Mikrofaktur Pionierfabrik Vulkanfiberfabrik

1. Januar Ganztägig

Mit Hilfe eines Roboters wird eine Metallplatte verformt.

Die Vulkanfiberfabrik in Werder (Havel), Deutschlands erste und älteste Fabrik zur Herstellung von Vulkanfibererzeugnissen, ist ein wichtiges Zeugnis brandenburgischer Industriekultur. Im Kulturlandjahr 2021 soll ein Teil dieses Standortes nun wiederbelebt und die Chancen einer neuen regionalen Mikrofaktur, innerhalb der Mauern eines längst vergessenen Industriestandortes, aufgezeigt werden.

In drei verschiedenen Veranstaltungsformaten, die sich der Vergangenheit, der Gegenwart bis hin zu einer Zukunftsvision widmen, können Besucher*innen Teil der Nutzung dieses geschichtsträchtigen Standortes werden.

Vergangenheit
In eine Ausstellung soll die Geschichte des Standortes beleuchtet und der Öffentlichkeit Einblicke in das entstehende Archiv aus Produkten und Produktionsmaschinen der ehemaligen Vulkanfiberfabrik gegeben werden. Exemplarisch werden dabei die historischen Industrieerzeugnisse in Szene gesetzt.

Gegenwart
In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam und der Vulkanfiber-Fabrik Ernst Krüger aus Geldern sollen neue digitale Fertigungstechniken ausprobiert werden, um den zu Unrecht vernachlässigten Werkstoff „Vulkanfiber“, einer der ältesten biologischen Kunststoffe, wiederzubeleben. Noch heute bietet “Vulkanfiber” entscheidende klimatische Vorteile in der Herstellung, Lebensdauer und Entsorgung gegenüber vergleichbaren erdölbasierten Kunststoffen.

Zukunft
Abschliessend wird das Pionierprojekt Mikrofaktur am Standort der Vulkanfiberfabrik in Werder (Havel) initiiert. Zukünftig haben Künstler*innen, Designer*innen und Expert*innen für digitale Fertigung die Möglichkeit mit Industrierobotern, CNC-Technik und 3D-Druckern zu arbeiten und Synergien zu nutzen. Sowohl der Aspekt einer regionalen und nachhaltigen Produktion als auch das neue gestalterische Potential für Kreative aller Kulturbereiche stehen dabei im Fokus. Damit soll der Standort zukunftsfähig gestaltet und nachhaltig belebt werden.

Eröffnung Frühjahr 2021
Genauere Termine werden zeitnah bekanntgegeben.
Laufzeit Frühjahr bis Jahresende 2021
Öffnungszeiten Mo – Fr 10–18 Uhr
Die Ausstellungen sind zusätzlich Samstag 12–20 Uhr geöffnet.
Ort Atelier Vulkanfiberfabrik
Adolf-Damaschke-Str. 56–58, 14542 Werder (Havel)

Vulkan Kunst Werke e.V.
Telefon 0179 417 92 56
Mail mail@sebastian-voigt.com
Web www.ateliervulkanfiberfabrik.com
Instagram Vulkankunstwerke
Facebook Vulkankunstwerke

Bildquelle Robotergestützte Metallverformung, Foto: © Sebastian Voigt

Werder (Havel)

Atelier Vulkanfiberfarbik, Adolf-Damaschke-Str. 56-58
Werder (Havel), 14542 Deutschland
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0179 417 92 56
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Schwedt in Bewegung – Industriestadt zwischen Tradition und Moderne

1. Januar Ganztägig

Das Bild zeigt das undurchschaubares Gewirr von Rohren in einer Erdölraffinerie, die bei Nacht von vielen Lichtern erleuchtet werden.

In der Stadt Schwedt kam es während der 1960er Jahre zu einer zweiten Industrialisierung. Eine ganze Industrie, die Tabakindustrie und angrenzende Wirtschaftszweige, mussten für den Aufbau der politisch gewollten papier- und erdölverarbeitenden Industrie weichen. Abriss und Aufbau gingen Hand in Hand. Das alte Schwedt musste einer neuen, den Regeln der sozialistischen Stadtplanung gehorchenden Industriestadt weichen.

Erst spät gab es ein neues Bewusstsein dafür, dass Industrie auch regionale Identität stiften kann. Das touristische Interesse an historischen Bauwerken ist in Schwedt ungebrochen. Die „sozialistische Planstadt” will zwar so gar nicht in das historische Raster passen, aber mit Neugier kann man der Stadtgeschichte auf den Grund gehen.

Das Stadtmuseum Schwedt/Oder präsentiert im Themenjahr der Industriekultur den virtuellen Stadtspaziergang „Schwedt in Bewegung”, der 20 Schwedter Industriestandorte in den Fokus rückt. Ausgerüstet mit einem Smartphone kann man jederzeit vor Ort auf Spurensuche gehen. Smart verpackt, warten historische Bilder und Filme, Geschichten und Videoclips auf die Industrieentdecker.

Eröffnung Mai 2021
Der virtuelle Stadtspaziergang wird auch über das Jahr 2021 hinaus zur Verfügung stehen.
Preis kostenfrei
Ort Schwedter Innenstadt, 16303 Schwedt/Oder

Stadtmuseum Schwedt/Oder
Telefon 03332 234 60
Mail museum.stadt@schwedt.eu
Web www.schwedt.eu/stadtmuseum
Facebook StadtmuseumSchwedt

Bildquelle PCK bei Nacht, Foto: © PCK Raffinerie GmbH

Schwedt/Oder

Stadtmuseum Schwedt/Oder, Jüdenstraße 17
Schwedt/Oder, 16303 Deutschland
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03332 234 60
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Leuchten aus der Provinz

1. Januar Ganztägig

Leuchtturm auf dem Hof des Museums Fürstenwalde

Durch die besondere Lage, direkt an der Verkehrsader Spree gelegen, hatte sich die Stadt Fürstenwalde schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Industriestandort etabliert. In weniger als einhundert Jahren vervielfältigte sich die Einwohnerzahl, die Zahl der Arbeitsplätze stieg aufgrund der Industrieansiedlungen.

Noch heute finden sich Spuren dieser Entwicklung in der Stadt Fürstenwalde. Die Kontinuität der Industrielandschaft zeichnet sich auch durch die enge Bindung Firmen ab. Die Firma Pintsch ist bereits seit fast 150 Jahre in Fürstenwalde verwurzelt. Andere Standorte gibt es seit fast 100 Jahren. Aber nicht nur die Gelände sind alt. Bei der Firma Pintsch zieht sich auch die Werksgeschichte in all ihren Veränderungen wie ein roter Faden durch die Betriebsgeschichte.

Auch das Museum Fürstenwalde fühlt sich der Industriegeschichte des Ortes verbunden. Als das „Neuen Museums“ 2007 eingeweiht wurde, wurde auf dem Museumshof ein Leuchtturm aufgestellt. 2021 widmet sich das Museum erneut der Industriegeschichte des Ortes. Im Rundgang der Dauerausstellung wird zukünftig das Kapitel „Leuchten aus der Provinz“ erlebbar sein. Das Kapitel erzählt die Geschichte der Fürstenwalder Seezeichen.

Zur Ausstellung entsteht einen Katalog mit heute noch sichtbaren Seezeichen aus Fürstenwalde.

Neben der Ausstellung lädt das Museum zu Führungen über das ehemalige Werksgelände und den Stadtteil „Nord“ ein, welcher gerade durch die Einflüsse der Industrie geprägt wurde.

Eröffnung Dezember 2021
Der genaue Termin der Eröffnung wird noch bekanntgegeben.
Öffnungszeiten April bis Oktober: Di – So 13–17 Uhr
November bis März: Di – So 13–16 Uhr
Eintritt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro
Ort Museum Fürstenwalde
Domplatz 7, 15517 Fürstenwalde

Kulturfabrik Fürstenwalde gGmbH/ Museum Fürstenwalde
Telefon 03361 21 30
Mail museum@kulturfabrik-fuerstenwalde.de
Web www.museum-fuerstenwalde.de

Bildquelle Ein Leuchtturm auf dem Museumshof, Eberhard Jaeger und Hans Panten, zwei alte “Gaselaner” engagieren sich für Fürstenwalde Seezeichen, Foto: © Museum Fürstenwalde

Fürstenwalde

Museum Fürstenwalde, Domplatz 7
Fürstenwalde, 15517 Deutschland
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03361 21 30
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Mit Dederon und Veritas

1. Januar Ganztägig

Der landmade.Kulturversorgungsraum (KVR) in Strodehne ist eine von Künstler*innen betriebene Produktionsstätte zeitgenössischer Kunst, die an der Entwicklung neuer, auf die ländliche Umgebung bezogener künstlerischer Formate arbeitet.

2021 wird der KVR mit den Bewohner*innen des Dorfes Strodehne eine dezentrale Dorf-Kunst-Fabrikation betreiben, um in Heimarbeit die Module für ein kollektives textiles Kunstwerk zu produzieren. Weiblich konnotierte Arbeitskleidung (Kittel, Schürzen) wird als Material verwendet und zweckentfremdet. Dazu werden an ehemaligen und noch existierenden industriellen Produktionsorten der Region Arbeits-Kleidungsstücke eingesammelt, die in der Strodehner Dorf-Kunstfabrik eine neue Form und Bestimmung erhalten.

Premnitz und Wittenberge, zwei historisch bedeutsame Industriestandorte im Westen Brandenburgs, und ihre Produktion zu DDR-Zeiten sind die historischen Bezugspunkte des Projekts: Das Chemiefaserwerk Premnitz produzierte den Kittelschürzen-Stoff „Dederon“, in Wittenberge wurde die Nähmaschine „Veritas“ hergestellt. Auf halber Strecke zwischen beiden Orten und über den Wasserweg mit ihnen verbunden liegt das Haveldorf Strodehne.

Das in der Dorf-Kunstfabrik produzierte kollektive Kunstwerk wird in einer Open-Air Veranstaltung zunächst im Dorf Strodehne der Öffentlichkeit präsentiert. Einzelne Teile werden anschließend auf dem Wasserweg von Strodehner Fischer nach Wittenberge und Premnitz gebracht und den dortigen Partner*innen im Rahmen von öffentlichen Performances übergeben.

Termine Das kollektive Kunstwerk wird im Oktober 2021 erstmals präsentiert.
Orte Im Rahmen des Projektes sind Veranstaltungen in Strodehne, Premnitz und Wittenberge geplant.

landmade.Kulturversorgungsraum
Mail info@landmade.org
Web www.landmade.org

Havelaue OT Strodehne

Havelaue OT Strodehne, 14715 Deutschland + Google Karte anzeigen
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Treue Hände

1. Januar Ganztägig

Das Bild zeigt eine Bühnensituation in einer Halle. Die Zuschauer blicken auf die Schauspielerin, deren Gestik als Schatten an der Wand erscheint.

Die Abwicklung von Betrieben durch die Treuhand zum Ende der DDR hatte für viele Menschen einschneidende berufliche und persönliche Folgen, die sich bis weit in die Gegenwart auswirken. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung beschäftigt sich die Theatergenossenschaft „Traumschüff“ künstlerisch mit der Aufarbeitung des damaligen Strukturwandels und setzt sich im Rahmen der dreiteiligen Theaterserie „Treue Hände“ insbesondere mit der Geschichte des ehemaligen VEB Kaltwalzwerk Oranienburg auseinander. Anhand von Zeitzeugeninterviews und regionalen Recherchen greift die Theaterserie vielseitige Perspektiven zu den Themen Treuhandgeschichte und Wiedervereinigung auf und macht sie für aktuelle Debatten um West- und Ostdeutschland sichtbar.

Im Rahmen der „Theater im Fluss Tour 2021“ wird die Serie an verschiedenen Orten im ländlichen Raum Brandenburgs erlebbar sein. Darüber hinaus finden ab Herbst 2021 weitere Vorstellungen im neu entstehenden „Theater im Werk“, einer festen Spielstätte im ehemaligen Kaltwalzwerk Oranienburg, statt. Die Theateraufführungen werden von Gesprächen mit dem Publikum umrahmt, in denen eine aktive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglicht und Fragen der Zukunftsgestaltung der Region angeregt werden.

Laufzeit “Theater im Fluss” Mai bis September 2021
Die genauen Aufführungstermine werden noch bekanntgegeben.
Eintritt frei
Orte Die Aufführungsorte werden noch bekanntgegeben.

Laufzeit “Theater im Werk” Herbst 2021
Eintritt soziales Preismodell
Ort ehemaliges Kaltwalzwerk Oranienburg
Kremmener Str. 43, 16515 Oranienburg

Theatergenossenschaft “Traumschüff”
Telefon 0174 754 09 17
Mail publikum@traumschueff.de
Web www.traumschueff.de
Facebook Traumschüff
Instagram Traumschüff

Bildquelle “Theater im Werk”, Foto: © Traumschüff e.G.

Oranienburg

ehemaliges Kaltwalzwerk Oranienburg, Kremmener Str. 43
Oranienburg, 16515 Deutschland
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0174 754 09 17
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Fontanes “Sparofen” als Pionier

1. Januar Ganztägig

Schon Theodor Fontane hat die Bedeutung des Hoffmannschen Ringofens erkannt und ihn detailgenau beschrieben. In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ spricht er vom „Sparofen“. Der Ringofen in Glindow dient als Kulisse für eine szenische Lesung der Beschreibungen Fontanes und weiterer Texte, die sich seit dem 19. Jahrhundert mit dem Thema Energie auseinandergesetzt haben. Das Potsdamer Theater Poetenpack inszeniert dabei eine Gegenüberstellung des märkischen Dichters mit Positionen aus der heutigen Zeit.

Termine Die Termine der szenischen Lesung werden noch bekanntgegeben.
Ort Märkisches Ziegeleimuseum Glindow
Alpenstraße 47, 14542 Weder (Havel) OT Glindow

Neue Ziegeleimanufaktur Glindow
Telefon 03327 664 90
Mail info@ziegeleimanufaktur.com
Web www.ziegelmanufaktur.com

Glindow

Märkisches Ziegeleimuseum Glindow, Alpenstraße 47
Werder (Havel) OT Glindow, 14542 Deutschland
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03327 664 90
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Ziegeleien – Pioniere der Energieeffizienz

1. Januar Ganztägig

Wie kein anderer hat der Fotograf Karl-Ludwig Lange nach der Wiedervereinigung die Standorte der ehemaligen Ziegeleien in Brandenburg und insbesondere im Berliner Umland dokumentiert. Karl-Ludwig Lange hat daraus eine künstlerisch und dokumentarisch sehr hochwertige Ausstellung geschaffen, die in Zusammenarbeit mit der Jugendbauhütte Berlin-Brandenburg organisiert wird.

Laufzeit Die Laufzeit der Ausstellung wird noch bekanntgegeben.
Ort Märkisches Ziegeleimuseum Glindow
Alpenstraße 47, 14542 Weder (Havel) OT Glindow

Neue Ziegeleimanufaktur Glindow
Telefon 03327 664 90
Mail info@ziegeleimanufaktur.com
Web www.ziegelmanufaktur.com

Glindow

Märkisches Ziegeleimuseum Glindow, Alpenstraße 47
Werder (Havel) OT Glindow, 14542 Deutschland
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03327 664 90
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