Branitz 1945 – Das fürstliche Erbe in der »Stunde Null«

Ausstellung

Auf dem Bild sind viele Menschen zu sehen, die vor dem Eingang des Schlosses im Park Branitz um einen Tisch herum stehen. Vor dem Tisch steht ein Mann mit einer Schirmmütze. Er verteilt Zettel an die Personen, die rund um den Tisch stehen.

Die erste Ausstellung nach dem Lockdown öffnet am 8. Mai ihre Türen. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz präsentiert »Branitz 1945 – Das fürstliche Erbe in der Stunde Null«. Die Bodenreform von 1945 soll die Eigentumsverhältnisse in der Sowjetischen Besatzungszone neu ordnen. Unter der Losung »Junkerland in Bauernhand« wurden Großgrundstücke über 100 Hektar enteignet. Davon war auch der Besitz der Familie Pückler in Brandenburg betroffen. Das Branitzer Gut geht nach dem Krieg in den Besitz der Stadt Cottbus über.
Zunächst wollte der sowjetische Stadtkommandant den Park in kleine Grundstücke aufteilen. Dagegen lehnt sich allerdings die Anwohner*innen auf und verhinderten schließlich die Zerstörung des Gartendenkmals.

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Das Schloss Branitz war darüber hinaus eine gute Alternative für die drei im Krieg zerstörten Cottbuser Museumsgebäude. Bereits am 30. Juli 1947 eröffnete das Museumsschloss. So bestaunten die Besucher*innen dort ab 1955 auch die städtische Sammlung des Malers Carl Blechen.

Die Sonderausstellung blickt auf das Erbe des Fürsten Pückler und des Malers Carl Blechen in den frühen Nachkriegsjahren. Sie erzählt vom Elan der ersten Museumsleute und Parkhüter. Sie berichtet aber auch von den Plünderungen und Provenienzen im fürstlichen Park.
Neben den Ausstellungsräumen im Besucherzentrum und im Marstall informieren acht Interventionen im Schlosspark über die Geschichte des Ortes nach 1945.

Branitz 1945 – Das fürstliche Erbe in der »Stunde Null«

Laufzeit 8. Mai – 30. September 2020
Eintritt 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
Öffnungszeiten täglich 11 – 17 Uhr
Ort Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz,
Besucherzentrum und Marstall
Robinienweg 5, 03042 Cottbus

Kontakt
Telefon
0355 751 50
E-Mail info@pueckler-museum.de
Web www.pueckler-museum.de

Bildquelle Verteilung der Flächen des Branitzer Gutes vor dem Schlosseingang am 14. Oktober 1945 © SFPM