Themenjahr 2006

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Bauen ist neben der Nutzung und Pflege der Natur die wichtigste Kulturleistung des Menschen. Orts- und Landesentwicklung sind eng mit dem Bauwesen verknüpft. Wo sich kulturelle, wissenschaftliche, wirtschaftliche Aktivitäten entwickeln, wo gewohnt wird und Verkehr herrscht, wird gebaut. Baukultur umschreibt sowohl die Wahrzeichen des baukulturellen Erbes als auch die Art und Weise, wie eine Gesellschaft formgebend und gestaltend mit ihrer baulich-räumlichen Umwelt umgeht.

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Zweifellos ist Brandenburg für seine Schlösser und Parks berühmt, für seine preußischen Herrenhäuser, seine illustren Parkanlagen oder altehrwürdigen Zisterzienserklöster. Dass das Land Brandenburg aber weitaus mehr zu bieten hat, zeigt Kulturland Brandenburg im Jahr 2006. Aus Anlass des 225. Geburtstages von Karl Friedrich Schinkel, dem bedeutendsten preußischen Baumeister, steht die brandenburgische Baukultur im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen, Ausstellungen, Führungen und Fachkonferenzen.

Ausgehend vom reichen Bestand an Baudenkmalen und historischen Stadtanlagen, wird ein Bogen geschlagen zu Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur der Vor- und Nachkriegsmoderne bis hin zur Gegenwartsarchitektur. Das Land Brandenburg kann mit bemerkenswerten Bauleistungen der frühen Moderne, der DDR-Zeit und der Nachwendezeit aufwarten. Der Neubau des Hans-Otto-Theaters in Potsdam oder die Universitätsbibliothek in Cottbus sind zwei beeindruckende baukulturelle Werke der Gegenwart. Hier auf Entdeckungsreise zu gehen, sich des historischen Erbes bewusst zu werden und beides als Ausdruck einer unverwechselbaren brandenburgischen Identität zu begreifen – das ist einer der Leitgedanken dieses Kulturlandjahres.

Thematisiert werden ebenso aktuelle Probleme und Perspektiven der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Siedlungsstruktur, die sich aus dem ökonomischen, demografischen und sozialen Wandel ergeben. Wohnungsleerstand, nicht ausgelastete Kindertagesstätten und Schulen oder eine nicht mehr passgenaue kulturelle Infrastruktur sind die unmittelbaren Folgen des Bevölkerungsverlustes. Nicht zuletzt beim Stadtumbau Ost muss sich Baukultur beweisen.

Projektauswahl

Schinkel in Brandenburg

Zentrale Ausstellung: „SCHINKEL – Künstler. Preuße. Brandenburger“, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

„Kórnik – Ein Schinkelschloss in Polen“, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

„Der junge Schinkel 1800 bis 1803“, Förderverein Bärwinkel e.V.

„Kunstwerke, aus Schmutz gefertigt. Karl Friedrich Schinkel und die Ästhetik des Eisens“, Kunstgussmuseum Lauchhammer

Verbundprojekte

„Bürger_bauten in den historischen Stadtkernen“, Arbeitsgemeinschaft

„Städte mit historischen Stadtkernen“:
„Das Gutshaus – Ein Haus für Bürger“, Altlandsberg

„Die Spur der Steine – Schritte zu einer alten Stadt“, Beelitz

„Die Stadt unter der Stadt“, Belzig

„Altstadt wieder entdecken“, Brandenburg an der Havel

„Reminiszenzen bürgerlicher Baukultur an herrschaftliche Architektur“, Dahme/Mark

„Unter Dach und Fach – Bürgerbauten in Perleberg“, Perleberg

„Von der Garnison zur Bürgerstadt“, Potsdam

„Neue Wege auf alten Spuren – Private Bauherren auf der Inselstadt“, Werder (Havel)

„Tuchmacher in Wittstock – Spurensuche“, Wittstock/Dosse

„Die neue Stadt“, Museumsverband des Landes Brandenburg:

„Planstadt Stalinstadt. Stadt Bau Kunst“, Städtisches Museum Eisenhüttenstadt

„Acht Eigenheime in Neu-Finkenkrug“, Heimatmuseum Falkensee

„Im gleichen Blickwinkel. Finsterwalde in alten und neuen Fotografien“, Kreismuseum Finsterwalde

„Die neue Stadt – Der Wiederaufbau Neuruppins nach dem großen Stadtbrand 1787“, Museum Neuruppin

„Stadtbrüche. Zwischen Backsteingotik und Plattenbau“, Dominikanerkloster Prenzlau

„Von Nähmaschinen und Abrissbirnen – der städtebauliche Wandel in Wittenberge und seine Folgen“, Uhrenturm Wittenberge

(Unbekannte) Moderne in Brandenburg

„Architektur – Natur – Poesie. Verborgene Baugeschichte(n) in der Ruppiner Schweiz“, Förderverein Handwerksmuseum Ruppin e.V.

Denkmalpflege

„Moderne trifft Geschichte – Das Denkmal in der heutigen Zeit“, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum

„Zwischen Bewahren und Verändern. Baugeschehen am Dom zu Brandenburg zwischen 1961 und 2006“, Domstift Brandenburg Dommuseum

DDR-Architektur

„Kühne Solitäre – Baukunst statt Plattenbau. Die Hyparschalenbauten des Baumeisters Ulrich Müther in Templin“, Multikulturelles Centrum Templin

„Landschaftsarchitektur der DDR im Land Brandenburg“, Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V.

Stadtentwicklung

„Werkstatt Campus – Intervention Stadtraum, Universität Viadrina

„Rathenow – Die verschwundene Stadt“, Rathenower Heimatbund e.V.

„In Baruth, um Baruth, um Baruth herum“, Institut zur Entwicklung des ländlichen KulturRaums e.V.

„Neustadt I – Zeitreise in die Gegenwart“, Stadt Lauchhammer

„Lichtachsen“, Landeshauptstadt Potsdam

Siedeln im ländlichen Raum

„Goßmar – gestern, heute, morgen“, Förderverein Naturpark Niederlausitzer Landrücken e.V.

Kulturpädagogische Projekte

„Der Stadtbrand von Neuruppin“, Jugendkunstschule Neuruppin

„Fundamente – Auf der Suche nach der Form“, Kunstschule Potsdam

„Kunstfabrik – Wunschfabrik“, Wredow’sche Zeichenschule zu Brandenburg an der Have


BÜCHER zum Themenjahr

Buchcover
Abbruch, Umbruch, Aufbruch.
Regionale Baukultur in Brandenburg

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Diese Publikation zum Themenjahr möchte die Vielfalt und die Besonderheiten der baukulturellen Erscheinungen in den einzelnen Landesteilen Brandenburgs zeigen. Aus verschiedenen Blickwinkeln – lokal, regional, landesweit und auch über das Land hinaus – werden bemerkenswerte Projekte und Initiativen vorgestellt und dabei Probleme und offene Zukunftsfragen thematisiert.

Das Begleitbuch zum Themenjahr fragt:

– nach der Bedeutung der historischen Kulturlandschaften und der regionalen Milieus für die regionale Baukultur und ihre Wahrzeichen;

– nach den Auswirkungen des Strukturumbruchs nach der Wende auf die brandenburgischen Kulturlandschaften und seine Folgen für das Erscheinungsbild und dessen soziale Wertschätzung. Wie viel Herkunft braucht Zukunft?

– nach Anzeichen und Merkzeichen für neue Raumbilder, dreidimensionale Symbolträger unter europäischem Blickwinkel und ihre örtliche Wahrnehmung;

– nach der Rolle von „Raumpionieren“ für einen Bildwechsel; – nach der Bedeutung des regionalen Blickwinkels für eine nachhaltige Landesentwicklung als Metropolenraum.

Herausgeber: Kulturland Brandenburg e.V.
Koehler & Amelang Verlag GmbH, Leipzig
192 Seiten, 125 farbige und 26 schwarz/weiß-Abbildungen
Hardcover, 24×22 cm
ISBN-13: 978-3-7338-0352-0
ISBN-10: 3-7338-0352-3
16,90 €

Karl Friedrich Schinkel
Führer zu seinen Bauten

Die zentrale Ausstellung des Kulturlandjahres 2006 im Haus der Brandenburgisch- Preußischen Geschichte ist Karl Friedrich Schinkel gewidmet. Begleitend zur Ausstellung erscheint kein klassischer Ausstellungskatalog, sondern vielmehr ein handlicher Führer und Reisebegleiter zu allen erhaltenen Bauten des universal begabten Architekten. Das fast 150 Gebäude umfassende Spektrum reicht von Kirchen und Schlössern über Museen oder technische Bauten bis hin zu Denkmälern. Geografisch finden sich Werke Schinkels vom Rheinland bis nach Russland. Der Schwerpunk eines zweiten Bandes liegt in Berlin und Brandenburg, wo Schinkel seine bekanntesten Bauten wie das Alte Museum, die Gebäude der Pfaueninsel oder die Nikolaikirche in Potsdam geschaffen hat.

Buchcover

Band 1: Berlin und Potsdam

Herausgegeben für das Schinkel-Zentrum der Technischen Universität Berlin von
Johannes Cramer, Ulrike Laible und Hans-Dieter Nägelke
160 Seiten mit 166 farbigen Abbildungen und 30 farbigen Karten
Klappenbroschur
ISBN: 3-422-06650-0
14,90 Euro

BuchcoverBand 2: Aachen bis Sankt Petersburg

Herausgegeben für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte von Andreas Bernhard
240 Seiten mit 145 farbigen Abbildungen und
62 farbigen Karten
Klappenbroschur
ISBN: 3-422-06651-9
19,90 Euro

Band eins uns Band zwei zusammen 29,90 Euro, ISBN: 3-422-06616-0

Architektur neues Brandenburg –
Brandenburger Baukultur 1996–2006

Buchcover

Das Land Brandenburg ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Architektur und Städtebau auf Strukturumbrüche am Wirtschafts- und Arbeitsmarkt sowie auf die aktuelle Bevölkerungsentwicklung reagieren. Dies ist Grund genug für die brandenburgische Architektenkammer, dem dortigen Baugeschehen der jüngsten Vergangenheit einen Architekturführer zu widmen.

„Architektur neues Brandenburg – Brandenburger Baukultur 1996–2006“ wird als sechster Band in der sehr erfolgreich laufenden Reihe zur neuen Architektur erscheinen.

Unter den über 150 ausgewählten Projekten finden sich so bekannte Bauten wie das Informations-, Kommunikations- & Medienzentrum Cottbus, der Nikolaisaal Potsdam oder die Landesgartenschau Eberswalde. Der Architekturführer widmet sich gleichermaßen den kleineren, qualitativ ebenso hochwertigen Projekten. Er will neugierig machen, Orientierung und Information bieten. Auf jeweils ein bis zwei Seiten werden die wichtigsten zeitgenössischen Bauten Brandenburgs anhand von Texten, Plänen und Fotos dokumentiert. Ergänzt werden die Informationen zu den Bauwerken durch eine Leiste mit den Kerndaten zu Architekt, Bauherrn und Bauzeit. Zwei Register ermöglichen die Suche sowohl nach Objekten, als auch nach Architekten.

Danuta Schmidt: Architektur neues Brandenburg – Brandenburger Baukultur
1996–2006,Verlagshaus Braun, Berlin
208 Seiten, ca. 200 vierfarbige Abbildungen
Deutsch | Englisch
ISBN 3-938780-01-0
16,80 €

 


BILDER
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PROGRAMMHEFTE
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