Bilder 2020

Fotografien von Frank Gaudlitz/frank-gaudlitz.de © Kulturland Brandenburg 2020
(Nutzungsbedinungen finden Sie hier)


Brandenburger Zeitschnitte 1945-2020


Unsterbliches Regiment

Jedes Jahr – am 9. Mai – gehen Hunderttausende Menschen in Russland und der ganzen Welt auf die Straße. Sie halten Schilder mit Fotos ihrer Eltern und Großeltern in die Höhe. Sie tragen Orden, alte Militäruniformen und das schwarz-orangene Sankt-Georgs-Band.
Das “Unsterbliche Regiment” startete als unabhängige, zivilgesellschaftliche Initiative zur Erinnerung an die Millionen gefallenen Rotarmist*innen und die Veteranen des deutsch-sowjetischen Krieges.
Der russische Staat hat das Gedenken an den sogenannten “Großen Vaterländischen Krieg” längst vereinnahmt und drängt auf eine neue staatliche Erinnerungskultur. Die Erinnerung an die eigenen Eltern und Großeltern aber bleibt – ob im öffentlichen Raum oder in den eigenen vier Wänden.

Moskau 2017


Waldlagerfunde

Ein Fernglas, eine Filmrolle, eine Mundharmonika, eine Wehrmachtskoppel mit einem nachträglich eingeritzten Stern: Noch heute – 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges – finden Archäologen Hinterlassenschaften der Roten Armee aus dem Jahr 1945.
In vielen Wäldern rund um Berlin waren sogenannte Waldlager entstanden. Militärisch exakt angelegte Blockhäuser – sogenannte »semljanka« – dienten den tausenden Rotarmisten als Unterkunft für eine begrenzte Zeit.
Die Waldlagerfunde zeugen heute vom kaum bekannten Alltag der Rotarmisten in Brandenburg. Sie sind aber Zeugnisse der Aneignung des Vorhandenen und der Überwindung des Feindes.Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum 2019

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum 2019