»was du nicht siehst« – abstrakte Kunst in Strausberg

Abstraktes Gemälde mit einer schwarzen Figur und einer weißen Figur, die übereinander auf blauem Grund liegen.

Hermann Glöckner: Schwarz über Weiß auf Blau, 1957, Collage, Foto: Archiv Anke Zeisler

Nach dem Zweiten Weltkrieg feierte die Kunst die zurückgewonnene Freiheit mit neuen Formen der Abstraktion. Eine Ausstellung des kunstprojekte e.V. in Kooperation mit der Sparkasse Märkisch-Oderland zeigt in Strausberg ausgewählte Werke zeitgenössischer Künstler*innen.

Mehr erfahren »

Die Ausstellung »was du nicht siehst – abstrakt. Vom Umgang mit der Freiheit nach dem Krieg« zeigt abstrakte Werke. Im Fokus stehen also jene, die auf die Nachahmung der Wirklichkeit verzichten. Warum? Wird die Abstraktion doch von vielen als unverständlich angesehen. Sie bietet aber ein Universum voller Interpretationen. Deshalb auch der Titel »was du nicht siehst«, der einem alten Kinderspiel entlehnt ist.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges feierte die Kunst ihre zurückgewonnene Freiheit. Max Schwimmer schrieb 1946, dass man ordentlich spüre, wie ungehemmt sich die Talente der neuen Freiheit bedienen und wie wohl ihnen dabei ist …. Doch schon bald forderte die offizielle Kunstpolitik im Osten Figur und Gegenständlichkeit. Wer nun abstrakte Bilder malte, lief Gefahr, als Staatsfeind betrachtet zu werden. Dennoch gab es einige, die an ihrem künstlerischen Wollen festhielten. Mit dem Fall der Mauer verschwanden auch die Restriktionen. Nicht nur die künstlerische Freiheit kehrte zurück. Auch die Möglichkeit, sich mit Künstler*innen aus ganz Deutschland und der der Welt auszutauschen.

Die Ausstellung in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland läuft noch bis zum 11. Dezember 2020. Weitere Informationen finden Sie in unserem Onlinekalender.

„Luther und Babylon 2017. Bilder von Ideen und ihren Folgen“

Ausstellungseröffnung
25.01.2017, 17:00 Uhr
Strausberg

Am Mittwoch, dem 25. Januar 2017, wird in der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg die Kunstausstellung „Luther und Babylon 2017. Bilder von Ideen und ihren Folgen“ eröffnet. Um 15.30 Uhr sind Medienvertreter zu einem Pressegespräch und um 17 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung herzlich eingeladen. Luther und die Reformation in Brandenburg“, wird veranstaltet von der Sparkasse Märkisch-Oderland und realisiert von kunst projekte e.v., Waldsieversdorf (www.kunstprojekte-ev.de).

Mehr erfahren »
Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von 14 Künstlern verschiedener Generationen (geboren zwischen 1933 und 1979) aus dem Landkreis Märkisch-Oderland, dem Land Brandenburg, Berlin, Strausbergs Partnerstadt Frankenthal in der Pfalz und aus Shanghai. Neu geschaffene oder wiederentdeckte Werke zu diesem bis in unsere Gegenwart hinein spannenden Thema zeigen: Dieter Goltzsche, Hans-Hendrik Grimmling, Sylvia Hagen, Jürgen K. Hultenreich, Horst Hussel, Hagen Klennert, Harald-Alexander Klimek, Sophie Natuschke, Ronald Paris, Hans Scheib, Songwen Sun-von Berg, Ruth Tesmar, Heidi Vogel und Jana Wilsky. Kuratorin der Ausstellung ist Anke Zeisler. Zur Ausstellung erscheint ein 82-seitiger Kunstband.

Grußworte
Uwe Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Märkisch-Oderland,
Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH | Kulturland Brandenburg
Anke Zeisler, Kuratorin der Ausstellung, sowie einige der beteiligten Künstler geben Auskunft zum Projekt und zu den Werken.

 

Termin: Pressegespräch: Mi, 25. Januar 2017, 15.30 Uhr; Ausstellungseröffnung: Mi, 25. Januar 2017, 17 Uhr
Laufzeit: 26. Januar 2017 bis 15. Dezember 2017
Ort: Sparkasse Märkisch-Oderland, Hauptgeschäftsstelle Große Straße 2-3, 15344 Strausberg
Eintritt: frei
Öffnungszeiten: Mo, Fr 8.30 bis 15.30 Uhr; Die, Do 8.30-18.30 Uhr; Mi 8.30-13 Uhr

 

Weitere korrespondierende Ausstellungen:
Kirche St. Marien, Frankfurt (Oder), Martyrchor: 18. Juni bis 26. August 2017
Kleist-Museum Frankfurt (Oder): 23. Juni bis 26. August 2017

Die Ausstellung wird anschließend vom 12. Januar bis 18. Februar 2018 im Kunsthaus Frankenthal (Pfalz) gezeigt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!