Die Plattform Kulturelle Bildung sucht eine neue Leitung für das Regionalbüro Eberswalde

Stellenausschreibung
Leiter*in (m/w/d) für das Regionalsbüro Kulturelle Bildung Eberswalde
Die Bewerbungsfrist endet am 8. November 2019

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg ist eine Service-Stelle für Akteure der kulturellen Bildung im Land Brandenburg. Sie vernetzt und qualifiziert Akteure und potentielle Partner, initiiert und begleitet Projekte, berät zu verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten und bietet bedarfsorientierte Weiterbildungs– und Vernetzungsveranstaltungen an.

Zum 2. Januar 2020 sucht die Plattform Kulturelle Bildung eine neue Leitung für das Regionalbüro Kulturelle Bildung Eberswalde. Die Stelle ist zunächst befristet auf 2 Jahre mit Aussicht auf Verlängerung.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 8. November 2019 und ausschließlich per E-Mail an u.erdmann@gesellschaft-kultur-geschichte.de. Alle Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, ggf. Zeugnisse) sind zusammengefasst in einer PDF-Datei einzureichen und sollten eine Größe von 5 MB nicht überschreiten.

Genauere Informationen entnehmen Sie der Stellenausschreibung.

Himmlischer Regen auf die Erde

Eine Sonderausstellung im Rahmen der Kleist-Festtage
20. Oktober 2019 bis 26. Januar 2020 im Kleist-Museum Frankfurt (Oder)
Eröffnung am 19. Oktober 2020, 17 Uhr

Josef Kainz in der Rolle des „Prinz v. Homburg“ © Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Theodor Fontane berichtete in seinen Wanderungen nur beiläufig von Kleists Sterbeort, dessen Dichtungen spielen dabei keine Rolle. Doch einen „Ausflug bis zu Stimmings [zu] machen, um Heinrich v. Kleists Grab“ zu sehen, fand der unternehmungslustige Fontane immerhin notwendig. Im Zuge der wachsenden Kleist-Renaissance seit den 1870-er Jahren beschäftigte sich Fontane ausführlich mit dem Werk Heinrich von Kleists. 1872, in der Sommerfrische in Krummhübel, las er sämtliche Dramen und Erzählungen und war dabei durchaus kritisch: Kleists außerordentliches Talent sei viel zu „poetisch-romantisch“, weil der Prinz von Homburg in einem unhistorisch wirkenden Stück nicht als Held, sondern eher als „Waschlappen“ auftrete. Die Erzählungen dagegen seien spannend und meisterhaft entwickelt, sogar in ihren schrecklichsten Momenten. Otto Brahms biografische Kleist-Studie brachte Fontane 1884 erneut auf Kleist, den damals besonders für Die Herrmannsschlacht und Das Käthchen von Heilbronn hoch geachteten Dichter.

Fontanes Kleist-Lektüre ist eng an seine Tätigkeit als Theaterkritiker für die Vossische Zeitung 1870 – 1889 gebunden. Die anfangs scharfen Urteile sind in den sieben Rezensionen zu Kleist-Stücken deutlich abgemildert. Sie bilden nur einen kleinen Teil der 740 Theaterkritiken, in deren Entstehungszeit Theodor Fontane selbst der Durchbruch als Erzähler und Romancier gelang. Auch wenn Fontanes Theaterkritiken bis heute nicht sehr bekannt sind, lässt sich doch einiges in ihnen entdecken, etwa in Beschreibungen damaliger Theaterpraxis und -dichtung oder die verschleierte Selbstdarstellung des Dichters.

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Die Ausstellung widmet sich Fontanes Texten zu Kleist, den Lesenotizen und Theaterkritiken. Daraus entsteht ein Kleist-Bild, das zwischen aufrichtiger Bewunderung und verständnisloser Ablehnung schwankt. Bei einer Betrachtung der Lebenswege dieser beiden bekanntesten märkisch-preußischen Dichter klingen Parallelen an. Außerdem wird mit Fontanes historisch-vaterländischem Roman Vor dem Sturm ein Panorama der Kleist-Zeit ausgebreitet. Der Ausstellungstitel ist einer Äußerung Fontanes entlehnt. Über den Dichter Ernst von Wildenbruch, einen Enkel des Prinzen Louis Ferdinand, schrieb er: „Wildenbruch hat wieder einen furchtbaren Vers gesündigt, der helle Blödsinn, und dieser Mann behauptet, der wiedererstandne Heinrich v. Kleist zu sein. Wenn Kleist nieste, fiel im Verhältniß zu W. ein himmlischer Regen auf die Erde.“

Ausstellung „Himmlischer Regen auf die Erde. Kleist bei Fontane“

Eröffnung 19. Oktober 2019, 17 Uhr
Laufzeit 20. Oktober 2019 – 26. Januar 2020
Eintritt 5 Euro, erm. 3 Euro
Öffnungszeiten Di – Do 10-18 Uhr

Ort Kleist-Museum, Faberstr. 6/7, 15230 Frankfurt (Oder)

Web kleist-museum.de

Fontane und die Stadt

Eine Ausstellung in der Galerie am Bollwerk
Neuruppin, 27. September – 3. November 2019
Eröffnung, 26. September 2019, 19 Uhr

Die Löwen-Apotheke in Neuruppin (Bj. 1788), Geburtshaus Theodor Fontanes © Matthias Frinken

Die Galerie am Bollwerk zeigt in einer Ausstellung ab dem 27. September Städte und Wohnorte aus Theodor Fontanes Leben.
Er wuchs in Neuruppin und Swinemünde auf, verbrachte einige Zeit in Leipzig, Dresden, Burg und Letschin. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er jedoch in den Metropolen London und Berlin. Zwar befürworten vor allem seine brieflichen Aufzeichnungen den Modernisierungs- und Urbanisierungsprozess vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Deutschland und zeigen sich vom rapiden Wachstum der Großstädte beeindruckt. In seinen »Wanderungen«, den Essays, v.a. aber in Fontanes Romanen stehen diese Vorgänge und die damit verbundenen sozialen Folgen kaum im Zentrum seiner Beobachtungen und Darstellungen. Nur ausnahmsweise ist dazu etwas zu finden, z.B. im Kapitel Glindow in den »Wanderungen«. Fällt der urbane und industrielle Wandel den Maßgaben des poetischen Realismus zum Opfer oder interessieren seine Akteure und die sozialen Folgen Theodor Fontane einfach nicht?
Die Ausstellung widmet sich den metropolitanen Realitäten des 19. Jahrhunderts. Sie stellt die Wohnorte des märkischen Autors den Spielorten seiner Romane gegenüber und lädt zur Diskussion über Theodor Fontanes Modernisierungsbegriff ein.

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Ausstellung »Fontane und die Stadt«

Eröffnung 26. September 2019, 19 Uhr
Laufzeit
27. September – 3. November 2019
Öffnungszeiten Fr–So 12–16 Uhr
Eintritt
frei
Ort Galerie am Bollwerk, An der Seepromenade 10, 16816 Fontanestadt Neuruppin

Web www.galerie-am-bollwerk.de