Ausstellung
„Preußens Eros – Preußens Musen. Frauenbilder aus Brandenburg-Preußen"
Ab dem 24. September 2010 wird das Kulturland-Motto 2010 „Mut und Anmut“ im wahrsten Sinne versinnbildlicht: das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam zeigt mit der Sonderausstellung "Preußens Eros – Preußens Musen. Frauenbilder aus Brandenburg-Preußen" ausgewählte und künstlerisch herausragende Frauenbildnisse aus vier Jahrhunderten.
Zum imaginären Dialog versammelt sich eine illustre Gesellschaft von Charakteren, Schönheiten und Musen aus vier Jahrhunderten: Königinnen und Mätressen, Hofdamen und Bürgerinnen, Salondamen und Musen, Künstlerinnen und Filmdiven. Die Auswahl der Bildnisse reicht von den Standesporträts des Barock bis hin zum Star-Foto der 1920er Jahre, von der ersten „Königin in Preußen“, Sophie Charlotte, bis zu Marlene Dietrich.
In ihren Porträts spiegeln sich Persönlichkeit und Lebensgeschichte, sozialer Status und Geschlechterrolle, aber auch der sich verändernde künstlerische Blick von Malerinnen und Malern, die das Antlitz ihrer Epoche mit geprägt haben. Prominente, aber auch zu Unrecht fast vergessene Frauenbiografien werden im Bild lebendig. Sie erzählen von der höfischen Kultur Preußens, der bürgerlichen Welt des 19. Jahrhunderts, der Berliner Bohème um 1900 und von veränderten Frauenrollen während der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus.
Die Ausstellung präsentiert in 50 Meisterwerken europäischer Porträtkunst erstmals eine auf Brandenburg-Preußen bezogene Geschichte des weiblichen Bildnisses. Sie eröffnet damit einen ungewohnten Blick auf ein Land, dessen Name in der Geschichte zum Synonym männlich-militärischer Prägungen geworden ist und in dem Frauen – mit wenigen Ausnahmen – eine untergeordnete Rolle spielten.
Die Schau versammelt Werke der besten Porträtisten ihrer Zeit. Vertreten sind
u. a. Antoine Pesne, Anna Dorothea Therbusch, Anton Graff, Christian Daniel Rauch, Carl Wilhelm Wach, Heinrich von Angeli, Franz von Lenbach, Sabine Graef-Lepsius, Dora Hitz, Lovis Corinth, Max Slevogt, Charlotte Berend, Hanna Höch, Jeanne Mammen und Lotte Laserstein.
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildeter Katalog, der für 29,90 Euro im Buchhandel und für 24,90 Euro im Museumsshop des HBPG erhältlich ist. Ein umfangreiches Begleitprogramm und ein museumspädagogisches Angebot ergänzen die Schau.
Laufzeit: 24. September 2010 - 02. Januar 2011
Ort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10–17 Uhr, Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: Einzelticket 5 Euro/ erm. 3,50 Euro, freitags 3,50 Euro (Kinder bis 6 Jahre frei)






