Vergangenheit mit Zukunft – Industriekultur in historischen Stadtkernen

1. Januar 2022 Ganztägig

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg setzt im Jahr 2021 wieder ein dezentrales Ausstellungsprojekt und individuelle akustische Stadtrundgänge um. Diese sind ab voraussichtlich Mai in den Mitgliedsstädten Brandenburg an der Havel, Kyritz, Peitz, Rheinsberg, Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse vor Ort und digital zu erleben. Die Städte zeigen die Übergänge von der Entwicklung der Handwerksbetriebe über die Etablierung von Manufakturen bis hin zu Fabriken und der rasanten Veränderung der Infrastruktur durch Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Elektrizität und andere Erfindungen. Jede der sechs teilnehmenden Städte setzt ihre eigenen thematischen Schwerpunkte. Die Narrative sind so vielfältig wie unsere Städte es sind. Industriekultur wird hier nicht nur in einer historischen Dimension präsentiert, sondern erhält durch spannende Umnutzungen eine heutige Relevanz, wenn bauliche Zeugnisse ehemaliger Industrieanlagen einer sinnvollen Nutzung zugeführt, im Stadtbild erhalten und vor Verfall und Abriss bewahrt werden. Das Projekt stellt daher auch aktuelle Projekte aus der Nutzungsperspektive und den heutigen Ansprüchen an die historische Stadt als Lebensmittelpunkt vor. Oft sind Bauten der Industriekultur in den historischen Stadtkernen die sogenannten „Dicken Brocken“, die im langjährigen Prozess der Stadtsanierung vielerorts mit langem Atem nur schwer entwickelt und revitalisiert werden konnten. Das Jahresprojekt der Arbeitsgemeinschaft zeigt einige dieser Sanierungserfolge und wegbereitende gute Lösungen.

Eröffnung Die Eröffnungstermine der dezentralen Ausstellung in den historischen Stadtkernen werden noch bekanntgegeben.
Orte Die folgenden Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen werden voraussichtlich an dem Ausstellungsprojekt teilnehmen: Brandenburg an der Havel, Kyritz, Peitz, Rheinsberg, Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse

Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen / Geschäftsstelle Potsdam
Telefon 0331 201 512 73
Mail info@ag-historische-stadtkerne.de
Web www.ag-historische-stadtkerne.de
Facebook HistorischeStadtkerne

Kulturland Brandenburg 2020 in den historischen Stadtkernen

Stadtraumausstellung der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen

Von Altlandsberg über Bad Belzig bis nach Wusterhausen/Dosse – auch im Themenjahr 2020 beteiligte sich die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg am Themenjahr.

Mehr erfahren »

Das Jahresthema der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg lautet 2020: “Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte”

Sechs der 31 Mitgliedsstädte beteiligten sich mit Ausstellungen im öffentlichen Stadtraum oder mit individuellen Hörführungen zu ihrer jeweiligen Geschichte der Stadtentwicklung nach 1945. Sie thematisierten die Brüche und Umbrüche, den Bedeutungswandel ihrer Stadtzentren, die Schwierigkeiten bei der Erhaltung von Baudenkmälern in der DDR-Zeit aber auch die Bedeutung der Friedlichen Revolution in den historischen Stadtkernen in Brandenburg.

Am Jahresthema 2020 beteiligten sich die historischen Stadtkerne von Altlandsberg, Bad Belzig, Brandenburg an der Havel, Beeskow, Doberlug-Kirchhain und Wusterhausen/Dosse.

Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte

Sechs Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Das Bild zeigt die Torseite des Schloss Doberlug mit dem Zufahrtsweg.

Das Jahresthema der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg lautete 2020 “Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte”. Damit blickte sie auf die wechselvolle Geschichte sechs brandenburgischer Städte nach 1945.

Mehr erfahren »

Hatten die Stadtkerne von Altlandsberg, Bad Belzig, Beeskow, Brandenburg an der Havel, Doberlug-Kirchhain und Wusterhausen-Dosse den Zweiten Weltkrieg mit relativ geringen Beschädigungen und Zerstörungen überstanden, sorgten Mangelwirtschaft und ideologischer Umbau während der DDR-Zeit für den Zerfall der historischen Altstädte. Heute haben sie ihre Lebensqualität zurückgewonnen.

Die Ausstellung “Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten” in Doberlug-Kirchhain machte den Anfang der sechs Stadtraumausstellungen. Der unter Denkmalschutz stehende Ortskern von Doberlug hatte mit den Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre eine enorme Aufwertung erfahren. Einige Profan-, Repräsentations- und Sakralbauten ragen aus dem 27 ha großen Sanierungsgebiet besonders hervor. Diese Gebäude standen im Fokus der Ausstellung über den Zeitraum von 1950 bis 2020.

“Restauriert, Saniert und Wiederbelebt: Doberluger Baugeschichten”

Laufzeit 22. Juni bis 31. Dezember 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten Die Ausstellungen sind im öffentlichen Raum frei und durchgehend zugänglich.
Startpunkt Schloss Doberlug, Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain

Es begrüßte
Bodo Broszinski, Bürgermeister der Stadt Doberlug-Kirchhain

Mit Grußworten von
Rainer Genilke, Staatsekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg
Claudia Mucha, Geschäftsstelle der Arbeitgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg

Bildnachweis Schloss Doberlug, 2017 © Kulturland Brandenburg

Im Anschluss fand ein geführter Standrundgang zu den Orten der Ausstellung statt.

6 Ausstellungen im Stadtraum laden ein

Sechs Mitgliedsstädte präsentieren Ausstellungen im öffentlichen Raum, teilweise mit Audioguides, die zum Stadtrundgang inspirieren (alphabetisch aufgeführt).

“Altlandsberg – Denkmal an den Krieg: Monumente in Friedenszeiten”

Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Die Ausstellung und der Audio-Stadtrundgang führen an drei verschiedene Kriegsmahnmale in der Stadt, die an 1870/71 und an die beiden Weltkriege erinnern. Wie haben sich das Gedenken und Erinnern verändert? Welche Einzelschicksale stehen hinter den eingravierten Namen?


Laufzeit 18. Juli bis 31. Dezember 2020
Orte Rathaus, Marktplatz und Kirchplatz, 15345 Altlandsberg

Bildquelle Kriegerdenkmal am Kirchplatz, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

“Beeskow – Zerstört und doch Bewahrt: Historischer Stadtkern der Nachkriegszeit”

Historisches Foto, Menschen sitzen auf einer Bank, dahinter Grünpflanzen. Im Hintergrund sind historische Häuserfassaden zu erkennen.

Anfang 1945 geriet Beeskow in den Fokus des Kriegsgeschehens und hatte starke Zerstörungen des historischen Stadtkerns erlitten. Ruinen und alte Bauwerke wichen während der DDR-Zeit modernen Neubauten. Mangelwirtschaft und Widerstände verhinderten jedoch nicht ein örtliches Bemühen um Erhalt und Wertschätzung der historischen Stadt.

Eröffnung 31. Juli 2020, 18 Uhr
Laufzeit 1. August bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Beeskow, Berliner Str. 30, 15848 Beeskow

Bildquelle Ladenstraße, Beeskow, Neubau 1962 © Dr. Sascha Bütow, Potsdam

“Gerettet – Erhalten – Saniert: Lebenswerte Altstadt Bad Belzig”

Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

Die Ausstellung und die Hörführung in Bad Belzig stellen markante Orte und das Stadtbild prägende Gebäude vor, an denen besonders gut die Erfolge der Stadtsanierung seit 1990 sichtbar werden. Damit werden die Ergebnisse des Projektes »WendePunkte« von 2009 fortgeschrieben.

Laufzeit 17. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Bad Belzig, Wiesenburger Str. 6, 14806 Bad Belzig

Bildnachweis: Café am Markt, Bad Belzig, 1980er Jahre © Stadt Bad Belzig

“Brandenburg an der Havel – Spiegel der Gesellschaft: Stadtplanungen in Brandenburg”

St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

Für die Zeit seit der partiellen Kriegszerstörung 1945 bis heute lassen sich in Brandenburg an der Havel markante Maßnahmen der ergänzenden Stadtreparatur bzw. Überplanung entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist nachzeichnen. Das Stadtbild und seine Ergänzungen und Überprägungen sind dabei stets ein Spiegel der Gesellschaft mit oft wechselnden Prämissen.

Laufzeit 6. Juni bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Paulinerstraße 10/11, 14470 Brandenburg an der Havel

Bildquelle St.-Annenstraße in Brandenburg an der Havel, Foto: Dr. Joachim Müller © Stadt Brandenburg an der Havel

“Wusterhausen/Dosse – Was alte Postkarten erzählen”

Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Der historische Stadtkern mit der Stadtkirche St. Peter und Paul blieb von Kriegszerstörungen verschont. Heute laden liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, Cafés und Gaststätten und das Wegemuseum zum Bummel durch die reiche Geschichte der kleinen Stadt ein. Aber auch die Geschichte der innerstädtischen DDR-Neubauten hat ihren Reiz, wie der Vergleich mit historischen Postkarten zeigt.

Eröffnung 9. Juli 2020, 10 Uhr
Laufzeit 9. Juli bis 31. Dezember 2020
Startpunkt Rathaus Wusterhausen, Am Markt 1, 16868 Wusterhausen/Dosse

Weitere Informationen zu den Stadtraumausstellungen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.

Telefon 0331 201 51 20
E-Mail info@ag-historische-stadtkerne.de
Web www.ag-historische-stadtkerne.de

Bildquelle Neubaublock an der St. Peter und Paul Kirche in Wusterhausen/Dosse, Foto: Erik-Jan Ouwerkerk © AG Historische Stadtkerne

Religion – Reformation – Räume

Ausstellungseröffnung
09.07.2017, 11.30 Uhr
Perleberg

Am Sonntag, dem 9. Juli 2017, um 11.30 Uhr, wird auf dem Kirchplatz in Perleberg die Ausstellung „Religion – Reformation – Räume“ eröffnet.
Das Perleberger Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt „Religion – Reformation – Räume“ beleuchtet die historische Situation in der Stadt Perleberg und den umliegenden Dörfern vor der Reformation sowie die städtebaulichen Veränderungen, die die Einführung der Reformation nach sich zog.
Sakrale Bauwerke werden in ihrer Entstehungsgeschichte und in ihrem historischen Kontext vorgestellt.

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Land Brandenburg präsentiert die Ausstellung unter ihrem Jahresmotto
“Reformieren – Eine Bewegung findet Stadt”.

Mehr erfahren »

Um 10.30 Uhr findet in der St. Jacobi-Kirche ein Gottesdienst statt.
Anschließende Begrüßung zur Ausstellungseröffnung
Annett Jura, Bürgermeisterin von Perleberg
Grußworte
Verena Mittermaier, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde St. Jakobi
Michael Knape, Bürgermeister von Treuenbrietzen und
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg

Eröffnung: So, 9. Juli 2017, 11.30 Uhr
Laufzeit: 09. Juli bis 31. Oktober 2017
Ort: auf dem Kirchplatz in Perleberg
Eintritt frei

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Von Angesicht zu Angesicht – Lutheraner und Reformierte in Altlandsberg

Ausstellungseröffnung
17.06.2017, 17 Uhr
Altlandsberg
Am Samstag, dem 17. Juni 2017, um 17.00 Uhr, wird vor der Stadtkirche in Altlandsberg die Ausstellung
„Von Angesicht zu Angesicht – Lutheraner und Reformierte in Altlandsberg“ eröffnet.
Der Stadtkirche in Altlandsberg wird gleichzeitig die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ verliehen.
Otto von Schwerin und Nikolaus Leutinger haben der Geschichte Altlandsbergs ihren Stempel aufgedrückt. Der eine baute die reformierte Schlosskirche und holte Siedler ins Land, der andere vertrat von der Kanzel der Stadtkirche mit Leidenschaft die Lehren Martin Luthers. Beide Kirchen stehen noch heute „von Angesicht zu Angesicht“ und versinnbildlichen so einen für Brandenburg einmaligen Dialog zwischen Lutheranern und Reformierten.

Um 17.00 Uhr wird der Kirche die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ durch die Arbeits-gemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg verliehen.

Mehr erfahren »

Anschließende Grußworte zur Ausstellungseröffnung
Arno Jeschke, Bürgermeister der Stadt Altlandsberg
Johannes Menard, Pfarrer der Kirchengemeinde in Altlandsberg
Brigitte Faber-Schmidt
, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg

Im Anschluss findet das Sommerkonzert „Engelssaiten. Irdische Musik aus drei Jahrhundert mit den Virtuosen der Staatskapelle BerlinAndreas Jentsch (Violine) und Stephan Fitzpatrick (Harfe) – statt.

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Land Brandenburg präsentiert die Ausstellung unter ihrem Jahresmotto “Reformieren – Eine Bewegung findet Stadt”.

Eröffnung: Sa, 17. Juni 2017, 17.00 Uhr
Laufzeit: 18. Juni bis 31. Oktober 2017
Ort: Stadtkirche Altlandsberg
Kirchplatz 1, 15345 Altlandsberg
Eintritt: frei

Wir freuen uns über Ihren Besuch!