Landluft 2030 – Ideen für die Zukunft ländlicher Industriekultur

1. Januar Ganztägig

Außenansicht des ehemaligen Fabrikgebäudes in Pritzwalk, in dem sich heute das Museum befindet.

Die Museumsfabrik Pritzwalk lädt im Kulturlandjahr 2021 zu einem kreativen Ideenaustausch zur Zukunft des Lebens und Arbeitens im ländlichen Raum ein. Globalisierung, Digitalisierung, Mobilität, demografischer Wandel: dies sind nur einige der Schlüsselwörter, unter denen die zukünftige Entwicklung ländlicher Räume berechnet wird. Gerade im Land Brandenburg mit seinen weitläufigen, dünn besiedelten Landschaften steht hier vor besonderen Herausforderungen. Die Museumsfabrik Pritzwalk nimmt diese Herausforderungen als Ausgangspunkt für eine Ringvorlesung und schafft daraus ein kreatives Netz von Ideen und Konzepten, in welche Richtung es in Zukunft gehen kann.

Innovative Lösungsansätze aus den Bereichen Technologie, künstlerischer Umgang mit Industriekultur auf dem Land oder neue zivilgesellschaftliche Organisationsformen werden in der Reihe vorgestellt. Expert*innen aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft kommen ebenso zu Wort wie Künstler*innen und ländliche Initiativen. Jeweils mit einem innovativen, gebündelten Beitrag zur Vorstellung eines Projektes, eines Denkansatzes, einer neuen Technologie oder Initiative, welche sich zukunftsweisend mit dem Thema Industriekultur auf dem Land – dem Leitthema der Museumsfabrik Pritzwalk – auseinandersetzt.

Der Strukturwandel der Arbeitswelt wird dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Herausforderungen des demografischen Wandels. Es geht um Chancen neuer Technologien oder Arbeitsorganisationen wie “Smart Working” und “Co-Working-Spaces” aber auch um die Frage, ob Brandenburg schon Industrieland 4.0 ist. Auch künstlerische Ansätze wie die Rezeption von Industriearbeit in Fotografie werden im Programm eine Rolle spielen.
Dank digitaler Vernetzung können auch überregionale Gäste in der Reihe zu Wort kommen. Per Videoübertragung kann die Reihe auch aus dem heimischen Wohnzimmer verfolgt werden.

Termine Die Veranstaltungstermine werden noch bekanntgegeben.
Ort Museumsfabrik Pritzwalk
Meyenburger Tor 3a, 16928 Pritzwalk

Telefon 03395 760 811 20
Mail museum@pritzwalk.de
Web www.museum-pritzwalk.de
Facebook museumpritzwalk
Instagram museumpritzwalk

Bildquelle Gebäude der ehemaligen Tuchfabrik Gebr. Draeger in Pritzwalk, heute Museumsfabrik Pritzwalk, 2020, Foto: © Museum Pritzwalk

Pritzwalk

Museumsfabrik Pritzwalk, Meyenburger Tor 3a
Pritzwalk, 16928 Deutschland
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03395 760 811 20
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Die Ziegeleien und ihre Reste im Land Brandenburg – eine Spurensuche

1. Januar Ganztägig

Das Bild zeigt die Ruine des Ringofens in Reetz.

Die Jugendbauhütte Brandenburg wird im Themenjahr 2021 insbesondere “Das lebendiges Museum”, am Beispiel der Ziegelindustrie in Brandenburg aufarbeiten. In ihrer Seminartätigkeit werden die Jugendlichen im Rahmen einer Fotodokumentation einen Vergleich anstellen, wie sich die Anfang der 1990er Jahre durch einen Berliner Architekten bereits dokumentierten, ehemaligen Ziegeleien in Brandenburg heute darstellen. Erhalt, Verfall und Neuentdeckungen werden hier aufgezeigt. Aber auch die Weiterentwicklung in diesem Bereich.

Das Projekt will darüber hinaus aufzeigen, wie noch heute in Teilen der Welt unter menschenunwürdigen Bedingungen Ziegel produziert werden. Fast ein Widerspruch in sich. Hier das produzierende Denkmal, die Erinnerungskultur und dort die Realität auf anderer Ebene. Heute gibt es im Land Brandenburg nicht mehr sehr viele aktive Ziegeleien wie das produzierende Denkmal in Glindow oder der Ziegeleipark Mildenberg. Manchmal gibt es aber auch noch sensationelle Entdeckungen. So wurde vor zwei Jahren, ein im Dornröschenschlaf erhalten gebliebener Ziegeltrockenschuppen bei Milow in der Nähe von Rathenow entdeckt.

Während des Themenjahres sind Veranstaltungen im Klosterstift Heiligengrabe, in der neuen Ziegelmanufaktur Glindow, im Ziegeleipark Mildenberg und in der alten Ziegelei Reetz geplant.

Mit dem Projekt möchte die Jugendbauhütte Brandenburg auf die Lebensbedingungen pakistanischer Familien und Kinder aufmerksam machen, die unter unmenschlichen Bedingungen von Sonnenaufgang bis -untergang in Lohnsklaverei Ziegel produzieren. Einen engen Kontakt zu mehreren Ziegeleidörfern gibt es über den Nuthetaler Verein „Rubinas 400 Kinder“ e.V., der Hilfe für diese Menschen, besonders eine gute Schulbildung für die Kinder organisiert.

Zum Abschluss des Projektes soll das Feuer in einem von Jugendlichen unter fachlicher Anleitung gebauten Ziegelbrennofen in Heiligengrabe entfacht werden.

Termine Die genauen Veranstaltungstermine werden noch bekanntgegeben.
Orte Die Veranstaltungen finden u.a. an den folgenden Orten statt:
Klosterstift zum Heiligengrabe, Speicher, Stiftsgelände, 16909 Heiligengrabe
Neue Ziegeleimanufaktur Glindow, Alpenstraße 47, 14542 Werder (Havel) OT Glindow
Ziegeleipark Mildenberg, Ziegelei 10, 16792 Zehdenick
Alte Ziegelei Reetz
Alte Ziegelei Milow
Alte Ziegelei Muggerkuhl

ijgd LV Brandenburg e.V., Jugendbauhütte Brandenburg
Telefon 0331 201 532 10
Mail fsjk.denkmal.bb@ijgd.de
Web www.ijgd.de und www.denkmal.de

Bildquelle Ringofen Reetz, Foto: © Bernd Henning

Heiligengrabe

Klosterstift zum Heiligengrabe, Speicher, Stiftsgelände
Heiligengrabe, 16909 Deutschland
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FilmWerkStadt – Brandenburg zwischen industrieller Tradition und Vision

1. Januar Ganztägig

Das Bild zeigt zwei Menschen in einem Tagebau in der Lausitz.

Das Projekt „FilmWerkStadt“ zeigt und diskutiert Filme über Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Industrie und Industriekultur an symbolischen Orten der Industriekultur in Brandenburg. Die Filmvorführungen werden von interdisziplinären Gesprächsformaten begleitet, die sich mit Vergangenheit und Zukunft der industriellen Produktion auseinandersetzen sowie deren Einfluss auf unsere Gesellschaft, unseren Alltag und die Stadt-, Regional- und Raumplanung in den Blick nehmen.

Auf den traditionell sehr landwirtschaftlich geprägten Gebieten vollzog sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg und den nachfolgenden Gründungsjahren der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ein grundlegender industrieller Wandel. Sei es das Niederlausitzer Industriegebiet mit den Braunkohlekraftwerken rund um Cottbus, die Erdöl- und Papierindustrie in Schwedt/Oder, die Stahlindustrie in Brandenburg/Havel und Eisenhüttenstadt oder das Gaskombinat in Schwarze Pumpe. Ein Großteil dieser industriellen Einrichtungen existiert – oft in deutlich kleinerer Form – noch heute und bildet nach wie vor die industrielle Basis im Land Brandenburg.

Termine Die Veranstaltungstermine werden im Sommer 2021 bekanntgegeben.
Orte Die Veranstaltungsorte werden noch bekanntgegeben.

Verein für Film- und Medienpädagogik Cottbus e.V. / FilmFestival Cottbus
Telefon 0355 431 07 11
Mail info@filmfestival-cottbus.de
Web www.filmfestival-cottbus.de
Facebook FilmFestivalCottbus
Instagram filmfestivalcottbus
YouTube FilmFestival Cottbus

Bildquelle Im Programm der Film- und Veranstaltungsreihe “FilmWerkStadt”: GUNDERMANN REVIER von Grit Lemke, Foto: © inselfilm produktion

Vergangenheit mit Zukunft – Industriekultur in historischen Stadtkernen

1. Januar Ganztägig

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg setzt im Jahr 2021 wieder ein dezentrales Ausstellungsprojekt und individuelle akustische Stadtrundgänge um. Diese sind ab voraussichtlich Mai in den Mitgliedsstädten Brandenburg an der Havel, Kyritz, Peitz, Rheinsberg, Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse vor Ort und digital zu erleben. Die Städte zeigen die Übergänge von der Entwicklung der Handwerksbetriebe über die Etablierung von Manufakturen bis hin zu Fabriken und der rasanten Veränderung der Infrastruktur durch Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Elektrizität und andere Erfindungen. Jede der sechs teilnehmenden Städte setzt ihre eigenen thematischen Schwerpunkte. Die Narrative sind so vielfältig wie unsere Städte es sind. Industriekultur wird hier nicht nur in einer historischen Dimension präsentiert, sondern erhält durch spannende Umnutzungen eine heutige Relevanz, wenn bauliche Zeugnisse ehemaliger Industrieanlagen einer sinnvollen Nutzung zugeführt, im Stadtbild erhalten und vor Verfall und Abriss bewahrt werden. Das Projekt stellt daher auch aktuelle Projekte aus der Nutzungsperspektive und den heutigen Ansprüchen an die historische Stadt als Lebensmittelpunkt vor. Oft sind Bauten der Industriekultur in den historischen Stadtkernen die sogenannten „Dicken Brocken“, die im langjährigen Prozess der Stadtsanierung vielerorts mit langem Atem nur schwer entwickelt und revitalisiert werden konnten. Das Jahresprojekt der Arbeitsgemeinschaft zeigt einige dieser Sanierungserfolge und wegbereitende gute Lösungen.

Eröffnung Die Eröffnungstermine der dezentralen Ausstellung in den historischen Stadtkernen werden noch bekanntgegeben.
Orte Die folgenden Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen werden voraussichtlich an dem Ausstellungsprojekt teilnehmen: Brandenburg an der Havel, Kyritz, Peitz, Rheinsberg, Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse

Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen / Geschäftsstelle Potsdam
Telefon 0331 201 512 73
Mail info@ag-historische-stadtkerne.de
Web www.ag-historische-stadtkerne.de
Facebook HistorischeStadtkerne

So klingt Industriekultur

1. Januar Ganztägig

Kennen Sie das Geräusch eines 100 Jahre alten Webstuhles, den Klang einer 150 Jahre alten Brikettpresse, den Ton einer Druckmaschine von vor 200 Jahren? Das Projekt “So klingt Industriekultur” möchte diese und zahlreiche weitere akustische Zeugnisse der Industriegeschichte Brandenburgs erlebbar machen und für die Zukunft bewahren.

Mit diesem Projekt erhalten zehn historische Orte der Industriekultur die Möglichkeit, ihren besonderen Klang, ihr typisches Geräusch zu präsentieren und eine Geschichte darüber erzählen. Eine Geschichte, die Menschen dazu animiert, diese Orte zu entdecken und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Dabei wird darauf Wert gelegt, dass die präsentierten Geräusche am authentischen Ort, in der realen Situation entstehen und in hoher Qualität dargestellt werden. Und auch die Erzählungen zu diesen Klangerlebnissen sollen von hoher Authentizität geprägt sein. Es entstehen kleine, kurzweilige, akustische Episoden als in sich geschlossene Geschichten. Diese vor Ort, online auf Webseiten und Social Media Kanälen oder bei Veranstaltungen präsentiert.

Als offline Medium soll eine Audio CD in kleiner Stückzahl produziert werden, mit deren Hilfe auch die Liebhaber physischer Tonträger hören können, wie die Industriekultur in Brandenburg klingt. Abschließend werden die Klänge der Industriekultur Brandenburgs bei einer Live-Veranstaltung präsentiert.

Die akustischen Episoden können auch online auf der Website www.so-klingt-Industriekultur.de angehört werden.

Termin Der Termin zur Live-Veranstaltung wird noch bekanntgegeben.
Ort Der Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.

Förderverein “Sender Königs Wusterhausen” e.V.
Mail verein@funkerberg.de
Web www.so-klingt-industriekultur.de
Facebook funkerberg
Instagram funkerberg

Historische Ausstellung zur Entwicklung der Firma Reiss

1. Januar Ganztägig

Wer als Kind schon einmal durch ein Kaleidoskop geschaut hat, kennt die Verblüffung, wenn mit nur einer Bewegung ein völlig neues Bild entsteht. Ähnlich sieht es auch bei Reiss aus, wenn man durch das Kaleidoskop der Geschichte schaut.

Hier ganz oben, unterm Dach der Reiss Büromöbel GmbH blickt der Besuchende in ein Kaleidoskop aus über 130 Jahren Unternehmens- und Zeitgeschichte. Vom 100-jährigen Fluchtstab über das Reiss Brett bis hin zu den Büromöbeln der jüngsten Vergangenheit. Alles Originale, die zeigen, wie erfindungsreich und anpassungsfähig das Unternehmen Reiss und die Reissianer bis heute sind.

Da nicht alle Ausstellungsstücke hineinpassen und ständig neue hinzukommen, verändert sich auch die Ausstellung laufend. Anlässlich des Themenjahres 2021 wird die Ausstellung überarbeitet und erweitert. Ein Besuch lohnt sich also.

Ort REISS Zweck e.V.
Südring 6, 04924 Bad Liebenwerda

Telefon 0170 224 96 96
Mail info@reiss-zweck.de
Web www.reiss-zweck.de

Bad Liebenwerda

REISS Zweck e.V., Südring 6
Bad Liebenwerda, 04924 Deutschland
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31. FilmFestival Cottbus

2. November 2021 7. November 2021

Das Bild zeigt den dreidimensionalen Schriftzug FilmFestival

Publikumsfestival, kulturelles Leuchtturm-Event im Osten Deutschlands und internationaler Branchentreffpunkt – das FilmFestival Cottbus (FFC) ist facettenreich.

Mit seinem Programm zeigt es das Unterhaltungspotenzial Osteuropas auf. Außerdem hinterfragt das FFC Klischees und Inhalte tagesaktueller Nachrichten und trägt somit zu einem tiefergehenden Verständnis von politischer Kultur, Geschichte und Mentalität bei.

Vier Wettbewerbe – Internationaler Spielfilm, Kurzfilm, U18 Jugendfilm und die Lausitzer Filmschau –gewähren einen Einblick in die aktuelle Situation des osteuropäischen Filmes, den damit verbundenen thematischen Trends und gestalterischen Elementen – experimentell sowie etabliert.

Außerdem werden Filme aus den Sektionen Spectrum, Specials, Heimat|Domownja|Domizna, Hits und Kids im Kino sowie thematische Spezialreihen gezeigt.

Workshops, Jugendbildungsangebote, Lesungen, Partys, Konzerte und Ausstellungen gewähren zusätzliche Einblicke in das lokale Kulturprogramm.

Laufzeit 2. – 7. Nobember 2021
Tickets gibt es am Mitte Oktober unter
www.filmfestivalcottbus.reservix.de
Spielstätten Staatstheater Cottbus, Weltspiegel Cottbus, Obenkino, Glad-House und Planetarium

FilmFestival Cottbus
Telefon 0355 431 070
Mail info@filmfestivalcottbus.de
Web www.filmfestivalcottbus.de
Facebook filmfestivalcottbus
Instagram filmfestivalcottbus

Bildquelle Schriftzug FilmFestival Cottbus, Foto: Kaiser © FilmFestival Cottbus