Little Boy

Eine Performance zur Erinnerung an den Atombombenabwurf auf Hiroshima

Das Bild zeigt die Zerstörungen durch den ersten Atombombenabwurf über der japanischen Stadt Hiroshima. Es ist ein Gebäude mit einem Turm zu sehen, von dem das Dach zerstört wurde. Verbrannte Bäume stehen rundherum. Viele Trümmer sind zu sehen.

75 Jahre nach dem Atombombenabwurf auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki inszenieren das Waschhaus Potsdam, die Oxymoron Dance Company und die Kammerakademie Potsdam eine collagenartige Performance an dem Ort, an dem Harry S. Truman den Abwurf der Atombomben bestätigte. Die Inszenierung setzt sich aus dem zeitlich und örtlich versetzten Zusammenspiel verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen wie Lesung, Tanz, Videokunst und Musik zusammen, dabei wird das gesamte Gartenareal um die Truman Villa bespielt. Das Projekt thematisiert die Spannung, die sich aus dem Abwurf der Atombomben ergab. Einerseits fanden weit über 100.000 Menschen den sofortigen Tod, viele starben an den Folgen der Verstrahlung. Andererseits läutete der Abwurf eine Ära des Friedens ein. Es ergab sich ein fragiler Status Quo, der durch einen Moment der Abschreckung ein Gleichgewicht zwischen den Atommächten herstellte. Insofern manifestiert sich in den Atombombenabwürfen ein kontroverses Verhältnis zwischen Krieg und Frieden. Eine Ambivalenz, die sprachlos macht und vielleicht nur künstlerisch dargestellt werden kann.

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Little Boy – Eine Performance zur Sprachlosigkeit der Ambivalenz

Termin 6. August 2020, 19 Uhr
Eintritt frei
Ort Park der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Karl-Marx-Allee 2, 14482 Potsdam

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Ablauf der Veranstaltung

19 Uhr: Eröffnungskonzert der Kammerakademie Potsdam

19.15 Uhr: Begrüßung
Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Paqué, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg

19.45 Uhr: Guido Lambrecht liest Auszüge aus “Meine kleine Schwester Sabaku” und “Hyperion”

20 Uhr: Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott und Bijan Djir-Sarai, MdB, sprechen über die Bedeutung und die Folgen des Atombombenabwurfs für unsere heutige Friedensordnung und welche Lehren 75 Jahre später gezogen werden können.
Das Gespräch wird moderiert von Jessica Nies

20.45 Uhr: Videoperformance der Oxymoron Dance Company

21 Uhr: Schlussworte
Mathias Paselk, Geschäftsführer des Waschhaus Potsdam

Telefon 0331 271 56 20
E-Mail kontakt@waschhaus.de
Web www.waschhaus.de

Bildquelle Hiroshima Dome, Oktober 1945 © Shigeo Hayashi