Paralleldörfer

Ausstellung „Paralleldörfer. Leben in zwei Schönborns“
im Museum Schloss Doberlug eröffnet

Alexa Vachon fotografierte Menschen in beiden Schönborns, Foto: Kulturland Brandenburg

Zwei Dörfer, ein Name: Schönborn. Eines der Dörfer liegt in der Niederlausitz in Brandenburg, eines in Transkarpatien in der Ukraine. Bis auf den Namen verbindet sie auf den ersten Blick nicht viel. Das deutsche Schönborn wurde nach einer heute noch sprudelnden, sauberen Quelle, das ukrainische nach dem fränkischen Grafen Schönborn benannt. Genauer betrachtet, zeigen sich Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Korrespondenzen. Beide Dörfer mussten erleben, wie Anfang der 1990er Jahre – nach der deutschen Wiedervereinigung bzw. der ukrainischen Unabhängigkeit – große Teile der Bevölkerung auf der Suche nach einem besseren Leben nach Westen abwanderten. In der Niederlausitz kehren sie inzwischen vereinzelt zurück. In Transkarpatien werden die Häsuer der deutschstämmigen Schönborner von neuen Besitzern belebt. Die Ausstellung stellt eine Verbindung zwischen den beiden Welten her und erzählt mit Fotos von Alexa Vachon, Gegenständen aus beiden Dörfern und Klanginstallationen von Christian Seiler europäische Geschichte von Heimat, Migration und Veränderung.

Laufzeit: 4. Mai – 14. Oktober 2018
Ort: Museum Schloss Doberlug

Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain

Öffnungszeiten: Di-So 10.00 – 18.00 Uhr, ab Oktober 10.00 – 17.00 Uhr
Eintritt: 4 €, e
rm. 2 €