Strecke

Ausstellung zur Königlichen Militär-Eisenbahn in Jüterborg

Das Bild entstammt einer Postkarte. Sie zeigt ein altes Bahnhofsgebäude auf der linken Bildseite. Davor (rechts im Bild) sind Gleise, verschiedene Waggons und eine Dampflok zu sehen.

1874 eröffnete die Strecke der Königlich-Preußischen Militär-Eisenbahn. Sie verband den damaligen Militärbahnhof in Berlin-Schöneberg mit dem neuen Artillerieschießplatz in Kummersdorf und wurde später bis Jüterbog verlängert. 2020 widmete sich eine Ausstellung in Jüterbog der einst so wichtigen Militäreisenbahnlinie in Brandenburg.

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Die Königlich-Preußische Militär-Eisenbahn war ein wichtiger Motor der Entwicklung im Süden Brandenburgs. Sie verband wichtige Truppenübungsplätze, militärische Testgelände und während des Ersten Weltkrieges auch Kriegsgefangenenlager mit der Reichshauptstadt Berlin. Firmen wie die AEG und Siemens testeten hier elektrische Schienenfahrzeuge. 1903 wurde mit einem Versuchtriebwagen sogar ein neuer Weltrekord aufgestellt.

Nach dem Ersten Weltkrieg war es dem Deutschen Reich laut Versailler Vertrag verboten, die Militär-Eisenbahn weiter zu nutzen. Gleise wurden demontiert, Testgelände und Truppenübungsplätze geschlossen. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurden die Gelände nicht nur reaktiviert sondern auch umfangreich erweitert. Bis 1936 testete Wernher von Braun Raketentriebwerke, die später im Luftkrieg über England tausenden Menschen das Leben kostete.

Die Ausstellung „Strecke“ warf einen Blick auf die Geschichte der ehem. Königlichen Militär-Eisenbahn und der zahlriechen militärisch genutzten Orte an der Strecke, vom Truppenstandort in Schöneberg bis zum Linienende in Jüterbog. Dabei wurden die militärischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, die die Strecke auf die anliegenden Orte und Gemeinden hatte, in den Blick genommen. In kurzen Exkursen wurde ebenfalls gezeigt, welche Bedeutung die Strecke und ihre Betreiberin – die Eisenbahnbrigade – für die Bahnentwicklung und die Kolonialpolitik des Deutschen Reiches hatte.

Die Ausstellung im Museum im Mönchenkloster Jüterbog war eine Kooperation mit dem Museum des Teltow.

Strecke – Eine Ausstellung zur Königlichen Militär-Eisenbahn

Laufzeit 13. September — 15. Oktober 2020
Eintritt 3 Euro
Öffnungszeiten Di — So 13 — 17 Uhr
Ort Museum im Mönchenkloster
Mönchenkirchplatz 4, 14913 Jüterbog

Telefon 03344 333 911
E-Mail museen@jueterbog.de
Web www.jueterbog.eu/museum

Bildquelle Postkarte des Bahnhofs Rehagen-Clausdorf an der Strecke der Königlichen Militär-Eisenbahn, um 1905 © Museum des Teltow, Wünsdorf

Eine Stadt bereitet sich auf ein Fest vor. 500 Jahre Reformation in Jüterbog

Projektpräsentation und Filmvorführung

Das Bild zeigt die Schüler Maxim Liebherr und Nils Wildau, die mit Mikrofon und Kamerastativ
Nils Wildau und Maxim Liebherr in Jüterbog, Foto: Uwe Fleischer

Am 13. Dezember 2017 zeigte der Mediencampus Babelsberg die Dokumentation „Eine Stadt bereitet sich auf ein Fest vor. 500 Jahre Reformation in Jüterbog‘‘ von Filmschüler Maxim Liebherr und Nils Wildau. Die beiden Filmschüler des Babelsberger Filmgymnasium begleiteten mit Unterstützung durch Kulturland Brandenburg und den Förderverein des Babelsberger Filmgymnasiums e.V. sowie unter der Leitung von Uwe Fleischer das Finale der Lutherdekade in Jüterbog. Sie beobachteten von März bis Oktober die Aktivitäten zum bevorstehenden Jubiläum. Am 13. Dezember 2017 stellten sie ihre Dokumentation vor. Im Vorprogramm zeigte der „Filmkurs 10‘‘ fünf kleine Filme, die für die Dauerausstellung des Potsdamer Filmmuseum entstanden sind.

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Die Dokumentation ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2017 „WORT & WIRKUNG. Luther und die Reformation in Brandenburg‘‘. Kulturland Brandenburg 2017 nimmt die Reformation vor Ort und ihre Folgen für das Alltagsleben der Menschen, für ihren Glauben, ihre Lebensgestaltung und ihr Verhältnis zur Gesellschaft in den Blick.

Dokumentation „Eine Stadt bereitet sich auf ein Fest vor. 500 Jahre Reformation in Jüterbog‘‘

Präsentation Mittwoch, 13. Dezember 2017, 18.00 Uhr
Ort Kino im Mediencampus Babelsberg
Großbeerenstr. 189, 14482 Potsdam
Eintritt frei
Anmeldung unter kino@mediencampus-babelsberg.de

Ablauf der Veranstaltung

Begrüßung
Uwe Fleischer Projektleiter und Lehrer am babelsberger filmgymnasium

Grußworte
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg
Bernhard Gutsche, Pfarrer der Evangelischen Kirche St. Nikolai Jüterbog