Fontaneske

Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.
Eine Ausstellung mit Bildern von Frank Gaudlitz und Texten von Julia Schoch
Bahnhofspassagen Potsdam, 24. April – 19. Mai 2019

Paretz, Foto: Frank Gaudlitz/frank-gaudlitz.de © Kulturland Brandenburg 2019

Angestiftet vom Unruhegeist Theodor Fontanes haben sich die Schriftstellerin Julia Schoch und der Fotograf Frank Gaudlitz auf eine poetische Reise durch das Land Brandenburg begeben. Mit Text und Bild erschaffen sie einen Strom, der die innere Biografie eines schöpferischen Menschen erzählt. Kulturland Brandenburg präsentiert auch in diesem Jahr eine begleitende Ausstellung zum Themenjahr in Kooperation mit den Bahnhofspassagen Potsdam.

Begleitend zum Themenjahr »fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019“ ist eine schmuckvolle Publikation beim vacat verlag erschienen, in der die Schriftstellerin und der Fotograf der Biografie, den Texten und der Arbeitsweise Theodor Fontanes frei assoziierend und künstlerisch begegnen.

Julia Schoch wurde in Bad Saarow geboren. Nach dem Studium lehrte sie Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Sie erhielt zahlreiche Preise. Zuletzt erschien ihr Roman »Schöne Seelen und Komplizen« bei Piper. Sie lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Potsdam.
www.juliaschoch.de

Frank Gaudlitz wurde in Vetschau/Spreewald geboren. Er studierte künstlerische Fotografie in Leipzig. Seine fotografischen Arbeiten wurden vielfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Zuletzt erschein sein Bildband »Russian Times 1988–2018«.
www.frank-gaudlitz.de

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Ausstellung »Fontaneske
Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.«

Eröffnung 23. April 2019, 17 Uhr
Laufzeit 24. April – 19. Mai 2019
Öffnungszeiten durchgängig
Eintritt frei
Ort Bahnhofspassagen Potsdam, Babelsberger Straße 16, 14473 Potsdam

Fontaneske. Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts. © vacat verlag Potsdam

Publikation »Fontaneske
Einmal so schreiben, so reisen: als ginge es um nichts.«

Herausgeber: Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH,
Kulturland Brandenburg
Texte, Julia Schoch
Fotografien, Frank Gaudlitz

35 farbige Abbildungen
vierfarbig in offener Fadenbindung
mit bedrucktem Schutzumschlag aus Leinen

Die Publikation ist für 16,- Euro im Buchhandel oder beim vacat verlag erhältlich.

ISBN 978-3-930752-57-7

unausstehlich und reizend zugleich

Eine Ausstellung über die Charakterisierung Brandenburgs und seiner Bewohner
vom 24. März bis 18. August 2019 im Kurt Tucholsky Literaturmuseum Rheinsberg

Ein Blick in die Ausstellung »unausstehlich und reizend zugleich: Die Brandenburg« im Kurt Tucholsky Literaturmuseum in Rheinsberg, Foto: Peter Walther © Brandenburgisches Literaturbüro Potsdam

Fühlen Sie sich als Brandenburger*in? Sind Sie sicher? Wirklich? Dann kommt hier die Probe auf’s Exempel. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie sehen, wie jemand seinen Bus zu erreichen versucht und dabei vom Busfahrer beobachtet wird. Kurz bevor der Fahrgast am Bus ist, schließt der Fahrer die Türen und fährt los. Wie reagieren Sie?

A Sie empören sich gemeinsam mit dem Fahrgast.
B Sie grinsen in sich hinein.
C Sie geben dem Busfahrer ein Zeichen der Zustimmung.

Zu schwierig oder kinderleicht? Geben Sie es zu, ein wenig grinsen mussten Sie bei dieser Frage schon. So war die Frage auch gemeint. Mit einem lachenden Auge können Sie unter www.brandomat.de herausfinden, wie »brandenburgisch« Sie sind. Die dazugehörige Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Brandenburgischen Literaturbüros und des Kurt Tucholsky Literaturmuseums im Schloss Rheinsberg. In den vergangenen 200 Jahren entstand in der Literatur ein vielfältiges Bild von den schroffen aber herzlichen Menschen zwischen Oder und Elbe.

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Die Ausstellung im Literaturmuseum in Rheinsberg ist den Spuren in der Literatur und der bildenden Kunst auf der Suche nach den idealtypischen Brandenburger*innen nachgegangen. Oder wie Fontane es ausgedrückt hätte: nüchtern und charaktervoll, aber ohne jede Begeisterungsfähigkeit sind die Marker, ordentlich und sparsam, aber zugleich neidisch und engherzig. Na, ob das so stimmt? Finden Sie es heraus.

Die Ausstellung ist noch bis 18. August im Literaturmuseum in Rheinsberg zu sehen.

Ausstellung »unausstehlich und reizend zugleich: Die Brandenburger«

Laufzeit 24. März – 18. August 2019
Führungen Di – So 10–17 Uhr
Eintritt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Ort Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg
Schloss Rheinsberg, 16831 Rheinsberg

Das Land Brandenburg feiert Theodor Fontane

fontane.200 feierte am 30. März in Neuruppin große Eröffnung
mit dabei waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
und 
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke

Der Ministerpräsident, Dr. Dietmar Woidke, der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender beim Besuch der Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin, Foto: Andreas Kunow © www.fontanestadt.de

»Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.« Mit diesen Worten begann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Eröffnungsrede am 30. März in der Kulturkirche Neuruppin.
Jeder kennt diesen Satz aus der Arzneimittelwerbung. Unersetzlich ist der Hinweis auf das persönliche Gespräch zwischen dem Kranken und demjenigen, der ihm helfen kann. Als Apotheker kannte Theodor Fontane die Bedeutung des persönlichen Gesprächs und er ließ es in seine Werke einfließen. Man könnte sogar meinen, dass sein letztes Werk »Der Stechlin« nichts anderes ist, als ein langes Gespräch.

Nun wollte Bundespräsident Steinmeier kein neues Medikament bewerben. Mit inspirierenden Worten beschrieb er, wie bedeutend die Werke Theodor Fontanes noch heute sind, welche Aktualität sie haben und wie er die Identität des Landes Brandenburg bis heute prägt. Und so formulierte Bundespräsident Steinmeier treffend: »Seine Romane und Gedichte werden bis heute gelesen – und ich füge hinzu: freiwillig, nicht nur als verpflichtende Schullektüre.«

Die Rede des Bundespräsidenten können Sie hier gern nachlesen.

Am Anfang war der Urknall…

Das Theater des Lachens inszeniert
einen Highmatabend nach Theodor Fontane
21. März 2019, Frankfurt (Oder)

Ein Highmatabend nach Theodor Fontane © Theater des Lachens, Frankfurt (Oder)

“Am Anfang war der Urknall…” – Der geneigte Fontane-Kenner könnte den Einwand erheben, dass es keinen Beleg für die Anwesenheit des märkischen Dichters und Schriftstellers beim Urknall gibt. Aber er soll ja auch in Ribbeck nie gewesen sein. Trotzdem hat er darüber berichtet. Nun ja, wer will da schon so genau sein.
Irgendwo zwischen Urknall und Ribbeck jedenfalls liegt das kleine Dorf Tschechin. Hier spielt die Geschichte von Abel und Ursel Hradscheck, die Theodor Fontane in seiner Kriminalgeschichte “Unterm Birnbaum” verarbeitete. Diese Geschichte liegt dem von Astrid Griesbach inszenierten Stück zu Grunde.
Gehen Sie mit Torsten Gesser, Christine Müller, Irene Winter und Arkadiusz Porada auf eine Zeitreise mit Fontane im Gepäck und ohne Kompass durch Geschichte und Geschichten: stranden, entdecken, verirren Sie sich, werden Sie in einen Obstbaumkrimi hineingezogen und gehen Sie weiter, kommen Sie absichtlich vom Wege ab und doch ans Ziel. Sie folgen Fontane, dem einstigen Chronisten eines verblassenden Landschaftsbildes, durch die  Mark Brandenburg. Die Vergangenheit, auf die wir schauen, war einmal Zukunft!

Weitere Aufführungen finden am 22. März im Weiten Theater Berlin, am 26. Mai in der Zitadelle Spandau und am 14. September im Film Theater Bad Freienwalde statt.

 

 

Brandenburg feiert den 200. Geburtstag Theodor Fontanes

Das Gesamtprogramm fontane.200 wurde in Berlin der Presse vorgestellt.

Das Podium bestehend aus (v.l.n.r.) Hajo Cornel, Dr. Kurt Winkler, Brigitte Faber-Schmidt, Dr. Martina Münch und Ines Jesse

Bei der Auftakt-Pressekonferenz am 20. Februar stellte die Projektleitung fontane.200 die zentralen Programmsäulen sowie das dazugehörige umfangreiche Veranstaltungsprogramm vor. Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch, die Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Ines Jesse, sowie der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Friedrich-Wilhelm von Rauch, hoben die Bedeutung des Schriftstellers für Brandenburg hervor. Vom 30. März bis Fontanes Geburtstag am 30. Dezember 2019 würdigt das Land Brandenburg den großen Autor. Sechs zentrale Programmsäulen und über 450 Veranstaltungen aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Literatur, Musik, Film, Wissenschaft, Kulturelle Bildung, Tourismus und Infrastruktur laden ein, den Autor abseits der bekannten Darstellungen kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit und seines Schaffens zu werfen.

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fontane.200/Autor – Die Leitausstellung
Die Leitausstellung im Museum Neuruppin stellt die Besucher mitten hinein in Theodor Fontanes Schreib- und Textwelten: Woher hat er seine Ideen? Wie erfindet er seine Figuren? fontane.200/Autor zeigt Fontane als Wortsampler, Schreibdenker und Textprogrammierer. Das Leitmotiv der Leitausstellung sind Fontanes Wort(er)findungen, die in Neuruppin das Museum und die Stadt bespielen.

fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019
Fontane hat für unterschiedliche Genres seines Werkes in der Region Spuren gesucht und Spuren hinterlassen. Rund 40 Partnerprojekte, die von Kulturland Brandenburg gefördert und koordiniert werden, präsentieren im Fontanejahr Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater, Tanz, Film und zeitgenössische Kunst sowie kulturtouristische Angebote im gesamten Land. Im Fokus der Aktivitäten stehen die lokalen Quellen und Netzwerke, die für seine Arbeit, vor allem an den Wanderungen unabdingbar waren.

fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten
Die Ausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er? Wer waren seine Informanten und Begleiter, was hat er gesehen und gelesen, und mit wem hat er gesprochen? Die Schau gibt einen Einblick in Fontanes Schreibwerkstatt und zeigt ihn dabei, wie er das vorgefundene Material sammelt und stilvoll bearbeitet.

fontane.200/Kongress – Fontanes Medien (1819-2019)
Das Theodor-Fontane-Archiv diskutiert im Kontext des internationalen Kongresses Fragen zu Fontanes Medieninszenierung und zur Rezeption: Wie haben Medien Fontanes Autorschaft geprägt? Wie erforscht man einen Autor im digitalen Zeitalter? Wie beeinflussen Medien – insbesondere Soziale Medien – das Bild eines Autors? Literatur- und Medienwissenschaftler*innen reflektieren in über 50 Vorträgen die Bedeutung der Medien für Fontanes Schaffen und die heutige (digitale) Rezeption. Den Kongress begleitet ein kulturelles Rahmenprogramm.

fontane.200/Jugendprojekte – WORD&PLAY! | Dem Wort auf der Spur
Das bundesweite Projekt »WORD&PLAY!« bietet Jugendlichen mit dem Medium des Games und seinen künstlerischen sowie digitalen Spielarten einen originellen Zugang zu Fontane und Literatur im Allgemeinen. Das brandenburgische Bildungs- und Vermittlungsprogramm »Dem Wort auf der Spur« für Schülerinnen und Schüler der 1. bis 12. Klasse bietet einen kreativen Umgang mit Fontanes Sprache, Wort und Geschichten.

fontane.200/Neuruppin – Das Programm
Die Aktivitäten der Fontanestadt Neuruppin stehen im Zentrum des Jubiläumsjahres. Die Leitausstellung des Museums Neuruppin, die Fontane-Festspiele, interaktive Jugendprojekte sowie ein umfangreiches Kulturprogramm sind die Höhepunkte der Geburtsstadt Fontanes. Erstmals wird ein gemeinsamer Fontane-Literaturpreis vom Land Brandenburg und der Fontanestadt an eine/n Brandenburgische/n Reiseliteratur-Autor/in vergeben.

Das komplette Programm finden Sie in unserem Online-Kalender, auf www.fontane-200.de oder in unserer gedruckten Version (Download auf der Website oder postalischer Versand möglich).

Die Eröffnung des Fontanejahres findet am 30. März 2019 um 14 Uhr in der Kulturkirche Neuruppin statt. Am selben Tag wird um 16.30 Uhr die Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin eröffnet.

… aller Welt Enden … Fontane 2019

Eine Ausstellung in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
24. Januar – 12. Dezember 2019, Strausberg

Eröffnung der Ausstellung in der Sparkasse Strausberg mit den Künstlern, der Kuratorin Anke Zeisler (sitzend links) und Förderern, Foto: © Kulturland Brandenburg 2019

Es ist ein ungehütetes Geheimnis, dass die brandenburgischen Sparkassen ein wichtiger Partner bei der Förderung kultureller Projekte im ganzen Land sind. Auch im Fontanejahr tragen viele Veranstaltungen, Ausstellung und Kunstprojekte das Siegel: mir freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen. Es ist aber eine Besonderheit, wenn die Sparkasse selbst zum Ausstellungshaus wird. Wie in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg, wo seit nunmehr 5 Jahren in Kooperation mit dem Verein kunst projekte e.V. hochrangige Kunst-Ausstellungen gezeigt werden.

In diesem Jahr steht die Ausstellung in Strausberg im Zeichen Theodor Fontanes und reiht sich damit ein in das Gesamtprogramm zu fontane.200 ein. “… aller Welt Enden …” – “Das ist nicht apokalyptisch, wie man anmerken könnte. Diese Enden sind Horizonte, die sich verschieben, immer wieder. Gemessen an aller Welt, findet sich hier eine sehr kleine Zusammenschau. Fontane 2019 anzunehmen, das bedeutet einen Zeitsprung vom 19. ins 21. Jahrhundert zu tun. Es ist ein Versuch in Gedanken und Bildern.” (Anke Zeisler)

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Als die 24 Maler*innen, Zeichner*innen und Fotografen*innen sich auf das Thema eingelassen haben, “waren sie allerdings zwischenzeitlich nicht selten während ihrer Recherchen ratlos wegen der Fontaneschen Überfülle. Schließlich läuft es darauf hinaus, dass sie das einzig Richtige tun, was bedeutet, bei sich und dem eigenen Werk zu bleiben. Und da hat es keine Not. Sie fanden im Chaos der Möglichkeiten durch bildnerische Arbeit zu einer Ordnung und Konzentration, zu Momenten einfühlender und anverwandelnder Poetik. Auf die Wanderungen – wir wissen, dass sie auch in die Historie und Geschichten der Orte und Menschen gehen und es mitnichten bei Beschreibungen von Auen und Wäldern, Wohnorten, Parks, Schlössern etc. bleibt – haben einige von ihnen dennoch und offenbar mit viel Freude mit ihren Landschaften geantwortet.” (Anke Zeisler)

An der Ausstellung beteiligen sich Birgit Bellmann, Günter Blendinger, Susanne Britz, Carsten Gille, Dieter Goltzsche, Jörn Grothkopp, Sylvia Hagen, Barbara Henniger, Volker Henze, Jürgen K. Hultenreich, Horst Hussel, Kathrin Karras, Hagen Klennert, Harald-Alexander Klimek, Anett Münnich, Sophie Natuschke, Regina Nieke, Wolfgang Schedler, Anna Franziska Schwarzbach, Leo Seidel, Reinhard Stangl, Songwen Sun-von Berg, Ruth Tesmar, Heidi Vogel.

Die Ausstellung “… aller Welt Enden … Fontane 2019” ist noch bis zum 12. Dezember in Strausberg zu sehen.

Wo Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
Große Straße 2 – 3, 15344 Strausberg

Öffnungszeiten Mo + Fr 8.30 – 15.30 Uhr, Di + Do 8.30 – 18 Uhr, Mi 8.30 – 13 Uhr
Eintritt frei

Das Jahresprogramm fontane.200 ist online

Cover des Jahresprogramms 2019

Endlich ist es da und kommt schick im fontane.200-Design daher: Das Jahresprogramm 2019.

Die handliche Version zum Mitnehmen und Blättern macht sich Ende Februar auf den Weg zu den Touristinfos, den City Boards von Dinamix in Berlin und Brandenburg und den Sparkassen in Brandenburg. Digital finden Sie das Programmheft schon jetzt hier.

Auf den ersten Seiten geben wir einen Überblick über die zentralen Programmsäulen: die Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin, die Ausstellung fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, die internationalen Tagung fontane.200/Kongress – Fontanes Medien (1819–2019) des Theodor-Fontane-Archivs und das vielfältige Programm der Fontanestadt Neuruppin, die im während des gesamten Programmzeitraums im Zentrum stehen wird.

Das Themenjahr fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019 folgt dem dezentralen Ansatz der vergangenen Themenjahre und lädt ein, das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt in den verschiedenen Regionen Brandenburgs zu entdecken.

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Im Havelland lädt das event-theater zu einem kurzweiligen szenischen Theaterspaziergang auf Fontanes Spuren ein. Mit einem Ausflugsdampfer geht es von Brandenburg a. d. Havel aus nach Plaue, wo dem wandernden Publikum Szenen und Bilder aus dem Leben Fontanes begegnen. In dem charmanten westhavelländischen Kolonistendorf Neuwerder findet zum siebten Mal die Biennale LAND(SCHAFFT)KUNST statt. Getragen durch das gemeinsame Engagement von Dorfbewohnern und zahlreichen namhaften bildenden Künstlern verwandelt sich der ganze Ort in eine Ausstelung zum Thema Fontane. Auch der Ort Paretz widmet sich 2019 ganz dem märkischen Dichter und bietet über das ganze Jahr ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, u.a. das mit Königin Louise verbundene historische Erntefest im September.

Die Stadt Cottbus widmet sich dem Leben und Werk Theodor Fontanes unter verschiedenen Aspekten. Das Brandenburgische Apothekenmuseum zeigt in einer Sonderausstellung die Entwicklung des Apothekerberufs, insbesondere im 19. Jahrhundert. Auf Schloss Branitz spürt man der Bewunderung Fontanes für den romantischen Landschaftsmaler Carl Blechen nach und eine Ausstellung im Stadtmuseum Cottbus zeigt Fontanes intensive Beschäftigung mit Sprache, Kultur und Geschichte der Sorben und Wenden im Spreewald.

Im Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) treffen sich zwei „Männer der Mark“: Theodor Fontane und Heinrich von Kleist, deren Einfluss auf die Schaffung einer spezifisch brandenburgischen Identität untersucht wird. Das „Theo-Caching“ lädt zu literarischen Stadterkundungen als moderne Schatzsuche für Jugendliche in der Doppelstadt Frankfurt – Słubice ein und bei Lesereisen zu den Musenhöfen beiderseits der Oder folgt das Publikum Fontanes Beschreibungen im Osten Brandenburgs und der Wojewodschaft Lubuskie.

Schiffmühle im Oderbruch, heute Stadtteil von Bad Freienwalde, war der letzte Wohnort Louis Henri Fontanes, dessen Sohn Theodor in seinem autobiografischen Roman „Meine Kinderjahre“ eindrücklich die Besuche beim Vater beschreibt. Eine neue Dauerausstellung lässt die Begegnung lebendig werden. In ganz anderer Weise beschäftigt sich das Kanaltheater Eberswalde mit Fontanes Werk. Als Ergebnis der Auseinandersetzung Jugendlicher mit gesellschaftlichem Zwang und Rollenbildern soll das Theaterstück „Steffi Biest“ entstehen.

Kurz außerhalb der Stadt Neuruppin lädt das Gut Knesebeck in Karwe zu einer Entdeckungstour ein. Sachzeugen der Besuche Fontanes veranschaulichen seine Recherchemethoden und zeigen die enge Verbindung der Familie von dem Knesebeck zu Fontanes Werk, für das diese vielfach als Vorbild diente. In der Stadt Neuruppin selber zeigt der Tempelgarten-Verein Pflanzen, die in Leben und Werk Fontanes von Bedeutung waren und schafft somit einen Übergang zum Garten des Museums Neuruppin und der dortigen Leitausstellung. Ein weiteres Glanzlicht zum Auftakt des Themenjahres bietet der „Club der toten Dichter“ mit seinem Fontane-Programm, dessen Premiere am 30.03.2019 im Kornspeicher Neumühle zu erleben sein wird.