Kriegskinder

Zeitzeugenprojekt im Stadtmuseum Schwedt

Das Stadtmuseum Schwedt blickt mit einer neuen Ausstellung in die Zeit des Wiederaufbaus der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Wie viele andere Städte an der Oder war auch Schwedt von massiven Zerstörungen betroffen. In der Ausstellung kommen die Menschen zur Sprache, die die Stadt wiederaufgebaut und auch das große Erdölverarbeitungswerk der PCK Raffinerie mit errichtet haben.

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Die Ausstellung im Stadtmuseum Schwedt stellt die »Kriegskinder« in filmischen Portraits vor. Es war ihre Generation, die das Erdölverarbeitungswerk und die Stadt Schwedt in den 1960er-Jahren mit aufgebaut hat und noch heute dort lebt. Bei dieser Aufbaugeneration handelt es sich größtenteils um Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs geboren wurden und 1945 vor der Roten Armee fliehen mussten. 1960 folgten sie dem Aufruf der FDJ und kamen in die Uckermark. Unter der Losung »Zukunft, Aufbau und Fortschritt im Herzen« gestalteten sie sich eine neues Leben.

Die Journalistin Franziska Tenner geht den verschiedenen, oft schmerzlichen Lebenswegen der Neuschwedter auf den Grund und hält sie filmisch fest. Die so entstehenden Videoporträts werden durch persönliche Erinnerungsstücke aus den ursprünglichen Herkunftsregionen, wie Lieder, Objekte, Fotografien und Rezepte ergänzt.

Das Projekt versteht sich als Angebot, um über das verschwiegene, teils unbewusste Erbe der jungen Erbauer von Schwedt/Oder ins Gespräch zu kommen.

KRIEGSKINDER. Verlorene Heimat. Neue Wege

Eröffnung 12. Oktober 2020, 14 Uhr
Laufzeit 13. Oktober — 29. November 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten Di—Fr 10 — 17 Uhr, Sa+So 14 — 17 Uhr
Ort Stadtmuseum Schwedt/Oder
Jüdenstraße 17, 16303 Schwedt/Oder

Hinweise für Besucher*innen

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucherinnen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03332 446 791
E-Mail museum.stadt@schwedt.de
Web www.schwedt.eu/stadtmuseum

Neues Kinderbuchmuseum im Havelland sucht Zeitzeug*innen

Ein Teddybär schaut hinter einem Baum hervor und fragt, wer erinnert sich?

Im Mai 2020 eröffnet auf dem Gelände von Schloss Kleßen ein neues Kinderbuchmuseum im Havelland. Für das Projekt sucht die Kuratorin Birgit Jochens nach Zeitzeug*innen.

Im Rahmen des Themenjahres »KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg« entsteht in Kleßen eine Ausstellung zum Thema »Kindheit in der Nachkriegszeit«. Dafür bittet das Museum um die Mitarbeit von Menschen, die zwischen 1945 und 1960 ihre Kindheit in Brandenburg oder Berlin verlebt haben und mit ihren Schilderungen einen Einblick in die Kinderwelt nach dem Zweiten Weltkrieg und der »Aufbaujahre« vermitteln können. Hat es eine Kindheit wie im Bilderbuch gegeben? Was gehört zu den positiven, was zu den negativen Erinnerungen?

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Das Museum freut sich auf viele kleine Geschichten. Ob handschriftlich verfasst oder getippt verfasst, per Post oder E-Mail zugesandt. Auch ein Telefongespräch mit der Ausstellungskuratorin Birgit Jochens ist möglich.

Kinderbuchmuseum im Havelland
Birgit Jochens, Ausstellungskuratorin
Schulweg 2, 14628 Kleßen-Görne
Telefon 033235.1536
E-Mail: kontakt@kinderbuchmuseum-havelland.de