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Mit Dederon und Veritas

2. Oktober , 14:00

Das Haveldorf Strodehne ist in die kollektive Kunst-Produktion eingestiegen, um unter der Regie des landmade.Kulturversorgungsraums (KVR) ein Werk mit hohem Symbolwert zu schaffen: Ein vielgestaltiges Kunst-Seil wird die Dorfbewohner*innen sowie ortsansässige Vereine und Institutionen miteinander verwickeln und so das Dorf als eine über alle Differenzen hinaus funktionierende intakte (Produktions-) Gemeinschaft verbildlichen. Am 2. Oktober ist auf dem Strodehner Dorfplatz „Drehtermin“: Die öffentliche Performance beginnt um 14 h und dauert so lange, bis das Kunst-Seil fertig ist.

Das Kunstprojekt entwirft eine „Zukunft der Vergangenheit der Industriekultur“, in der kollektives Produzieren dem Gemeinwohl zu Gute kommt. Aus der „Fremdbestimmung“, die Industriearbeit üblicherweise kennzeichnet, wird in der von landmade. praktizierten Dorf-Kunst-Fabrikation„Selbstermächtigung“.

Als vertraute „Repräsentanten“ regionaler Industriekultur fließen Dederon, der Kittelschürzenstoff aus Premnitz, und Veritas, die Nähmaschine aus Wittenberge, an zentraler Stelle in die Produktion ein. Für die Herstellung des kollektiven Dorfseils waren alle Dorfbewohner:innen aufgerufen, als persönlichen Beitrag mindestens zehn Meter flexibles Strangmaterial aus eigener Herstellung zu liefern. Mehr als 1000 Meter Materialien kamen zusammen, um ineinander verwickelt zu werden. Auf Grund ihrer Unterschiedlichkeit ist das Resultat des ungewöhnlichen Seil-Drehs für alle Beteiligten ein mit Spannung erwartetes „Open End“.

Der traditionelle Seiler Detlef Preetz aus Osterburg (Altmark) kommt mit seiner Seilmaschine nach Strodehne und dreht in einem öffentlichen Event die gelieferten Stränge zum Strodiseil zusammen. Professionelle Unterstützung bei der ungewöhnlichen Seilproduktion bekommt er von der Produktdesignerin Vera Castelijns, die während ihres Studiums an der Kunsthochschule Weißensee das Seilmachen als Recyclingmethode entdeckte. Drehort für das Dorfseil ist der Backofenberg im Strodehner Dorfzentrum. Seine ca.70 m lange Diagonalachse wird kurzfristig zur „Reeperbahn“ umfunktioniert. An der Drehaktion wirken zahlreiche Strodehner:innen aller Altersgruppen vor und hinter den Kulissen aktiv mit. Moderiert wird die Performance von Malika Chalabi, Fernsehfrau und Wochenend-Strodehnerin.

Die Regie des gesamten Produktionsprozesses führen die „Kulturversorgerinnen“ des KVR Gabriele Konsor (bild. Künstlerin) und Birte Hoffmann (Fotografin) zusammen mit der Berliner Künstlerin Gabriele Regiert, die profunde Expertise in der künstlerischer Verarbeitung von Material einbringt.

Ein Hörstück der Radiomacherin und „Soundbastlerin“ Julia Tieke, das Klänge aus den Industriestandorten Premnitz und Wittenberge mit dörflichen Alltags- und Arbeitsgeräuschen mischt, begleitet den Dreh. In einem Schlusspanel mit dem Kulturwissenschaftler Alexander Klose werten die Mitwirkenden das entstandene Seil-Kunstwerk aus und stellen sich der Diskussion mit dem Publikum (ca. 17 h).

Bereits am Vorabend (1. Oktober) wird das Künstlerduo Demming&Rieken das Dorf als „Kinematografische Dorfguerilla“ mit themenbezogenen Openair-Projektionen im Dorfraum auf das Seildreh-Event einstimmen. Am Abend des 2. Oktober wird die Projektion wiederholt.

Termin 2. Oktober 2021, 14 Uhr
Eintritt frei
Ort landmade.
Großdorf 2, 14715 Strodehne

Werkfreunde Strodehne e.V.
Telefon 033875 316 36
Mail info@landmade.org
Web www.landmade.org

Bildquelle „Animationsproduktion“ im Kulturversorgungsraum: Die Künstlerinnen (v.l.n.r.) Gabriele Konsor, Birte Hoffmann und Gabriele Regiert starten die Produktion der Seilstränge, Foto: © landmade.Kulturversorgungsraum

Havelaue OT Strodehne

Großdorf 2
Havelaue OT Strodehne, 14715 Deutschland
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