Hereinspaziert!

Neuruppiner Bürger*innen öffnen erneut ihre Gärten und Höfe
Neuruppiner Innenstadt, 20. Juli 2019, 14 – 18 Uhr
Ein Projekt der Fontane Festspiele

Uta Bartsch auf Ihrem Hof in der Präsidentenstraße 47, Foto: © Fontane-Festspiele uG

Am 20. Juli heißt es zum zweiten Mal »Hereinspaziert!« in der Fontanestadt Neuruppin. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt können Besucher*innen einen Blick in elf Höfe und Gärten mitten im Neuruppiner Stadtzentrum werfen und schauen, was sich hinter den Fassaden der meist aus dem 19. Jahrhundert stammenden Bürgerhäuser verbirgt. Und nicht nur das. Die Hofbesitzer*innen haben für die Gäste unterhaltsame und interessante Programme vorbereitet, die sich mit ihren Häusern, deren Nutzung und natürlich mit Fontane beschäftigen. 

Beim letzten Mal konnten die Besucher*innen einen vielfältigen Einblick gewinnen: So lud die Tagesstätte »Steinklee« der Lebensräume gGmbH in der Steinstraße 5 zu einem Programm rund um die Birne mit Bastelangeboten, Musik, einer Ausstellung und Birnenkuchen ein. Bei Fiedlers Inn, in der Siechenstraße 1b, erwartete die Besucher*innen eine gemütliche Hörlounge. Im Hof vom Up Hus Idyll in der Siechenstraße 4 überreichte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider um 15 Uhr die Auszeichnung »Denkmal des Monats«. Gleichzeitig wurde die Ausstellung »(Neu)Ruppin ist eine Reise wert« der Arbeitsgemeinschaft Städte mit Historischen Stadtkernen eröffnet. Der Hof des ASB-Seniorentreff in der Klosterstraße 4-5 lockte mit Kaffe und Kuchen, wie von der eigenen Oma gemacht, und einem Fontane-Musik-Programm mit Gisela Hoffmann und Horst Kohn. Wie man in einer Stadt mit Bienen leben kann, erfuhren die Hereinspaziert-Bummler im Hof der Kultur-Imkerei der Familie Güthenke in der Erich-Mühsam-Straße 14/15. Was haben diese Bienen mit Fontane zu tun? Ein ganze Menge. Denn ihr Nektarsammelgebiet ist so ziemlich identisch mit den ersten Kapiteln aus Fontanes »Wanderungen durch die Mark Brandenburg«.

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In der Bergstraße 3a lud Ulrike Sinnes in ihren idyllischen, kleinen Hof ein. Mitten darin steht ein Birnbaum – »die gute Luise«. Bilder, Gedichte und Wissenswertes rund um die Birne und verschiedenen Birnensorten warteten auf die Gäste. In der Schifferstraße 18 freute sich Familie Hoffmann auf Garten- und Naturfreunde. »Alles, was der Garten hergibt« ist ihr Motto. Quiz und Basteln rund um Kräuter, Blumen und Insekten, Akkordeon-Musik und Fontane-Poesie hatten Hoffmanns für den 18. Mai vorbereitet. »Hereinspaziert!« hieß es auch bei Familie Gröschke in der Rudolf-Breitscheid-Straße 26. In ihrem üppigen und verwunschenen Garten hatte sich ein Überraschungsgast angemeldet: Adelheid von Stechlin. Die Hobbymalerin Frau Gröschke stellte ihre Bilder aus und für Flötenklänge sorgte Musikschülerin Dorothea Döring.

Weiter ging es in die Franz-Künstler-Straße 8 auf den Hof vom Haus der Begegnung. Dort konnten die Gäste der Klöppelgruppe bei ihrer Handarbeit zuschauen. Im Café des Vereins Jahresringe wurde das geklöppelte Fontane-Triptychon übergeben. Und Schauspieler Alexander Bandilla las und plauderte aus Fontanes Leben und Werk. In der Präsidentenstraße 47 am Bernhard-Brasch-Platz lud Uta Bartsch zum Effi-Briest-Hörspielgarten und zum Kunstmachen mit Nele Probst ein. Die Künstlerin gestaltete im Juni mit Neuruppiner*innen und Besucher*innen das Kunstprojekt „Fontasialand“ auf dem Braschplatz. Am Schulplatz, Karl-Marx-Straße 35 öffnete Kristina Hannaleck den Hof vom neu eröffneten Herr-Fontane-Laden. »Fontane gelesen« hieß ihr Programm mit Sybille Wesenberg.

Auch am 20. Juli sind wieder Alle herzlich willkommen. Genießen Sie die Gastfreundschaft der Innenstädter, lassen Sie sich überraschen von den Einblicken, Geschichten und Programmen hinter den oft geschlossenen Fassaden.

Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg sucht administrative Unterstützung

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg ist eine Service-Stelle für Akteure der kulturellen Bildung im Land Brandenburg. Sie vernetzt und qualifiziert Akteure und potentielle Partner, initiiert und begleitet Projekte, berät zu verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten und bietet bedarfsorientierte Weiterbildungs– und Vernetzungsveranstaltungen an.

Zum 1. Dezember 2018 sucht die Plattform Kulturelle Bildung Verstärkung für die Verwaltung, speziell für das Förderprogramm Kulturelle Bildung und Partizipation des Landes Brandenburg.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 31. Oktober 2018 und ausschließlich per E-Mail an plattformkb@gesellschaft-kultur-geschichte.de. Alle Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, ggf. Zeugnisse) sind zusammengefasst in einer PDF-Datei einzureichen und sollten eine Größe von 5MB nicht überschreiten.

Genauere Informationen entnehmen Sie der Stellenausschreibung.

In Anschauungen bin ich sehr tolerant, aber Kunst ist Kunst

Werkschau zu fontane.200
Eröffnung im Landtag Brandenburg in Potsdam
Montag, 8. Oktober 2018, 18 Uhr

Bernhard Heisig: Schach von Wuthenow, Grafikzyklus, 1998, Lithografie

Zeitlosigkeit und Wandel – in diesem Spannungsfeld bewegen sich die zeitgenössischen künstlerischen Kommentare zu den weithin bekannten und identitätsstiftenden Texten Theodor Fontanes. Ausgewählte Schriften und Gedichte bilden die Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung und die Vergegenwärtigung der Aktualität und Wirkung Fontanes, mit der die entstandenen Bilder, Skulpturen und Druckgrafiken Fontanes Werk in neuem Licht zeigen.

Regionale und überregionale Künstlerinnen und Künstler geben einen Ausblick auf die Neuentdeckung Fontanes anlässlich seines 200. Geburtstages 2019. An der Werkschau beteiligen sich Anna Arnskötter, Ernst Baumeister, Andrea Baumgartl, Rainer Ehrt, Moritz Götze, Bettina van Haaren, Klaus Hack, Johannes Heisig, Peter Herrmann, Michael Hirscher, Ulrike Hogrebe, Heike Jeschonnek, Schirin Kretschmann, Volker Lehnert, Harry Meyer, Reinhard Osiander, Wolf-Dieter Pfennig, Hans Scheib, Christoph Scholz, Leo Seidel, Lothar Seruset, Pomona Zipser und Bernhard Heisig.

Die Ausstellung ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres „fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019“.

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„In Anschauungen bin ich sehr tolerant, aber Kunst ist Kunst“
Werkschau zu fontane.200

Eröffnung: Montag, 8. Oktober 2018, 18.00 Uhr
Ort: Landtag Brandenburg, Alter Markt 1, 14467 Potsdam
Laufzeit: 9. Oktober bis 28. Dezember 2018

Öffnungszeiten: Mo–Fr 8.00 – 18.00 Uhr
Eintritt: frei