Landluft 2030 – Ideen für die Zukunft ländlicher Industriekultur

1. Januar 2022 Ganztägig

Außenansicht des ehemaligen Fabrikgebäudes in Pritzwalk, in dem sich heute das Museum befindet.

Die Museumsfabrik Pritzwalk lädt im Kulturlandjahr 2021 zu einem kreativen Ideenaustausch zur Zukunft des Lebens und Arbeitens im ländlichen Raum ein. Globalisierung, Digitalisierung, Mobilität, demografischer Wandel: dies sind nur einige der Schlüsselwörter, unter denen die zukünftige Entwicklung ländlicher Räume berechnet wird. Gerade im Land Brandenburg mit seinen weitläufigen, dünn besiedelten Landschaften steht hier vor besonderen Herausforderungen. Die Museumsfabrik Pritzwalk nimmt diese Herausforderungen als Ausgangspunkt für eine Ringvorlesung und schafft daraus ein kreatives Netz von Ideen und Konzepten, in welche Richtung es in Zukunft gehen kann.

Innovative Lösungsansätze aus den Bereichen Technologie, künstlerischer Umgang mit Industriekultur auf dem Land oder neue zivilgesellschaftliche Organisationsformen werden in der Reihe vorgestellt. Expert*innen aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft kommen ebenso zu Wort wie Künstler*innen und ländliche Initiativen. Jeweils mit einem innovativen, gebündelten Beitrag zur Vorstellung eines Projektes, eines Denkansatzes, einer neuen Technologie oder Initiative, welche sich zukunftsweisend mit dem Thema Industriekultur auf dem Land – dem Leitthema der Museumsfabrik Pritzwalk – auseinandersetzt.

Der Strukturwandel der Arbeitswelt wird dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Herausforderungen des demografischen Wandels. Es geht um Chancen neuer Technologien oder Arbeitsorganisationen wie „Smart Working“ und „Co-Working-Spaces“ aber auch um die Frage, ob Brandenburg schon Industrieland 4.0 ist. Auch künstlerische Ansätze wie die Rezeption von Industriearbeit in Fotografie werden im Programm eine Rolle spielen.
Dank digitaler Vernetzung können auch überregionale Gäste in der Reihe zu Wort kommen. Per Videoübertragung kann die Reihe auch aus dem heimischen Wohnzimmer verfolgt werden.

Termine Die Veranstaltungstermine werden noch bekanntgegeben.
Ort Museumsfabrik Pritzwalk
Meyenburger Tor 3a, 16928 Pritzwalk

Telefon 03395 760 811 20
Mail museum@pritzwalk.de
Web www.museum-pritzwalk.de
Facebook museumpritzwalk
Instagram museumpritzwalk

Bildquelle Gebäude der ehemaligen Tuchfabrik Gebr. Draeger in Pritzwalk, heute Museumsfabrik Pritzwalk, 2020, Foto: © Museum Pritzwalk

Pritzwalk

Museumsfabrik Pritzwalk, Meyenburger Tor 3a
Pritzwalk, 16928 Deutschland
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03395 760 811 20
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FilmWerkStadt – Brandenburg zwischen industrieller Tradition und Vision

1. Januar 2022 Ganztägig

Das Bild zeigt zwei Menschen in einem Tagebau in der Lausitz.

Das Projekt „FilmWerkStadt“ zeigt und diskutiert Filme über Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Industrie und Industriekultur an symbolischen Orten der Industriekultur in Brandenburg. Die Filmvorführungen werden von interdisziplinären Gesprächsformaten begleitet, die sich mit Vergangenheit und Zukunft der industriellen Produktion auseinandersetzen sowie deren Einfluss auf unsere Gesellschaft, unseren Alltag und die Stadt-, Regional- und Raumplanung in den Blick nehmen.

Auf den traditionell sehr landwirtschaftlich geprägten Gebieten vollzog sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg und den nachfolgenden Gründungsjahren der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ein grundlegender industrieller Wandel. Sei es das Niederlausitzer Industriegebiet mit den Braunkohlekraftwerken rund um Cottbus, die Erdöl- und Papierindustrie in Schwedt/Oder, die Stahlindustrie in Brandenburg/Havel und Eisenhüttenstadt oder das Gaskombinat in Schwarze Pumpe. Ein Großteil dieser industriellen Einrichtungen existiert – oft in deutlich kleinerer Form – noch heute und bildet nach wie vor die industrielle Basis im Land Brandenburg.

Termine Die Veranstaltungstermine werden im Sommer 2021 bekanntgegeben.
Orte Die Veranstaltungsorte werden noch bekanntgegeben.

Verein für Film- und Medienpädagogik Cottbus e.V. / FilmFestival Cottbus
Telefon 0355 431 07 11
Mail info@filmfestival-cottbus.de
Web www.filmfestival-cottbus.de
Facebook FilmFestivalCottbus
Instagram filmfestivalcottbus
YouTube FilmFestival Cottbus

Bildquelle Im Programm der Film- und Veranstaltungsreihe „FilmWerkStadt“: GUNDERMANN REVIER von Grit Lemke, Foto: © inselfilm produktion

Bahnhof Europas

Veranstaltungsreihe

Am 2. Juni 2020 startete eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Deutschen Kulturforums östliches Europa, des Museums Viadrina und des Instituts für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V., die die verschiedenen nationalen Narrative und Perspektiven auf das Jahr 1945 am Beispiel von Frankfurt (Oder) thematisierte.

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Mit fünf Veranstaltungen in Frankfurt (Oder) und Potsdam, in die teilweise Zeitzeugen eingebunden waren, sollte 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Potsdamer Konferenz ein Stück wechselvoller brandenburgischer, aber auch europäischer Geschichte wiederentdeckt werden.

Als Auftakt der Veranstaltungsreihe wurde am Dienstag, dem 2. Juni um 18 Uhr der Vortrag von Prof. Dr. Werner Benecke, Osteuropahistoriker an der Europa Universität-Viadrina in Frankfurt (Oder), gezeigt. Die virtuelle Veranstaltung kann auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Kulturforums östliches Europa abgespielt werden. Der Vortrag thematisierte das Jahr 1945 als eine der tiefsten Zäsuren der gesamten Stadtgeschichte von Frankfurt (Oder). In sehr hoher zeitlicher Verdichtung erfuhr die dortige Bevölkerung erst in den letzten Wochen des Krieges tiefe Umbrüche, wie die Evakuierung, die Zerstörung des Stadtzentrums und die Teilung der Stadt entlang der Oder, die zu einer neuen Grenze wurde. Der Vortrag ging zunächst auf die globalen politischen und militärischen Rahmenbedingungen des Jahres 1945 ein. Im Anschluss wurden die Frankfurter Ereignisse bei Kriegsende und die neue Funktion der Stadt als Station auf unzähligen erzwungenen Lebenswegen eingeordnet.

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe waren:

28. September 2020, 18 Uhr
„Von Sibirien nach Słubice“, Vortrag und Gespräch

28. Oktober 2020, 18 Uhr
„Die Russen sind da! Frankfurt (Oder) in den ersten beiden Nachkriegsjahren“, Vortrag 

30. Oktober 2020, 18 Uhr
„Europe on the Move. Frankfurt (Oder) 1945“, Podiumsdiskussion

18. November 2020, 17 Uhr
„Bürgermeisterinnen, Ärztinnen, Archivarinnen. Die Frauen in Frankfurt (Oder) 1945 und in den ersten Nachkriegsjahren“, Podiumsdiskussion und Filmvorführung