Früher Sperrzone – heute Ausflugsziel

Instagram-Fotoausstellung in der SteinTherme Bad Belzig

Im Fläming können sich Besucher*innen heutzutage vielerorts auf die Spuren der deutschen Nachkriegszeit begeben. Früher waren diese Plätze Sperrzonen, zu denen nur das Militär Zugang hatte. Erst nach 1994, dem Jahr des Abzugs der russischen Armee, wurden diese Areale für die Zivilgesellschaft wieder zugänglich. Heute sind einige davon in unterschiedlichem Grad auch touristisch erschlossen. Dazu zählen zum Beispiel das Wildgehege Glauer Tal, die Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf-Waldstadt oder der Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten – drei von neun Orten, die auch in der Ausstellung sowie online unter www.flaeming-ausstellung.de gezeigt werden.

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Das Besondere an der Ausstellung: Sie zeigt Lieblingsorte und Blickwinkel von Menschen, die selbst aus dem Fläming kommen oder dort leben. Bereits seit drei Jahren berichten die sogenannten #Flämingbotschafter auf der Social Media-Plattform Instagram aus ihrer Nachbarschaft. Mit ihren Motiven und Tipps regen sie die Community dazu an, die Region Fläming zu entdecken und zu erleben. „Mit der Ausstellung möchten wir dies nun auch analog möglich machen. Sie ist eine besondere Form, um digitales Marketing der Reiseregion Fläming in das echte Leben zu holen und dabei beide Ebenen miteinander zu verzahnen“, so Daniel Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming e.V.

Die Fotografien werden von einer Broschüre begleitet, die weitere Informationen und Hintergründe zu den portraitierten Orten bereitstellt. Außerdem gibt es vor Ort zwölf verschiedene Postkarten mit Ausstellungsmotiven, die auf die Orte und #Flämingbotschafter hinweisen. „So können Begeisterte gleich eine Ansichtskarte mit Ausflugstipp an ihre Bekannten und Familien versenden.“, fügt Daniel Sebastian Menzel hinzu.

Früher Sperrzone – heute Ausflugsziel

Eröffnung 24. September 2020, 18.30 Uhr
Laufzeit 25. September — 2. November 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten täglich 9 — 22 Uhr
Ort SteinTherme Bad Belzig, Am Kurpark 15, 14806 Bad Belzig

weitere Orte

Die Ausstellung wird im Anschluss an zwei weiteren Orten gezeigt.

Laufzeit 4. November — 2. Dezember 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten täglich 9 — 16 Uhr
Ort NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal
Glauer Tal 1, 14959 Trebbin OT Blankensee

Laufzeit 4. Dezember 2020 — 15. Januar 2021
Eintritt frei
Öffnungszeiten Di 10 — 17 Uhr, Mi 13 — 17 Uhr,
Do, 13 — 18 Uhr, Fr + Sa 10 — 13 Uhr
Ort Stadtbibliothek im Kulturquartier Mönchenkloster Mönchenkirchplatz 4, 14913 Jüterbog

Hinweise für Besucher*innen

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucherinnen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 033204 628 70
E-Mail info@reiseregion-flaeming.de
Web www.reiseregion-flaeming.de

Bildquelle Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten, Foto: © Ivonne Mikowski

OST.SÜD. Frank Gaudlitz Fotografien 1986-2020

Ausstellung im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Erstmals würdigt das Potsdam Museum in retrospektiver Form das fotografische Werk des Potsdamer Fotografen Frank Gaudlitz. Die Ausstellung folgt der Intuition des Künstlers über einen Zeitraum von 34 Jahren sowie unter unterschiedlichen Herausforderungen von Potsdam ausgehend in die verschiedenen Erdteile – von Ost nach Süd.

Die Arbeit des an der Leipziger Hochschule ausgebildeten Künstlers ist durch einen kosmopolitischen Blick und eine unkoventionelle und kritische Sicht auf die Gegenwart gekennzeichnet. Mit enormem Gespür für das Menschliche zeichnet er in sowjetischen Kasernen in der Jägervorstadt, in Karmpnitz und später in ganz Brandenburg die Gefühlswelt der abziehenden russischen Soldaten nach.

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Die Spannweite des Ausstellungstitel umfasst unter “Ost” auch die Beobachtung des politischen und gesellschaftlichen Zusammenbruchs der Sowjetunion und mündet in ein Porträt zur Osterweiterung der Europäischen Union.

Frank Gaudlitz diverse fotografische Expeditionen auf den südamerikanischen Kontinent sind unter dem Titel “Süd” vereinigt. Die Ausstellung folgt dem Fotografen von La Paz in Bolivien, auf den Spuren Alexander von Humboldts über die Anden bis in das Amamzonas Gebiet. Auch dort richtet er seinen Fokus immer auf die Menschen, ihre Lebenswelten und auf die Landschaften, die das menschliche Dasein bestimmen. Die besondere Faszination dieser Werkschau liegt in der Konzentration der fotografischen Serien, denen die Besucher*innen in der Ausstellung erstmals in Form eines vergleichenden Sehens begegnen.

OST.SÜD. Frank Gaudlitz Fotografien 1986-2020

Laufzeit 26. September 2020 – 31. Januar 2021
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Öffnungszeiten Di – So 12-18 Uhr
Ort Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

Hinweise für Besucher*innen

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucherinnen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 0331 289 68 68
Mail museum-geschichte@rathaus.potsdam.de
Website www.potsdam-museum.de

Kulturland Brandenburg 2020 in den historischen Stadtkernen

Stadtraumausstellung der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen

Von Altlandsberg über Bad Belzig bis nach Wusterhausen/Dosse – auch in diesem Themenjahr beteiligt sich die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg wieder am Themenjahr.

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Zum Jahresthema 2020 »Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte« – 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – präsentieren sechs Städte mit historischen Stadtkernen ihre Geschichte der Stadtentwicklung nach 1945. Im Rahmen von Kulturland Brandenburg »Krieg und Frieden – 1945 und die Folgen in Brandenburg« thematisieren die Ausstellungen im öffentlichen Stadtraum und individuelle Hörführungen Brüche und Umbrüche, Bedeutungswandel und Denkmalerhaltung bis hin zur Bürgerbewegung und den lebenswerten Altstädten im Zeitraum von 1945 bis heute. Zu erleben sind sie in den historischen Stadtkernen von Altlandsberg, Bad Belzig, Brandenburg an der Havel, Beeskow, Doberlug-Kirchhain und Wusterhausen/Dosse.

Kunst der Erinnerung

Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow im Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR

Das Kunstarchiv Beeskow bewahrt 17.000 Werke der bildenden Künste aus 40 Jahren DDR-Geschichte auf. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus haben die Mitarbeiter*innen einen Blick tief in ihr Archiv geworfen. Sie haben sich gefragt, wie die Themen Zweiter Weltkrieg, Befreiung vom Nationalsozialismus und Freundschaft zur Sowjetunion in der bildenden Kunst verarbeitet wurden. Entstanden ist eine Ausstellung, die noch bis zum 20. September 2020 im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt zu sehen ist.

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Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus zeigt das Kunstarchiv Beeskow seit dem 12. Mai eine Auswahl von Gemälden und Grafiken im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt. Die Kunstwerke befassen sich mit den Themen »Krieg, Befreiung, Freundschaft«. Diese drei Themen besaßen zentrale Bedeutung für das künstlerische Schaffen in der DDR. Massenorganisationen als wichtige Auftraggeber, etwa die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft oder der Verband Bildender Künstler (VBK), setzten sie immer wieder auf die Agenda. 

Der damit einhergehenden inhaltlichen Kanonisierung und Festlegung auf ein motivisches Repertoire folgte spätestens Ende der 1970er-Jahre ein Aufbruch zu neuen Formen und Sujets. Bis dahin in der Kunst tabuisierte Themen wie der Völkermord an den europäischen Juden wurden nun tastend aufgegriffen, und formelhafte Bekenntnisse wie jenes der »Freundschaft zur Sowjetunion« wurden vorsichtig hinterfragt. Im Zentrum der Ausstellung stehen Arbeiten, die sich jenseits enger ideologischer Leitbilder einer kritischen Perspektive auf die deutsche Geschichte verpflichtet fühlten und deshalb noch heute zur Reflexion anregen.

Kunst der Erinnerung. Krieg, Befreiung, Freundschaft in Bildern aus dem Kunstarchiv Beeskow

Laufzeit 12. Mai bis 20. September 2020 
Eintritt bis zum 24. Juni 2020: frei, danach 4 €, erm. 2 € 
Öffnungszeiten Di–So 10–18 Uhr 
Ort Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt

Bitte beachten Sie während des Museumsbesuchs:
Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Besucher*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03364 417 355 
E-Mail info@alltagskultur-ddr.de 
Web www.alltagskultur-ddr.de 

In Trümmern – Prenzlau 1945

Ausstellung im Dominikanerkloster Prenzlau

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt Prenzlau massiv zerstört. Vieles ging verloren, Gebäude, Kunstschätze und eine großer Teil der kulturellen Identität. Eine neue Ausstellung im Kulturhistorischen Museum der Stadt widmet sich nun den Folgen des Zweiten Weltkrieges. Sie präsentiert die geretteten und wiedergefundenen Schätze der Uckermark und wirft auch einen Blick auf das, was verloren ging.

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Ende April 1945 wurde die Stadt Prenzlau, die einstige »Perle der Uckermark«, massiv zerstört. Aus der gewaltigen Schutthalde ragten nur noch die Türme der Kirchenruine empor. Der wichtigste Bestandteil der kulturellen Identität der Stadt, die museale Sammlung, war bedroht. Dennoch gelang es, große Teile der Sammlung zu retten. Es grenzte an ein Wunder. Die Geschichte dieses Wunders begann mit einer waghalsigen Evakuierung im Frühjahr 1945. Sie zog sich über die Jahre des Kalten Krieges hin und endete mit einer deutsch-deutschen Restitution im Jahr 1987.

Das Dominikanerkloster Prenzlau zeigt in seiner neuen Ausstellung »In Trümmern. Prenzlau 1945 – gerettet. bewahrt. erinnert« das Ausmaß der Zerstörungen in Prenzlau und die langfristigen Folgen für die kulturelle Identität der gesamten Region. In Zusammenarbeit mit dem Museumsverband des Landes Brandenburg werden jüngst wiederentdeckte historische Aufnahmen präsentiert, die den Verlust der Sammlung offenbaren.

Ergänzend erarbeiteten Schüler*innen des Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasiums Prenzlau eine Bild-Ton-Text-Ausstellung, die sich dem Thema »KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg am Beispiel der uckermärkischen Stadt Prenzlau« widmet.

Ausstellung »In Trümmern. Prenzlau 1945 – gerettet. bewahrt. erinnert«

Eröffnung 20. Juni 2020, 15 Uhr
Laufzeit 21. Juni – 30. Dezember 2020
Eintritt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Öffnungszeiten Di – So 10–18 Uhr
Ort Kulturhistorisches Museum im Dominikanerkloster Prenzlau
Uckerwiek 813, 17291 Prenzlau

Bitte beachten Sie während des Museumsbesuchs:
Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Besucher*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03984/ 752 65
E-Mail museum@dominikanerkloster-prenzlau.de
Web www.dominikanerkloster-prenzlau.de

Die Eröffnung findet im Freien statt und ist für alle zugänglich. Besucher*innen werden gebeten, sich beim Dominikanerkloster anzumelden.

Ablauf der Eröffnung

Begrüßung

Hendrik Sommer, Bürgermeister der Stadt Prenzlau

Grußworte

Tobias Dünow, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg

Einführung in die Ausstellung

Dr. Christian Hirte, Kurator der Ausstellung

Jürgen Theil, Lehrer am Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium Prenzlau und Leiter des Schülerprojektes

Im Anschluss können Besucher*innen in kleinen Gruppen durch die Ausstellung geführt werden.

Die Eröffnung wird musikalisch vom Streichquartett des Preußischen Kammerorchesters begleitet.

Die Waldlager der Roten Armee in Brandenburg

Ausstellung im Kornspeicher Neumühle

Das Bild zeigt die Gürtelschnalle eines deutschen Soldaten. Darauf wurde ein Sowjetstern eingeritzt.

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende entdeckten Archäologen in Brandenburgs Wäldern bislang unbekannte Hinterlassenschaften aus der Zeit unmittelbar nach dem Kampf um Berlin. Sie stammen von tausenden Rotarmisten, die im Sommer 1945 in sogenannten Waldlagern der Roten Armee untergebracht waren. Diese Hinterlassenschaften werden im Rahmen einer Ausstellung bis zum 29. Juli 2020 im Kornspeicher Neumühle gezeigt.

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Vielerorts finden sich noch heute rechteckige Gruben, militärisch exakt entlang der Waldwege aufgereiht. Diese Eingrabungen waren Reste von Blockhäusern. In und bei diesen Unterständen lagen materielle Reste des Alltags der Soldaten der Roten Armee: militärische Ausrüstung, sowjetische und deutsche Abzeichen, Essgeschirre und anderes Zubehör. Die Gegenstände tragen teilweise kyrillische Inschriften, es gibt auch Propaganda-Parolen und Kennmarken von Rotarmisten aus der Gefangenschaft. Die Funde sind eindringliche Zeugnisse der Verhältnisse im besetzten Brandenburg. Die Ausstellung im Kornspeicher Neumühle erzählt die Geschichte der Waldlager und ihrer Bewohner, die nicht nur aus Rotarmisten, sondern auch aus befreiten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern bestand. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum.

Im Rahmenprogramm der Ausstellung stellt der Kornspeicher Neumühle
u. a. das zwischen 1941 und 1945 entstandene Tagebuch einer unbekannten Neuruppinerin vor. »Wenn doch bald Ruhe und Frieden wäre« erschien im März 2020 im Regionalverlag Ruppin. 

Zwischen Krieg und Frieden.
Die Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945 

Laufzeit 20. Mai – 29. Juli 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten täglich 10–18 Uhr
Ort Kornspeicher Neumühle, Neumühle 3, 16827 Neuruppin OT Alt Ruppin 

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über evtl. Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03391 751 50
E-Mail post@kornspeicherneumuehle.de
Web www.kornspeicherneumuehle.de

Bildquelle/-nachweis: Waldlagerfunde, Foto: Frank Gaudlitz/frank-gaudlitz.de © Kulturland Brandenburg 2020

Krieg und Frieden in Brandenburg: Frankfurt (Oder) 1945

Ausstellung im Museum Viadrina, Frankfurt (Oder)

Das Bild zeigt die Große Scharrnstraße in Frankfurt (Oder) nach den Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg

Am 17. Mai, dem Internationalen Museumstag, öffnet das Museum Viadrina wieder die Türen und zeigt eine neue Ausstellung über das Ende des Zweiten Weltkrieges.

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Bis 1945 ist Frankfurt (Oder) unumstritten die Hauptstadt Ostbrandenburgs. Als Verwaltungs- und Militärstandort kommt der Stadt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte von Krieg und Gewalt zwischen 1939 und 1945 zu, die in der Sonderausstellung reflektiert wird. Exemplarisch lassen sich hier die Folgen des Krieges studieren, der zur Zerstörung des historischen Stadtzentrums, zu neuen Grenzen in Europa und zu Flucht- und Migrationsereignissen führten. Noch heute sind diese Folgen in der Odermetropole eindringlich spürbar. Frankfurt wird zu einem Menschenumschlagplatz für Millionen, allein 1,5 Millionen Kriegsgefangene und Zivilverschleppte werden zwischen 1945 und 1950 in Frankfurt in die Freiheit entlassen. Auch viele Tausend Polen werden aus sowjetischen Lagern entlassen und müssen u. a. in der ehemaligen Dammvorstadt, die seit 1945 Słubice heißt, eine neue Heimat finden. Die Stadt erfindet sich nach dem Krieg neu: in ihrer Bausubstanz, als Grenzstadt und als Wirtschaftsstandort.

Krieg und Frieden in Brandenburg. Frankfurt (Oder) 1945

Eröffnung 17. Mai 2020, 11 Uhr
Laufzeit 17. Mai bis 18. Oktober 2020
Eintritt 4 Euro, erm. 2,80 Euro
Öffnungszeiten Di–So 11–17 Uhr
Ort Museum Viadrina
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11, 15230 Frankfurt (Oder)

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über evtl. Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 0335 401 56 10
Mail verwaltung@museum-viadrina.de
Web www.museum-viadrina.de

Bildquelle/-nachweis: Frankfurt (Oder), Große Scharrnstraße, nach 1945 © Museum Viadrina