Themenjahr 2005

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Im Jahr 2005 folgt Kulturland Brandenburg den Spuren des Christentums im Land – vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen die architektonischen Zeugnisse; schlichte Dorfkirchen, mächtige Backsteindome, Klosteranlagen und diakonische Einrichtungen vermitteln ein eindrucksvolles Bild christlicher Kultur und ihrer Bedeutung. Viele dieser historischen Anlagen konnten in den vergangenen 15 Jahren saniert und zu neuem Leben erweckt werden. Es sind zum Teil wichtige Orte der Kirchengeschichte, die das Spannungsfeld von Kirche, Staat und Gesellschaft anschaulich vermitteln.

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Blankensee

Unter dem Titel „Der Himmel auf Erden. 1000 Jahre Christentum in Brandenburg“ präsentiert Kulturland Brandenburg eine Vielzahl von Ausstellungen, Kunstaktionen, Konzerten, wissenschaftlichen Tagungen und Vortragsreihen. Die Veranstaltungen fragen nach Beständigkeit und Wandel der Institution Kirche, beschäftigen sich mit anderen großen Weltreligionen wie dem Judentum und gehen den Veränderungen in der Auseinandersetzung mit Kirche und Religion nach.

Auftakt und Höhepunkt im Kulturland-Jahr ist die Eröffnung des Museums für brandenburgisches Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters in der ehemaligen Bischofsresidenz Burg Ziesar. Die Ausstellung „Wege in die Himmelsstadt“ stellt die wechselvolle Baugeschichte der Burg vor und erinnert an die Blütezeit Ziesars vom 14. bis zum 16. Jahrhundert, als sich hier die Residenz der Bischöfe von Brandenburg befand.

„Gott in Brandenburg. Zeugnisse christlicher Kulturprägung“ heißt die zentrale Begleitausstellung zum Kulturland-Jahr im Potsdamer Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom ersten christlichen Zeugnis in Brandenburg bis hin zum Schicksal der Dorfkirchen in unserer Zeit.

Projektauswahl

Zeitgenössische Kunst

BlankenseeDer Himmel auf Erden? Verkündigungen in der zeitgenössischen Kunst – Wanderausstellung in Brandenburg a.d.Havel, Beeskow, Frankfurt (Oder), Potsdam, Brandenburger Kunstverein e.V. Interventionen. Stadt-Raum-Kirche. Sieben Kunststationen in Brandenburg – in Brandenburg a. d. Havel, Prenzlau, Bad Wilsnack, Havelberg, Lehnin, Lübben, Potsdam, Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), gemeinsam mit dem Kunstdienst der Ev. Kirche und der Guardini Stiftung e.V.; Transzendenz und Symbolik. Das Kreuz in der Skulptur der Gegenwart, Institut für Kunst u. Handwerk im LTW e.V., Lehnin; Memento Mori, Groß Glienicke, Atelierhaus Panzerhalle; Denkmal für die Opfer der Hexenverfolgung, Bernau, Brandenburgischer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V..

Musik

Orgelfestival Brandenburg-Berlin (Niederlausitz, Fläming-Zauche, Havelland, Uckermark, Prignitz, Oderland, Berlin), Kulturfeste im Land Brandenburg e.V. gemeinsam mit dem Landesmusikdirektor der EKBO; Das Frankfurter Musikleben im Zeitalter der Reformation, Museum Viadrina, Frankfurt (Oder); Musica Mediaevalis, 2. Europ. Symposium zu Kunst und Kultur der Zisterzienser, Tagung und Konzerte/Führungen in Ziesar u.a. Orten, Kompositionswerkstatt und Wettbewerb für junge Komponisten im Land Brandenburg, Rheinsberg, Landesmusikrat Brandenburg;

Ausstellungen zur Geschichte des Christentums in Brandenburg

BlankenseeGott und die Welt. Kirchen in den historischen Stadtkernen, Angermünde, Beelitz, Brandenburg a. d. Havel, Gransee, Jüterbog, Luckau, Perleberg, Ziesar, AG Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg; Wunder Wallfahrt Widersacher. Die Wilsnackfahrt, Bad Wilsnack, Förderverein „Wunderblutkirche St. Nikolai Bad Wilsnack, e.V.; Vom Kardinalsornat zur Lutherbibel. Kunst und Leben des Seidenstickers Hans Plock im Spannungsfeld der Reformation, Museum Nikolaikirche, Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin; Das Brandenburger Evangelistar im Kontext mittelalterlicher Kunst und Liturgie, Dommusem, Domstift Brandenburg; Von blutenden Hostien, frommen Pilgern und widerspenstigen Nonnen. Heiligengrabe zwischen Spätmittelalter und Reformation, Kloster Stift zum Heiligengrabe, Lutherwort und Höllenqual, Stadtmuseum Jüterbog, Kulturquartier Mönchenkloster; Heiligenverehrung in der Niederlausitz, museum schloss lübben, Lübben; Bekenntnis zu Potsdam. Drei katholische Persönlichkeiten und ihr Wirken in Staat und Kirche, Katholische Kirche St. Peter und Paul, Potsdam; Martin Niemöller – Hitlers persönlicher Gefangener, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Oranienburg; Kirchliche Einrichtungen nicht vorgesehen. Religion und Politik in Fürstenberg (Oder)/Stalinstadt/Eisenhüttenstadt 1945-1990, Städtisches Museum Eisenhüttenstadt, Gestern sind wir gut hier angekommen. Juden in der Niederlausitz, Kreismuseum Finsterwalde.

Wissenschaftliche Tagungen und Vortragsreihen

Blankensee„Die Wilsnackfahrt
Ein Wallfahrts- und Kommunikationszentrum Nord- und Mitteleuropas im Spätmittelalter“, Theologische Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin

„Politik und Religion in der Moderne“
Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

„Zur Geschichte der Juden in Brandenburg“, Moses Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam, Universität Potsdam

„Aufklärung der Religion – Religion der Aufklärung“, Forschungszentrum Europäische Aufklärung, Potsdam

 


BUCH zum Themenjahr

Buchcover
Der Himmel auf Erden
1000 Jahre Christentum in Brandenburg

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Die mehr als 1000jährige Geschichte des Christentums in Brandenburg prägt die Landschaft durch vielfältig wahrnehmbare Zeugnisse: Kirchtürme weisen als Landmarken Weg und Richtung, der Klang mittelalterlicher Glocken begleitet bis heute die Tages- und Jahresabläufe und viele Städte und Dörfer lassen erkennen, wie Klöster und Kirchen – etwa die Burg der ehemaligen Bischofsresidenz in Ziesar – ihr Erscheinungsbild geformt haben.

Die Beiträge des Bandes folgen den Spuren christlicher Kultur in Brandenburg seit dem 10. Jahrhundert, betrachten das Christentum im Licht der europäischen Aufklärung und spannen den Bogen bis in die Gegenwart zu den aktuellen Diskussionen über religiöse und gesellschaftliche Werthaltungen. So entsteht eine kulturelle Topographie, ein Schlüssel zur Ideen- und Mentalitätsgeschichte der märkischen Landschaft.

Hrsg.: Kulturland Brandenburg e. V.
192 Seiten, ca. 90 farbige Abbildungen, 19,90 €
Verlag Koehler & Amelang, ISBN 3-7338-0330-2
Cover: Hans Spörri, Berlin
– Ausverkauft –

 


BILDER
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PROGRAMMHEFTE
vom 1. Halbjahr und 2. Halbjahr ansehen.

 

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