Happy Birthday Brandenburg

Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Am 3. Oktober 2020 wird das Bundesland Brandenburg dreißig Jahre alt. Manche schenken Blumen, eine gute Schallplatte oder Schnaps. Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte feiert den runden Geburtstag mit einer Ausstellung und einem umfangreichen Begleitprogramm. Die Ausstellung “Mensch Brandenburg” lädt ein, das Bundesland neu zu entdecken.

30 Orte und damit verbundene Themen, die das Land seit 1990 geprägt haben, werden in der Ausstellung und auf der Webseite www.menschbrandenburg.de vorgestellt. Die Ausstellungsmacher haben 30 ausgewählte Menschen gebeten, über ihre Arbeit und ihr Engagement in Brandenburg zu sprechen. So entstand eine bunte Karte von Erzählungen und ein Mosaik des historischen und strukturellen Umbruchs bis hinein in die Gegenwart.

Mehr erfahren »

Die Themen der Ausstellung sind beispielsweise die treuhänderische Abwicklung und der Wiederaufbau des Textilstandorts Premnitz, die grenzübergreifenden Projekte in der Eurostadt Guben/Gubin, Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung im Sternenpark Westhavelland, die Rückkehragentur in Finsterwalde oder der Wandel der Landwirtschaft im Barnim und dem Oderbruch.

Mensch Brandenburg! 30 Menschen, 30 Orte, 30 Geschichten

Laufzeit 27. September 2020 – 7. Februar 2021
Eintritt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro
Öffnungszeiten Di + Mi 11-18 Uhr, Do 11-20 Uhr, Fr – So 11-18 Uhr
Ort Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Hinweise für Besucher*innen

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) freut sich auf Ihren Besuch! Ihre Gesundheit und die der Mitarbeiter*innen liegt dem Haus sehr am Herzen. Bitte beachten Sie, dass im gesamten HBPG ein Mund-Nasenschutz getragen werden muss. Unter Umständen kann es während der Laufzeit der Ausstellung zu Einschränkungen im Veranstaltungs- und Vermittlungsangebot sowie zu Änderungen der Öffnungszeiten und/oder der Anzahl der möglichen Besucher*innen kommen. Bitte informieren Sie sich auf der Website über alle Änderungen oder kontaktieren Sie die Besucherinformation des HBPG.

Telefon 0331 620 85 50
E-Mail kontakt@gesellschaft-kultur-geschichte.de
Website www.menschbrandenburg.de

Bildquelle Braunkohletagebau Welzow-Süd in der Niederlausitz, Landkreis Spree-Neiße © BKG, Foto: Sven Gatter

Kalter Krieg in der Provinz

Ausstellung im Niederlausitz-Museum Luckau

Der Begriff „Kalter Krieg“ weckt zuallererst Erinnerungen an das amerikanisch-sowjetische Wettrüsten, an die Aufteilung der Welt in zwei „Blöcke“, an die Kubakrise und den Vietnamkrieg und natürlich an den Bau der Berliner Mauer. Mit dem Auseinanderbrechen der Anti-Hitler-Koalition nach dem Zweiten Weltkriega waren die grundlegenden Voraussetzungen für die Spaltung Deutschlands und die Entstehung der Deutschen Demokratischen Republik geschaffen worden.

Von den großen weltpolitischen Ereignissen waren aber auch kleinere Orte wie Luckau in der Niederlausitz unmittelbar betroffen. Auch hier hörten Menschen die “Propaganda vom imperialistischen Klassenfeind“ im Radio, auch hier wurde die Angst vor einem „heißen Krieg“ geschürt.

Mehr erfahren »

Die Ausstellung im Niederlausitz-Museum Luckau zeigt anhand verschiedener Themenfelder, wie sich der Kalte Krieg in Luckau niederschlug: Alltägliche Propagandafeldzüge gegen den Westen, insbesondere gegen die Bundesrepublik Deutschland in Form von Broschüren, Plakaten und Zeitungsartikeln, die Einführung des Wehrunterrichts in der Schule und die Übungen zur Zivilverteidigung bis hin zur Schaffung eines „neuen“ Feindbildes trugen erheblich zur Verschärfung des Kalten Krieges in der Provinz bei.

Die Ausstellung zeigt herausragende Einzelereignisse, wie den „Luckauer Krieg“ von 1953, einer sogenannten Großfahndung nach den tschechischen Mašín-Brüdern, die über die DDR nach West-Berlin fliehen wollten.

Kalter Krieg in der Provinz – Luckau zwischen den Fronten

Eröffnung 20. September 2020, 14.30 Uhr
Laufzeit 22. September 2020 – 21. Februar 2021
Eintritt frei
Ort Niederlausitz-Museum Luckau
Nonnengasse 1, 15926 Luckau

Hinweise für Besucher*innen

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucherinnen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03544 557 07 90
E-Mail museum@luckau.de
Web www.niederlausitzmuseum-luckau.de

Bildquelle Kampfgruppenschutzausbildung in Luckau, Ende 1960er © Niederlausitz-Museum Luckau

Wiepersdorf zwischen Krieg und Frieden

Videoinstallation im Schloss Wiepersdorf

75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg widmet sich der brandenburgische Dokumentarfilmregisseur Sebastian Eschenbach der Geschichte des Ortes Wiepersdorf und dessen Schloss im Niederen Fläming.

Mehr erfahren »

Das barocke Gutshaus Wiepersdorf war die Heimat der Familie von Arnim. Der Schriftsteller Achim von Arnim lebte auf dem Landsitz der Familie und schrieb dort berühmte Werke, wie den ersten Band seines unvollendeten Hauptwerkes “Die Kronenwächter”. Bis 1945 lebten die Nachfahren der von Arnims in Wiepersdorf. Mit der Besetzung des Dorfes durch die Rote Armee musste die Familie das Schloss räumen. Die Malerin Bettina Encke von Arnim konnte das Haus vor der Zerstörung und setzte sich für die Gründung eines Dichterheimes ein. Schon am 16. Juli 1946 wurde in Potsdam die Dichterstiftung e.V. gegründet, die das Anwesen in Wiepersdorf als Eigentum erhielt. 1965 wurde das Haus in “Bettina-von-Arnim-Heim” umbenannt. Nach der Wiedervereinigung wechselte das Haus mehrfach den Besitz, bis im Juni 2019 die Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf gegründet wurde.

Die Videoinstallation des Dokumentarfilmregisseurs Sebastian Eschenbach erkundet die gesellschaftlichen, historischen, geografischen, politischen, künstlerischen und menschlichen Ebenen der vergangenen 75 Jahre in Wiepersdorf: Zwischen Zweitem Weltkrieg und Neubeginn; Zwischen Stadt und Land; Zwischen Künstler*innen und Staatsmacht und Zwischen dem Ende der DDR und dem wiedervereinten Deutschland.

In Interviews erzählen Zeitzeugen*innen ihre persönlichen Erinnerungen zu Wiepersdorf: einst ein Gutshof, ein Schloss, dann kam der Krieg und die sowjetische Kommandantur, das Gut wurde sozialisiert, das Land verteilt. Nach dem Krieg war es ein Schriftstellerheim der DDR. Die geistige Elite der DDR hat in Wiepersdorf gedacht, diskutiert, geträumt, geschrieben. Die DDR geht unter, Wiepersdorf lebt weiter, das Alte wird gelöscht, überschrieben, neu gedeutet.

Der Film gibt einen kleinen Einblick in die Videoinstallation von Sebastian Eschenbach, Britta von der Behrens und Thomas Malz. Eine Produktion der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf.

Wiepersdorf zwischen Krieg und Frieden

Premiere 23. August 2020, 14 Uhr
Für Besucher*innen ist die Videoinstallation ab dem 29. August bis zum
1. November 2020 jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Eintritt frei
Ort Schloss Wiepersdorf, Tankhalle
Bettina-von-Arnim-Straße 13, 14913 Wiepersdorf (Niederer Fläming)

Hinweise für Besucher*innen

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucherinnen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 033746 69 90
E-Mail info@schloss-wiepersdorf.de
Web www.schloss-wiepersorf.de

Komme Bald!

Ein Eisenbahntheater über junge Kriegsheimkehrer aus sowjetischen Lagern

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden viele junge Männer zum Kampf gegen die Rote Armee an die Ostfront geschickt. Schlecht ausgebildet und ausgestattet waren sie auf das Kommende nicht vorbereitet. Diejenigen, die überlebten, kamen in sowjetische Kriegsgefangenenschaft. Erst Jahre später kehrten sie zurück. Das Theater “Das Letzte Kleinod” hat mit Zeitzeugen, inzwischen hochbetagt, über ihre verlorene Jugend in sibirischen Lagern gesprochen. Aus den Erzählungen der Zeitzeugen entstand das Eisenbahntheaterstück “Komme Bald!”.
Im Sommer 2020 geht das Eisenbahntheatrer auf die Reise durch Deutschland.

Mehr erfahren »

Die Kriegsheimkehrer hatten den Krieg, die Gefangennahme und die Straflager überlebt. Manch galten als verschollen und hatten jahrelang keinen Kontakt zu ihren Angehörigen. Viele waren kriegsversehrt oder durch Mangelernährung ausgemergelt. Nach tagelangen Transporten kamen sie im Lager Gronenfelde am Stadtrand von Frankfurt (Oder) an. Hier wurden sie entlaust, bekamen Kleidung und Essen. Und hier durften sie ein Telegramm nach Hause schicken: “ich lebe” oder “KOMME BALD!”. Kurze Zeit danach trafen sie in der Heimat ein, manche erst nach zehn Jahren der Trennung.

Das Theater “Das Letzte Kleinod” besuchte Zeitzeugen, welche die Kriegsgefangenschaft erlebt hatten und davon berichten konnten. Alle sind inzwischen mindestens 92 Jahre alt. Die ehemaligen Soldaten erzählten von der Kindheit in der Hitlerjugend, von der Verblendung durch den Nationalsozialismus, von der Verrohung der Jugendlichen im Krieg, wie sie im Lager überlebt haben und schließlich entlassen wurden.

Komme Bald!

Premiere 13. August 2020, 20 Uhr
weitere Termine 14.+15. August 2020, jeweils 19 und 21 Uhr
16. August 2020, 15 Uhr
Eintritt 23 Euro, ermäßigt 18 Euro
Ort DB Netz Gelände
Zugang über August-Bebel-Str./Fürstenwalder Str., 15230 Frankfurt (Oder)

Weitere Aufführungen finden in Fürstenwalde (19.-21. August 2020), Wustermark (24.-26. August 2020), Gräfenhainichen (29.-31. August 2020), Weißenfels (3.-5. September 2020), Erfurt (8.-10. September 2020) und Eisenach (13.-15. September 2020) statt.

Karten können über die Website des Theaters gebucht werden.

Telefon 04749 10 300 60
E-Mail produktion@das-letzte-kleinod.de
Web www.das-letzte-kleinod.de

Bildquelle Die Darstellerinnen des Theatherstücks “Komme Bald!” auf dem Gelände des Gulag-Museum Perm 36, v.l.n.r.: Natalia Voskoboynikova, Regina Winter, Margarita Wiesner und Elisabeth Müller, Foto: Jens-Erwin Siemssen © Das Letzt Kleinod e.V.

Die Waldlager der Roten Armee

Ausstellung im Kornspeicher Neumühle endet am 29. Juli

Der erfolgreiche Ausstellung “Zwischen Krieg und Frieden. Die Waldlager der Roten Armee” kann noch bis zum 29. Juli im Kornspeicher Neumühle besichtigt werden.

Mehr erfahren »

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende entdeckten Archäologen in Brandenburgs Wäldern bislang unbekannte Hinterlassenschaften aus der Zeit unmittelbar nach dem Kampf um Berlin. Vielerorts finden sich noch heute rechteckige Gruben, militärisch exakt entlang der Waldwege aufgereiht. Diese Eingrabungen waren Reste von Blockhäusern. In und bei diesen Unterständen lagen materielle Reste des Alltags der Soldaten der Roten Armee: militärische Ausrüstung, sowjetische und deutsche Abzeichen, Essgeschirre und anderes Zubehör. Die Gegenstände tragen teilweise kyrillische Inschriften, es gibt auch Propaganda-Parolen und Kennmarken von Rotarmisten aus der Gefangenschaft. Die Funde sind eindringliche Zeugnisse der Verhältnisse im besetzten Brandenburg. Seit dem 20. Mai 2020 hat die Ausstellung zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher angezogen und endet nun am 29. Juli mit einer sehr positiven Gästebilanz trotz aller Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie.

“Zwischen Krieg und Frieden. Die Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945”

Noch bis zum 29. Juli 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten täglich 10-18 Uhr
Ort Kornspeicher Neumühle, Neumühle 3, 16827 Neuruppin OT Alt Ruppin
Web www.kornspeicherneumuehle.de

Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte

Sechs Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Schloss Doberlug, 2017 © Kulturland Brandenburg

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg blickt mit ihrem Jahresthema »Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte« auf die wechselvolle Geschichte sechs brandenburgischer Städte. Hatten die Stadtkerne von Altlandsberg, Bad Belzig, Beeskow, Brandenburg an der Havel, Doberlug-Kirchhain und Wusterhausen-Dosse den Zweiten Weltkrieg mit relativ wenigen Beschädigungen und Zerstörungen überstanden, sorgten Mangelwirtschaft und ideologischer Umbau für den Zerfall der historischen Altstädte. Heute haben sie ihre Lebensqualität zurückgewonnen. Am 21. Juni hat in Doberlug-Kirchhain eine von sechs Stadtraumausstellungen eröffnet.

Mehr erfahren »

Ab dem 21. Juni zeigt die Stadt Doberlug-Kirchhain die Ausstellung »Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten«. Der unter Denkmalschutz stehende Ortskern von Doberlug hat mit den Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre eine enorme Aufwertung erfahren. Einige Profan-, Repräsentations- und Sakralbauten ragen aus dem 27 ha großen Sanierungsgebiet besonders hervor. Diese Gebäude stehen im Fokus der diesjährigen Stadtraumausstellung über den Zeitraum von 1950 bis heute.

Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten

Eröffnung 21. Juni 2020, 14 Uhr
Laufzeit 22. Juni bis 31. Dezember 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten Die Ausstellungen sind im öffentlichen Raum frei und durchgehend zugänglich.
Startpunkt Schloss Doberlug, Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain

Bildnachweis: Schloss Doberlug, 2017 © Kulturland Brandenburg

Ausstellungseröffnung am 17. Juli 2020, 18 Uhr

Es begrüßte
Bodo Broszinski, Bürgermeister der Stadt Doberlug-Kirchhain

Mit Grußworten von
Rainer Genilke, Staatsekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg
Claudia Mucha, Geschäftsstelle der Arbeitgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg

Im Anschluss fand ein geführter Standrundgang zu den Orten der Ausstellung statt.

6 Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Sechs Mitgliedsstädte präsentieren Ausstellungen im öffentlichen Raum, teilweise mit Audioguides, die zum Stadtrundgang inspirieren (alphabetisch aufgeführt).

»Altlandsberg – Denkmal an den Krieg: Monumente in Friedenszeiten«

Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Die Ausstellung und der Audio-Stadtrundgang führen an drei verschiedene Kriegsmahnmale in der Stadt, die an 1870/71 und an die beiden Weltkriege erinnern. Wie haben sich das Gedenken und Erinnern verändert? Welche Einzelschicksale stehen hinter den eingravierten Namen?


Laufzeit 18. Juli bis 31. Dezember 2020
Orte Rathaus, Marktplatz und Kirchplatz, 15345 Altlandsberg

Bildnachweis: Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

»Beeskow – Zerstört und doch Bewahrt: Historischer Stadtkern der Nachkriegszeit«

Ladenstraße, Beeskow, Neubau 1962 © Dr. Sascha Bütow, Potsdam

Anfang 1945 geriet Beeskow in den Fokus des Kriegsgeschehens und hatte starke Zerstörungen des historischen Stadtkerns erlitten. Ruinen und alte Bauwerke wichen während der DDR-Zeit modernen Neubauten. Mangelwirtschaft und Widerstände verhinderten jedoch nicht ein örtliches Bemühen um Erhalt und Wertschätzung der historischen Stadt.

Eröffnung 31. Juli 2020, 18 Uhr
Laufzeit 1. August bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Beeskow, Berliner Str. 30, 15848 Beeskow

Bildnachweis: Ladenstraße, Beeskow, Neubau 1962 © Dr. Sascha Bütow, Potsdam

»Gerettet – Erhalten – Saniert: Lebenswerte Altstadt Bad Belzig«

Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

Die Ausstellung und die Hörführung in Bad Belzig stellen markante Orte und das Stadtbild prägende Gebäude vor, an denen besonders gut die Erfolge der Stadtsanierung seit 1990 sichtbar werden. Damit werden die Ergebnisse des Projektes »WendePunkte« von 2009 fortgeschrieben.

Laufzeit 17. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Bad Belzig, Wiesenburger Str. 6, 14806 Bad Belzig

Bildnachweis: Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

»Brandenburg an der Havel – Spiegel der Gesellschaft: Stadtplanungen in Brandenburg«

St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

Für die Zeit seit der partiellen Kriegszerstörung 1945 bis heute lassen sich in Brandenburg an der Havel markante Maßnahmen der ergänzenden Stadtreparatur bzw. Überplanung entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist nachzeichnen. Das Stadtbild und seine Ergänzungen und Überprägungen sind dabei stets ein Spiegel der Gesellschaft mit oft wechselnden Prämissen.

Laufzeit 6. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Paulinerstraße 10/11, 14470 Brandenburg an der Havel

Bildnachweis: St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

»Wusterhausen/Dosse – Was alte Postkarten erzählen«

Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Der historische Stadtkern mit der Stadtkirche St. Peter und Paul blieb von Kriegszerstörungen verschont. Heute laden liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, Cafés und Gaststätten und das Wegemuseum zum Bummel durch die reiche Geschichte der kleinen Stadt ein. Aber auch die Geschichte der innerstädtischen DDR-Neubauten hat ihren Reiz, wie der Vergleich mit historischen Postkarten zeigt.

Eröffnung 9. Juli 2020, 10 Uhr
Laufzeit 9. Juli bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Wusterhausen, Am Markt 1, 16868 Wusterhausen/Dosse

Weitere Informationen zu den Stadtraumausstellungen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.

Telefon 0331 201 51 20
E-Mail info@ag-historische-stadtkerne.de
Web www.ag-historische-stadtkerne.de

Bildnachweis: Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Ausgeschlossen

Ausstellung in Berlin-Schöneweide

Das Bild zeigt verschiedene Löffel, die im Boden des ehemaligen Kriegsgefangenenlager Luckenwalde gefunden wurden.

Während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges wurden Hunderttausende Menschen nach Brandenburg und Berlin deportiert. In zahlreichen Lagern und Betrieben mussten sie Zwangsarbeit leisten. Nur wenige dieser Lager sind heute als Mahn- und Gedenkstätten erhalten. Jedoch finden sich im Boden noch heute zahlreiche Spuren, die vom Alltag der Zwangsarbeiter zeugen. Das Ausstellungsprojekt »Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager« zeigt die Objekte eines gemeinsamen Forschungsprojekte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.

Mehr erfahren »

Kämme, Löffel, Essnäpfe und Stacheldraht – archäologische Funde erzählen vom Leben und Überleben, aber auch vom Sterben der Häftlinge in den nationalsozialistischen Zwangsarbeitslagern. Seit den 1990er Jahren werden an ehemaligen Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg archäologische Grabungen durchgeführt und massenweise Funde geborgen. Die Ausstellung »Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager« zeigt viele dieser Dinge zum ersten Mal. Sieben Kapitel mit über 300 Objekten geben einen Einblick in das komplexe System der Zwangsarbeitslager, in ihre archäologische Überlieferung sowie in die Arbeit der zeithistorischen Archäologie. 

Begleitend zur Ausstellung wird ein Film in deutscher und englischer Sprache gezeigt. Der Film dokumentiert die Arbeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die im Sommer 2019 an Ausgrabungen in ehemaligen nationalsozialistischen Zwangslagern teilnahmen. 

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, das sich bereits seit einigen Jahren mit einer neuen »Archäologie der Zeitgeschichte« auseinandersetzt. Im Frühjahr 2021 wird die Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel gezeigt werden. 

Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager 

Laufzeit 26. Mai 2020 bis 31. Januar 2021
Eintritt frei
Öffnungszeiten Di–So 10–18 Uhr
Ort Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Britzer Str. 5, 12439 Berlin-Schöneweide 

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über evtl. Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren. 

Telefon 030 639 028 810
Web www.ns-zwangsarbeit.de

Bildquelle/-nachweis: Grabungsfunde aus dem Kriegsgefangenenlager Luckenwalde © Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege