Von Sibirien nach Słubice

Film, Vortrag und Gespräch im Museum Viadrina

Dr. Beata Halicka von der Universität Posen/Poznań spricht über die Neubesiedlung der Stadt Słubice, die 1945 aus der ehemaligen Frankfurter Dammvorstadt hervorgegangen war. In einem Filminterview werden exemplarisch die Schicksale der aus Sibirien nach Słubice Umgesiedelten sowie die ersten Jahre des Neubeginns in der Stadt an der Oder im neuen polnischen Westen vorgestellt.

Mehr erfahren »

Das Museum Viadrina, das Institut für angewandte Geschichte und das Deutsche Kulturforum östliches Europa zeigen den Vortrag “Von Sibirien nach Słubice – Die Besiedlung der polnischen Stadt Słubice nach dem Zweiten Weltkrieg” von Prof. Dr. Beata Halicka, Universität Posen/Poznań, die gleichnamigen Filminterviews und das Podiumsgespräch mit Zeitzeug*innen vom Verband der Sibiriendeportierten (Związek Sybiraków). Der Film wurde am 28. September im Rahmen der gleichnamigen Veranstaltung im Museum Viadrina aufgenommen.

Die Neubesiedlung Westpolens

Der Vortrag thematisiert die Neubesiedelung der nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Frankfurter Dammvorstadt hervorgegangenen Stadt Słubice. In die neue polnische Stadt an der Oder zogen nach und nach die Mitarbeiter des Grenzschutzes und des Militärs sowie Zivilbevölkerung. Unter ihnen befanden sich Umsiedler aus den Gebieten, die Polen an die Sowjetunion abtreten musste, aber auch viele zuvor aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten von der Sowjetunion nach Sibirien deportierte Polen. Andere migrierten in den neuen polnischen Westen, weil sie hier eine Chance auf einen Neuanfang sahen. Einen kleinen Teil bildeten schließlich ehemalige Zwangsarbeiter, die sich hier auf dem Weg aus dem Westen niederließen. Der Vortrag liefert einen Überblick über die einzelnen Gruppen der Neuankömmlinge und ihre Motivationen, sich hier niederzulassen. Im Filminterview und im Gespräch mit den Zeitzeug*innen vom Verband der Sibiriendeportierten werden exemplarisch die Schicksale der aus Sibirien nach Słubice Umgesiedelten sowie die ersten Jahre ihres Neubeginns im neuen polnischen Westen vorgestellt.

Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) 1945

Der Vortrag fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) 1945« statt. Sie ist ein Projekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und dem Museum Viadrina in Frankfurt (Oder) im Rahmen des Themenjahres »Krieg und Frieden. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020«. Die Veranstaltungsreihe wird von Kulturland Brandenburg und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Tipp

Zur Einführung in das Thema bietet das Deutsche Kulturforum östliches Europa den Video-Vortrag »Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) und das Jahr 1945« von Prof. Dr. Werner Benecke, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), an.

Osteuropa-Kino im Stream

30. FilmFestival Cottbus online vom 8.–31. Dezember

Das 30. FilmFestival Cottbus zeigt vom 8. bis zum 31. Dezember 2020 ein umfangreiches digitales Angebot mit 150 Filmen und weiteren Inhalten im Stream. In einer eigenen Sektion widmet sich das Festival der filmischen Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges und dessen Folgen in Osteuropa.

Mehr erfahren »

Seit 30 Jahren fördert und feiert das FilmFestival Cottbus junges, aufregendes und dialogfreudiges Kino aus Osteuropa. Neben den Wettbewerben für Spiel-, Kurz-, Jugend- und regionale Kurzfilme beschäftigt sich das Programm auch mit politischen und historischen Themen. In diesem Jahr beteiligt sich das FilmFestival Cottbus mit der Sektion „Close Up WWII“ am Themenjahr „KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020“.

Der Zweite Weltkrieg im Film

In drei Reihen werden neue und alte Filme gezeigt, die sich intensiv mit der Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs und dessen Folgen auseinandersetzen. „Heldentum und Trauma“ zeigt Kriegsfilmklassiker von „Die Kraniche ziehen“ (UdSSR 1957, 95 Minuten, Spielfilm, FSK: ab 12) bis zu „Inglorious Basterds“ (USA 2009, 164 Minuten, Spielfilm, FSK: ab 16), der zu weiten Teilen im Land Brandenburg gedreht wurde, zeigen den Widerspruch zwischen offiziös gefeiertem Heldentum und ins Private abgeschobenen Verlusten.
Die Reihe „Dramatising History – alte Schlachten, neue Narrative“ befasst sich mit historischen Prozessen, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs der Tabu-Zone entrissen wurden, womit neue Narrative auf den Zweiten Weltkrieg entstehen konnten.
„Neue Heimat?! – Vertreibung und Neuansiedlung“ thematisiert die Lebensrealität für Millionen von Polen und Deutschen, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges von Flucht und Vertreibung betroffen waren. Filmklassiker und Zeitzeugendokumentationen zeigen den Übergang von den letzten Stunden des Krieges zu den ersten Tagen des Neuanfangs im Lebuser Land und Brandenburg.

Filme, Interviews und vieles mehr

Zusätzlich zum Filmprogramm geben Gespräche mit Filmschaffenden, Panels, Podiumsdiskussionen und Talk-Runden mit Vertretern aus Kultur, Wissenschaft und Politik, Einblick in die Filmbranche sowie in historische, kulturelle und politische Zusammenhänge des Filmprogramms. Alle Gesprächsformate werden über den YouTube-Kanal des FilmFestival Cottbus ausgestrahlt (www.youtube.com/FilmFestivalCottbus).

Das FilmFestival Cottbus streamt

Laufzeit 8.-31. Dezember 2020
Tickets für das Streaming-Angebot des 30. FilmFestival Cottbus sind über den jeweiligen Filmeintrag auf der Festivalwebsite www.filmfestivalcottbus.de abrufbar.
Die Filme sind in Originalsprache, wahlweise stehen deutsche oder englische Untertitel zur Verfügung. Da ein limitiertes Kontingent an Tickets für die online angebotenen Filme vorhanden ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige Buchung.

Stream-Tickets sind für 3,99 Euro/ Film erhältlich.

Kontaktinfos

FilmFestival Cottbus
Telefon 0355 431 070
Mail info@filmfestivalcottbus.de
Web www.filmfestivalcottbus.de
YouTube FilmFestivalCottbus

Du sollst doch wissen, dass ich an Dich denke

Ausstellung im Museum Schloss Lübben

Das Museum Schloss Lübben zeigt nach dem Lockdown eine neue Ausstellung mit Briefen und Postkarten aus den Jahren 1943 bis 1947. Sie zeugen vom Leben der Lübbener Eheleute Frieda und Richard Groschke.

Mehr erfahren »

Etwa 40 Briefe sind überliefert. Sie vermitteln eindrücklich – neben dem Versuch den Alltag erträglich darzustellen – Hoffnungen und Ängste. Etwa wenn Frieda Groschke am 3. Dezember 1946 schreibt: „Gerechnet haben wir, dass Du zum Weihnachtsfest hier bist. Ich sehe aber, dass es doch nicht wird.“ Richard Groschke befand sich noch bis in den Frühling des Folgejahres in französischer Kriegsgefangenschaft.

Die Ausstellung ordnet die Berichte der Familie Groschke in einen historischen Kontext ein und vermittelt den Besucher*innen einen Eindruck vom Leben in der Stadt im Spreewald während und in Folge des Zweiten Weltkrieges. Sie zeigt Fotografien der Kriegszerstörungen, die allesamt aus dem fotografischen Atelier Erich Hinkelmann stammen. Ein Album mit Aufnahmen befindet sich in der Sammlung des Museums. Die Bilder zeigen deutlich die Vernichtung der im April 1945 zur Festung erklärten Stadt: Ruinen, unpassierbare Brücken, die Paul-Gerhardt-Kirche ohne Kirchturmhaube und immer wieder zerstörte Häuser und Geschäfte.

Eine Einordnung der Briefe und Abbildungen wird zusätzlich über kurze Zitate von Lübbener Zeitzeug*innen ermöglicht. Das Museum Schloss Lübben hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erinnerungen festzuhalten und zur Bewahrung und Mahnung zu veröffentlichen. Der Ausstellung im Museum Schloss Lübben gelingt es, das Schicksal einer Familie in den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 mit dem der Stadt, in der sie lebten, zu verbinden.

“Du sollst doch wissen, dass ich an Dich denke”

Laufzeit vsl. ab dem 1. Dezember 2020 — 21. Februar 2021
Eintritt 4,50 Euro, ermäßigt 2,40 Euro
Öffnungszeiten Mi — So 9 — 16 Uhr
Ort Museum Schloss Lübben
Ernst-von-Houwald-Damm 14, 15907 Lübben (Spreewald) / Lubin (Błota)

Hinweise für Besucher*innen

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie in Deutschland ist das Museum Schloss Lübben momentan geschlossen.

Auch nach der Wiedereröffnung der Museen in Brandenburg kann es aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucherinnen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03546 187478
E-Mail museum@luebben.de
Web www.museumn-luebben.de

Wir bleiben digital!

Die Kultur in Brandenburg erneut im Lockdown

Die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie in Deutschland zwingen auch uns bei Kulturland Brandenburg in den erneuten Lockdown. Für die Kultur ist dieser Lockdown eine Katastrophe. Einige Projekte, wie das FilmFestival Cottbus oder das Museum Schloss Lübben, sollten im November nach langer Vorbereitungszeit endlich starten. Andere Projektpartner*innen hatten mit ausgeklügelten Hygienekonzepte einen guten Weg gefunden, die Kulturszene trotz der Pandemie neu zu beleben.

Mehr erfahren »

Jetzt befinden wir uns wieder in einem Lockdown. Veranstaltungen wurden abgesagt, Ausstellungen geschlossen. Wir müssen erneut Zuhause bleiben. Die Gesundheit aller Menschen liegt uns bei Kulturland Brandenburg am Herzen. Deshalb steht es außer Frage, dass wir den erneuten Lockdown unterstützen. Je disziplinierter und verantwortlicher wir mit der Situation umgehen, desto schneller können Kulturschaffende und kulturelle Einrichtungen wieder mit der Arbeit beginnen.

Bis dahin arbeiten wir und unsere Projektpartner*innen intensiv an digitalen Formaten. Wir bleiben aktiv und informieren auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen über aktuelle Projekte.

Weitere Informationen

In unserem Online-Kalender halten wir Sie über aktuelle Änderungen in unserem Programm auf dem Laufenden. Oder schauen Sie auf unseren Social Media Kanälen vorbei.

Facebook kulturland.brandenburg
Instagram kulturland_brandenburg
YouTube Kulturland Brandenburg


Kosmos Campus

Online-Ausstellung von Studierenden der Fachhochschule Potsdam

Nach eineinhalbjähriger Recherche präsentieren Studierende der Fachhochschule Potsdam eine digitale Ausstellung zur Militärgeschichte des Campus, an dem sie selbst heute studieren. Im Zentrum des Projektes steht das Casino, ein studentisch verwaltetes Kulturzentrum. Wie wurden die Gebäude früher genutzt? Wer war hier einst stationiert? Wie gestaltete sich der Alltag der Soldaten? Diesen und weiteren Fragen sind die Studierenden nachgegangen.

Mehr erfahren »

Das Projektteam des Studiengangs Kulturarbeit startete im Jahr 2019 in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem Studiengang Archiv eine Spurensuche zur militärischen Geschichte des Campus im Stadtteil Bornstedt. 

Der Campus der Fachhochschule entstand aus einem der vielen Kasernengelände im Norden Potsdams, das Mitte des 18. Jahrhunderts als größter Exerzierplatz der Garnison galt. In den 1935 errichteten Kasernen war das 2. Bataillon des 9. Infanterieregiments stationiert. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde das Gelände von sowjetischen Truppen weiterhin militärisch genutzt und blieb bis zu deren Abzug für die Öffentlichkeit verschlossen. 1991 wurde die Fachhochschule Potsdam gegründet. Die Hochschule war seit ihrer Entstehung auf mehrere Standorte in Potsdam verteilt, nutzte aber von Beginn an Gebäude der früheren Kasernenanlagen. Seit Sommer 2017 sind alle Fachbereiche der Fachhochschule auf einem Campus an der Kiepenheuerallee vereint. 

Ausstellung im Casino – online

Das Casino, ein von Studierenden selbstverwaltetes Gebäude, ist ein beliebter Treffpunkt auf dem Campus der FHP. Regelmäßig finden dort Kulturveranstaltungen statt. Die Ausstellung im Caféraum des Casinos vermittelt die Nutzungsgeschichte des Hauses. Im Fokus steht dabei die drastische Wandlung des Gebäudes – vom Pferdestall zum heute studentisch verwalteten Kulturzentrum. Bedingt durch die andauernde Pandemie und bis zur Öffnung der derzeit geschlossenen Räume wird die Ausstellung als digitale Präsentation auf der Webseite www.kosmoscampus.de erlebbar gemacht. 

Audiowalk 

Der Campus der Fachhochschule ist geprägt durch seine Vergangenheit als Kasernenstandort. Innerhalb des Audiowalks wird die militärische Geschichte aufgearbeitet und anhand der Beschreibung des Alltags der Stationierten erlebbar gemacht. 

Weitere Informationen

Web kosmoscampus.de
Instagram kosmoscampus

Tage der Offenen Ateliers werden am 24./25. Oktober nachgeholt

Veranstaltungswochenende im gesamten Land Brandenburg

Jedes Jahr am ersten Maiwochenende finden in Brandenburg die Tage der Offenen Ateliers statt. In diesem Jahr mussten die Landkreise, Städte und Künstler*innen den Termin aufgrund der Corona-Pandemie verschieben. Sie finden nun am 24. und 25. Oktober 2020 statt.

Mehr erfahren »

Die Tage der Offenen Ateliers wollen an einem Wochenende gebündelt zu Erkundungen ins Land Brandenburg einzuladen, um das Potential und die Vielfalt der aktuellen Bildenden Kunst in der Region zu entdecken, den Künstler*innen im wahrsten Sinne bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, sich für die Künstler*innen und die Kunst zu begeistern sowie das eine oder andere Werk käuflich zu erwerben.

Aufgrund der pandemiebedingten Auflagen wird es nicht allen Künstler*innen und Ateliers möglich sein, das für den Mai vorgesehene Programm am 24./25. Oktober nachzuholen. Es wird daher empfohlen, sich vorab auf den Websites der teilnehmenden Städte und Landkreise sowie ggf. direkt bei den Künstler*innen über das Programm zu informieren. Weiter unten im Beitrag haben wir alle relevanten Informationen zusammengefasst.

Ein regionales Kooperationsprojekt

Die Tage der Offenen Ateliers sind ein regionales Kooperationsprojekt, das vom Arbeitskreis der Kulturverwaltungen im Land Brandenburg (AKK) entwickelt wurde. Folgende Partner organisieren die Tage der Offenen Ateliers in Kooperation mit der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg, in diesem Jahr: die Landeshauptstadt Potsdam, die Stadt Brandenburg an der Havel, der Landkreis Barnim, der Landkreis Dahme-Spreewald, der Landkreis Elbe-Elster, der Landkreis Havelland, der Landkreis Märkisch-Oderland mit dem CTA Kulturverein Nord. e.V., der Landkreis Oberhavel mit Kulturort-Brandenburg.de, der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der Landkreis Oder-Spree mit dem CTA Kulturverein Nord e.V., der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Landkreis Prignitz, der Landkreis Teltow-Fläming und der Landkreis Uckermark.

Die Tage der Offenen Ateliers werden unter der Voraussetzung durchgeführt, dass alle Beteiligten, sowohl die Künstler*innen als auch die Besucher*innen, eigenverantwortlich und mit großer Umsicht und Rücksichtnahme auf Andere handeln.

Weitere Informationen

Die Broschüre zu den offenen Ateliers erschien im März 2020. Die Veranstaltungsinformationen darin sind also nicht mehr aktuell. Die Künstlerinnen sind aber über die darin enthaltenen Kontaktinformationen direkt zu erreichen. Damit ist die Broschüre ein Kompendium, mit sich Besucher*innen das ganze Jahr über individuell, gemeinsam mit Freunden oder mit der Familie auf den Weg machen können, um in Brandenburg Kunst zu erleben und Künstler*innen kennenzulernen.

Dowload der Broschüre

Unter den folgendes Links finden Sie aktuelle Informationen zu den Offenen Ateliers 2020 vor Ort:

www.potsdam.de/tag-der-offenen-ateliers-potsdam
www.stadt-brandenburg.de
www.barnim.de
www.dahme-spreewald.info
www.teltow-flaeming.de
www.havelland.de
www.lkee.de
www.landkreis-prignitz.de
www.tourismus-uckermark.de
www.kulturtour-oder-spree.de für LK Märkisch-Oderland und LK Oder-Spree
www.oberhavel.de
www.osl-online.de
www.ostprignitz-ruppin.de
www.potsdam-mittelmark.de

Veranstaltungstipp für den Spätherbst

Der Landkreis Barnim führt am 1. Advent, 29.11.2020, eine weitere Aktion durch, bei der Künstler*innen ihre Ateliers für Besucher öffnen.

Bildquelle Offene Ateliers in Gleinicke-Nordbahn © Kulturland Brandenburg

Kriegskinder

Zeitzeugenprojekt im Stadtmuseum Schwedt

Das Stadtmuseum Schwedt blickt mit einer neuen Ausstellung in die Zeit des Wiederaufbaus der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Wie viele andere Städte an der Oder war auch Schwedt von massiven Zerstörungen betroffen. In der Ausstellung kommen die Menschen zur Sprache, die die Stadt wiederaufgebaut und auch das große Erdölverarbeitungswerk der PCK Raffinerie mit errichtet haben.

Mehr erfahren »

Die Ausstellung im Stadtmuseum Schwedt stellt die »Kriegskinder« in filmischen Portraits vor. Es war ihre Generation, die das Erdölverarbeitungswerk und die Stadt Schwedt in den 1960er-Jahren mit aufgebaut hat und noch heute dort lebt. Bei dieser Aufbaugeneration handelt es sich größtenteils um Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs geboren wurden und 1945 vor der Roten Armee fliehen mussten. 1960 folgten sie dem Aufruf der FDJ und kamen in die Uckermark. Unter der Losung »Zukunft, Aufbau und Fortschritt im Herzen« gestalteten sie sich eine neues Leben.

Die Journalistin Franziska Tenner geht den verschiedenen, oft schmerzlichen Lebenswegen der Neuschwedter auf den Grund und hält sie filmisch fest. Die so entstehenden Videoporträts werden durch persönliche Erinnerungsstücke aus den ursprünglichen Herkunftsregionen, wie Lieder, Objekte, Fotografien und Rezepte ergänzt.

Das Projekt versteht sich als Angebot, um über das verschwiegene, teils unbewusste Erbe der jungen Erbauer von Schwedt/Oder ins Gespräch zu kommen.

KRIEGSKINDER. Verlorene Heimat. Neue Wege

Eröffnung 12. Oktober 2020, 14 Uhr
Laufzeit 13. Oktober — 29. November 2020
Eintritt frei
Öffnungszeiten Di—Fr 10 — 17 Uhr, Sa+So 14 — 17 Uhr
Ort Stadtmuseum Schwedt/Oder
Jüdenstraße 17, 16303 Schwedt/Oder

Hinweise für Besucher*innen

Aufgrund der jeweils aktuell geltenden Gesetzeslage kann es zu besonderen Anforderungen oder auch Einschränkungen für Besucherinnen, wie z.B. der Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer*innen oder das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, kommen. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch auf der Internetseite des Veranstalters über eventuelle Zutrittsbegrenzungen oder andere Besonderheiten zu informieren.

Telefon 03332 446 791
E-Mail museum.stadt@schwedt.de
Web www.schwedt.eu/stadtmuseum