Themenjahr 2014

PREUSSEN SACHSEN BRANDENBURG. nachbarschaften im wandel

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Das Themenjahr Kulturland Brandenburg 2014 PREUSSEN – SACHSEN – BRANDENBURG beleuchtete Nachbarschaften im Wandel und hinterfragte Prozesse, die das Land Brandenburg geformt haben, die noch sichtbar sind und regionale Identitäten bis heute prägen.

 

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Die Wechselbeziehungen der Nachbarregionen Sachsen und Brandenburg-Preußen waren stets und sind auch heute noch intensiv von Brüchen geprägt, – von regem kulturellen und künstlerischen Austausch, von familiären Beziehungen über die Grenzen hinweg, von wirtschaftlicher Verbindung und Konkurrenz sowie von politischer Annäherung und – in der Vergangenheit – einer Vielzahl militärischer Auseinandersetzungen.

Der Wandel dieser Region war ab 1815 besonders stark, als große Teile Sachsens infolge des Wiener Kongresses an Brandenburg-Preußen fielen. Dazu gehörten das heutige Südbrandenburg mit der Niederlausitz sowie die Hälfte der Oberlausitz: Per Federstrich wurden sächsische Bürger nun zu Preußen. Hermann Fürst von Pückler-Muskau kommentierte die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 folgendermaßen und sprach damit vielen Sachsen aus der Seele: „Als mich der liebe Gott preußisch werden ließ, wandte er sein Antlitz von mir … .“ Noch heute bezeichnen sich einige Bewohner Süd-Brandenburgs augenzwinkernd als „Musspreußen“.

Schloss Doberlug, Foto: Marcus Mueller-WitteKulturland Brandenburg war thematisch eng an die Erste Brandenburgische Landesausstellung „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ angelehnt: die Schau im Schloss Doberlug war eine Erfolgsgeschichte. Die vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) veranstaltete und von der Historikerin Anne-Katrin Ziesak kuratierte kulturhistorische Ausstellung im Landkreis Elbe-Elster erlebte von Beginn an eine enorme Besucherresonanz. Mit 70.000 Besuchern hatte der Veranstalter, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, gerechnet – am Ende kamen rund 96.000 Menschen, begeistert vom Thema, vom authentischen, vielseitigen Ort und vom Konzept der Ausstellung.

Kulturland Brandenburg unterstützte sowohl die zur Landesausstellung gehörigen Partnerausstellungen in Brandenburg – in Bad Liebenwerda, Cottbus-Branitz, Finsterwalde, Kloster Zinna, Lauchhammer, Luckau, Lübben und Senftenberg – und in Sachsen – in Bautzen, Görlitz und Kamenz –, als auch Projekte in anderen Regionen des Landes Brandenburg, die den jeweiligen historischen Besonderheiten der Region entsprechend die Themen vertiefen und ergänzen. Die offizielle Auftaktveranstaltung zum Themenjahr fand am 26. April im Museum Schloss und Festung Senftenberg statt, wo gleichzeitig die neue Dauerausstellung „Sachsens Festung in Brandenburg!“ eröffnet wurde.

Insgesamt beteiligten sich 30 geförderten Projekte am Themenjahr von Kulturland Brandenburg 2014 „PREUSSEN – SACHSEN – BRANDENBURG. nachbarschaften im wandel“, die rund 143.000 Besucher anzogen, darunter verstärkt auch aus Polen. An über 50 Orten wurden 2014 zahlreiche Veranstaltungen angeboten; daraus ergab sich ein buntes und vielseitiges Programm an Veranstaltungen im ganzen Land. Zahlreiche Einrichtungen und Akteure in Brandenburg haben das Thema „Nachbarschaften“ aufgenommen und eigene Ausstellungen und vielfältige Veranstaltungen initiiert.

Im Rahmen der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung fand im nördlichen Sachsen und im südlichen Brandenburg ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm statt: auf dem Doberluger Schloss- und Klosterareal wurde beim „Kultursommer“ ein buntes Programm mit Konzerten, Puppentheater, Schauspiel, Lesungen und vielem mehr geboten. Auch die Veranstaltungsreihe „Die Region feiert“ beleuchtete mit zahlreichen Aktionen die unterschiedlichen Facetten der preußisch-sächsischen Geschichte.

Hier ein paar Impressionen aus dem Themenjahr: