Tage der Offene Ateliers in den Herbst verschoben

Tage der Offenen Ateliers im Land Brandenburg

Das Bild zeigt einen Holzkasten mit kleinen Pinseln und Stofftüchern, auf denen Farbklekse zu sehen sind.

Die Tage der Offenen Ateliers im Land Brandenburg sind ein regionales Kooperationsprojekt, das vom Arbeitskreis der Kulturverwaltungen im Land Brandenburg (AKK) entwickelt wurde. Sie werden von der Landeshauptstadt Potsdam, der Stadt Brandenburg an der Havel, dem Landkreis Barnim, dem Landkreis Dahme- Spreewald, dem Landkreis Elbe-Elster, dem Landkreis Havelland, dem Landkreis Märkisch-Oderland, dem Landkreis Oberhavel/Kulturort-Brandenburg.de, dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, dem Landkreis Oder-Spree/CTA Kulturverein Nord e.V., dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, dem Landkreis Prignitz, dem Landkreis Teltow-Fläming und dem Landkreis Uckermark in Kooperation mit der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg, organisiert.

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Insgesamt beteiligten sich 550 Ateliers mit rund 750 Künstler*innen an der Aktion. Sie haben zum Ziel, die Potenziale und die Vielfalt der Bildenden Kunst im Land Brandenburg konzentriert und gebündelt vorzustellen. Sie sollen aber auch die Besucher*innen inspirieren, die Kultur und die Künstler des Landes immer wieder neu zu entdecken. 

Die Broschüre, die in jedem Jahr zu den Tagen der Offenen Ateliers erscheint, stellt gleichzeitig ein Kompendium dar, mit dem man sich auch individuell, gemeinsam mit Freunden oder mit der Familie auf den Weg zur Kunst begeben kann. Das Kunsterlebnis lässt sich am Wochenende der Offenen Ateliers zudem gut mit einer Radtour oder einer Landpartie verbinden. 

2020 waren wir aufgrund der Corona-Pandemie leider gezwungen, die Tage der Offenen Ateliers, die ansonsten am ersten Maiwochenende stattfinden, in den Herbst zu verschieben. Sie fanden am 24./25. Oktober 2020 statt.

Werfen Sie hier einen Blick in die Broschüre zu den Tagen der Offenen Ateliers 2020.

75 Jahre Befreiung des “Verlorenen Transports”

Dr. Thomas Rahe, wissenschaftlicher und stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, erzählt in seiner Videobotschaft von den Häftlinge des “Verlorenen Transports”, der am Ende des Zweiten Weltkriegs in Tröbitz (Elbe-Elster-Kreis) gestrandet war und von der Roten Armee befreit wurde. Bis heute wird die Erinnerung an die Ereignisse rund um diesen Transport und die meschlichen Tragödien durch Bürger*innen der Region wach gehalten.

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Die Geschichte des “Verlorenen Transports”

Am 23. April 1945 stießen Soldaten der Roten Armee bei Tröbitz auf einen Häftlingstransport aus dem KZ Bergen-Belsen. 2.400 Menschen waren in 45 “Viehwaggons” eingepfercht. Zwölf Tage lang hatten sie unter den katastrophalen Bedingungen des Transports gelitten.
Auf Befehl der Roten Armee mussten die umliegenden Dörfer Unterkünfte und Verpflegung bereitstellen. Doch das Engagement der Tröbitzer*innen ging über das Befohlene weit hinaus. “Ich war überrascht, welche Kräfte diese Frauen besaßen und wie hart sie anpackten”, beschrieb die Überlebende Renata Laqueur.

Die Geschichte von Tröbitz ist einzigartig. Die Begegnungen zwischen der deutschen Bevölkerung, den jüdischen Befreiten und den sowjetischen Soldaten stehen als ein erster Moment der “Hinwendung zur Menschlichkeit” am Ende der Shoa. Durch das Engagement der Überlebenden und Hinterbliebenen, aber auch vieler Bürger*innen der Gemeinde wurde und wird die Erinnerung an den “Verlorenen Transport” bis heute wach gehalten.

Die Eröffnung des Themenjahres

Mit der Eröffnung des Themenjahres “KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg” am 23. April 2020 wollte Kulturland Brandenburg gemeinsam mit den Akteur*innen vor Ort an die Befreiung des “Verlorenen Transports” in Tröbitz erinnern und das unermüdliche und anhaltende Engagement der jüdischen Überlebenden und der Tröbitzer*innen zur Wahrung der Erinnerung würdigen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste Kulturland Brandenburg die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Themenjahr leider absagen.

Mit Unterstützung vieler Expert*innen verlagern wir die Erinnerung auf unsere Website und auf unsere Social Media Kanäle. Im Rahmen unserer Webserie “Kulturland entdecken” präsentieren wir Hintergrundgeschichten, Videobotschaften und Trailer zu den Kulturland-Projekten, zum Themenjahr ganz allgemein und vielem mehr im ganzen Land.