Schloss Wiepersdorf trifft Fontane

Eine Literaturgesprächsreihe im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
in Kooperation mit der Stiftung Schloss Wiepersdorf
18. + 25. September sowie 30. Oktober 2019, jeweils 19 Uhr

Thomas Hettche © Thomas Andenmatten

»Pfaueninsel« – Das künstliche Paradies | Thomas Hettche im Gespräch mit Jens Bisky am 18. September 2019, 19 Uhr

„Pfaueninsel!“ schrieb Fontane in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg, „Wie ein Märchen steigt ein Bild aus meinen Kindertagen vor mir auf: ein Schloß, Palmen und Känguruhs; Papageien kreischen; Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad, Volièren, Springbrunnen, überschattete Wiesen; Schlängelpfade, die überall hinführen und nirgends; ein rätselvolles Eiland, eine Oase, ein Blumenteppich inmitten der Mark.“
In seinem Roman Pfaueninsel erkundet Thomas Hettche, 1992 Stipendiat in Wiepersdorf, diese Oase mitten im preußischen Arkadien, wobei ihn mit Fontane mehr verbindet als die Erzählung von der Tragik der ungleichen Liebe, der Entsagung und der Resignation.
Im Rahmen der Gesprächsreihe „Schloss Wiepersdorf trifft Fontane“ seziert Thomas Hettche im Gespräch mit dem Journalisten und Preußen-Experten Jens Bisky das preußische Märchen von der Vervollkommnung der Welt in einem künstlichen Paradies.

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Martin Mosebach © Hagen Schnauss

»Der Nebelfürst« – Eine Reise ins Blaue | Martin Mosebach im Gespräch mit Denis Scheck am 25. September 2019, 19 Uhr

Über Martin Mosebach, 2001 Stipendiat in Wiepersdorf, schrieb der Literaturkritiker Denis Scheck: „Martin Mosebach ist einer der brillantesten Erzähler unserer Gegenwart. Niemand schreibt psychologisch so versiert über Paare. Niemand vermag die Abgründe in Beziehungen so fein auszuloten. Und niemand folgt den Strömen des Geldes so kenntnisreich wie der studierte Jurist Martin Mosebach.“
In seinem meisterhaften Roman Der Nebelfürst, der sich stilistisch an Erzähler des 19. Jahrhunderts anlehnt, schickt Martin Mosebach seinen Protagonisten als Entdecker und Eroberer auf eine Reise ins Blaue, genauer gesagt, auf die Bären-Insel im Nordmeer. Dieser satirische Roman bleibt – wie die Liebe ‒ ewig jung.

 

 

 

 

Antje Rávik Strubel © Zaia Alexander

»Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg« | Antje Rávik Strubel im Gespräch mit Tilman Krause am 30. Oktober 2019, 19 Uhr

„Sich kurz zu fassen, ist eines der wesentlichen Prinzipien eines brandenburgischen Gesprächs […] Nur ein Zugereister kann auf den nutzlosen Gedanken kommen, alles auszudiskutieren.“ Die in Potsdam lebende Antje Rávik Strubel, im Jahr 2000 Stipendiatin in Wiepersdorf, nimmt in ihrer Gebrauchsanweisung mit Zeilen wie diesen Brandenburg ironisch und liebevoll in Augenschein.
Tilman Krause, leitender Feuilleton-Redakteur der Tageszeitung Die Welt, kommentierte die Veröffentlichung im Jahr 2012 mit folgenden Worten: „Vergesst Fontanes Wanderungen. Jetzt führt Antje Rávik Strubel durch die Mark Brandenburg.“ Antje Rávik Strubel und Tilman Krause sprechen über das Originalrezept vom Fürst-Pückler-Eis, Thermalbäder in Brandenburg und den „Pflichtteil des Glücks“.

 

 

 

 

Der Eintritt zu allen drei Veranstaltungen kostet jeweils 3 Euro.

www.fontane-200.de | www.hbpg.de