Kalter Krieg in der Provinz

Ausstellung im Niederlausitz-Museum Luckau

Das Bild zeigt uniformierte Personen bei einer Übung. Eine Person trägt eine Gasmaske, eine andere Person zeiht einen Schutzanzug an. Andere Personen stehen dabei und beobachten die Szene.

Im Niederlausitz-Museum in Luckau zeigte eine Ausstellung, welche Auswirkungen der Kalte Krieg auf die brandenburgische Provinz hatte und wie sich der Lebensalltag der Menschen unter den globalen Einflüssen veränderte.

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Der Begriff „Kalter Krieg“ weckt zuallererst Erinnerungen an das amerikanisch-sowjetische Wettrüsten, an die Aufteilung der Welt in zwei „Blöcke“, an die Kubakrise und den Vietnamkrieg und natürlich an den Bau der Berliner Mauer. Mit dem Auseinanderbrechen der Anti-Hitler-Koalition nach dem Zweiten Weltkrieg waren die grundlegenden Voraussetzungen für die Spaltung Deutschlands und die Entstehung der Deutschen Demokratischen Republik geschaffen worden.

Von den großen weltpolitischen Ereignissen waren aber auch kleinere Orte wie Luckau in der Niederlausitz unmittelbar betroffen. Auch hier hörten Menschen die „Propaganda vom imperialistischen Klassenfeind“ im Radio, auch hier wurde die Angst vor einem „heißen Krieg“ geschürt.

Die Ausstellung im Niederlausitz-Museum Luckau zeigte anhand verschiedener Themenfelder, wie sich der Kalte Krieg in Luckau niederschlug: Alltägliche Propagandafeldzüge gegen den Westen, insbesondere gegen die Bundesrepublik Deutschland in Form von Broschüren, Plakaten und Zeitungsartikeln, die Einführung des Wehrunterrichts in der Schule und die Übungen zur Zivilverteidigung bis hin zur Schaffung eines „neuen“ Feindbildes trugen erheblich zur Verschärfung des Kalten Krieges in der Provinz bei.

Die Ausstellung widmete sich herausragenden Einzelereignissen, wie dem „Luckauer Krieg“ von 1953, einer sogenannten Großfahndung nach den tschechischen Mašín-Brüdern, die über die DDR nach West-Berlin fliehen wollten.

Kalter Krieg in der Provinz – Luckau zwischen den Fronten

Laufzeit 22. September 2020 – 21. Februar 2021
Eintritt frei
Ort Niederlausitz-Museum Luckau
Nonnengasse 1, 15926 Luckau

Telefon 03544 557 07 90
E-Mail museum@luckau.de
Web www.niederlausitzmuseum-luckau.de

Bildquelle Kampfgruppenschutzausbildung in Luckau, Ende 1960er © Niederlausitz-Museum Luckau

Seelenheil und Bürgerstiftungen. Tradition und Wandel

Ausstellungseröffnung in Luckau

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus einem Gemälde. Hände halte ein Buch

Am Sonntag, dem 21. Mai 2017, um 14.30 Uhr, wird im Niederlausitz Museum Luckau die Ausstellung „Seelenheil und Bürgerstiftungen. Tradition und Wandel“ eröffnet.

Die Ausstellung thematisiert den Wandel des christlich motivierten Stiftungswesens in der nachreformatorischen Zeit. Ging es vor Luther in der Hauptsache darum, für das eigene Seelenheil zu sorgen, entwickelte sich in der Folge reformatorischer Ideale ein ausgeprägtes bürgerliches und protestantisches Selbstbewußtsein.

In diesem Zusammenhang fand das Stiftungswesen als Dokumentation der eigenen gesellschaftlichen Stellung seinen Ausdruck. Die Ausstellung in Luckau verdeutlicht, dass Stiftungen, neben der Sorge für die Armen, einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl geleistet haben.

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Ablauf der Eröffnung

Begrüßung
Marina Gadomski, Leiterin des Niederlausitz Museum Luckau
Grußworte
Gerald Lehmann, Bürgermeister der Stadt Luckau
Dr. Ulrike Gutheil, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Stefan Görnert, Leiter des Amtes für Bildung, Sport und Kultur im Landkreis Dahme-Spreewald
Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg
Thomas Köhler, Superintendent des Kirchenkreises Niederlausitz
Musikalische Begleitung durch Focko Hinken, Kantor der Nikolaikirche Luckau

Anschließender Rundgang durch die Ausstellung mit Dr. Silke Kamp, Kuratorin der Ausstellung

Eröffnung So, 21. Mai 2017, 14.30 Uhr
Laufzeit 23. Mai bis 5. November 2017
Ort Niederlausitz Museum Luckau Nonnengasse 1, 15926 Luckau
Öffnungszeiten Di – Fr 10.00 – 17.00 Uhr, Sa und So 13.00 – 17.00 Uhr
Eintritt 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro

Web www.niederlausitzmuseum-luckau.de