Besuch beim Vater

Louis Henri Fontane im Fontanehaus Schiffmühle 
Eine neue Dauerausstellung in Bad Freienwalde
Eröffnung, 17. Mai 2019, 15 Uhr

Aquarell © Hans-Jürgen Malik

»Denn wie er ganz zuletzt war, so war er eigentlich«, schreibt Theodor Fontane über seinen Vater. Im Fontanehaus Schiffmühle verbrachte Louis Henri Fontane seine letzten 12 Lebensjahre. Hier hat ihn sein Sohn regelmäßig besucht und hier starb Louis Henri Fontane im Oktober 1867. Sein Grab befindet sich unweit des Hauses auf dem Neutornower Friedhof. Den letzten Besuch im Frühjahr 1867 beschreibt der Dichter anrührend in seinem Erinnerungsbuch »Meine Kinderjahre« – und setzt damit dem Vater, dem Ort und dem Haus ein literarisches Denkmal.
Seit 1998 steht das Fontanehaus Schiffmühle als Erinnerungsstätte allen Besucher*innen offen. Anlässlich des Fontanejahres 2019 wurden das Haus und die Ausstellung komplett neugestaltet. Behagliche Innenräume und der Bauerngarten laden zum Entdecken und Verweilen ein. Um es mit Fontane zu sagen:

»Lass uns hier eintreten, sagte mein Vater …«

Ausstellung »Besuch beim Vater. Louis Henri Fontane in Schiffmühle«

Eröffnung 17. Mai 2019, 15 Uhr
Laufzeit 18. Mai – 31. Oktober 2019
Öffnungszeiten Do + Fr 11 – 16 Uhr, Sa + So 11 – 17 Uhr
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Ort Fontanehaus Schiffmühle
Schiffmühle 3, 16259 Bad Freienwalde (Oder)

Theodor Fontane besuchte in Freienwalde aber nicht nur seinen Vater. Er widmete der Stadt auch ein eigenes Kapitel in seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg«. Die Stadt dankt es dem märkischen Dichter mit vielen weiteren Höhepunkten im Fontanejahr 2019.

Warum eigentlich Fontane?

Die Fachhochschule Potsdam präsentiert das Ergebnis eines interdisziplinären Lehrprojektes
zur Visualisierung und Vermittlung von Literatur in Neuruppin

Neuruppin, 11. Mai bis 6. Juli 2019

Studierende der Fachhochschule Potsdam interpretieren Werke von Theodor Fontane, Foto: Albina Maks

Welche Jubiläen sind in unserer modernen Gesellschaft noch von Relevanz? Kultur- und Gestaltungsarbeit hat es häufig mit Daten und Jahrestag zu tun. Die Geburtstage bedeutender Persönlichkeiten gehören mit zu den beliebtesten Gründen für eine Rückschau. Doch heute zeigt sich immer öfter, dass solche Feiern an der jüngeren Generation unbeachtet vorüberziehen. Was also anfangen mit Theodor Fontane anlässlich seines 200. Geburtstags?

In einem interdisziplinär angelegten Projekt des forschenden Lernens sind der Studiengang Kulturarbeit und der Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam über zwei Semester der Frage nachgegangen, was die Generation der heute Studierenden an dem Autor Fontane interessieren könnte, was sie an ihm relevant finden und warum es sich lohnen könnte, ihn zu lesen. Als Resultat haben die Studierenden zum Fontanejahr 2019 eigene Ansätze für seine Vermittlung entwickelt. Die Projekte stellen unterschiedliche Fragen an das Werk des Autors in drei Schwerpunkten: Wie haben sich das LESEN und die Bedürfnisse junger Leser*innen verändert und welche Formate können diesen gerecht werden? Wie werden die Rollenbilder und zwischenmenschlichen BEZIEHUNGEN bei Fontane verhandelt und wo werden Kontinuitäten bis in die heutige Zeit sichtbar? Welche Bedeutung hat HEIMAT bei Fontane?

Ausstellung »Warum eigentlich Fontane?«

Eröffnung 11. Mai 2019, 14 Uhr
Laufzeit 11. Mai – 6. Juli 2019
Uhrzeit Mi – Sa 12 – 18 Uhr
Eintritt frei

Ort Der Kiosk, Schinkelstraße, Ecke Karl-Marx-Straße, 16816 Fontanestadt Neuruppin

Im Anschluss zieht die Ausstellung weiter nach Potsdam und wird ab dem 11. Juli im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt.

Der Zweite Weltkrieg und die Folgen in Brandenburg

Die Ausschreibung zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 ist online.
Projekteinreichungen sind bis zum 30. Juni können Projektideen möglich.

»Der Sieger«, Fotomontage mit einem sowjetischen Soldaten vor dem zerstörten Potsdamer Stadtschloss und dem Turm der Garnisonkirche im Hintergrund, 1945, Foto: © bpk-Bildagentur

Der 8. Mai 1945 symbolisiert die »Stunde Null« in der Deutschen Geschichte. Aus der individuellen Erfahrung heraus haben die Menschen in Brandenburg diesen Tag gleichermaßen als »Katastrophe« und »Befreiung« erlebt. Denn wie auch sonst sollten die allerorts anzutreffenden massiven Zerstörungen, die schier endlose Zahl der Opfer, das Maß an Verelendung und die Angst vor der russischen Besatzung auf der einen Seite und die Hoffnung auf Frieden, Freiheit und ein Ende des Nationalsozialismus greifbar werden.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges greift Kulturland Brandenburg mit dem Themenjahr 2020 »KRIEG & FRIEDEN« die Initiative der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg auf, die mit dem Ausstellungsprojekt »Potsdamer Konferenz 1945 – die Neuordnung der Welt« im Schloß Cecilienhof die bis heute spürbaren Auswirkungen der aus der Potsdamer Konferenz resultierenden Nachkriegsordnung vermitteln wird.

Dabei nimmt Kulturland Brandenburg die zeithistorische Phase von 1945 bis heute in den Blick und fragt nach den individuellen Erinnerungen und Erfahrungen der Brandenburger*innen. Das Themenjahr 2020 soll zum Diskurs über die historische, erinnerungskulturelle und demokratische Entwicklung der vergangenen 75 Jahre in Brandenburg anregen.

Im Sinne einer zeitnahen Projektplanung werden alle Antragsteller gebeten, Projektideen bis spätestens zum 30. Juni 2019 in der Geschäftsstelle der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg, oder per Mail an folgende Adressen einzureichen:

b.faber@gesellschaft-kultur-geschichte.de
c.mueller-lorenz@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Die komplette Ausschreibung und das Konzept zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 »Krieg & Frieden. 1945 und die Folgen« finden Sie hier.