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Ausstellungseröffnung

„Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal – Eine unprominente Bekannte"

Ausstellung "Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal – Eine unprominente Bekannte", Kusntgussmuseum LauchhammerAm 10. September fand im Kunstgussmuseum Lauchhammer die sehr gut besuchte Ausstellungseröffnung "Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal – Eine unprominente Bekannte" statt. Die Schau stellt erstmalig die Begründerin des Industriestandortes Lachhammer in den Mittelpunkt der Betrachtung und illustriert das Leben und Wirken dieser engagierten Unternehmerin des 18. Jahrhunderts.



Ausstellung "Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal – Eine unprominente Bekannte", Kusntgussmuseum LauchhammerNach der Begrüßung durch L. Wilken Straatmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kunstgussmuseum Lauchhammer, Martin Gorholt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie durch die Vorstandsvorsitzende von Kulturland Brandenburg, Brigitte Faber-Schmidt, führte die Museumsleiterin, Dr. Susanne Kähler, in die Ausstellung ein. Diese zeige das überaus schaffensreiche Leben der Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal, geb. von Rantzau (1683-1776). Die Gemahlin des Oberhofmarschalls und Freiherrn Woldemar von Löwendal (1660–1740), bezog 1716 den ihr überschriebenen Herrensitz des Rittergutes Mückenberg und bewirkte mit ihren Reformen in den Folgejahren eine tiefgreifende Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur in der Region.


Ausstellung "Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal – Eine unprominente Bekannte", Kusntgussmuseum Lauchhammer1725 wurde in Lauchhammer der erste Hochofen mit dem persönlichen Einverständnis August des Starken in Betrieb genommen. Damit schlug die Geburtsstunde des bis dahin wirtschaftlich unbedeutenden Industriestandortes.Viele wertvolle Exponate in der Ausstellung zeigen diese Entwicklung.




Begleitpublikation "Erz und Adel", Lauchhammer

In einem sehr lebendigen Vortrag präsentierte Dr. Reinhard Köpping die zur Ausstellung erschienene Publikation "Erz und Adel. Zum Leben und Wirken der Freifrau von Löwendal". Besonders interessant sei bei der Recherche zum Buch gewesen, dass es sich bei Freifrau von Löwendal um eine Frau handele, die noch im 17. Jahrhundert geboren wurde und der es vergönnt war, weit hinein ins 18. Jahrhundert wirken zu können. Sie war, so Köpping, "eine Zeitzeugin und aktive Gestalterin in einer bewegten Epoche, die besonders auch für Frauen wahrlich nicht leicht war." Sein besonderes Anliegen sei es dabei, diese herausragende Frauenpersönlichkeit des 18. Jahrhundert ins öffentliche Bewusstsein zurückzuholen.

Dr. Reinhard Köpping: „Erz und Adel. Zum Leben und Wirken der Freifrau von Löwendal“ Verlag der Kunst Dresden, 84 S., zahlr., teils farb. Abb., geb., 17,95 €. Das Buch ist im Buchhandel und im Kunstgussmuseum Lauchhammer erhältlich.

Die Ausstellung wird ergänzt durch ein umfangreiches Begleitprogramm.

Gipsbüste der Freifrau von Löwendal, Anna Franziska SchwarzbachEine besondere Aktion begleitet die Ausstellung: Bis heute weiß man nicht genau, wie Freifrau von Löwendal ausgesehen hat. Hier setzt das Projekt der Künstlerin Anna Franziska Schwarzbach an. Sie hat eine Büste der Freifrau gestaltet, die in der Ausstellung zu sehen ist und nun bis zur Finissage in Eisen gegossen werden soll. Hierfür ist eine Summe von 5000 Euro nötig. Mit dem Kauf eines Puzzelteils im Wert von 13 Euro kann man dieses Vorhaben unterstützen. Für Informationen wenden Sie sich bitte ans Kunstgussmuseum Lauchhammer unter der Telefonnummer 03574/860166.

Laufzeit: 11. September 2010 - 19. Dezember 2010, Dienstags bis Sonntag 13.00 - 17.00 Uhr
Ort: Kunstgussmuseum Lauchhammer, Freifrau-von-Löwendal-Straße 3, 01979 Lauchhammer



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