Zukunftslabor und Erfahrungsschatzkammer – Industriekultur in Brandenburg

26. September 2021 15. Mai 2022

Brandenburg – das steht für „Streusandbüchse“, märkische Heide, dunkle Kiefernwälder und Sümpfe. Die meisten Tourismusvereine werben mit „Entschleunigung“, Radfahren oder Wasser und die größte Revolution war die Einführung der Kartoffel durch Friedrich II.

Brandenburg – das ist aber auch eine Stadt und ein Land mit einer reichen Industrietradition. Im Finowtal entstand schon im 17. Jahrhundert eines der ersten deutschen Industriegebiete. Es folgten bald industrielle Ansiedlungen in der Lausitz und in den urbanen Zentren Cottbus, Berlin, Brandenburg an der Havel oder Forst wuchsen in kurzer Zeit zahllose Fabrikschornsteine in die Höhe und machten den Kirchtürmen und Kiefernstämmen Konkurrenz. Die Industrialisierung veränderte Brandenburg von Grund auf. Bis heute prägt sie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben im Land.

Das Projekt des Industriemuseums strebt einen Perspektivwechsel bei der Betrachtung der Stadt und des Landes Brandenburg an. Die Zeit nach der demokratischen Revolution und Wiedervereinigung wird bis heute von vielen als eine Zeit der De-Industrialisierung wahrgenommen. Diese Sichtweise ist nachvollziehbar, betrachtet man beispielsweise die Stadt Brandenburg an der Havel, wo die einst 10.000 Arbeitsplätze im Stahl- und Walzwerk den 800 Arbeitsplätzen im heute noch produzierenden Elektrostahlwerk gegenüberstehen. Doch die Zahlen sind nur schwer vergleichbar, schon weil sich aus dem DDR-Betrieb zahlreiche neue Einzelbetriebe ausgegründet haben und in anderen Branchen neue Arbeitsplätze entstanden sind. Die vielseitig zitierte Deindustrialisierung Brandenburgs war also im Kern ein Wandel der Arbeit und kein Totalverlust.

Der Erfahrungsschatz, den die Ausstellung zeigt, beinhaltet die Bewältigungserfahrungen der Menschen, die den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umbruch 1989/90 erlebten. Und die Stahlwerkshalle im Industriemuseum wird zum Zukunftslabor, wenn Sie sich mit der Bewältigung des gegenwärtigen industriellen Wandels und der Vernetzung und Digitalisierung im heutigen Land Brandenburg auseinandersetzt.

Laufzeit 26. September 2021 bis 15. Mai 2022
Öffnungszeiten Di – So 10–17 Uhr
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
Führungen durch das Industriemuseum kosten 10 Euro pro Person.
Ort Industriemuseum Brandenburg an der Havel
August-Sonntag-Str. 5, 14770 Brandenburg an der Havel

Telefon 03381 304 646
Mail kontakt@industriemuseum-brb.de
Web www.industriemuseum-brandenburg.de
Facebook Industriemuseum.Brandenburg
Instagram industriemuseum_brandenburg

Bildquelle Das VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg, 1974, Foto: © Industriemuseum Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel

Industriemuseum Brandenburg an der Havel, August-Sonntag-Str. 5
Brandenburg an der Havel, 14770 Deutschland
Google Karte anzeigen
03381 304 646
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Eröffnung der Ausstellung „Zukunftslabor und Erfahrungsschatzkammer“

25. September , 14:00

Brandenburg – das steht für „Streusandbüchse“, märkische Heide, dunkle Kiefernwälder und Sümpfe. Die meisten Tourismusvereine werben mit „Entschleunigung“, Radfahren oder Wasser und die größte Revolution war die Einführung der Kartoffel durch Friedrich II.

Brandenburg – das ist aber auch eine Stadt und ein Land mit einer reichen Industrietradition. Im Finowtal entstand schon im 17. Jahrhundert eines der ersten deutschen Industriegebiete. Es folgten bald industrielle Ansiedlungen in der Lausitz und in den urbanen Zentren Cottbus, Berlin, Brandenburg an der Havel oder Forst wuchsen in kurzer Zeit zahllose Fabrikschornsteine in die Höhe und machten den Kirchtürmen und Kiefernstämmen Konkurrenz. Die Industrialisierung veränderte Brandenburg von Grund auf. Bis heute prägt sie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben im Land.

Das Projekt des Industriemuseums strebt einen Perspektivwechsel bei der Betrachtung der Stadt und des Landes Brandenburg an. Die Zeit nach der demokratischen Revolution und Wiedervereinigung wird bis heute von vielen als eine Zeit der De-Industrialisierung wahrgenommen. Diese Sichtweise ist nachvollziehbar, betrachtet man beispielsweise die Stadt Brandenburg an der Havel, wo die einst 10.000 Arbeitsplätze im Stahl- und Walzwerk den 800 Arbeitsplätzen im heute noch produzierenden Elektrostahlwerk gegenüberstehen. Doch die Zahlen sind nur schwer vergleichbar, schon weil sich aus dem DDR-Betrieb zahlreiche neue Einzelbetriebe ausgegründet haben und in anderen Branchen neue Arbeitsplätze entstanden sind. Die vielseitig zitierte Deindustrialisierung Brandenburgs war also im Kern ein Wandel der Arbeit und kein Totalverlust.

Der Erfahrungsschatz, den die Ausstellung zeigt, beinhaltet die Bewältigungserfahrungen der Menschen, die den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umbruch 1989/90 erlebten. Und die Stahlwerkshalle im Industriemuseum wird zum Zukunftslabor, wenn Sie sich mit der Bewältigung des gegenwärtigen industriellen Wandels und der Vernetzung und Digitalisierung im heutigen Land Brandenburg auseinandersetzt.

Eröffnung 25. September 2021, 14 Uhr
Laufzeit 26. September 2021 bis 15. Mai 2022
Öffnungszeiten Di – So 10–17 Uhr
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
Führungen durch das Industriemuseum kosten 10 Euro pro Person.
Ort Industriemuseum Brandenburg an der Havel
August-Sonntag-Str. 5, 14770 Brandenburg an der Havel

Telefon 03381 304 646
Mail kontakt@industriemuseum-brb.de
Web www.industriemuseum-brandenburg.de
Facebook Industriemuseum.Brandenburg
Instagram industriemuseum_brandenburg

Bildquelle Das VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg, 1974, Foto: © Industriemuseum Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel

Industriemuseum Brandenburg an der Havel, August-Sonntag-Str. 5
Brandenburg an der Havel, 14770 Deutschland
Google Karte anzeigen
03381 304 646
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Transformationsangebot „Louise“

13. September 8. Oktober

Die ehemalige „Brikettfabrik Louise“ im Landkreis Elbe-Elster ist heute ein technisches Denkmal, das vielen Akteuren als Ort dient, sich mit der Industriekultur auseinanderzusetzen.

Die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. ist einer dieser Akteure. In den vergangenen Jahren hat die Schülerakademie für junge Menschen verschiedene Bildungsangebote geschaffen. Mit Theater, Musik, Metallbearbeitung, Energieexperimente oder Kreativtechniken konnte das technische Denkmal „Brikettfabrik Louise“ als Lernort etabliert werden. Im Zentrum dieses Wirkens steht das Interesse, die „Louise“ mit seinen Besonderheiten, den historischen Hintergründen und den Berufsbiografien und -bildern erlebbar zu machen.

Die vielfältige Nutzung des technischen Denkmals „Brikettfabrik Louise“ hat die Akteure vor die Frage gestellt, wie der Ort in Zukunft genutzt werden? Braucht es mehr Angebote oder sollten sie gebündelt werden? Wie lassen sich unterschiedliche Angebote unter einem Dach entwickeln?

Im Themenjahr der Industriekultur präsentiert die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. gemeinsam mit Schüler*innen eine Ausstellung, die einen Einblick in den Diskussionsstand gibt. Verschiedene Akteure stellen darin ihre Sicht auf die künftige Nutzung und Gestaltung des technischen Denkmals „Brikettfabrik Louise“ vor. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Diskussionsstand 2021 und lädt zum Mitdiskutieren ein.

Laufzeit 13. September bis 8. Oktober 2021
Eintritt Eine Spende wird erbeten.
Öffnungszeiten Mo – Fr 8–14 Uhr bzw. nach Absprache
Ort Technisches Denkmal „Brikettfabrik Louise“
Louise 111, 04924 Domsdorf (Elbe-Elster)

Telefon 035341 230 96 / 035341 940 05
Mail schuelerakademie-elbe-elster@web.de
Web www.schuelerakademie-ee.de

Bildquelle © Schülerakademie Elbe-Elster

Domsdorf

Technisches Denkmal "Brikettfabrik Louise", Louise 111
Domsdorf, 04924 Deutschland
Google Karte anzeigen
035341 230 96
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Eröffnung der Ausstellung „Tranformationsangebot Louise“

12. September , 10:00

Die ehemalige „Brikettfabrik Louise“ im Landkreis Elbe-Elster ist heute ein technisches Denkmal, das vielen Akteuren als Ort dient, sich mit der Industriekultur auseinanderzusetzen.

Die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. ist einer dieser Akteure. In den vergangenen Jahren hat die Schülerakademie für junge Menschen verschiedene Bildungsangebote geschaffen. Mit Theater, Musik, Metallbearbeitung, Energieexperimente oder Kreativtechniken konnte das technische Denkmal „Brikettfabrik Louise“ als Lernort etabliert werden. Im Zentrum dieses Wirkens steht das Interesse, die „Louise“ mit seinen Besonderheiten, den historischen Hintergründen und den Berufsbiografien und -bildern erlebbar zu machen.

Die vielfältige Nutzung des technischen Denkmals „Brikettfabrik Louise“ hat die Akteure vor die Frage gestellt, wie der Ort in Zukunft genutzt werden? Braucht es mehr Angebote oder sollten sie gebündelt werden? Wie lassen sich unterschiedliche Angebote unter einem Dach entwickeln?

Im Themenjahr der Industriekultur präsentiert die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. gemeinsam mit Schüler*innen eine Ausstellung, die einen Einblick in den Diskussionsstand gibt. Verschiedene Akteure stellen darin ihre Sicht auf die künftige Nutzung und Gestaltung des technischen Denkmals „Brikettfabrik Louise“ vor. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Diskussionsstand 2021 und lädt zum Mitdiskutieren ein.

Eröffnung 12. September 2021, 10 Uhr
Laufzeit 13. September bis 8. Oktober 2021
Eintritt Eine Spende wird erbeten.
Öffnungszeiten Mo – Fr 8–14 Uhr bzw. nach Absprache
Ort Technisches Denkmal „Brikettfabrik Louise“
Louise 111, 04924 Domsdorf (Elbe-Elster)

Telefon 035341 230 96 / 035341 940 05
Mail schuelerakademie-elbe-elster@web.de
Web www.schuelerakademie-ee.de

Bildquelle © Schülerakademie Elbe-Elster

Domsdorf

Technisches Denkmal "Brikettfabrik Louise", Louise 111
Domsdorf, 04924 Deutschland
Google Karte anzeigen
035341 230 96
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Meydenbauer und Busch – Pioniere der Photogrammetrie

12. September 21. November

Am 15. November 2021 jährt sich der Todestag Albrecht Meydenbauers zum 100sten mal. Dieses Datum zum Anlass nimmt das Optik Industrie Museum Rathenow zum Anlass, eine Ausstellung und ein interaktives Schülerprojekt durchzuführen.

Die Ausstellung zeigt, wie industrielle Forschung und Entwicklung, gesellschaftliche Relevanz und das Handeln herausragender Persönlichkeiten zusammenspielen. In Rathenow wurde im 19. Jahrhundert ein Fotoobjektiv entwickelt, dessen Wirkung weit über den unmittelbaren Ort seines Entstehens hinausreichte. Der Unternehmer, dem die Entwicklung dieses Fotoobjektivs gelang, wirkte in der Stadt Rathenow im Havelland. Dank der Kenntnisse und der Beharrlichkeit eines jungen Ingenieurs kam dieses Fotoobjektiv in einer gänzlich neuen Messmethode zum Einsatz. Im Rahmen der Ausstellung werden mit Schüler*innen an interaktiven Projekten die ingenieurtechnischen Leistungen von Emil Busch und Albrecht Meydenbauer erlebbar gemacht.

Laufzeit 12. September bis 21. November 2021
Öffnungszeiten Di – So 11–17 Uhr
Eintritt frei
Ort Kulturzentrum Rathenow
Märkischer Platz 3, 14712 Rathenow

Kulturzentrum Rathenow
Telefon 03385 519 040
Mail info@optik-ausstellung-rathenow.de
Web www.oimr.de
Facebook Kulturzentrum Rathenow GmbH

Bildquelle Kulturzentrum Rathenow, Foto: © Kulturzentrum Rathenow GmbH

Rathenow

Kulturzentrum Rathenow, Märkischer Platz 3
Rathenow, 14712 Deutschland
Google Karte anzeigen
03385 519 040
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Eröffnung der Ausstellung „Meydenbauer und Busch – Pioniere der Photogrammetrie“

11. September , 15:00

Am 15. November 2021 jährt sich der Todestag Albrecht Meydenbauers zum 100sten mal. Dieses Datum zum Anlass nimmt das Optik Industrie Museum Rathenow zum Anlass, eine Ausstellung und ein interaktives Schülerprojekt durchzuführen.

Die Ausstellung zeigt, wie industrielle Forschung und Entwicklung, gesellschaftliche Relevanz und das Handeln herausragender Persönlichkeiten zusammenspielen. In Rathenow wurde im 19. Jahrhundert ein Fotoobjektiv entwickelt, dessen Wirkung weit über den unmittelbaren Ort seines Entstehens hinausreichte. Der Unternehmer, dem die Entwicklung dieses Fotoobjektivs gelang, wirkte in der Stadt Rathenow im Havelland. Dank der Kenntnisse und der Beharrlichkeit eines jungen Ingenieurs kam dieses Fotoobjektiv in einer gänzlich neuen Messmethode zum Einsatz. Im Rahmen der Ausstellung werden mit Schüler*innen an interaktiven Projekten die ingenieurtechnischen Leistungen von Emil Busch und Albrecht Meydenbauer erlebbar gemacht.

Eröffnung 11. September 2021, 15 Uhr
Laufzeit 12. September bis 21. November 2021
Öffnungszeiten Di – So 11–17 Uhr
Eintritt frei
Ort Kulturzentrum Rathenow
Märkischer Platz 3, 14712 Rathenow

Kulturzentrum Rathenow
Telefon 03385 519 040
Mail info@optik-ausstellung-rathenow.de
Web www.oimr.de
Facebook Kulturzentrum Rathenow GmbH

Bildquelle Kulturzentrum Rathenow, Foto: © Kulturzentrum Rathenow GmbH

Rathenow

Kulturzentrum Rathenow, Märkischer Platz 3
Rathenow, 14712 Deutschland
Google Karte anzeigen
03385 519 040
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Kultur mit Feuer – Ein Epochenwechsel

7. September 30. Dezember

Es rattert, knattert und dreht sich in der historischen Kachelofenfabrik! Reaktivierte Maschinen, wie Trommelmühlen, Kachelelevator und Kachelpressen, berichten von Veltens Aufstieg im 19. Jahrhundert zur bedeutendsten Kachelofenstadt Deutschlands und von Brandenburgs TONangebender Rolle.

Das Industriedenkmal ist Exponat und Ort der Präsentation einer Sonderausstellung, die sich in verschiedenen Themenkomplexen – von der Nutzung des Feuers als elementare Kulturtechnik bis hin zur Baukultur – der brandenburgischen Ton- und Kohleindustrie zwischen Blütezeit und Abgesang widmet. Heute spielen diese Themen in der Alltagswelt der Menschen in Brandenburg kaum mehr eine Rolle. Die Ausstellung will dem drohenden Gedächtnisverlust zu Beginn des 21. Jahrhunderts entgegenwirken.

Im Rahmen der Ausstellung arbeiten Studierende der Muthesius-Kunsthochschule Kiel an Maschinen der tonverarbeitenden Industrie. Die Ergebnisse werden in verschiedenen Veranstaltungen präsentiert.

Laufzeit 7. September – 30. Dezember 2021
Öffnungszeiten Di -So 11-17 Uhr
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4,50 Euro
Ort Museen Velten
Wilhelmstraße 32, 16727 Velten

Museen Velten
Telefon 03304 317 60
Mail info@okmhb.de
Web www.okmhb.de

Bildquelle Hygieneraum einer Kachelofenfabrik in Velten, 1905, Foto: Waldemar Titzenthaler © Museen Velten

Velten

Museen Velten, Wilhelmstraße 32
Velten, 16727 Deutschland
Google Karte anzeigen
03304 317 60
Veranstaltungsort-Website anzeigen