31. FilmFestival Cottbus

2. November 7. November

Das Bild zeigt den dreidimensionalen Schriftzug FilmFestival

Publikumsfestival, kulturelles Leuchtturm-Event im Osten Deutschlands und internationaler Branchentreffpunkt – das FilmFestival Cottbus (FFC) ist facettenreich.

Mit seinem Programm zeigt es das Unterhaltungspotenzial Osteuropas auf. Außerdem hinterfragt das FFC Klischees und Inhalte tagesaktueller Nachrichten und trägt somit zu einem tiefergehenden Verständnis von politischer Kultur, Geschichte und Mentalität bei.

Vier Wettbewerbe – Internationaler Spielfilm, Kurzfilm, U18 Jugendfilm und die Lausitzer Filmschau –gewähren einen Einblick in die aktuelle Situation des osteuropäischen Filmes, den damit verbundenen thematischen Trends und gestalterischen Elementen – experimentell sowie etabliert.

Außerdem werden Filme aus den Sektionen Spectrum, Specials, Heimat|Domownja|Domizna, Hits und Kids im Kino sowie thematische Spezialreihen gezeigt.

Workshops, Jugendbildungsangebote, Lesungen, Partys, Konzerte und Ausstellungen gewähren zusätzliche Einblicke in das lokale Kulturprogramm.

Laufzeit 2. – 7. Nobember 2021
Tickets gibt es am Mitte Oktober unter
www.filmfestivalcottbus.reservix.de
Spielstätten Staatstheater Cottbus, Weltspiegel Cottbus, Obenkino, Glad-House und Planetarium

FilmFestival Cottbus
Telefon 0355 431 070
Mail info@filmfestivalcottbus.de
Web www.filmfestivalcottbus.de
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Bildquelle Schriftzug FilmFestival Cottbus, Foto: Kaiser © FilmFestival Cottbus

lost places Forst (Lausitz)

12. September , 18:00

Eine Film-Foto-Musik Dokumentation in 3D

Der Begriff „lost places“ ist ein Pseudoanglizismus und meint im weitesten Sinne vergessene oder aufgegebene Orte. In der Stadt Forst (Lausitz) sind diese “lost places” prägnante Zeugnisse der Industriegeschichte der Stadt. Sie liegen im Bereich von städtebaulichen oder gründerzeitlichen Ensembles und haben zum Teil Denkmalstatus. Diese Orte waren einst Fabriken und andere bauliche Relikten der industriellen Moderne. Teilweise werden sie noch heute genutzt, teilweise sind sie dem Verfall preisgegeben. In jedem Fall handelt es sich um ein wertvolles architektonisches sowie kulturhistorisches Erbe der Stadt. Sie verkörpern zugleich die Faszination und die Schönheit des Morbiden.

Dieses Erbe wird im Themenjahr 2021 exemplarisch in Form einer 3D Film-Foto-Musik-Dokumentation visuell bewahrt und erlebbar gemacht. Der Film vereint die Faszination der „lost places“ durch die Kombination von visuellen und auditiven Eindrücken im Zusammenspiel mit Fotoaufnahmen. Historische Abbildungen und Grafiken vermitteln Informationen zum geschichtlichen Hintergrund. Eine Klangcollage aus Geräuschen und eigens komponierter Musik wird das laufende Bild musikalisch begleiten.

Bei seiner Uraufführung wird der Film als ein filmisch – musikalisches 3 D Werk mit einer live Performance präsentiert und vom Filmemacher Donald Saischowa moderiert. Partner für die Musik und Sounds sind die Cottbuser Musiker Marcus Reichelt und Stefan Friedrich.

Der Autor und Regiekameramann Donald Saischowa dreht als freier Kameramann Reportagen, Features und Dokumentarfilme in den Themenbereichen Kunst, Kultur, Natur und Umwelt. Seit Beginn seiner filmisch-dokumentarischen Tätigkeit Mitte der 1980er Jahre widmet er sich dem Genre Architektur und “lost places”. Sein Markenzeichen als Kameramann sind die Arbeiten der TV-Reihe “Schätze der Welt – Erbe der Menschheit” zum UNESCO Welterbe.

Premiere 12. September 2021, 18 Uhr
Ort wird noch bekanntgegeben.

Touristinformation der Stadt Forst (Lausitz)
Telefon 03562 989 350
Mail info@forst-lausitz.de
Web www.forst-lausitz.de
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Eröffnung der Ausstellung “Freifrau von Löwendal”

4. Juni Ganztägig

Bild zeigt ein Gemälde auf dem Freifrau von Löwendal abgebildet ist. Sie trägt ein weißes Kleid mit einem blauen Umhang.

Das Kunstgussmuseum Lauchhammer widmet sich ab dem 4. Juni 2021 der 300-jährigen Industriegeschichte des Ortes Lauchhammer. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von den Ursprüngen des Industriestandortes bis in die Neuzeit. Beginnend mit der Gründung des Eisenhammers im Jahr 1725 und den Veränderungen für die Landschaft und die Bevölkerung im südlichen Teil der Lausitz wird dem Besucher ein umfassender Einblick in die Bedeutung der unternehmerischen Tätigkeit der Gründerin Freifrau von Löwendal geboten. Zeugnisse der Industriekultur, die heute noch zu besichtigen sind, werden mit Exkursionen erschlossen. Der Sprung in die frühe Vergangenheit, wird durch den Beitrag der Künstlerin C. Glanz mit Objekten und Zeitzeugenberichten gewagt. Ein Perspektivwechsel soll mit der modernen Sichtweise der zeitgenössischen Künstlerin A.F. Schwarzbach abgerundet werden.

Neue Wege in der Lausitz werden anhand bestehender und sich noch entwickelnder Strukturen in und um Lauchhammer vorgestellt, so z.B. Renaturierungsprojekte, Ansiedlungen neuer Wirtschaftszweige und touristischer Umnutzungen.

Eröffnung 4. Juni 2021
Öffnungszeiten Di – Fr 10-17 Uhr, Sa + So 13-17 Uhr
Eintritt Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung ist frei.
Ort Kunstgussmuseum Lauchhammer
Freifrau-von-Löwendal-Str. 3, 01979 Lauchhammer

Telefon 03574 860 166
Mail info@kunstgussmuseum-lauchhammer.de
Web www.kunstgussmuseum-lauchhammer.de
Facebook Kunstgussmuseum

Bildquelle Fotografie eines Ektachromes des Gemäldes aus dem Nachlass des Gutachters Ludwig Meyer, Foto: © Dr. Bernd Konrad

Lauchhammer

Kunstgussmuseum Lauchhammer Freifrau-von-Löwendal-Str. 3
Lauchhammer, 01979 Deutschland
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Pückler industriös – Energie & Phantasie in Branitz

28. April 31. Oktober

Farbzeichnung einer motorisierten Pferdekutsche mit sechs Rädern und vielen Menschen darauf.

Die diesjährige Branitzer Sonderausstellung berichtet von der Industriellen Revolution und damit von einer Entwicklung im 19. Jahrhundert, die auch Fürst Pückler aufmerksam verfolgte. Fasziniert vom technischen Fortschritt und den neuen Fertigungsprozessen brachte er zudem neue Produktionsmethoden und künstlerische Trends aus London und Paris in die Lausitz. Wie sah die neue „industriöse“ Welt aus, deren Möglichkeiten Pückler zu schätzen und zu nutzen wusste? Was ist davon bis heute in seinen Parklandschaften ablesbar? Viele Produkte der zeitgenössischen Industrie dienten dabei vor allem zur Zierde des fürstlichen Parks: Skulpturen, Reliefs, Zierrat und Schmuckelemente, Kunst aus Eisen- und Zinkguss oder Terrakotta. Ausstellung und Führungen bieten Gelegenheit, den „industriösen“ Fürsten Pückler näher kennenzulernen.

Laufzeit 28. April bis 31. Oktober 2021
Öffnungszeiten Mi – Mo 11–18 Uhr
Eintritt 4,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro
Ort Schloss Branitz, Marstall und Pleasureground
Robinienweg 5, 03042 Cottbus

Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Telefon 0355 751 50
Mail info@pueckler-museum.de
Web www.pueckler-museum.de
Instagram branitzerpark_sfpm

Bildquelle Der neue “Dampfwagen”, von Fürst Pückler im Januar 1828 getestet, aus Erinnerungsbilder, Bd. 2 © Gräfliche Familie von Pückler in Branitz

Cottbus

Park und Schloss Branitz, Marstall, Robinienweg 5
Cottbus, 03042 Deutschland
035575150
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Eröffnung der Ausstellung “Pückler industriös”

27. April , 11:00

Farbzeichnung einer motorisierten Pferdekutsche mit sechs Rädern und vielen Menschen darauf.

Am 29. April eröffnet die diesjährige Branitzer Sonderausstellung. Sie berichtet von der Industriellen Revolution und damit von einer Entwicklung im 19. Jahrhundert, die auch Fürst Pückler aufmerksam verfolgte. Fasziniert vom technischen Fortschritt und den neuen Fertigungsprozessen brachte er zudem neue Produktionsmethoden und künstlerische Trends aus London und Paris in die Lausitz. Wie sah die neue „industriöse“ Welt aus, deren Möglichkeiten Pückler zu schätzen und zu nutzen wusste? Was ist davon bis heute in seinen Parklandschaften ablesbar? Viele Produkte der zeitgenössischen Industrie dienten dabei vor allem zur Zierde des fürstlichen Parks: Skulpturen, Reliefs, Zierrat und Schmuckelemente, Kunst aus Eisen- und Zinkguss oder Terrakotta. Ausstellung und Führungen bieten Gelegenheit, den „industriösen“ Fürsten Pückler näher kennenzulernen.

Eröffnung 27. April 2021, 11 Uhr
Laufzeit 28. April bis 31. Oktober 2021
Öffnungszeiten Mi – Mo 11–18 Uhr
Eintritt 4,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro
Ort Schloss Branitz, Marstall und Pleasureground
Robinienweg 5, 03042 Cottbus

Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Telefon 0355 751 50
Mail info@pueckler-museum.de
Web www.pueckler-museum.de
Instagram branitzerpark_sfpm

Bildquelle Der neue “Dampfwagen”, von Fürst Pückler im Januar 1828 getestet, aus Erinnerungsbilder, Bd. 2 © Gräfliche Familie von Pückler in Branitz

Cottbus

Park und Schloss Branitz, Marstall, Robinienweg 5
Cottbus, 03042 Deutschland
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Brandenburger Industrielandschaften 1992-2020 – Fotografien von Lorenz Kienzle

11. April 27. Juni

Das Bild zeigt einen Mann, der eine große Garnrolle wechselt. Hinter ihm befindet sich eine Maschine, auf der das Garn aufgefädelt wird.

Ab 26. Mai 2021 geöffnet!

Der Fotograf Lorenz Kienzle hat sich über einen Zeitraum von fast 30 Jahren der brandenburgischen Energie- und Textilindustrie gewidmet, sowie die von der Braunkohleförderung geprägten Landschaften der Niederlausitz über einen langen Zeitraum mit der Kamera begleitet. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch in seinem Arbeitsumfeld, wie in den Gubener Hutwerken »Hutmacher«, im Industriepark »Schwarze Pumpe« und in der »Spinnerei Forst«. In einer Fotodokumentation zum Braunkohlentagebau Jänschwalde und dem 2005 devastierten Dorf Horno werden konträre Perspektiven eingenommen: eine Innensicht auf die Abläufe im Tagebau sowie eine kritische Außensicht auf die Auswirkungen auf den Lebensraum der Anwohner.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist der Wandel von Industriestandorten zu Museen, wie im »Textilmuseum Forst« und bei der »Brikettfabrik Louise«. Diese Arbeiten werden in Bezug zu den Aufnahmen aus noch aktiven Standorten der betreffenden Industriezweige gebracht und gemeinsam in einer großen Ausstellung gezeigt.

Laufzeit 1. April – 27. Juni 2021
Öffnungszeiten Januar-März: Di – Fr 12-17 Uhr Sa + So 10.30-17.30 Uhr
April-Oktober: Di – So 10.30-17.30 Uhr
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro
Ort Kunstsammlung Lausitz im Museum Schloss und Festung Senftenberg
Schloßstraße, 01968 Senftenberg

Telefon 03573 870 24 00
Mail museum@osl-online.de
Web www.museums-entdecker.de

Bildquelle Vorgarnwalzenwechsel in der Spinnerei Forst, Foto: © Lorenz Kienzle

Senftenberg

Kunstsammlung Lausitz im Museum Schloss und Festung Senftenberg, Schloßstraße
Senftenberg, 01968 Deutschland
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Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Brandenburg

Die Ausschreibung zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2021 ist online.
Projekteinreichungen sind bis zum 15. Juni 2020 möglich.

Das Bild zeigt die Eingangstür des ehemaligen Zechenhauses im Museumspark Rüdersdorf.

Kulturland Brandenburg wird 2021 die Industriekultur in den Fokus der Landeskultur rücken. Angesichts andauernder Transformationsprozesse in den industriell geprägten Regionen und Städten des Landes benötigt die Industriekultur neue Impulse für die Herausforderungen der Zukunft. Erforderlich ist eine erweiterte Auseinandersetzung mit Industriekultur und damit eine Justierung, die vor allem zwischen der industriellen Vergangenheit und ihrer Zukunft vermittelt.

Mehr zur Ausschreibung erfahren »

Die unmittelbare Erfahrbarkeit der Industrie als Alltagsphänomen ist auch in Brandenburg durch die räumliche Entmischung von Stadtfunktionen, die Verlagerung von Produktionsstätten, die Automatisierung und die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsprozessen immer weniger gegeben. Deshalb erscheint es geboten, Industriekultur heute verstärkt in ihren komplexen Wechselwirkungen zu sehen und das kulturelle Selbstbild des industriellen Brandenburgs zu erneuern. So könnte das Konzept der Industriekultur hier sinnvolles und wegweisendes politisches, gesellschaftliches und baukulturelles Handlungsfeld werden.

Der Versuch eines Industriekultur-Updates bedeutet einen Richtungswechsel, bei dem Industriekultur nicht länger nur als erhaltungsbemühter Rückblick, sondern ebenso als industrielle Zukunftsperspektive verstanden wird. Damit soll die beachtenswerte Leistung derer nicht in Frage gestellt werden, die die Spuren der vergangenen Industrialisierung, das baukulturelle sowie das immaterielle Kulturerbe der Industrie bis heute erhalten und im öffentlichen Bewusstsein gehalten haben. Die vielen noch bestehenden Bergbaugroßgeräte, Textil-, Papier- und Tuchfabriken, Tagebaue, Ziegeleien, Kraftzentralen oder Bahnanlagen der letzten 200 Jahre sind lebendige Zeugnisse brandenburgischer Industriegeschichte.

In Zukunft wird es jedoch verstärkt darum gehen, Industriekultur als Teil der industriellen Gegenwart zu verankern. Die Industriekultur muss in Brandenburg stärker auf den aktuellen Kulturdiskurs und in gleicher Weise auf die gegenwärtige industrielle Entwicklung bezogen werden. Nur so kann sie auch an gesellschaftlicher Gegenwartsrelevanz gewinnen. Grundlegend dafür ist eine Perspektivänderung, bei der die industrielle Entwicklung nicht als historisch abgeschlossener, sondern als aktueller und zukunftsweisender Prozess verstanden wird.

Um dies zu erreichen, soll 2021 der Diskurs zu einer neuen Industriekultur, zu einer Kultur unserer industriellen Gegenwart, befördert werden. Es gilt, neue Wege der Industriekultur in Brandenburg durch zukunftsweisende, auch überraschende Projekte im ganzen Bundesland zu erproben. Als die Dachmarke für kulturelle Vielfalt wird Kulturland Brandenburg Industriekultur in Partnerschaft mit künstlerischen und kulturellen Projekten im Kontext von Wissenschaft, Tourismus und kultureller Bildung weiterdenken. Das Thema für das Jahr 2021 lautet im Arbeitstitel »Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Brandenburg« und schlägt damit den Bogen in das Themenjahr »Stationen der Industriekultur« aus dem Jahr 2000. Hierbei gilt es zu fragen, inwieweit die vergangenen 20 Jahre der Industriekultur auch Antworten auf die kulturellen sowie gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft ermöglichten.

Bildquelle Ehemaliges Zechenhaus, Museumspark Rüdersdorf bei Berlin, Foto: Frank Gaudlitz/frank-gaudlitz.de © Kulturland Brandenburg