Der Zweite Weltkrieg und die Folgen in Brandenburg

Die Ausschreibung zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 ist online.
Projekteinreichungen sind bis zum 30. Juni können Projektideen möglich.

»Der Sieger«, Fotomontage mit einem sowjetischen Soldaten vor dem zerstörten Potsdamer Stadtschloss und dem Turm der Garnisonkirche im Hintergrund, 1945, Foto: © bpk-Bildagentur

Der 8. Mai 1945 symbolisiert die »Stunde Null« in der Deutschen Geschichte. Aus der individuellen Erfahrung heraus haben die Menschen in Brandenburg diesen Tag gleichermaßen als »Katastrophe« und »Befreiung« erlebt. Denn wie auch sonst sollten die allerorts anzutreffenden massiven Zerstörungen, die schier endlose Zahl der Opfer, das Maß an Verelendung und die Angst vor der russischen Besatzung auf der einen Seite und die Hoffnung auf Frieden, Freiheit und ein Ende des Nationalsozialismus greifbar werden.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges greift Kulturland Brandenburg mit dem Themenjahr 2020 »KRIEG & FRIEDEN« die Initiative der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg auf, die mit dem Ausstellungsprojekt »Potsdamer Konferenz 1945 – die Neuordnung der Welt« im Schloß Cecilienhof die bis heute spürbaren Auswirkungen der aus der Potsdamer Konferenz resultierenden Nachkriegsordnung vermitteln wird.

Dabei nimmt Kulturland Brandenburg die zeithistorische Phase von 1945 bis heute in den Blick und fragt nach den individuellen Erinnerungen und Erfahrungen der Brandenburger*innen. Das Themenjahr 2020 soll zum Diskurs über die historische, erinnerungskulturelle und demokratische Entwicklung der vergangenen 75 Jahre in Brandenburg anregen.

Im Sinne einer zeitnahen Projektplanung werden alle Antragsteller gebeten, Projektideen bis spätestens zum 30. Juni 2019 in der Geschäftsstelle der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg, oder per Mail an folgende Adressen einzureichen:

b.faber@gesellschaft-kultur-geschichte.de
c.mueller-lorenz@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Die komplette Ausschreibung und das Konzept zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 »Krieg & Frieden. 1945 und die Folgen« finden Sie hier.

Das Land Brandenburg feiert Theodor Fontane

fontane.200 feierte am 30. März in Neuruppin große Eröffnung
mit dabei waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
und 
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke

Der Ministerpräsident, Dr. Dietmar Woidke, der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender beim Besuch der Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin, Foto: Andreas Kunow © www.fontanestadt.de

»Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.« Mit diesen Worten begann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Eröffnungsrede am 30. März in der Kulturkirche Neuruppin.
Jeder kennt diesen Satz aus der Arzneimittelwerbung. Unersetzlich ist der Hinweis auf das persönliche Gespräch zwischen dem Kranken und demjenigen, der ihm helfen kann. Als Apotheker kannte Theodor Fontane die Bedeutung des persönlichen Gesprächs und er ließ es in seine Werke einfließen. Man könnte sogar meinen, dass sein letztes Werk »Der Stechlin« nichts anderes ist, als ein langes Gespräch.

Nun wollte Bundespräsident Steinmeier kein neues Medikament bewerben. Mit inspirierenden Worten beschrieb er, wie bedeutend die Werke Theodor Fontanes noch heute sind, welche Aktualität sie haben und wie er die Identität des Landes Brandenburg bis heute prägt. Und so formulierte Bundespräsident Steinmeier treffend: »Seine Romane und Gedichte werden bis heute gelesen – und ich füge hinzu: freiwillig, nicht nur als verpflichtende Schullektüre.«

Die Rede des Bundespräsidenten können Sie hier gern nachlesen.

… aller Welt Enden … Fontane 2019

Eine Ausstellung in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
24. Januar – 12. Dezember 2019, Strausberg

Eröffnung der Ausstellung in der Sparkasse Strausberg mit den Künstlern, der Kuratorin Anke Zeisler (sitzend links) und Förderern, Foto: © Kulturland Brandenburg 2019

Es ist ein ungehütetes Geheimnis, dass die brandenburgischen Sparkassen ein wichtiger Partner bei der Förderung kultureller Projekte im ganzen Land sind. Auch im Fontanejahr tragen viele Veranstaltungen, Ausstellung und Kunstprojekte das Siegel: mir freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen. Es ist aber eine Besonderheit, wenn die Sparkasse selbst zum Ausstellungshaus wird. Wie in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg, wo seit nunmehr 5 Jahren in Kooperation mit dem Verein kunst projekte e.V. hochrangige Kunst-Ausstellungen gezeigt werden.

In diesem Jahr steht die Ausstellung in Strausberg im Zeichen Theodor Fontanes und reiht sich damit ein in das Gesamtprogramm zu fontane.200 ein. „… aller Welt Enden …“ – „Das ist nicht apokalyptisch, wie man anmerken könnte. Diese Enden sind Horizonte, die sich verschieben, immer wieder. Gemessen an aller Welt, findet sich hier eine sehr kleine Zusammenschau. Fontane 2019 anzunehmen, das bedeutet einen Zeitsprung vom 19. ins 21. Jahrhundert zu tun. Es ist ein Versuch in Gedanken und Bildern.“ (Anke Zeisler)

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Als die 24 Maler*innen, Zeichner*innen und Fotografen*innen sich auf das Thema eingelassen haben, „waren sie allerdings zwischenzeitlich nicht selten während ihrer Recherchen ratlos wegen der Fontaneschen Überfülle. Schließlich läuft es darauf hinaus, dass sie das einzig Richtige tun, was bedeutet, bei sich und dem eigenen Werk zu bleiben. Und da hat es keine Not. Sie fanden im Chaos der Möglichkeiten durch bildnerische Arbeit zu einer Ordnung und Konzentration, zu Momenten einfühlender und anverwandelnder Poetik. Auf die Wanderungen – wir wissen, dass sie auch in die Historie und Geschichten der Orte und Menschen gehen und es mitnichten bei Beschreibungen von Auen und Wäldern, Wohnorten, Parks, Schlössern etc. bleibt – haben einige von ihnen dennoch und offenbar mit viel Freude mit ihren Landschaften geantwortet.“ (Anke Zeisler)

An der Ausstellung beteiligen sich Birgit Bellmann, Günter Blendinger, Susanne Britz, Carsten Gille, Dieter Goltzsche, Jörn Grothkopp, Sylvia Hagen, Barbara Henniger, Volker Henze, Jürgen K. Hultenreich, Horst Hussel, Kathrin Karras, Hagen Klennert, Harald-Alexander Klimek, Anett Münnich, Sophie Natuschke, Regina Nieke, Wolfgang Schedler, Anna Franziska Schwarzbach, Leo Seidel, Reinhard Stangl, Songwen Sun-von Berg, Ruth Tesmar, Heidi Vogel.

Die Ausstellung „… aller Welt Enden … Fontane 2019“ ist noch bis zum 12. Dezember in Strausberg zu sehen.

Wo Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
Große Straße 2 – 3, 15344 Strausberg

Öffnungszeiten Mo + Fr 8.30 – 15.30 Uhr, Di + Do 8.30 – 18 Uhr, Mi 8.30 – 13 Uhr
Eintritt frei