FilmWerkStadt – Brandenburg zwischen industriellen Tradition und Vision

1. Januar Ganztägig

Das Bild zeigt zwei Menschen in einem Tagebau in der Lausitz.

Das Projekt „FilmWerkStadt“ zeigt und diskutiert Filme über Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Industrie und Industriekultur an symbolischen Orten der Industriekultur in Brandenburg. Die Filmvorführungen werden von interdisziplinären Gesprächsformaten begleitet, die sich mit Vergangenheit und Zukunft der industriellen Produktion auseinandersetzen sowie deren Einfluss auf unsere Gesellschaft, unseren Alltag und die Stadt-, Regional- und Raumplanung in den Blick nehmen.

Auf den traditionell sehr landwirtschaftlich geprägten Gebieten vollzog sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg und den nachfolgenden Gründungsjahren der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ein grundlegender industrieller Wandel. Sei es das Niederlausitzer Industriegebiet mit den Braunkohlekraftwerken rund um Cottbus, die Erdöl- und Papierindustrie in Schwedt/Oder, die Stahlindustrie in Brandenburg/Havel und Eisenhüttenstadt oder das Gaskombinat in Schwarze Pumpe. Ein Großteil dieser industriellen Einrichtungen existiert – oft in deutlich kleinerer Form – noch heute und bildet nach wie vor die industrielle Basis im Land Brandenburg.

Die Filmveranstaltungen der „FilmWerkStadt“ finden im vor und während des 31. FilmFestivals Cottbus (2. bis 7.11.2021) statt. Gezeigt werden Filme, die an Industrie(-kultur)orten selbst entstanden sind aber auch thematisch passende Filme aus anderen Ländern und Regionen Osteuropas. Das Programm reicht demnach von DEFA-Produktionen bis hin zu aktuellen Dokumentationen, berücksichtigt aber auch Spiel- und Kurzfilme. Im Zentrum des Filmprogramms steht das Wechselverhältnis zwischen Industrie und Industrieästhetik, zwischen Aufbaumythen und Arbeitsalltag, zwischen Kultur der Arbeit und Freizeitkultur, zwischen Klimaschutz und industriellem Wandel.

Termine Die Veranstaltungstermine werden im Sommer 2021 bekanntgegeben.
Orte Die Veranstaltungsorte werden noch bekanntgegeben.

Verein für Film- und Medienpädagogik Cottbus e.V. / FilmFestival Cottbus
Telefon 0355 431 07 11
Mail info@filmfestival-cottbus.de
Web www.filmfestival-cottbus.de
Facebook FilmFestivalCottbus
Instagram filmfestivalcottbus
YouTube FilmFestival Cottbus

Bildquelle Im Programm der Film- und Veranstaltungsreihe “FilmWerkStadt”: GUNDERMANN REVIER von Grit Lemke, Foto: © inselfilm produktion

Osteuropa-Kino im Stream

30. FilmFestival Cottbus online vom 8.–31. Dezember

Das 30. FilmFestival Cottbus zeigt vom 8. bis zum 31. Dezember 2020 ein umfangreiches digitales Angebot mit 150 Filmen und weiteren Inhalten im Stream. In einer eigenen Sektion widmet sich das Festival der filmischen Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges und dessen Folgen in Osteuropa.

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Seit 30 Jahren fördert und feiert das FilmFestival Cottbus junges, aufregendes und dialogfreudiges Kino aus Osteuropa. Neben den Wettbewerben für Spiel-, Kurz-, Jugend- und regionale Kurzfilme beschäftigt sich das Programm auch mit politischen und historischen Themen. In diesem Jahr beteiligt sich das FilmFestival Cottbus mit der Sektion „Close Up WWII“ am Themenjahr „KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020“.

Der Zweite Weltkrieg im Film

In drei Reihen werden neue und alte Filme gezeigt, die sich intensiv mit der Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs und dessen Folgen auseinandersetzen. „Heldentum und Trauma“ zeigt Kriegsfilmklassiker von „Die Kraniche ziehen“ (UdSSR 1957, 95 Minuten, Spielfilm, FSK: ab 12) bis zu „Inglorious Basterds“ (USA 2009, 164 Minuten, Spielfilm, FSK: ab 16), der zu weiten Teilen im Land Brandenburg gedreht wurde, zeigen den Widerspruch zwischen offiziös gefeiertem Heldentum und ins Private abgeschobenen Verlusten.
Die Reihe „Dramatising History – alte Schlachten, neue Narrative“ befasst sich mit historischen Prozessen, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs der Tabu-Zone entrissen wurden, womit neue Narrative auf den Zweiten Weltkrieg entstehen konnten.
„Neue Heimat?! – Vertreibung und Neuansiedlung“ thematisiert die Lebensrealität für Millionen von Polen und Deutschen, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges von Flucht und Vertreibung betroffen waren. Filmklassiker und Zeitzeugendokumentationen zeigen den Übergang von den letzten Stunden des Krieges zu den ersten Tagen des Neuanfangs im Lebuser Land und Brandenburg.

Filme, Interviews und vieles mehr

Zusätzlich zum Filmprogramm geben Gespräche mit Filmschaffenden, Panels, Podiumsdiskussionen und Talk-Runden mit Vertretern aus Kultur, Wissenschaft und Politik, Einblick in die Filmbranche sowie in historische, kulturelle und politische Zusammenhänge des Filmprogramms. Alle Gesprächsformate werden über den YouTube-Kanal des FilmFestival Cottbus ausgestrahlt (www.youtube.com/FilmFestivalCottbus).

Das FilmFestival Cottbus streamt

Laufzeit 8.-31. Dezember 2020
Tickets für das Streaming-Angebot des 30. FilmFestival Cottbus sind über den jeweiligen Filmeintrag auf der Festivalwebsite www.filmfestivalcottbus.de abrufbar.
Die Filme sind in Originalsprache, wahlweise stehen deutsche oder englische Untertitel zur Verfügung. Da ein limitiertes Kontingent an Tickets für die online angebotenen Filme vorhanden ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige Buchung.

Stream-Tickets sind für 3,99 Euro/ Film erhältlich.

Kontaktinfos

FilmFestival Cottbus
Telefon 0355 431 070
Mail info@filmfestivalcottbus.de
Web www.filmfestivalcottbus.de
YouTube FilmFestivalCottbus