Theaterspektakel
Oranienburg wurde zu einer riesigen Bühne
Großer Aufruhr in Oranienburg: 18 Schlüssel der sagenumworbenen Truhe der Kurfürstin Louise Henriette sind verschwunden. Und nur mit Hilfe des Publikums konnten diese wieder gefunden werden. Es begann ein Spektakel, bei dem sich hunderte Interessierte auf Schlüsselsuche quer durch die Stadt begaben.
"Hast Du ihn gefunden?", fragt ein Mädchen aufgeregt seine Mutter.
Diese lacht und zeigt unauffällig in einen Baum. Glücklich schlendert die Familie weiter zur nächsten Station: "Jetzt fehlen nur noch vier", sagen sie. Aufregungen und Spaß erwarteten die Besucher der Stadtinszenierung in Oranienburg am 20. August. Schließlich ging darum, die seit Jahrhunderten verschlossene Truhe zu öffnen. 18 gefundene Schlüssel bildeten den 19. Kein leichtes Unterfangen..., aber ein sehr unterhaltsames.
Denn an zwölf Stationen, wo die Schlüssel versteckt waren, gab es allerhand zu erleben: das
Theater ANU spielte Szenen, in denen Geschichten aus der Zeit der Kurfürstin Louise Henriette von Oranien-Nassau erzählt und - ganz nebenbei - Hinweise auf die Schlüssel gegeben wurden. Und manch einen Schlüssel entdeckte nur der, der jede Inszenierung bis zum Ende verfolgte.
Auf den vier Routen - der Wasserweg, die Baumallee, der Weg zwischen Himmel und Hölle,
der steinerne Weg - rund um den Altstadtkern Oranienburgs entwickelte sich ein geschäftigen und geselliges Treiben. Was meint die Schauspielerin nur mit "Orangen für alle?", "Was erzählt da das Waisenkind Wilhelm Helm?". "Und wo ist der nächsten Schlüssel versteckt?" Beim Schlendern von Station zu Station gab es also ausreichend Gesprächsstoff für das Publikum. Zumal dem Gewinner ein Candle-Light-Dinner auf dem Balkon des Oranienburger Schlosses winkte.
Am Abend gab es eine Parade der „gefundenen Schlüssel“ die Breite Straße
entlang bis zum
Schlossplatz, wo die Truhe anschließend mit ihren 19 Schlössern geöffnet wurde: Ein großes Finale vor dem beleuchteten Schloss nach einem spannenden und sehr unterhaltsamen Abend in Oranienburg.






