Eröffnung der Ausstellung “Zukunftslabor und Erfahrungsschatzkammer”

25. September , 14:00

Brandenburg – das steht für „Streusandbüchse“, märkische Heide, dunkle Kiefernwälder und Sümpfe. Die meisten Tourismusvereine werben mit „Entschleunigung“, Radfahren oder Wasser und die größte Revolution war die Einführung der Kartoffel durch Friedrich II.

Brandenburg – das ist aber auch eine Stadt und ein Land mit einer reichen Industrietradition. Im Finowtal entstand schon im 17. Jahrhundert eines der ersten deutschen Industriegebiete. Es folgten bald industrielle Ansiedlungen in der Lausitz und in den urbanen Zentren Cottbus, Berlin, Brandenburg an der Havel oder Forst wuchsen in kurzer Zeit zahllose Fabrikschornsteine in die Höhe und machten den Kirchtürmen und Kiefernstämmen Konkurrenz. Die Industrialisierung veränderte Brandenburg von Grund auf. Bis heute prägt sie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben im Land.

Das Projekt des Industriemuseums strebt einen Perspektivwechsel bei der Betrachtung der Stadt und des Landes Brandenburg an. Die Zeit nach der demokratischen Revolution und Wiedervereinigung wird bis heute von vielen als eine Zeit der De-Industrialisierung wahrgenommen. Diese Sichtweise ist nachvollziehbar, betrachtet man beispielsweise die Stadt Brandenburg an der Havel, wo die einst 10.000 Arbeitsplätze im Stahl- und Walzwerk den 800 Arbeitsplätzen im heute noch produzierenden Elektrostahlwerk gegenüberstehen. Doch die Zahlen sind nur schwer vergleichbar, schon weil sich aus dem DDR-Betrieb zahlreiche neue Einzelbetriebe ausgegründet haben und in anderen Branchen neue Arbeitsplätze entstanden sind. Die vielseitig zitierte Deindustrialisierung Brandenburgs war also im Kern ein Wandel der Arbeit und kein Totalverlust.

Der Erfahrungsschatz, den die Ausstellung zeigt, beinhaltet die Bewältigungserfahrungen der Menschen, die den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umbruch 1989/90 erlebten. Und die Stahlwerkshalle im Industriemuseum wird zum Zukunftslabor, wenn Sie sich mit der Bewältigung des gegenwärtigen industriellen Wandels und der Vernetzung und Digitalisierung im heutigen Land Brandenburg auseinandersetzt.

Eröffnung 25. September 2021, 14 Uhr
Laufzeit 26. September 2021 bis 15. Mai 2022
Öffnungszeiten Di – So 10–17 Uhr
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
Führungen durch das Industriemuseum kosten 10 Euro pro Person.
Ort Industriemuseum Brandenburg an der Havel
August-Sonntag-Str. 5, 14770 Brandenburg an der Havel

Telefon 03381 304 646
Mail kontakt@industriemuseum-brb.de
Web www.industriemuseum-brandenburg.de
Facebook Industriemuseum.Brandenburg
Instagram industriemuseum_brandenburg

Bildquelle Das VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg, 1974, Foto: © Industriemuseum Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel

Industriemuseum Brandenburg an der Havel, August-Sonntag-Str. 5
Brandenburg an der Havel, 14770 Deutschland
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03381 304 646
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8. Cottbuser Fahrradkonzert

19. September Ganztägig

Menschen sitzen auf einer Wiese und lauschen zwei Musikern, die im Hintergrund spielen.

Seit jeher verbindet das Cottbuser Fahrradkonzert überraschende und weitgehend unentdeckte Orte mit Musik zu einem erlebnisreichen Sommersonntag. Bei dieser achten Auflage können nun interessante Orte der Industriekultur in Cottbus erkundet werden.

Musikalische Miniaturen, darstellende Kunst, Informationen zur Geschichte der Orte und kulinarische Überraschungen garnieren den Tag auf dem Rad, der diesmal mit kürzeren Strecken auch für Ungeübte und Familien erlebbar wird. Wie immer gibt es einen rollenden Start zwischen 9 und 11 Uhr sowie ein zentrales Abschlusskonzert. Dazwischen wird den radelnden Besucher*innen an den teilnehmenden Orten Vieles geboten.

Die Ticketanzahl ist limitiert, deshalb lohnt es sich, sich ab Mai, über Vorverkauf und weitere Modalitäten zu informieren unter www.fahrradkonzert-cottbus.de.

Beginn 19. September 2021, 9–11 Uhr
Abschlusskonzert 18 Uhr
Teilnahmegebühr 25 Euro, ermäßigt 19 Euro
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Tickets können beim CottbusService unter 0355 754 24 44 bestellt werden.
Ort Der Startort und die teilnehmenden Veranstaltungsorte werden noch bekanntgegeben.

Stadt Cottbus
Telefon 0355 612 20 11
Mail gabi.grube@stadtmarketing-cottbus.de
Web www.fahrradkonzert-cottbus.de

Bildquelle Einen Radelsonntag mit Musik zu weitgehend unentdeckten Orten verspricht auch das 8. Cottbuser Fahrradkonzert im Juni 2021, Foto: © Gabi Grube

Cottbus

Fahrradkonzert Cottbus
Cottbus, Deutschland
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WERKRAUM. Kunstlandschaft Pritzen

18. September 19. September

Fast 60 Jahre lang wurde in unmittelbarer Umgebung von Pritzen, einem Dorf in der Niederlausitz, Braunkohle gefördert. Wie viele andere Orte auch sollte Pritzen mit seiner mittelalterlichen Feldsteinkirche bis 1995 weichen und war längst zu einem Industrieort mit Gleisanschluss, Verladerampen, Werkstätten und Maschinenstationen geworden. Fast alle Einwohner hatten das Dorf verlassen, die wertvolle Kirche war Stein für Stein abgetragen. Rund drei Viertel aller Häuser waren bereits abgerissen, die Gärten verwilderten, als 1992 die Entscheidung fiel: Der Tagebau wird gestoppt. Das geschundene Restdorf sollte auf einer Landzunge im entstehenden Altdöberner See weiterleben.

Einige wenige Menschen besiedelten das Dorf neu. Die Werkskantine wurde zum Bürgerhaus. Auch einen Glockenturm erhielt Pritzen wieder. Raumpioniere siedelten sich an und erprobten neue Arbeits- und Lebensformen zwischen Stadt und Land. Im Verein Kunstlandschaft Pritzen e.V. versammeln sich diese innovativen Protagonisten.

Noch sind viele Gärten überwuchert, der Glockenturm verfällt, das Bürgerhaus soll privatisiert werden, über 20.000 qm Bauland stehen leer, Konzepte sind veraltet oder fehlen. 2021 will der Verein Kunstlandschaft Pritzen e.V. im Zentrum dieser Kunstlandschaft eine 6.000 qm große gemeinwohlorientierte Fläche zum Experimentierfeld für beispielhafte Entwicklungsimpulse nutzen. Welche Zukunft hat Pritzen auf der Landzunge im Altdöbener See? Wie können die vielfältigen Akteure vor Ort vernetzt werden? Und wie kann die Zwischenlandschaft nachhaltig gestaltet werden. Welche Impulse bedarf es, das Alleinstellungsmerkmal Pritzens als Standort zweier LandArt-Europa-Biennalen in den 1990er Jahren, zu stärken? In vier zweitägigen Wochenendworkshops sollen dazu Ideen, Visionen und Entwürfe mit Unterstützung renommierter Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen erarbeitet, diskutiert sowie mit ersten sichtbaren Ergebnissen umgesetzt werden. Eine öffentliche Ausstellung im September stellt die Arbeitsergebnisse vor.

Eröffnung 18. September 2021, 15 Uhr
Laufzeit 18. + 19. September 2021
Eintritt frei
Ort Kunstscheune Pritzen
Pritzen-Dorfstraße 12 a, 03299 Altdöbern OT Pritzen

Mail post@kunstlandschaft.pritzen.de
Web www.pritzen.de

Bildquelle Niels Udo: LandArt “Sumpf”, 1995, Foto: Jürgen Hohmuth/zeitort.de

Pritzen

Kunstscheune Pritzen, Pritzen-Dorfstraße 12 a
Altdöbern OT Pritzen, 03299 Deutschland
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Transformationsangebot “Louise”

13. September 8. Oktober

Die ehemalige “Brikettfabrik Louise” im Landkreis Elbe-Elster ist heute ein technisches Denkmal, das vielen Akteuren als Ort dient, sich mit der Industriekultur auseinanderzusetzen.

Die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. ist einer dieser Akteure. In den vergangenen Jahren hat die Schülerakademie für junge Menschen verschiedene Bildungsangebote geschaffen. Mit Theater, Musik, Metallbearbeitung, Energieexperimente oder Kreativtechniken konnte das technische Denkmal “Brikettfabrik Louise” als Lernort etabliert werden. Im Zentrum dieses Wirkens steht das Interesse, die “Louise” mit seinen Besonderheiten, den historischen Hintergründen und den Berufsbiografien und -bildern erlebbar zu machen.

Die vielfältige Nutzung des technischen Denkmals “Brikettfabrik Louise” hat die Akteure vor die Frage gestellt, wie der Ort in Zukunft genutzt werden? Braucht es mehr Angebote oder sollten sie gebündelt werden? Wie lassen sich unterschiedliche Angebote unter einem Dach entwickeln?

Im Themenjahr der Industriekultur präsentiert die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. gemeinsam mit Schüler*innen eine Ausstellung, die einen Einblick in den Diskussionsstand gibt. Verschiedene Akteure stellen darin ihre Sicht auf die künftige Nutzung und Gestaltung des technischen Denkmals “Brikettfabrik Louise” vor. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Diskussionsstand 2021 und lädt zum Mitdiskutieren ein.

Laufzeit 13. September bis 8. Oktober 2021
Eintritt Eine Spende wird erbeten.
Öffnungszeiten Mo – Fr 8–14 Uhr bzw. nach Absprache
Ort Technisches Denkmal “Brikettfabrik Louise”
Louise 111, 04924 Domsdorf (Elbe-Elster)

Telefon 035341 230 96 / 035341 940 05
Mail schuelerakademie-elbe-elster@web.de
Web www.schuelerakademie-ee.de

Bildquelle © Schülerakademie Elbe-Elster

Domsdorf

Technisches Denkmal "Brikettfabrik Louise", Louise 111
Domsdorf, 04924 Deutschland
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035341 230 96
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lost places Forst (Lausitz)

12. September , 18:00

Eine Film-Foto-Musik Dokumentation in 3D

Der Begriff „lost places“ ist ein Pseudoanglizismus und meint im weitesten Sinne vergessene oder aufgegebene Orte. In der Stadt Forst (Lausitz) sind diese “lost places” prägnante Zeugnisse der Industriegeschichte der Stadt. Sie liegen im Bereich von städtebaulichen oder gründerzeitlichen Ensembles und haben zum Teil Denkmalstatus. Diese Orte waren einst Fabriken und andere bauliche Relikten der industriellen Moderne. Teilweise werden sie noch heute genutzt, teilweise sind sie dem Verfall preisgegeben. In jedem Fall handelt es sich um ein wertvolles architektonisches sowie kulturhistorisches Erbe der Stadt. Sie verkörpern zugleich die Faszination und die Schönheit des Morbiden.

Dieses Erbe wird im Themenjahr 2021 exemplarisch in Form einer 3D Film-Foto-Musik-Dokumentation visuell bewahrt und erlebbar gemacht. Der Film vereint die Faszination der „lost places“ durch die Kombination von visuellen und auditiven Eindrücken im Zusammenspiel mit Fotoaufnahmen. Historische Abbildungen und Grafiken vermitteln Informationen zum geschichtlichen Hintergrund. Eine Klangcollage aus Geräuschen und eigens komponierter Musik wird das laufende Bild musikalisch begleiten.

Bei seiner Uraufführung wird der Film als ein filmisch – musikalisches 3 D Werk mit einer live Performance präsentiert und vom Filmemacher Donald Saischowa moderiert. Partner für die Musik und Sounds sind die Cottbuser Musiker Marcus Reichelt und Stefan Friedrich.

Der Autor und Regiekameramann Donald Saischowa dreht als freier Kameramann Reportagen, Features und Dokumentarfilme in den Themenbereichen Kunst, Kultur, Natur und Umwelt. Seit Beginn seiner filmisch-dokumentarischen Tätigkeit Mitte der 1980er Jahre widmet er sich dem Genre Architektur und “lost places”. Sein Markenzeichen als Kameramann sind die Arbeiten der TV-Reihe “Schätze der Welt – Erbe der Menschheit” zum UNESCO Welterbe.

Premiere 12. September 2021, 18 Uhr
Ort wird noch bekanntgegeben.

Touristinformation der Stadt Forst (Lausitz)
Telefon 03562 989 350
Mail info@forst-lausitz.de
Web www.forst-lausitz.de
Facebook rosenstadt.forst.erleben
Instagram rosenstadt.forst.erleben

Eröffnung der Ausstellung “Tranformationsangebot Louise”

12. September , 10:00

Die ehemalige “Brikettfabrik Louise” im Landkreis Elbe-Elster ist heute ein technisches Denkmal, das vielen Akteuren als Ort dient, sich mit der Industriekultur auseinanderzusetzen.

Die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. ist einer dieser Akteure. In den vergangenen Jahren hat die Schülerakademie für junge Menschen verschiedene Bildungsangebote geschaffen. Mit Theater, Musik, Metallbearbeitung, Energieexperimente oder Kreativtechniken konnte das technische Denkmal “Brikettfabrik Louise” als Lernort etabliert werden. Im Zentrum dieses Wirkens steht das Interesse, die “Louise” mit seinen Besonderheiten, den historischen Hintergründen und den Berufsbiografien und -bildern erlebbar zu machen.

Die vielfältige Nutzung des technischen Denkmals “Brikettfabrik Louise” hat die Akteure vor die Frage gestellt, wie der Ort in Zukunft genutzt werden? Braucht es mehr Angebote oder sollten sie gebündelt werden? Wie lassen sich unterschiedliche Angebote unter einem Dach entwickeln?

Im Themenjahr der Industriekultur präsentiert die Schülerakademie Elbe-Elster e.V. gemeinsam mit Schüler*innen eine Ausstellung, die einen Einblick in den Diskussionsstand gibt. Verschiedene Akteure stellen darin ihre Sicht auf die künftige Nutzung und Gestaltung des technischen Denkmals “Brikettfabrik Louise” vor. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Diskussionsstand 2021 und lädt zum Mitdiskutieren ein.

Eröffnung 12. September 2021, 10 Uhr
Laufzeit 13. September bis 8. Oktober 2021
Eintritt Eine Spende wird erbeten.
Öffnungszeiten Mo – Fr 8–14 Uhr bzw. nach Absprache
Ort Technisches Denkmal “Brikettfabrik Louise”
Louise 111, 04924 Domsdorf (Elbe-Elster)

Telefon 035341 230 96 / 035341 940 05
Mail schuelerakademie-elbe-elster@web.de
Web www.schuelerakademie-ee.de

Bildquelle © Schülerakademie Elbe-Elster

Domsdorf

Technisches Denkmal "Brikettfabrik Louise", Louise 111
Domsdorf, 04924 Deutschland
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Meydenbauer und Busch – Pioniere der Photogrammetrie

12. September 21. November

Am 15. November 2021 jährt sich der Todestag Albrecht Meydenbauers zum 100sten mal. Dieses Datum zum Anlass nimmt das Optik Industrie Museum Rathenow zum Anlass, eine Ausstellung und ein interaktives Schülerprojekt durchzuführen.

Die Ausstellung zeigt, wie industrielle Forschung und Entwicklung, gesellschaftliche Relevanz und das Handeln herausragender Persönlichkeiten zusammenspielen. In Rathenow wurde im 19. Jahrhundert ein Fotoobjektiv entwickelt, dessen Wirkung weit über den unmittelbaren Ort seines Entstehens hinausreichte. Der Unternehmer, dem die Entwicklung dieses Fotoobjektivs gelang, wirkte in der Stadt Rathenow im Havelland. Dank der Kenntnisse und der Beharrlichkeit eines jungen Ingenieurs kam dieses Fotoobjektiv in einer gänzlich neuen Messmethode zum Einsatz. Im Rahmen der Ausstellung werden mit Schüler*innen an interaktiven Projekten die ingenieurtechnischen Leistungen von Emil Busch und Albrecht Meydenbauer erlebbar gemacht.

Laufzeit 12. September bis 21. November 2021
Öffnungszeiten Di – So 11–17 Uhr
Eintritt frei
Ort Kulturzentrum Rathenow
Märkischer Platz 3, 14712 Rathenow

Kulturzentrum Rathenow
Telefon 03385 519 040
Mail info@optik-ausstellung-rathenow.de
Web www.oimr.de
Facebook Kulturzentrum Rathenow GmbH

Bildquelle Kulturzentrum Rathenow, Foto: © Kulturzentrum Rathenow GmbH

Rathenow

Kulturzentrum Rathenow, Märkischer Platz 3
Rathenow, 14712 Deutschland
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