Vom Maulbeerbaum zur Seide. Von den Mühen des Seidenbaus in Brandenburg

Ausstellungseröffnung
15.10.2016, 14:00 Uhr
Zernikow

Am Samstag, dem 15. Oktober 2016, um 14 Uhr, wird im Gutshaus Zernikow die neue Dauerausstellung Vom Maulbeerbaum zur Seide. Von den Mühen des Seidenbaus in Brandenburg eröffnet. Seidenbau wurde in Brandenburg einst mit dem ehrgeizigen Ziel betrieben, das Land von ausländischen Importen unabhängig zu machen. So gab es in Zernikow im 18. Jahrhundert üppige Maulbeerplantagen, von denen heute nur noch die Maulbeerallee aus der Zeit Friedrich II. existiert. Die Dauerausstellung im Gutshaus auf Gut Zernikow stellt dar, wie Seidenbau einst betrieben wurde, wie der Alltag der Seidenproduzenten aussah und mit welchen Schwierigkeiten sie zurechtkommen mussten.

Mehr erfahren »

Die Seidenraupe ernährt sich von den Blättern des Maulbeerbaumes. Das Gedeihen dieser Bäume ist Voraussetzung für die Seidengewinnung. Die Ausstellung geht sowohl auf die Biologie des Maulbeerbaumes und des Maulbeer-Seidenspinners ein als auch auf die Herstellungsverfahren der Seide, ihre Verarbeitung und Verbreitung zu damaliger Zeit. Sie spannt aber auch einen Bogen bis zur Seidenerzeugung in der Gegenwart, die vor allem in Südostasien, aber auch in Brasilien im industriellen Maßstab betrieben wird.

Termin: Sa, 15. Oktober 2016, 14 Uhr
Ort: Gut Zernikow, Gutshaus Zernikower Straße 43, 16775 Großwoltersdorf OT Zernikow
Eintritt: 3 Euro
Öffnungszeiten: Mo bis Do 10–15 Uhr, Fr 10–13 Uhr, Sa /So (im Oktober) 11–16 Uhr
ab November Sa./So. auf Anfrage

 

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

„Feuermauerkehrer. Vom Wandergesellen zum Glücksbringer“

Ausstellungseröffnung
13.10.2016, 18:30 Uhr
Velten

junge-schornsteinfeger-1930er-jahre_ofen-und-keramikmuseum-velten

Am Donnerstag, dem 13. Oktober 2016, um 18.30 Uhr, wird im Ofen- und Keramikmuseum Velten die Ausstellung „Feuermauerkehrer. Vom Wandergesellen zum Glücksbringer“ eröffnet. Das Bild des Schornsteinfegers ist fest in unserem kollektiven Gedächtnis verankert. Er zählt zu den kulturhistorisch markantesten Symbolfiguren. Die zu ihnen und ihrem Handwerk gehörige Farbe ist Schwarz. Schwarz wie der Ruß, den sie aus den Schornsteinen kratzen und so seit Jahrhunderten für Feuersicherheit in Stadt und Land sorgen. Die Geschichte ihres Handwerks ist daher eng verwoben mit der technikhistorischen Entwicklung der Feuerstätten.

Mehr erfahren »

Nicht nur die auffallende Silhouette der Feuermauerkehrer regten beispielsweise namhafte Kupferstecher des 18. und Künstler des 20. Jahrhunderts an, sich den Schornsteinfeger als Motiv zu wählen, unter ihnen Martin Engelbrecht, Alice Lex-Nerlinger und Max Beckmann. Ebenso beeindruckten sie renommierte Fotografen des 20. Jahrhunderts, allen voran Willy Römer, Friedrich Seidenstücker und Roger Melis, die v.a. den Arbeitsalltag der Schornsteinfeger mit ihrer Kamera festhielten. Das Ansehen und die Erscheinung der Schwarzen Männer lösen heutzutage einen ganzen Strauß an Assoziationen aus: mit Schwein, Kleeblatt und Neujahrsbotschaften ausgerüstet, gelten sie allerorts als Glücksbringer par excellence. Die Ausstellung beleuchtet ihre Geschichte v.a. im Berlin-Brandenburger Raum und lädt dazu ein, auch ein Stück des Glücks zu erhaschen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke. Die Ausstellung findet statt in Kooperation mit dem Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Brandenburg und dem Archiv historische Alltagsfotografie.

Begrüßung und Einführung in die Ausstellung Nicole Seydewitz, Leiterin des Ofen- und Keramikmuseums | Hedwig Bollhagen Museums Velten Grußworte Dr. Ulrike Gutheil, Staatsekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Ludger Weskamp, Landrat des Landkreises Oberhavel Ines Hübner, Bürgermeisterin der Ofenstadt Velten Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH| Kulturland Brandenburg Markus Hirschnitz, Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Brandenburg

Aufführung „Schornsteinfeger ging spazieren“ Tausendfüsslergruppe, Evangelischer Kindergarten Velten. Zur Vernissage werden ca. 100 Schornsteinfeger in ihrer traditionellen Berufskleidung erwartet. Musik: Black Sambas– 16 musizierende Schornsteinfeger aus Stade             

Ort: Ofen- und Keramikmuseum Velten, Museumshof Wilhelmstraße 32/33, 16727 Velten Laufzeit: 14.Oktober 2016 bis 10. April 2017 Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre: frei Öffnungszeiten: Winter Di bis Fr 11 bis 17 Uhr, Sa/ So 13 bis 17 Uhr 24./25.12.2016 und Neujahr 2017 geschlossen, 30.12.2016 13 bis 17 Uhr Web: www.okmhb.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Handwerk in Forst. Tradition und Zukunft

Ausstellungseröffnung
29.09.2016, 19.30 Uhr
Forst (Lausitz)

Am Donnerstag, dem 29. September 2016, um 19.30 Uhr, wird im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (Lausitz) die Ausstellung Handwerk in Forst. Tradition und Zukunft eröffnet.

Mehr erfahren »

Die Stadt Forst (Lausitz) ist vor allem für ihre jahrhundertealte Tuchmachertradition bekannt. Doch zeitgleich mit den Tuchmachern waren bereits im ausgehenden 14. Jahrhundert zahlreiche andere Gewerke in der Stadt zu finden. Die Ausstellung zeigt sowohl historisches, heute jedoch nicht mehr vorhandenes Handwerk wie Zinngießer, Weißgerber und Klavierbauer, als auch traditionsreiche Handwerkszweige, die noch heute fortbestehen, wie Böttcher, Schuhmacher, Sattler, Schneider, Steinmetze oder Schmiede. Dass das Handwerk auch heute Perspektiven bietet, soll nicht zuletzt ein Blick auf Handwerkszweige zeigen, die sich in jüngerer Zeit neu in der Stadt und ihrer Umgebung etabliert haben, z. B. eine Posamentenmanufaktur.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!