»Märkische Drahtzieher«

Ausstellungseröffnung
04.05.2016, 19 Uhr
Brandenburg an der Havel

Dalmatik Ende 14. Jhd_web

»Märkische Drahtzieher« – der Titel ist bewusst doppeldeutig gewählt: Natürlich geht es um die Herstellung und Verwendung von Draht. Das Brandenburger Dommuseum verwahrt kostbarste Gewänder, die mit massivem Golddraht verziert sind. Es kommen aber auch »Low-Budget-Varianten« vor, die Golddrähte mit weniger Gold enthalten, so genanntes »Häutchengold«.

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Der Drahtzieher ist aber auch der Lenker im Hintergrund, etwa Bischof Dietrich von Brandenburg, der die Übertragung der Kurmark an Kaiser Karl IV. diplomatisch begleitete. Die frühesten Gewänder aus dem reichen Textilschatz des Dommuseums stammen aus dieser Zeit.
Als Drahtzieher bezeichnet man auch den Marionettenspieler: Kurfürst Albrecht Achilles ließ Bischof Arnold von Burgsdorff tanzen und inszenierte eine Farce um dessen Wahl. Eines der prächtigsten Gewänder aus dem Domschatz geht auf eine Stiftung Bischof Arnolds zurück.
Die Ausstellung endet mit dem Thema »Drähte nachziehen« und führt in die mikroskopische Welt der Textilrestaurierung.
Sie können die Ausstellung noch bis zum 31.10.2016 im Dommuseum Brandenburg besuchen.