»Abschiedsworte müssen kurz sein wie eine Liebeserklärung«

Am 30. Dezember 2019 feiern wir Theodor Fontanes 200. Geburtstag
Feiern Sie mit uns in seiner Geburtsstadt Neuruppin

Theodor-Fontane-Denkmal, Neuruppin

Theodor-Fontane-Denkmal, Neuruppin, Foto: Frank Gaudlitz/frank-gaudlitz.de © Kulturland Brandenburg 2019

»Abschiedsworte müssen kurz sein wie eine Liebeserklärung« – ausnahmsweise liegt der märkische Dichter und Autor Theodor Fontane daneben. Den Ausklang des Jubiläumsjahres wollen wir ausgiebig feiern. Der Abschied am 30. Dezember 2019 ist zugleich die Geburtstagsfeier zu seinem 200. Geburtstag und unsere große Liebeserklärung an den bedeutenden Schriftsteller.
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu feiern und Abschied zu nehmen von einem aufregenden und vielfältigen Fontanejahr voller Entdeckungen.

Die Geburtstagsfeier beginnt um 15 Uhr am Fontane-Denkmal, danach geht es zur Finissage ins Museum Neuruppin. Um 18 Uhr treffen wir uns dann in der Kulturkirche zur Verleihung des Fontane-Kulturpreises.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Frohe Weihnachten.

Mehr Informationen finden Sie auf www.fontane-200.de.

 

Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.

Making Off Fontaneske. Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.
Lesung und Gespräch mit Julia Schoch und Frank Gaudlitz
am 30. November 2019, 18.30 Uhr, im Museum Neuruppin

Julia Schoch © Jürgen Bauer

Kulturland Brandenburg präsentiert am 30. November die begleitend zum Themenjahr »fontane.200/Spuren« erschienene bibliophile Preziose »Fontaneske. Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts«. Die Schriftstellerin Julia Schoch und der Fotograf Frank Gaudlitz begegnen darin frei assoziierend und künstlerisch der Biografie, den Texten und der Arbeitsweise Theodor Fontanes. Angestiftet vom Unruhegeist Fontanes, streifen Schriftstellerin und Fotograf durch Landschaften – durch die der Seele und die der Mark Brandenburg. Texte und Bilder erschaffen einen Strom, der die innere Biografie eines schöpferischen Menschen erzählt.

Julia Schoch und Frank Gaudlitz berichten an diesem Abend über das Making Off dieser besonderen Publikation und stellen ihre Zugänge zu Fontanes Werk dar.

Die Autorin Julia Schoch lehrte nach dem Studium Literaturwissenschaften an der Universität in Potsdam, wo sie als Schriftstellerin und Übersetzerin lebt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Zuletzt erschien ihr Roman »Schöne Seelen und Komplizen« bei Piper.
www.juliaschoch.de

Frank Gaudlitz © Julia Greger

Frank Gaudlitz studierte künstlerische Fotografie bei Arno Fischer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seine fotografischen Arbeiten wurden vielfach veröffentlicht und mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Bildband »Russian Times 1988-2018«.
www.frank-gaudlitz.de

Die Publikation ist 2019 beim vacat Verlag erschienen und auf www.vacatverlag.de erhältlich.

Making Off Fontaneske. Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.
Lesung und Gespräch mit Julia Schoch und Frank Gaudlitz

Termin 30. November 2019, 18.30 Uhr
Ort Museum Neuruppin, August-Bebel-Str. 14/15, 16816 Neuruppin
Eintritt frei
Weitere Informationen finden Sie unter www.museum-neuruppin.de.

Theodor Fontane als Hitmaschine

Reinhard Repkes Club der toten Dichter hat Theodor Fontane neu vertont
und mit Katharina Franck direkt ins Schwarze getroffen.
»So und nicht anders«, am 20. September 2019, 20 Uhr im Waschhaus Potsdam

Reinhard Repkes Club der toten Dichter mit Katharina Franck, Foto: © Oliver Betke

„Sie taucht in jeden Song ein wie in tiefes Wasser“, schrieb die Journalistin Regine Buddeke einmal über Katharina Franck. Seit einigen Jahren lebt die Sängerin und Songwriterin, deren unverwechselbare Stimme seit den Erfolgen ihrer Band Rainbirds fast jeder kennt, in der Nähe von Neuruppin, dem Geburtsort Theodor Fontanes. In der „Grafschaft Ruppin“, in der die berühmten „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ihren Anfang nahmen.

Die erste Wanderung führte Fontane über das Wasser des Ruppiner Sees nach Wustrau. Am Wasser des Molchowsees in Alt Ruppin vertonte Reinhardt Repke, Gründer und Komponist des Clubs der toten Dichter, die ersten Gedichte Fontanes neu. Vor einigen Jahren waren Franck und Repke schon mit Rilke sehr erfolgreich in ganz Deutschland unterwegs. Nun treffen sie sich wieder, zwischen all den Seen des Ruppiner Landes, um erneut miteinander zu arbeiten. Neben Katharina Franck (voc, git), werden die Akkordeonistin Cathrin Pfeifer und der Bassist Markus Runzheimer das Quartett um Reinhardt Repke (voc, git) bilden.

Mehr erfahren »

Katharina Franck ist Sängerin durch und durch. Ihr Selbstverständnis als Musikerin beschreibt Fontanes Gedicht „Auch ein Herzenstrost“ in den ersten Zeilen: „Mein Freund, du frägst, warum ich singe? Das ist mir eine Frage, das; Ich singe, nun, ich singe, singe – Mir macht einmal das Singen Spaß“.

Im Jubiläumsjahr 2019 geht Reinhardt Repkes Club der toten Dichter mit Neuvertonungen des Dichters und Schöpfers berühmter Frauenfiguren, wie Effie Briest, Jenny Treibel, Grete Minde auf Tournee.  Das berühmte Gedicht “John Maynard“, die Maynard – Suite, wie sie innerhalb des Clubs genannt wird, da Repke das Gedicht in drei Songs aufgeteilt hat, wird dabei sein. Und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, das beliebteste Gedicht der Deutschen, wie mal einer schrieb, hat seinen Platz im Programm.

Konzert »So und nicht anders. Theodor Fontane neu vertont«

Termin 20. September 2019, 20 Uhr
Ort Waschhaus Potsdam, Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam
Eintritt ab 28 Euro

weitere Termine unter www.club-der-toten-dichter.de

Am 20. September spielen Reinhardt Repkes Club der toten Dichter und Katharina Franck im Waschhaus Potsdam. Tickets sind hier erhältlich.

Besuch beim Vater

Louis Henri Fontane im Fontanehaus Schiffmühle 
Eine neue Dauerausstellung in Bad Freienwalde
Eröffnung, 17. Mai 2019, 15 Uhr

Aquarell © Hans-Jürgen Malik

»Denn wie er ganz zuletzt war, so war er eigentlich«, schreibt Theodor Fontane über seinen Vater. Im Fontanehaus Schiffmühle verbrachte Louis Henri Fontane seine letzten 12 Lebensjahre. Hier hat ihn sein Sohn regelmäßig besucht und hier starb Louis Henri Fontane im Oktober 1867. Sein Grab befindet sich unweit des Hauses auf dem Neutornower Friedhof. Den letzten Besuch im Frühjahr 1867 beschreibt der Dichter anrührend in seinem Erinnerungsbuch »Meine Kinderjahre« – und setzt damit dem Vater, dem Ort und dem Haus ein literarisches Denkmal.
Seit 1998 steht das Fontanehaus Schiffmühle als Erinnerungsstätte allen Besucher*innen offen. Anlässlich des Fontanejahres 2019 wurden das Haus und die Ausstellung komplett neugestaltet. Behagliche Innenräume und der Bauerngarten laden zum Entdecken und Verweilen ein. Um es mit Fontane zu sagen:

»Lass uns hier eintreten, sagte mein Vater …«

Ausstellung »Besuch beim Vater. Louis Henri Fontane in Schiffmühle«

Eröffnung 17. Mai 2019, 15 Uhr
Laufzeit 18. Mai – 31. Oktober 2019
Öffnungszeiten Do + Fr 11 – 16 Uhr, Sa + So 11 – 17 Uhr
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Ort Fontanehaus Schiffmühle
Schiffmühle 3, 16259 Bad Freienwalde (Oder)

Theodor Fontane besuchte in Freienwalde aber nicht nur seinen Vater. Er widmete der Stadt auch ein eigenes Kapitel in seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg«. Die Stadt dankt es dem märkischen Dichter mit vielen weiteren Höhepunkten im Fontanejahr 2019.

Warum eigentlich Fontane?

Die Fachhochschule Potsdam präsentiert das Ergebnis eines interdisziplinären Lehrprojektes
zur Visualisierung und Vermittlung von Literatur in Neuruppin

Neuruppin, 11. Mai bis 6. Juli 2019

Studierende der Fachhochschule Potsdam interpretieren Werke von Theodor Fontane, Foto: Albina Maks

Welche Jubiläen sind in unserer modernen Gesellschaft noch von Relevanz? Kultur- und Gestaltungsarbeit hat es häufig mit Daten und Jahrestag zu tun. Die Geburtstage bedeutender Persönlichkeiten gehören mit zu den beliebtesten Gründen für eine Rückschau. Doch heute zeigt sich immer öfter, dass solche Feiern an der jüngeren Generation unbeachtet vorüberziehen. Was also anfangen mit Theodor Fontane anlässlich seines 200. Geburtstags?

In einem interdisziplinär angelegten Projekt des forschenden Lernens sind der Studiengang Kulturarbeit und der Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam über zwei Semester der Frage nachgegangen, was die Generation der heute Studierenden an dem Autor Fontane interessieren könnte, was sie an ihm relevant finden und warum es sich lohnen könnte, ihn zu lesen. Als Resultat haben die Studierenden zum Fontanejahr 2019 eigene Ansätze für seine Vermittlung entwickelt. Die Projekte stellen unterschiedliche Fragen an das Werk des Autors in drei Schwerpunkten: Wie haben sich das LESEN und die Bedürfnisse junger Leser*innen verändert und welche Formate können diesen gerecht werden? Wie werden die Rollenbilder und zwischenmenschlichen BEZIEHUNGEN bei Fontane verhandelt und wo werden Kontinuitäten bis in die heutige Zeit sichtbar? Welche Bedeutung hat HEIMAT bei Fontane?

Ausstellung »Warum eigentlich Fontane?«

Eröffnung 11. Mai 2019, 14 Uhr
Laufzeit 11. Mai – 6. Juli 2019
Uhrzeit Mi – Sa 12 – 18 Uhr
Eintritt frei

Ort Der Kiosk, Schinkelstraße, Ecke Karl-Marx-Straße, 16816 Fontanestadt Neuruppin

Im Anschluss zieht die Ausstellung weiter nach Potsdam und wird ab dem 11. Juli im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt.

Fontaneske

Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.
Eine Ausstellung mit Bildern von Frank Gaudlitz und Texten von Julia Schoch
Bahnhofspassagen Potsdam, 24. April – 19. Mai 2019

Paretz, Foto: Frank Gaudlitz/frank-gaudlitz.de © Kulturland Brandenburg 2019

Angestiftet vom Unruhegeist Theodor Fontanes haben sich die Schriftstellerin Julia Schoch und der Fotograf Frank Gaudlitz auf eine poetische Reise durch das Land Brandenburg begeben. Mit Text und Bild erschaffen sie einen Strom, der die innere Biografie eines schöpferischen Menschen erzählt. Kulturland Brandenburg präsentiert auch in diesem Jahr eine begleitende Ausstellung zum Themenjahr in Kooperation mit den Bahnhofspassagen Potsdam.

Begleitend zum Themenjahr »fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019“ ist eine schmuckvolle Publikation beim vacat verlag erschienen, in der die Schriftstellerin und der Fotograf der Biografie, den Texten und der Arbeitsweise Theodor Fontanes frei assoziierend und künstlerisch begegnen.

Julia Schoch wurde in Bad Saarow geboren. Nach dem Studium lehrte sie Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Sie erhielt zahlreiche Preise. Zuletzt erschien ihr Roman »Schöne Seelen und Komplizen« bei Piper. Sie lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Potsdam.
www.juliaschoch.de

Frank Gaudlitz wurde in Vetschau/Spreewald geboren. Er studierte künstlerische Fotografie in Leipzig. Seine fotografischen Arbeiten wurden vielfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Zuletzt erschein sein Bildband »Russian Times 1988–2018«.
www.frank-gaudlitz.de

Mehr erfahren »

Ausstellung »Fontaneske
Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.«

Eröffnung 23. April 2019, 17 Uhr
Laufzeit 24. April – 19. Mai 2019
Öffnungszeiten durchgängig
Eintritt frei
Ort Bahnhofspassagen Potsdam, Babelsberger Straße 16, 14473 Potsdam

Fontaneske. Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts. © vacat verlag Potsdam

Publikation »Fontaneske
Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.«

Herausgeber: Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH,
Kulturland Brandenburg
Texte, Julia Schoch
Fotografien, Frank Gaudlitz

35 farbige Abbildungen
vierfarbig in offener Fadenbindung
mit bedrucktem Schutzumschlag aus Leinen

Die Publikation ist für 16,- Euro im Buchhandel oder beim vacat verlag erhältlich.

ISBN 978-3-930752-57-7

unausstehlich und reizend zugleich

Eine Ausstellung über die Charakterisierung Brandenburgs und seiner Bewohner
vom 24. März bis 18. August 2019 im Kurt Tucholsky Literaturmuseum Rheinsberg

Ein Blick in die Ausstellung »unausstehlich und reizend zugleich: Die Brandenburg« im Kurt Tucholsky Literaturmuseum in Rheinsberg, Foto: Peter Walther © Brandenburgisches Literaturbüro Potsdam

Fühlen Sie sich als Brandenburger*in? Sind Sie sicher? Wirklich? Dann kommt hier die Probe auf’s Exempel. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie sehen, wie jemand seinen Bus zu erreichen versucht und dabei vom Busfahrer beobachtet wird. Kurz bevor der Fahrgast am Bus ist, schließt der Fahrer die Türen und fährt los. Wie reagieren Sie?

A Sie empören sich gemeinsam mit dem Fahrgast.
B Sie grinsen in sich hinein.
C Sie geben dem Busfahrer ein Zeichen der Zustimmung.

Zu schwierig oder kinderleicht? Geben Sie es zu, ein wenig grinsen mussten Sie bei dieser Frage schon. So war die Frage auch gemeint. Mit einem lachenden Auge können Sie unter www.brandomat.de herausfinden, wie »brandenburgisch« Sie sind. Die dazugehörige Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Brandenburgischen Literaturbüros und des Kurt Tucholsky Literaturmuseums im Schloss Rheinsberg. In den vergangenen 200 Jahren entstand in der Literatur ein vielfältiges Bild von den schroffen aber herzlichen Menschen zwischen Oder und Elbe.

Mehr erfahren »

Die Ausstellung im Literaturmuseum in Rheinsberg ist den Spuren in der Literatur und der bildenden Kunst auf der Suche nach den idealtypischen Brandenburger*innen nachgegangen. Oder wie Fontane es ausgedrückt hätte: nüchtern und charaktervoll, aber ohne jede Begeisterungsfähigkeit sind die Marker, ordentlich und sparsam, aber zugleich neidisch und engherzig. Na, ob das so stimmt? Finden Sie es heraus.

Die Ausstellung ist noch bis 18. August im Literaturmuseum in Rheinsberg zu sehen.

Ausstellung »unausstehlich und reizend zugleich: Die Brandenburger«

Laufzeit 24. März – 18. August 2019
Führungen Di – So 10–17 Uhr
Eintritt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Ort Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg
Schloss Rheinsberg, 16831 Rheinsberg