Vergangenheit mit Zukunft – Industriekultur in historischen Stadtkernen

1. Januar 2022 Ganztägig

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg setzt im Jahr 2021 wieder ein dezentrales Ausstellungsprojekt und individuelle akustische Stadtrundgänge um. Diese sind ab voraussichtlich Mai in den Mitgliedsstädten Brandenburg an der Havel, Kyritz, Peitz, Rheinsberg, Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse vor Ort und digital zu erleben. Die Städte zeigen die Übergänge von der Entwicklung der Handwerksbetriebe über die Etablierung von Manufakturen bis hin zu Fabriken und der rasanten Veränderung der Infrastruktur durch Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Elektrizität und andere Erfindungen. Jede der sechs teilnehmenden Städte setzt ihre eigenen thematischen Schwerpunkte. Die Narrative sind so vielfältig wie unsere Städte es sind. Industriekultur wird hier nicht nur in einer historischen Dimension präsentiert, sondern erhält durch spannende Umnutzungen eine heutige Relevanz, wenn bauliche Zeugnisse ehemaliger Industrieanlagen einer sinnvollen Nutzung zugeführt, im Stadtbild erhalten und vor Verfall und Abriss bewahrt werden. Das Projekt stellt daher auch aktuelle Projekte aus der Nutzungsperspektive und den heutigen Ansprüchen an die historische Stadt als Lebensmittelpunkt vor. Oft sind Bauten der Industriekultur in den historischen Stadtkernen die sogenannten „Dicken Brocken“, die im langjährigen Prozess der Stadtsanierung vielerorts mit langem Atem nur schwer entwickelt und revitalisiert werden konnten. Das Jahresprojekt der Arbeitsgemeinschaft zeigt einige dieser Sanierungserfolge und wegbereitende gute Lösungen.

Eröffnung Die Eröffnungstermine der dezentralen Ausstellung in den historischen Stadtkernen werden noch bekanntgegeben.
Orte Die folgenden Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen werden voraussichtlich an dem Ausstellungsprojekt teilnehmen: Brandenburg an der Havel, Kyritz, Peitz, Rheinsberg, Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse

Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen / Geschäftsstelle Potsdam
Telefon 0331 201 512 73
Mail info@ag-historische-stadtkerne.de
Web www.ag-historische-stadtkerne.de
Facebook HistorischeStadtkerne

Eröffnung der Ausstellung “Zukunftslabor und Erfahrungsschatzkammer”

25. September , 14:00

Brandenburg – das steht für „Streusandbüchse“, märkische Heide, dunkle Kiefernwälder und Sümpfe. Die meisten Tourismusvereine werben mit „Entschleunigung“, Radfahren oder Wasser und die größte Revolution war die Einführung der Kartoffel durch Friedrich II.

Brandenburg – das ist aber auch eine Stadt und ein Land mit einer reichen Industrietradition. Im Finowtal entstand schon im 17. Jahrhundert eines der ersten deutschen Industriegebiete. Es folgten bald industrielle Ansiedlungen in der Lausitz und in den urbanen Zentren Cottbus, Berlin, Brandenburg an der Havel oder Forst wuchsen in kurzer Zeit zahllose Fabrikschornsteine in die Höhe und machten den Kirchtürmen und Kiefernstämmen Konkurrenz. Die Industrialisierung veränderte Brandenburg von Grund auf. Bis heute prägt sie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben im Land.

Das Projekt des Industriemuseums strebt einen Perspektivwechsel bei der Betrachtung der Stadt und des Landes Brandenburg an. Die Zeit nach der demokratischen Revolution und Wiedervereinigung wird bis heute von vielen als eine Zeit der De-Industrialisierung wahrgenommen. Diese Sichtweise ist nachvollziehbar, betrachtet man beispielsweise die Stadt Brandenburg an der Havel, wo die einst 10.000 Arbeitsplätze im Stahl- und Walzwerk den 800 Arbeitsplätzen im heute noch produzierenden Elektrostahlwerk gegenüberstehen. Doch die Zahlen sind nur schwer vergleichbar, schon weil sich aus dem DDR-Betrieb zahlreiche neue Einzelbetriebe ausgegründet haben und in anderen Branchen neue Arbeitsplätze entstanden sind. Die vielseitig zitierte Deindustrialisierung Brandenburgs war also im Kern ein Wandel der Arbeit und kein Totalverlust.

Der Erfahrungsschatz, den die Ausstellung zeigt, beinhaltet die Bewältigungserfahrungen der Menschen, die den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umbruch 1989/90 erlebten. Und die Stahlwerkshalle im Industriemuseum wird zum Zukunftslabor, wenn Sie sich mit der Bewältigung des gegenwärtigen industriellen Wandels und der Vernetzung und Digitalisierung im heutigen Land Brandenburg auseinandersetzt.

Eröffnung 25. September 2021, 14 Uhr
Laufzeit 26. September 2021 bis 15. Mai 2022
Öffnungszeiten Di – So 10–17 Uhr
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
Führungen durch das Industriemuseum kosten 10 Euro pro Person.
Ort Industriemuseum Brandenburg an der Havel
August-Sonntag-Str. 5, 14770 Brandenburg an der Havel

Telefon 03381 304 646
Mail kontakt@industriemuseum-brb.de
Web www.industriemuseum-brandenburg.de
Facebook Industriemuseum.Brandenburg
Instagram industriemuseum_brandenburg

Bildquelle Das VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg, 1974, Foto: © Industriemuseum Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel

Industriemuseum Brandenburg an der Havel, August-Sonntag-Str. 5
Brandenburg an der Havel, 14770 Deutschland
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StoffWechsel

27. August 10. Oktober

Seitdem Brandenburg an der Havel das Stadtrecht besitzt, war das Tuchmacherhandwerk in der Stadt verwurzelt. Mit dem Niedergang dieses Handwerks nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden die Tuchmacher von den Kurfürsten und den Preußischen Königen stark gefördert. Aufgrund dieser Förderung hat bereits im späten 18. und besonders im 19. Jahrhundert eine Entwicklung vom familiär-ständischen Handwerksbetrieb über die Manufakturarbeit bis hin zu einer frühen Industrieform stattgefunden.

Die Ausstellung “StoffWechsel” soll die Entwicklung von zunftgeprägtem Kleinhandwerk über die frühen Textilindustrien bis hin zum Niedergangdes Gewerbes in der Mitte der 1990er Jahre in vier unterschiedlichen Themenblöcken zeigen.

Vom mittelalterlich geprägten Weberhandwerk in der Stadt als Ausgangspunkt der Entwicklung wird der Weg nach der Aufhebung des Zunftzwangs 1810 bis zu einem letzten Aufschwung in der Mitte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Niedergang der Brandenburger Tuchfabriken seit den 1870er Jahren wurde oft mit zu geringer Produktivität der einzelnen Fabriken begründet. Allerdings nutzten mitunter fachfremde Fabrikanten die Chance zum Branchenwechsel oder zur Ansiedlung neuer textiler Geschäftsfelder in Brandenburg an der Havel. Die Anbindung an das Wasserstraßennetz einerseits und geringere Personalkosten der ungelernten Arbeiter*innen andererseits versprachen verlockende Gewinne.

Textilproduzierende Fabriken waren, neben den Metallbetrieben der Stadt, die größten Arbeitgeber. Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren sie ihre Selbstständigkeit, bis sie nach der Wiedervereinigung ohne Ausnahme aufgegeben wurden. Nur wenige Fabrikenanlagen haben die Zeit überdauert. Die Ausstellung wirft auch einen Blick auf die Nachnutzung der erhalten gebliebenen Fabriken im Stadtbild.

Laufzeit 27. August – 10. Oktober 2021
Öffnungszeiten Di-So 13 – 17 Uhr
Eintritt 3 Euro
Kinder und Schüler haben freien Eintritt.
Ort Stadtmuseum im Frey-Haus
Ritterstraße 96, 14770 Brandenburg an der Havel

Telefon 03381 584 501
Mail museum@stadt-brandenburg.de
Web stadtmuseum.stadt-brandenburg.de

Brandenburg an der Havel

Museum im Frey-Haus, Ritterstraße 96
Brandenburg an der Havel, 14770 Deutschland
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Eröffnung der Ausstellung “StoffWechsel”

26. August , 17:00

Seitdem Brandenburg an der Havel das Stadtrecht besitzt, war das Tuchmacherhandwerk in der Stadt verwurzelt. Mit dem Niedergang dieses Handwerks nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden die Tuchmacher von den Kurfürsten und den Preußischen Königen stark gefördert. Aufgrund dieser Förderung hat bereits im späten 18. und besonders im 19. Jahrhundert eine Entwicklung vom familiär-ständischen Handwerksbetrieb über die Manufakturarbeit bis hin zu einer frühen Industrieform stattgefunden.

Die Ausstellung “StoffWechsel” soll die Entwicklung von zunftgeprägtem Kleinhandwerk über die frühen Textilindustrien bis hin zum Niedergang des Gewerbes in der Mitte der 1990er Jahre in vier unterschiedlichen Themenblöcken zeigen.

Vom mittelalterlich geprägten Weberhandwerk in der Stadt als Ausgangspunkt der Entwicklung wird der Weg nach der Aufhebung des Zunftzwangs 1810 bis zu einem letzten Aufschwung in der Mitte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Niedergang der Brandenburger Tuchfabriken seit den 1870er Jahren wurde oft mit zu geringer Produktivität der einzelnen Fabriken begründet. Allerdings nutzten mitunter fachfremde Fabrikanten die Chance zum Branchenwechsel oder zur Ansiedlung neuer textiler Geschäftsfelder in Brandenburg an der Havel. Die Anbindung an das Wasserstraßennetz einerseits und geringere Personalkosten der ungelernten Arbeiter*innen andererseits versprachen verlockende Gewinne.

Textilproduzierende Fabriken waren, neben den Metallbetrieben der Stadt, die größten Arbeitgeber. Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren sie ihre Selbstständigkeit, bis sie nach der Wiedervereinigung ohne Ausnahme aufgegeben wurden. Nur wenige Fabrikenanlagen haben die Zeit überdauert. Die Ausstellung wirft auch einen Blick auf die Nachnutzung der erhalten gebliebenen Fabriken im Stadtbild.

Eröffnung 26. August 2021, 17 Uhr
Laufzeit 27. August – 10. Oktober 2021
Öffnungszeiten Di-So 13 – 17 Uhr
Eintritt 3 Euro
Kinder und Schüler haben freien Eintritt.
Ort Stadtmuseum im Frey-Haus
Ritterstraße 96, 14770 Brandenburg an der Havel

Telefon 03381 584 501
Mail museum@stadt-brandenburg.de
Web stadtmuseum.stadt-brandenburg.de

Brandenburg an der Havel

Museum im Frey-Haus, Ritterstraße 96
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Tage der Offenen Ateliers 2021

Ein Wochenende der Kunst im gesamten Land Brandenburg am 21./22. August 2021

Frau mit grauen Haaren steht vor einer Staffelei und zeichnet ein Porträt

Auch in diesem Jahr konnten die Tage der Offenen Ateliers nicht wie geplant am 1. Maiwochenende stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie hatten die Landkreise, Städte und Künstler:innen entschieden, den Termin wie bereits im vorigen Jahr zu verschieben. Die Tage der Offenen Ateliers finden nun am 21. und 22. August 2021 statt.

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Die Tage der Offenen Ateliers wollen an einem Wochenende gebündelt zu Erkundungen ins Land Brandenburg einladen, um das Potential und die Vielfalt der aktuellen Bildenden Kunst in der Region zu präsentieren. Die Besucher:innen können den Künstler:innen im wahrsten Sinne bei der Arbeit über die Schulter schauen, sich für die Künstler:innen und die Kunst begeistern sowie das eine oder andere Werk käuflich erwerben.

Aufgrund der pandemiebedingten Auflagen und der Terminverschiebung werden nicht alle Künstler:innen und Ateliers das für den Mai vorgesehene Programm am 21. und 22. August nachholen können. Aus diesem Grund haben wir Ihnen hier die Informationen der einzelnen teilnehmenden Landkreise und kreisfreien Städte aktualisiert zusammengefasst.

Wer nimmt an den Tagen der Offenen Ateliers teil?

Die Landkreise und kreisfreien Städte haben für den 21. und 22. August 2021 ein neues Programm zusammengestellt. Sie finden dieses Programm auf den entsprechenden Websites, die wir Ihnen hier verlinkt haben:

Landeshauptstadt Potsdam

Stadt Brandenburg an der Havel

Landkreis Barnim

Landkreis Dahme-Spreewald

Landkreis Elbe-Elster

Landkreis Havelland

Landkreis Oberhavel

Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Landkreis Oder-Spree

Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Landkreis Pottsdam-Mittelmark

Landkreis Prignitz

Landkreis Teltow-Fläming

Landkreis Uckermark

Ein regionales Kooperationsprojekt

Die Tage der Offenen Ateliers sind ein regionales Kooperationsprojekt, das vom Arbeitskreis der Kulturverwaltungen im Land Brandenburg (AKK) entwickelt wurde. Folgende Partner organisieren die Tage der Offenen Ateliers in Kooperation mit der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg, in diesem Jahr: die Landeshauptstadt Potsdam, die Stadt Brandenburg an der Havel, der Landkreis Barnim, der Landkreis Dahme-Spreewald, der Landkreis Elbe-Elster, der Landkreis Havelland, der Landkreis Märkisch-Oderland mit dem CTA Kulturverein Nord. e.V., der Landkreis Oberhavel mit Kulturort-Brandenburg.de, der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der Landkreis Oder-Spree mit dem CTA Kulturverein Nord e.V., der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Landkreis Prignitz, der Landkreis Teltow-Fläming und der Landkreis Uckermark.

Die Tage der Offenen Ateliers werden unter der Voraussetzung durchgeführt, dass alle Beteiligten, sowohl die Künstler:innen als auch die Besucher:innen, eigenverantwortlich und mit großer Umsicht und Rücksichtnahme auf Andere handeln.

Weitere Informationen

Die Broschüre zu den Offenen Ateliers 2021 ist im März 2021 erschienen. Auch wenn die Informationen zu den teilnehmenden Künstler:innen nicht mehr aktuell sind, so ist die Broschüre doch ein Kompendium der brandenburgischen bildenden Kunst, mit der sich Besucher:innen das ganze Jahr über individuell, gemeinsam mit Freunden oder mit der Familie auf den Weg machen können.

Download der Broschüre zu den Tagen der Offenen Ateliers 2021

Eröffnung der Ausstellung “Tuchmacher & Textilarbeiterin”

10. Juni , 17:00

Am 10. Juni 2021 eröffnet im Museum im Frey-Haus in Brandenburg an der Havel die Ausstellung “Tuchmacher & Textilarbeiterin”. Sie zeigt die Entwicklung von zunftgeprägtem Kleinhandwerk über die frühen Textilindustrien bis hin zum Niedergangdes Gewerbes in der Mitte der 1990er Jahre in vier unterschiedlichen Themenblöcken.

Vom mittelalterlich geprägten Weberhandwerk in der Stadt als Ausgangspunkt der Entwicklung wird der Weg nach der Aufhebung des Zunftzwangs 1810 bis zu einem letzten Aufschwung in der Mitte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Niedergang der Brandenburger Tuchfabriken seit den 1870er Jahren wurde oft mit zu geringer Produktivität der einzelnen Fabriken begründet. Allerdings nutzten mitunter fachfremde Fabrikanten die Chance zum Branchenwechsel oder zur Ansiedlung neuer textiler Geschäftsfelder in Brandenburg an der Havel. Die Anbindung an das Wasserstraßennetz einerseits und geringere Personalkosten der ungelernten Arbeiter*innen andererseits versprachen verlockende Gewinne.

Textilproduzierende Fabriken waren, neben den Metallbetrieben der Stadt, die größten Arbeitgeber. Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren sie ihre Selbstständigkeit, bis sie nach der Wiedervereinigung ohne Ausnahme aufgegeben wurden. Nur wenige Fabrikenanlagen haben die Zeit überdauert. Die Ausstellung wirft auch einen Blick auf die Nachnutzung der erhalten gebliebenen Fabriken im Stadtbild.

Eröffnung 10. Juni 2021, 17 Uhr
Ort Stadtmuseum im Frey-Haus
Ritterstraße 96, 14770 Brandenburg an der Havel

Telefon 03381 584 501
Mail museum@stadt-brandenburg.de
Web stadtmuseum.stadt-brandenburg.de

Brandenburg an der Havel

Museum im Frey-Haus, Ritterstraße 96
Brandenburg an der Havel, 14770 Deutschland
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Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte

Sechs Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Das Bild zeigt die Torseite des Schloss Doberlug mit dem Zufahrtsweg.

Das Jahresthema der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg lautete 2020 “Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte”. Damit blickte sie auf die wechselvolle Geschichte sechs brandenburgischer Städte nach 1945.

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Hatten die Stadtkerne von Altlandsberg, Bad Belzig, Beeskow, Brandenburg an der Havel, Doberlug-Kirchhain und Wusterhausen-Dosse den Zweiten Weltkrieg mit relativ geringen Beschädigungen und Zerstörungen überstanden, sorgten Mangelwirtschaft und ideologischer Umbau während der DDR-Zeit für den Zerfall der historischen Altstädte. Heute haben sie ihre Lebensqualität zurückgewonnen.

Die Ausstellung “Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten” in Doberlug-Kirchhain machte den Anfang der sechs Stadtraumausstellungen. Der unter Denkmalschutz stehende Ortskern von Doberlug hatte mit den Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre eine enorme Aufwertung erfahren. Einige Profan-, Repräsentations- und Sakralbauten ragen aus dem 27 ha großen Sanierungsgebiet besonders hervor. Diese Gebäude standen im Fokus der Ausstellung über den Zeitraum von 1950 bis 2020.

“Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten”

Laufzeit 22. Juni bis 31. Dezember 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten Die Ausstellungen sind im öffentlichen Raum frei und durchgehend zugänglich.
Startpunkt Schloss Doberlug, Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain

Es begrüßte
Bodo Broszinski, Bürgermeister der Stadt Doberlug-Kirchhain

Mit Grußworten von
Rainer Genilke, Staatsekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg
Claudia Mucha, Geschäftsstelle der Arbeitgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg

Bildnachweis Schloss Doberlug, 2017 © Kulturland Brandenburg

Im Anschluss fand ein geführter Standrundgang zu den Orten der Ausstellung statt.

6 Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Sechs Mitgliedsstädte präsentieren Ausstellungen im öffentlichen Raum, teilweise mit Audioguides, die zum Stadtrundgang inspirieren (alphabetisch aufgeführt).

“Altlandsberg – Denkmal an den Krieg: Monumente in Friedenszeiten”

Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Die Ausstellung und der Audio-Stadtrundgang führen an drei verschiedene Kriegsmahnmale in der Stadt, die an 1870/71 und an die beiden Weltkriege erinnern. Wie haben sich das Gedenken und Erinnern verändert? Welche Einzelschicksale stehen hinter den eingravierten Namen?


Laufzeit 18. Juli bis 31. Dezember 2020
Orte Rathaus, Marktplatz und Kirchplatz, 15345 Altlandsberg

Bildquelle Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

“Beeskow – Zerstört und doch Bewahrt: Historischer Stadtkern der Nachkriegszeit”

Historisches Foto, Menschen sitzen auf einer Bank, dahinter Grünpflanzen. Im Hintergrund sind historische Häuserfassaden zu erkennen.

Anfang 1945 geriet Beeskow in den Fokus des Kriegsgeschehens und hatte starke Zerstörungen des historischen Stadtkerns erlitten. Ruinen und alte Bauwerke wichen während der DDR-Zeit modernen Neubauten. Mangelwirtschaft und Widerstände verhinderten jedoch nicht ein örtliches Bemühen um Erhalt und Wertschätzung der historischen Stadt.

Eröffnung 31. Juli 2020, 18 Uhr
Laufzeit 1. August bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Beeskow, Berliner Str. 30, 15848 Beeskow

Bildquelle Ladenstraße, Beeskow, Neubau 1962 © Dr. Sascha Bütow, Potsdam

“Gerettet – Erhalten – Saniert: Lebenswerte Altstadt Bad Belzig”

Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

Die Ausstellung und die Hörführung in Bad Belzig stellen markante Orte und das Stadtbild prägende Gebäude vor, an denen besonders gut die Erfolge der Stadtsanierung seit 1990 sichtbar werden. Damit werden die Ergebnisse des Projektes »WendePunkte« von 2009 fortgeschrieben.

Laufzeit 17. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Bad Belzig, Wiesenburger Str. 6, 14806 Bad Belzig

Bildnachweis: Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

“Brandenburg an der Havel – Spiegel der Gesellschaft: Stadtplanungen in Brandenburg”

St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

Für die Zeit seit der partiellen Kriegszerstörung 1945 bis heute lassen sich in Brandenburg an der Havel markante Maßnahmen der ergänzenden Stadtreparatur bzw. Überplanung entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist nachzeichnen. Das Stadtbild und seine Ergänzungen und Überprägungen sind dabei stets ein Spiegel der Gesellschaft mit oft wechselnden Prämissen.

Laufzeit 6. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Paulinerstraße 10/11, 14470 Brandenburg an der Havel

Bildquelle St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

“Wusterhausen/Dosse – Was alte Postkarten erzählen”

Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Der historische Stadtkern mit der Stadtkirche St. Peter und Paul blieb von Kriegszerstörungen verschont. Heute laden liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, Cafés und Gaststätten und das Wegemuseum zum Bummel durch die reiche Geschichte der kleinen Stadt ein. Aber auch die Geschichte der innerstädtischen DDR-Neubauten hat ihren Reiz, wie der Vergleich mit historischen Postkarten zeigt.

Eröffnung 9. Juli 2020, 10 Uhr
Laufzeit 9. Juli bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Wusterhausen, Am Markt 1, 16868 Wusterhausen/Dosse

Weitere Informationen zu den Stadtraumausstellungen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.

Telefon 0331 201 51 20
E-Mail info@ag-historische-stadtkerne.de
Web www.ag-historische-stadtkerne.de

Bildquelle Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne