„Marwitz. In der Werkstatt“

Ausstellungseröffnung
10.11.2016, 18:30 Uhr
Velten

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In der Werkstatt Hedwig Bollhagen Museum Foto: Keramikmuseum Velten

Am Donnerstag, dem 10. November 2016, um 18.30 Uhr, wird im Hedwig Bollhagen Museum, Velten, die Ausstellung „Marwitz. In der Werkstatt“ eröffnet. Die Schau ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2016 „handwerk – zwischen gestern & übermorgen“ und die erste Sonderausstellung des erst 2015 eröffneten Museums.

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Das Töpferhandwerk hat im Land Brandenburg eine lange Tradition: In dem kleinen märkischen Ort Velten gab es reiche Tonvorkommen, die ab 1835 eine einmalige Ansiedlung von Ofenfabriken auf engstem Raum entstehen ließen – um 1900 herum waren es rund 40 Unternehmen. Ab jener Zeit siedelten sich in und um Velten auch namhafte große Keramikunternehmen an, wie die Steingutfabriken Velten-Vordamm, in denen einige der berühmten Bauhäusler wirkten, oder auch die Hedwig Bollhagen-Werkstätten im nahen Marwitz. Ihre Gründerin, Hedwig Bollhagen – HB – (1907 bis 2001) zählt zu den herausragendsten Keramikerinnen Deutschlands. Ihr keramischer Nachlass steht auf der Liste des nationalen Kulturguts.

Die Fotografin Solveig Faust hat sich auf Spurensuche begeben und sich gefragt: Wie lebt das Erbe HBs weiter? Wie wird heute in den HB-Werkstätten in Marwitz gearbeitet? Welche ehemaligen Mitarbeiter und Schüler haben heute ihre eigene Werkstatt, sind der Keramik und dem Vermächtnis Hedwig Bollhagens verpflichtet geblieben?
„…Diese Fragen haben mich bewegt und so habe ich die Marwitzer Werkstätten und dann die Künstler aufgesucht. Ich wollte die Menschen treffen und fotografieren, die von Hedwig Bollhagen kommend, ihren eigenen handwerklichen und künstlerischen Weg gefunden haben. […] Meine Portraits bilden einen Kreis um eine der bedeutendsten Keramikerinnen Deutschlands. […] Wer sind die Menschen, die dazu beitragen, dass sie nicht vergessen wird? All diese Menschen auf meinen Bildern verbindet die Liebe zum Werkstoff Ton, einem erstaunlichen Material, das durch Handwerk, Kreativität und Fantasie zu wunderschöner Keramik geformt wird…“. (Solveig Faust, 2016)
Dieses Fotoprojekt – gepaart mit keramischen Werken der Portraitierten – trägt dazu bei, die Bedeutung dieses Berufes und die Faszination für die Keramik zu zeigen. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog „Marwitz. In der Werkstatt. Schüler und Mitarbeiter Hedwig Bollhagens“.

Begrüßung

Nicole Seydewitz, Leiterin des Ofen- und Keramikmuseum | Hedwig Bollhagen Museums Velten

Udo Arndt, Vorsitzender des Fördervereins Ofen- und Keramikmuseen Velten e. V.

Ines Hübner, Bürgermeisterin der Stadt Velten

Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH | Kulturland Brandenburg

Termin: Do, 10. November 2016, 18.30 Uhr
Laufzeit: 11. November 2016 bis 23. April 2017
Ort: Hedwig Bollhagen Museum Wilhelmstraße 32/33, 16727 Velten
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre: frei
Öffnungszeiten: winters Di – Fr 11 bis 17 Uhr, Sa, So 13 bis 17 Uhr; 24./25.12.2016 und Neujahr 2017 geschlossen, 30.12.2016 13 bis 17 Uhr

 

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Einbaum von Ziesar wird als Ausstellungsobjekt des Museums Bischofsresidenz Burg Ziesar der Öffentlichkeit übergeben

Übergabe des Einbaums
29.10.2016, 15:00 Uhr
Burghof

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Transport des Einbaums Foto: Silvia Zimmermann

Am Samstag, dem 29. Oktober, um 15.00 Uhr, wird auf dem Burghof in Ziesar der Nachbau des slawenzeitlichen Einbaums, der 1935 in Ziesar gefunden wurde, im Rahmen der „Langen Nacht der Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark“ der Stadt Ziesar übergeben. Das Boot war aus einer zehn Meter langen Eiche von Archäo-Technikern des Archäotechnischen Zentrums Welzow mit historischen Werkzeugen gebaut worden.

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Diese für Brandenburg einzigartige wissenschaftlich-technische Rekonstruktion eines historischen Wasserfahrzeugs ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2016 „handwerk– zwischen gestern & übermorgen“ in Kooperation mit der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V. und wurde von der Stadt Ziesar mit 7000 Euro unterstützt. Am 20. August 2016 wurde das Boot anlässlich der ARCHÄOTECHICA feierlich auf den Namen „Hodika“ getauft und dann von der Kanutin Birgit Fischer auf der Havel gepaddelt. Am Dienstag, 25. Oktober, traf der Nachbau des slawischen Einbaums auf dem Landweg wohlbehalten in Ziesar ein. Die Firma Grigat Bau hatte den Transport des 8,60 Meter langen Bootes aus Brandenburg an der Havel übernommen. Mit einem Kran musste der Einbaum aus dem Beetzsee an der Regattastrecke auf einen Hänger geladen und sorgsam verstaut werden. Der Einbaum-Nachbau hat seinen Platz auf dem Burghof in Ziesar gefunden, wo er nunmehr als ständiges Ausstellungsobjekt zu sehen ist. Nach einem Rechtsstreit der Stadt Ziesar mit dem Kulturhistorischen Museum in Magdeburg war der Einbaum 2010 in den Besitz des Landes Brandenburg gelangt. Mit den Landesarchäologen war im Zuge der Rückführung verabredet worden, dass Ziesar einen Nachbau des originalen Einbaums erhalten soll.

Grußworte und Erläuterungen zum Projekt
Dr. Clemens Bergstedt, Direktor des Museum Bischofsresidenz Burg Ziesar
Dr. Christof Krauskopf, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landemuseum
Hajo Behnke, Archäotechnisches Zentrum Welzow
Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH | Kulturland Brandenburg

Die Übergabe des Einbaums erfolgt durch Dieter Sehm, Bürgermeister der Stadt Ziesar. Das Rahmenprogramm gestalten der Kultur- und Heimatverein, der Imkerverein und die Jägerschaft aus Ziesar.

Termin: Samstag, 29. Oktober 2016, 15.00 Uhr
Ort: Museum Bischofsresidenz Burg Ziesar, Burghof Mühlentor 15 a, 14793 Ziesar               Web: www.burg-ziesar.de

 

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Vom Maulbeerbaum zur Seide. Von den Mühen des Seidenbaus in Brandenburg

Ausstellungseröffnung
15.10.2016, 14:00 Uhr
Zernikow

Seidenraupen Zernikow Foto: Peter Himsel

Am Samstag, dem 15. Oktober 2016, um 14 Uhr, wird im Gutshaus Zernikow die neue Dauerausstellung Vom Maulbeerbaum zur Seide. Von den Mühen des Seidenbaus in Brandenburg eröffnet. Seidenbau wurde in Brandenburg einst mit dem ehrgeizigen Ziel betrieben, das Land von ausländischen Importen unabhängig zu machen. So gab es in Zernikow im 18. Jahrhundert üppige Maulbeerplantagen, von denen heute nur noch die Maulbeerallee aus der Zeit Friedrich II. existiert. Die Dauerausstellung im Gutshaus auf Gut Zernikow stellt dar, wie Seidenbau einst betrieben wurde, wie der Alltag der Seidenproduzenten aussah und mit welchen Schwierigkeiten sie zurechtkommen mussten.

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Die Seidenraupe ernährt sich von den Blättern des Maulbeerbaumes. Das Gedeihen dieser Bäume ist Voraussetzung für die Seidengewinnung. Die Ausstellung geht sowohl auf die Biologie des Maulbeerbaumes und des Maulbeer-Seidenspinners ein als auch auf die Herstellungsverfahren der Seide, ihre Verarbeitung und Verbreitung zu damaliger Zeit. Sie spannt aber auch einen Bogen bis zur Seidenerzeugung in der Gegenwart, die vor allem in Südostasien, aber auch in Brasilien im industriellen Maßstab betrieben wird.

Termin: Sa, 15. Oktober 2016, 14 Uhr
Ort: Gut Zernikow, Gutshaus Zernikower Straße 43, 16775 Großwoltersdorf OT Zernikow
Eintritt: 3 Euro
Öffnungszeiten: Mo bis Do 10–15 Uhr, Fr 10–13 Uhr, Sa /So (im Oktober) 11–16 Uhr
ab November Sa./So. auf Anfrage

 

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