

Bildnachweis: St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

»Wusterhausen/Dosse – Was alte Postkarten erzählen«

Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Der historische Stadtkern mit der Stadtkirche St. Peter und Paul blieb von Kriegszerstörungen verschont. Heute laden liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, Cafés und Gaststätten und das Wegemuseum zum Bummel durch die reiche Geschichte der kleinen Stadt ein. Aber auch die Geschichte der innerstädtischen DDR-Neubauten hat ihren Reiz, wie der Vergleich mit historischen Postkarten zeigt.

Eröffnung 9. Juli 2020, 10 Uhr
Laufzeit 9. Juli bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Wusterhausen, Am Markt 1, 16868 Wusterhausen/Dosse

Weitere Informationen zu den Stadtraumausstellungen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.

Telefon 0331 201 51 20
E-Mail info@ag-historische-stadtkerne.de
Web www.ag-historische-stadtkerne.de

Bildnachweis: Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Kunst der Erinnerung

Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow im Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR

Das Kunstarchiv Beeskow bewahrt 17.000 Werke der bildenden Künste aus 40 Jahren DDR-Geschichte auf. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus haben die Mitarbeiter*innen einen Blick tief in ihr Archiv geworfen. Sie haben sich gefragt, wie die Themen Zweiter Weltkrieg, Befreiung vom Nationalsozialismus und Freundschaft zur Sowjetunion in der bildenden Kunst verarbeitet wurden. Entstanden ist eine Ausstellung, die noch bis zum 20. September 2020 im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt zu sehen ist.

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Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus zeigt das Kunstarchiv Beeskow seit dem 12. Mai eine Auswahl von Gemälden und Grafiken im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt. Die Kunstwerke befassen sich mit den Themen »Krieg, Befreiung, Freundschaft«. Diese drei Themen besaßen zentrale Bedeutung für das künstlerische Schaffen in der DDR. Massenorganisationen als wichtige Auftraggeber, etwa die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft oder der Verband Bildender Künstler (VBK), setzten sie immer wieder auf die Agenda. 

Der damit einhergehenden inhaltlichen Kanonisierung und Festlegung auf ein motivisches Repertoire folgte spätestens Ende der 1970er-Jahre ein Aufbruch zu neuen Formen und Sujets. Bis dahin in der Kunst tabuisierte Themen wie der Völkermord an den europäischen Juden wurden nun tastend aufgegriffen, und formelhafte Bekenntnisse wie jenes der »Freundschaft zur Sowjetunion« wurden vorsichtig hinterfragt. Im Zentrum der Ausstellung stehen Arbeiten, die sich jenseits enger ideologischer Leitbilder einer kritischen Perspektive auf die deutsche Geschichte verpflichtet fühlten und deshalb noch heute zur Reflexion anregen.

Kunst der Erinnerung. Krieg, Befreiung, Freundschaft in Bildern aus dem Kunstarchiv Beeskow

Laufzeit 12. Mai bis 20. September 2020 
Eintritt bis zum 24. Juni 2020: frei, danach 4 €, erm. 2 € 
Öffnungszeiten Di–So 10–18 Uhr 
Ort Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt

Bitte beachten Sie während des Museumsbesuchs:
Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Besucher*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03364 417 355 
E-Mail info@alltagskultur-ddr.de 
Web www.alltagskultur-ddr.de 

Bahnhof Europas

Veranstaltungsreihe

Am 2. Juni 2020 startet eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Deutschen Kulturforums östliches Europa, des Museums Viadrina und des Instituts für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.
Mit fünf Veranstaltungen in Frankfurt (Oder) und Potsdam, in die teilweise Zeitzeugen eingebunden sind, will die Reihe 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Potsdamer Konferenz ein Stück wechselvoller brandenburgischer, aber auch europäischer Geschichte wiederentdecken.

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Als Auftakt der Veranstaltungsreihe findet am Dienstag, dem 2. Juni um 18 Uhr der gleichnamige Vortrag von Prof. Dr. Werner Benecke, Osteuropahistoriker an der Europa Universität-Viadrina in Frankfurt (Oder), statt. Die virtuelle Veranstaltung kann auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Kulturforums östliches Europa verfolgt werden. Auch nach der YouTube-Premiere ist die Aufzeichnung dort abrufbar. Der Vortrag thematisiert das Jahr 1945 als eine der tiefsten Zäsuren der gesamten Stadtgeschichte von Frankfurt (Oder). In sehr hoher zeitlicher Verdichtung erfuhr die dortige Bevölkerung erst in den letzten Wochen des Krieges tiefe Umbrüche, wie die Evakuierung, die Zerstörung des Stadtzentrums und die Teilung der Stadt entlang der Oder, die zu einer neuen Grenze wurde. Der Vortrag wird zunächst die globalen politischen und militärischen Rahmenbedingungen des Jahres 1945 darlegen. Im Anschluss werden die Frankfurter Ereignisse bei Kriegsende und die neue Funktion der Stadt als Station auf unzähligen erzwungenen Lebenswegen eingeordnet.

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe im Überblick:

28. September 2020, 18 Uhr
»Von Sibirien nach Słubice«, Vortrag und Gespräch

28. Oktober 2020, 18 Uhr
»Die Russen sind da! Frankfurt (Oder) in den ersten beiden Nachkriegsjahren«, Vortrag 

30. Oktober 2020, 18 Uhr
»Europe on the Move. Frankfurt (Oder) 1945«, Podiumsdiskussion

18. November 2020, 17 Uhr
»Bürgermeisterinnen, Ärztinnen, Archivarinnen. Die Frauen in Frankfurt (Oder) 1945 und in den ersten Nachkriegsjahren«, Podiumsdiskussion und Filmvorführung

Ausgeschlossen

Ausstellung in Berlin-Schöneweide

Das Bild zeigt verschiedene Löffel, die im Boden des ehemaligen Kriegsgefangenenlager Luckenwalde gefunden wurden.

Während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges wurden Hunderttausende Menschen nach Brandenburg und Berlin deportiert. In zahlreichen Lagern und Betrieben mussten sie Zwangsarbeit leisten. Nur wenige dieser Lager sind heute als Mahn- und Gedenkstätten erhalten. Jedoch finden sich im Boden noch heute zahlreiche Spuren, die vom Alltag der Zwangsarbeiter zeugen. Das Ausstellungsprojekt »Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager« zeigt die Objekte eines gemeinsamen Forschungsprojekte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.

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Kämme, Löffel, Essnäpfe und Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben der Häftlinge in den nationalsozialistischen Zwangsarbeitslagern. Seit den 1990er Jahren werden an ehemaligen Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg archäologische Grabungen durchgeführt und massenweise Funde geborgen. Die Ausstellung »Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager« zeigt viele dieser Dinge zum ersten Mal. Sieben Kapitel mit über 300 Objekten geben einen Einblick in das komplexe System der Zwangsarbeitslager, in ihre archäologische Überlieferung sowie in die Arbeit der zeithistorischen Archäologie. 

Begleitend zur Ausstellung wird ein Film in deutscher und englischer Sprache gezeigt. Der Film dokumentiert die Arbeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die im Sommer 2019 an Ausgrabungen in ehemaligen nationalsozialistischen Zwangslagern teilnahmen. 

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, das sich bereits seit einigen Jahren mit einer neuen »Archäologie der Zeitgeschichte« auseinandersetzt. Im Frühjahr 2021 wird die Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel gezeigt werden. 

Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager 

Laufzeit 26. Mai 2020 bis 31. Januar 2021
Eintritt frei
Öffnungszeiten Di–So 10–18 Uhr
Ort Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Britzer Str. 5, 12439 Berlin-Schöneweide 

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über evtl. Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren. 

Telefon 030 639 028 810
Web www.ns-zwangsarbeit.de

Bildquelle/-nachweis: Grabungsfunde aus dem Kriegsgefangenenlager Luckenwalde © Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege

Acht Wochen eines Jahres

Sonderausstellung im Museum Schloss Doberlug

Das Bild zeigt das barocke Schloss Doberlug. Vor dem Tor steht ein Wachsoldat.

Das Museum Schloss Doberlug widmet sich in einer Sonderausstellung der Zeitgeschichte des barocken Schlossensembles. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren hier Soldaten der Roten Armee und später der NVA untergebracht.

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Mit dem Einmarsch der Roten Armee im April 1945 begann für Schloss Doberlug eine neue Zeit: Es diente zunächst als Garnison für sowjetische Truppen, ab 1950 dann als Kaserne für Einheiten der Kasernierten Volkspolizei und der Nationalen Volksarmee (NVA). Die militärische Nutzung ging nicht spurlos vorüber an dem Architekturdenkmal, das einige Jahrzehnte lang Sperrgebiet war. Die Sonderausstellung »Acht Wochen eines Jahres. Die NVA im Schloss Doberlug« thematisiert diesen Umbruch in der Schlossgeschichte. Sie stellt die verschiedenen Akteure der Kasernennutzung vor, beschäftigt sich mit dem militärischen Alltag sowie der Verbindung von Kaserne und Zivilbevölkerung. Die Ausstellung erinnert in zwei Rauminszenierungen an die Lebenswelt der NVA- Soldaten im Schloss. Der Titel »Acht Wochen eines Jahres« steht dabei für den Zeitraum, den die Reservisten des Militärtransportwesens der NVA im Schloss Doberlug verbrachten und ist einem DDR‐Kurzfilm über den Reservistendienst entnommen. 

Acht Wochen eines Jahres. Die NVA im Schloss Doberlug

Eintritt 6 Euro, erm. 3 Euro
Öffnungszeiten Di–So 10–18 Uhr
Ort Museum Schloss Doberlug Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain 

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über evtl. Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren. 

Telefon 035322 688 85 20
Mail museum-schlossdoberlug@lkee.de
Web www.museumsverbund-lkee.de 

Bildquelle/-nachweis: Eingang zur Kaserne, 1971 © Stadt Doberlug-Kirchhain

Die Waldlager der Roten Armee in Brandenburg

Ausstellung im Kornspeicher Neumühle

Das Bild zeigt die Gürtelschnalle eines deutschen Soldaten. Darauf wurde ein Sowjetstern eingeritzt.

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende entdeckten Archäologen in Brandenburgs Wäldern bislang unbekannte Hinterlassenschaften aus der Zeit unmittelbar nach dem Kampf um Berlin. Sie stammen von tausenden Rotarmisten, die im Sommer 1945 in sogenannten Waldlagern der Roten Armee untergebracht waren. Diese Hinterlassenschaften werden im Rahmen einer Ausstellung bis zum 29. Juli 2020 im Kornspeicher Neumühle gezeigt.

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Vielerorts finden sich noch heute rechteckige Gruben, militärisch exakt entlang der Waldwege aufgereiht. Diese Eingrabungen waren Reste von Blockhäusern. In und bei diesen Unterständen lagen materielle Reste des Alltags der Soldaten der Roten Armee: militärische Ausrüstung, sowjetische und deutsche Abzeichen, Essgeschirre und anderes Zubehör. Die Gegenstände tragen teilweise kyrillische Inschriften, es gibt auch Propaganda-Parolen und Kennmarken von Rotarmisten aus der Gefangenschaft. Die Funde sind eindringliche Zeugnisse der Verhältnisse im besetzten Brandenburg. Die Ausstellung im Kornspeicher Neumühle erzählt die Geschichte der Waldlager und ihrer Bewohner, die nicht nur aus Rotarmisten, sondern auch aus befreiten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern bestand. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum.

Im Rahmenprogramm der Ausstellung stellt der Kornspeicher Neumühle
u. a. das zwischen 1941 und 1945 entstandene Tagebuch einer unbekannten Neuruppinerin vor. »Wenn doch bald Ruhe und Frieden wäre« erschien im März 2020 im Regionalverlag Ruppin. 

Zwischen Krieg und Frieden.
Die Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945 

Laufzeit 20. Mai – 29. Juli 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten täglich 10–18 Uhr
Ort Kornspeicher Neumühle, Neumühle 3, 16827 Neuruppin OT Alt Ruppin 

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über evtl. Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03391 751 50
E-Mail post@kornspeicherneumuehle.de
Web www.kornspeicherneumuehle.de

Bildquelle/-nachweis: Waldlagerfunde, Foto: Frank Gaudlitz/frank-gaudlitz.de © Kulturland Brandenburg 2020