Freie Bauern im Oderbruch

Die installative Ausstellung „Das Erbe der freien Bauern. Freiheit und Unfreiheit der landwirtschaftlichen Existenzform“
ist noch bis zum 2. Dezember 2018 im Museum Altranft zu sehen.

Freie Bauern im Oderbruch – Die Landwirtschaft der Familie Hugo Hildebrand um 1930, Foto: © Archiv Letschiner Heimatstuben

Ein freier Bauer – das ist ein Widerspruch in sich – ist von früh bis spät gebunden, oft in Sorge und hat wenig Urlaub. Dennoch gibt es die Vorstellung von Freiheit in der Bauernschaft. Menschen aus vielen Teilen Europas sind ins Oderbruch gekommen, um als freie Bauern zu leben und noch heute kommen Akteure aus diesem Grunde ins Oderbruch. Im Rahmen des Kulturland-Brandenburg-Themenjahres »wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa« betrachtet das Oderbruch Museum Altranft Modelle bäuerlicher Existenz unter dem Gesichtspunkt der Freiheit. Von den ersten Kolonisten bis zu den Neubauern der Nachkriegszeit und den neuen Betriebsformen nach der 1989er Wende reicht der hier vorgestellte Spannungsbogen.

Die Ausstellung ist Teil des Jahresthemas 2018 „Landwirtschaft im Oderbruch“. Neben der  durch Kulturland Brandenburg geförderten Ausstellung „Das Erbe der freien Bauern“ wird auch die Dauerausstellung um Fotografien, audiovisuelle Dokumente und Lesematerial erweitert. Das Oderbruch-Gespinst von Antje Scholz bleibt als zentrales Element erhalten. Als Erweiterung werden hier Strukturen und Bilder der regionalen Landwirtschaft vorgestellt. Welche Betriebsformen finden sich im Oderbruch, wie lassen sich seine Böden charakterisieren? Wie sehen die Landwirte selbst ihren Beruf und wie hat sich die Landschaft unter dem Einfluss der Bewirtschaftung verändert? Die Landwirtschaft bildet damit die zweite Schicht der Dauerausstellung im Oderbruch Museum Altranft.

Laufzeit: 5. Juli – 2. Dezember 2018
Ort: Oderbruch Museum Altranft
Bauernhaus auf dem Berg-Schmidt-Hof
Alte Heerstr. 10, 16259 Bad Freienwalde OT Altranft

Öffnungszeiten: Do-So 11.00 – 17.00 Uhr
Eintritt: 5 €, e
rm. 3 €