Zinngießer in der Niederlausitz – Ein verschwundenes Handwerk

Ausstellungseröffnung
22.05.2016
Luckau

In der Vormoderne war das Zinngießen ein verbreitetes Handwerk, denn Zinn war ein Werkstoff, der zur Herstellung von einfachen bis höherwertigen Gebrauchsgegenständen verwendet wurde. Obwohl diese mit Formen in großer Stückzahl gegossen werden konnten, blieben sie auf Grund der vielen Arbeitsgänge doch Unikate. Das silbrig glänzende Zinn verlieh ihnen ein kostbares Aussehen.

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Viele der erhaltenen Zinngegenstände lassen sich anhand der auf ihnen befindlichen Marken einem Ort und einem Meister zuordnen. So kann man in der Ausstellung auch etwas über Leben und Werdegang ihrer Schöpfer zu erfahren. Zudem wird der Vorgang des Zinngießens anhand historischer Arbeitsgeräte beleuchtet. Auch die Gründe, warum der Beruf verschwand, sind Gegenstand der Schau.

Im Rahmen des museumspädagogischen Angebots können die jungen Besucher einen Zinngießerlehrling bei seiner Arbeit begleiten. Kindgerecht wird so vermittelt, was eine Zunft ist, wie sich der Alltag in einer Handwerkerwerkstatt gestaltete und wie Kinder damals lebten.

Die Ausstellung können Sie bis zum 29.01.2017 erleben. Wir freuen uns über einen Besuch!