Das Ende des Zweiten Weltkrieges im Oderbruch

Russischer Panzer auf einem Podest, davor Blumenkränze, die an die Opfer des Krieges erinnern

Das Panzerdenkmal in Kienitz © Letschiner Heimatstuben

Am 8. Februar 2020 erinnerten die Letschiner Heimatstuben mit einer Veranstaltung in Kienitz, dem Ort des ersten sowjetischen Brückenkopfes westlich der Oder, an die Kämpfe vor 75 Jahren im Oderbruch.

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Am 31. Januar 1945 erreichte die Rote Armee das westliche Ufer der Oder und errichtete nahe dem Ort Kienitz einen ersten Brückenkopf auf dem heutigen Gebiet des Landes Brandenburg. Um nicht zwischen die Fronten zu geraten, floh die Kienitzer Bevölkerung über den gefrorenen Fluss in Richtung Osten. Im Laufe der nächsten Wochen baute die Rote Armee den Brückenkopf aus, um eine Großoffensive auf die Reichshauptstadt Berlin zu starten. Die Kämpfe um Kienitz und das Küstriner Vorland dauerten Wochen, mehr als 80% des Dorfes wurden zerstört. Zehntausende Soldaten starben auf beiden Seiten bei den Kämpfen im Oderbruch. Heute erinnert ein sowjetischer Panzer in Kienitz an die Opfer des Zweiten Weltkrieges.

Die Letschiner Heimatstuben haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die Opfer des vom Nationalsozialismus initiierten Eroberungs- und Vernichtungskrieges wachzuhalten. 75 Jahre nach der Eröffnung des ersten sowjetischen Brückenkopfes westlich der Oder luden die Initiatoren zur Besichtigung des historischen Ortes und zu Gesprächen mit Zeitzeugen ein. Der Militärhistoriker Gerd-Ulrich Herrmann berichtete im Anschluss von der Tragweite des Kienitzer Brückenkopfes, den Kämpfen und den Folgen des Zweiten Weltkrieges im Oderbruch.

Termin 8. Februar 2020, 14 Uhr
Ort Gasthof zum Hafen, Deichweg 20, 15324 Letschin OT Kienitz