… aller Welt Enden … Fontane 2019

Eine Ausstellung in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
24. Januar – 12. Dezember 2019, Strausberg

Eröffnung der Ausstellung in der Sparkasse Strausberg mit den Künstlern, der Kuratorin Anke Zeisler (sitzend links) und Förderern, Foto: © Kulturland Brandenburg 2019

Es ist ein ungehütetes Geheimnis, dass die brandenburgischen Sparkassen ein wichtiger Partner bei der Förderung kultureller Projekte im ganzen Land sind. Auch im Fontanejahr tragen viele Veranstaltungen, Ausstellung und Kunstprojekte das Siegel: mir freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen. Es ist aber eine Besonderheit, wenn die Sparkasse selbst zum Ausstellungshaus wird. Wie in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg, wo seit nunmehr 5 Jahren in Kooperation mit dem Verein kunst projekte e.V. hochrangige Kunst-Ausstellungen gezeigt werden.

In diesem Jahr steht die Ausstellung in Strausberg im Zeichen Theodor Fontanes und reiht sich damit ein in das Gesamtprogramm zu fontane.200 ein. „… aller Welt Enden …“ – „Das ist nicht apokalyptisch, wie man anmerken könnte. Diese Enden sind Horizonte, die sich verschieben, immer wieder. Gemessen an aller Welt, findet sich hier eine sehr kleine Zusammenschau. Fontane 2019 anzunehmen, das bedeutet einen Zeitsprung vom 19. ins 21. Jahrhundert zu tun. Es ist ein Versuch in Gedanken und Bildern.“ (Anke Zeisler)

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Als die 24 Maler*innen, Zeichner*innen und Fotografen*innen sich auf das Thema eingelassen haben, „waren sie allerdings zwischenzeitlich nicht selten während ihrer Recherchen ratlos wegen der Fontaneschen Überfülle. Schließlich läuft es darauf hinaus, dass sie das einzig Richtige tun, was bedeutet, bei sich und dem eigenen Werk zu bleiben. Und da hat es keine Not. Sie fanden im Chaos der Möglichkeiten durch bildnerische Arbeit zu einer Ordnung und Konzentration, zu Momenten einfühlender und anverwandelnder Poetik. Auf die Wanderungen – wir wissen, dass sie auch in die Historie und Geschichten der Orte und Menschen gehen und es mitnichten bei Beschreibungen von Auen und Wäldern, Wohnorten, Parks, Schlössern etc. bleibt – haben einige von ihnen dennoch und offenbar mit viel Freude mit ihren Landschaften geantwortet.“ (Anke Zeisler)

An der Ausstellung beteiligen sich Birgit Bellmann, Günter Blendinger, Susanne Britz, Carsten Gille, Dieter Goltzsche, Jörn Grothkopp, Sylvia Hagen, Barbara Henniger, Volker Henze, Jürgen K. Hultenreich, Horst Hussel, Kathrin Karras, Hagen Klennert, Harald-Alexander Klimek, Anett Münnich, Sophie Natuschke, Regina Nieke, Wolfgang Schedler, Anna Franziska Schwarzbach, Leo Seidel, Reinhard Stangl, Songwen Sun-von Berg, Ruth Tesmar, Heidi Vogel.

Die Ausstellung „… aller Welt Enden … Fontane 2019“ ist noch bis zum 12. Dezember in Strausberg zu sehen.

Wo Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
Große Straße 2 – 3, 15344 Strausberg

Öffnungszeiten Mo + Fr 8.30 – 15.30 Uhr, Di + Do 8.30 – 18 Uhr, Mi 8.30 – 13 Uhr
Eintritt frei

Die Dachmarke für kulturelle Vielfalt im Land Brandenburg

Hervorgehoben

Logo des Thenenjahres 2019 fontane.200/Spuren

Kulturland Brandenburg möchte den Brandenburgerinnen und Brandenburgern und ihren Gästen das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt des Landes näher bringen. Zu einem jährlich wechselnden Thema werden mit zahlreichen Partnern künstlerische und kulturelle Projekte an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Tourismus und kultureller Bildung konzipiert und organisiert. Das Themenjahr fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019 reiht sich als zentraler Baustein in die Landeskampagne fontane.200 ein.

Das Werk Theodor Fontanes ist untrennbar mit der brandenburgischen Landschaft, ihrer Geschichte und Kultur sowie mit der Mentalität ihrer Bewohner verbunden. In den unterschiedlichsten Regionen suchte der Dichter und Schriftsteller nach Spuren und hinterließ selbst Spuren. 

Das Jahr 2019 wird in Brandenburg anlässlich seines 200. Geburtstags ganz im Zeichen Theodor Fontanes stehen, der mit seinem erzählenden Werk und mit seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ die Identität des Landes nachhaltig geprägt und über dessen Grenzen hinaus vermittelt hat.
In seinem vielgestaltigen Werk widmet sich Fontane sowohl den epochalen Ereignissen als auch dem „Kleinleben“ des Alltags, er erzählt von den Umbrüchen der beginnenden Modernisierungs-epoche in der urbanen Gesellschaft und bleibt zugleich der ländlichen Region seiner Heimat verbunden. Er beschreibt mit bestechendem Realismus ein Panoptikum des 19. Jahrhunderts, dessen Motive in ihrer Aktualität bis in die heutige Zeit hineinreichen.

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Den 200. Geburtstag zum Anlass nehmend, möchte Kulturland Brandenburg das etablierte Bild von Autor und Werk kreativ in Frage stellen, liebgewordene Deutungstraditionen überprüfen und so den vermeintlich vertrauten Schriftsteller, Dichter, Journalisten und Kritiker Theodor Fontane neu entdecken. Das Themenjahr Kulturland Brandenburg 2019 mit zahlreichen Projekten im ganzen Land, soll Fontane in einer neuen Vielstimmigkeit und jenseits eingeführter Lesarten zeigen.

Im Zentrum stehen Fontanes Erkundungsstrategien im Land Brandenburg. Welchen Spuren ist er mit seiner Arbeit nachgegangen und welche Spuren hat er selbst hinterlassen? Über die Suche nach seinen lokalen Quellen und Netzwerken soll der Blick geschärft werden für die Arbeitsweise Fontanes. In den „Wanderungen“ finden sich viele Geschichten aus der Mark, viele sind aber auch unerzählt geblieben. Kulturland Brandenburg hat dazu aufgefordert, Fontanes Methodik in die heutige Zeit zu tragen und die von ihm hinterlassenen weißen Flecken auf der Landkarte der Kulturlandschaft Brandenburg zu füllen.

Als ein Baustein der zentralen Landeskampagne fontane.200 reiht sich Kulturland Brandenburg in diesem Jahr neben der Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin, der Ausstellung fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, dem Schülerbegleitprogramm „Dem Wort auf der Spur“ und dem Jugendprojekt „Word&Play“ ein. Desweiteren beteiligen sich die Universität Potsdam und das Theodor-Fontane-Archiv mit einem wissenschaftlichen sowie die Fontanestadt Neuruppin in Kooperation mit zahlreichen Partnern mit einem vielfältigen kulturellen Programm.

Eine Programmübersicht finden Sie bereits jetzt in unserem Tageskalender oder im Jahresprogramm fontane.200.

Kulturland Brandenburg fusionierte ab 01.01.2014 mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und firmiert seitdem unter »Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH«. Die Themenjahre unter der Marke ‘Kulturland Brandenburg’ wird es weiterhin geben, ebenso wie die intensive, fachliche Netzwerkarbeit sowie unser Engagement im Bereich der kulturellen Bildung.

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