Acht Wochen eines Jahres

Sonderausstellung im Museum Schloss Doberlug

Das Bild zeigt das barocke Schloss Doberlug. Vor dem Tor steht ein Wachsoldat.

Das Museum Schloss Doberlug widmet sich in einer Sonderausstellung der Zeitgeschichte des barocken Schlossensembles. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren hier Soldaten der Roten Armee und später der NVA untergebracht.

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Mit dem Einmarsch der Roten Armee im April 1945 begann für Schloss Doberlug eine neue Zeit: Es diente zunächst als Garnison für sowjetische Truppen, ab 1950 dann als Kaserne für Einheiten der Kasernierten Volkspolizei und der Nationalen Volksarmee (NVA). Die militärische Nutzung ging nicht spurlos vorüber an dem Architekturdenkmal, das einige Jahrzehnte lang Sperrgebiet war. Die Sonderausstellung »Acht Wochen eines Jahres. Die NVA im Schloss Doberlug« thematisiert diesen Umbruch in der Schlossgeschichte. Sie stellt die verschiedenen Akteure der Kasernennutzung vor, beschäftigt sich mit dem militärischen Alltag sowie der Verbindung von Kaserne und Zivilbevölkerung. Die Ausstellung erinnert in zwei Rauminszenierungen an die Lebenswelt der NVA- Soldaten im Schloss. Der Titel »Acht Wochen eines Jahres« steht dabei für den Zeitraum, den die Reservisten des Militärtransportwesens der NVA im Schloss Doberlug verbrachten und ist einem DDR‐Kurzfilm über den Reservistendienst entnommen. 

Acht Wochen eines Jahres. Die NVA im Schloss Doberlug

Eintritt 6 Euro, erm. 3 Euro
Öffnungszeiten Di–So 10–18 Uhr
Ort Museum Schloss Doberlug Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain 

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucher*innen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über evtl. Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren. 

Telefon 035322 688 85 20
Mail museum-schlossdoberlug@lkee.de
Web www.museumsverbund-lkee.de 

Bildquelle/-nachweis: Eingang zur Kaserne, 1971 © Stadt Doberlug-Kirchhain

Spektrale 9: Kunstausstellung öffnet in Luckau

Ausstellung im öffentlichen Raum

Das Bild zeigt den Künstler Micha Brendel bei der Vorbereitung eines Kunstwerks. Er sprüht Buchstaben auf eine Plane.

Zum 9. Mal zeigt die Spektrale Werke von 12 Berliner und Brandenburger Künstler*innen. Anlässlich des Themenjahres 2020 befassen sie sich mit dem Thema »Flüchtlinge und Geflüchtete« in den vergangenen 75 Jahren.

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Zum wiederholten Mal erobern Künstler*innen aus Berlin und Brandenburg mit ihren Werken den Stadtraum von Luckau. Mit ihren Kunstwerken widmen sie sich dem Thema „Flüchtlinge – ein zeitloses Feindbild?!“. Dabei geht es nicht nur um die Folgeerscheinungen der unmittelbaren Kriegs- und Nachkriegszeit. Auch wenn die Objekte und Installationen von Flucht und Vertreibungen vor und nach 1945 bestimmt sind, nehmen sie vielmehr die immerwährenden Muster menschlichen Verhaltens ins Visier: Abgrenzung gegenüber dem fremd Erscheinenden und Stigmatisierung ganzer Menschengruppen, abwertende Stereotype, aber auch die gesellschaftliche Übereinkunft des Verschweigens. 

Wer den Weg von der Luckauer Kulturkirche zwischen Stadtgraben und Stadtmauer in Richtung Laga-Park nimmt, wird angesichts der Kunstobjekte und Installationen vermutlich verunsichert, vielleicht sogar verstört sein. Alle ausgestellten Werke demonstrieren die eigene Sicht der Künstler auf die Welt, was bei interessierten Betrachter*innen zu unerwarteter Resonanz führen kann. Bei näherer Beschäftigung verweisen die Werke auf eine gemeinsame und zutiefst menschliche Aussage, die sich als offensive Zeichensetzung in der Landschaft versteht. Mobilisierung gegen immerwährende Gleichgültigkeit und das Hinterfragen eines schläfrigen Gewissens – das ist die Botschaft, die von der spektrale 9 ausgeht.“ Herbert Schirmer, Kurator der Kunstausstellung 

Eröffnung 17. Mai 2020, 11 Uhr
Treffpunkt zwischen Kulturkirche und Archiv des Landkreises Dahme-Spreewald, 15926 Luckau
Laufzeit 17. Mai bis 17. September 2020
Die Kunstwerke können kostenfrei im öffentlichen Stadtraum besichtigt werden. Weitere Informationen erhalten die Besucher in der Kulturkirche Luckau.
Ort Kulturkirche und Innenstadt sowie das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in Luckau 

Die beteiligten Künstler und Künstlerinnen sind: Roland Boden (Berlin), Micha Brendel (Hohendorf), Catrin Große (Doberlug-Kirchhain), Rainer Görß & Ania Rudolph (Berlin und Brandenburg), Birgit Knappe (Michendorf), Astrid Köppe (Berlin), Jost Löber (Groß Pankow), Nele Probst (Berlin), Roland Schefferski (Berlin), Hans Scheib (Berlin und Flieht-Stegelitz), Marietta Thier (Lübben)

Bildquelle/-nachweis: Micha Brendel bei der Vorbereitung seines Kunstwerkes in Luckau © Herbert Schirmer