Irgendwo zwischen Italien und Sachsen

„Mühlberg – Repräsentativer Backsteinbau zwischen Italien und Sachsen“
Eine Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg
Eröffnung, 16. November 2018, 15.00 Uhr

Seit der Stadtgründung 1228 war das Zisterzienserinnenkloster Marienstern für mehr als dreihundert Jahre ein bedeutendes geistliches Zentrum der Region. Einzelne Objekte des Klosterareals konnten in den vergangenen Jahren saniert und in Nutzung gebracht werden. Dazu zählt auch die 1531 erbaute Propstei mit ihren beiden prächtigen Maßwerkgiebeln sowie den großformatigen Wand- und Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert. Nach der Hüllensanierung in den Jahren 2002 bis 2008 erfolgte einige Jahre später die aufwendige Innensanierung. Um die ursprüngliche Raumstruktur und die Wirkung der Räumlichkeiten nicht wesentlich zu beeinträchtigen und bauliche Eingriffe in die historische Bausubstanz weitestgehend zu minimieren, wurde im rückwärtigen Bereich der Propstei, auf den Fundamenten der ehemaligen Kornbrennerei, ein Funktionsergänzungsbau errichtet.

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Nach Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels wurde das Gebäude, in dem nunmehr, dass zum Museumsverbund Elbe-Elster zählende „Museum Mühlberg 1547“ und die Touristinformation der Stadt ansässig sind, im April 2015 wieder eröffnet.

Das neue Museum „Mühlberg 1547“ wurde bewusst nicht als Schlachten- oder Kriegsmuseum konzipiert, vielmehr wird erläutert, wieso die Konfessionen einander bekämpften. Den Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung bildet eine Medieninszenierung, die die Schlacht aus drei unterschiedlichen Perspektiven vorstellt. Daneben stehen die Protagonisten, allen voran Kaiser Karl V. aus dem Hause Habsburg, der durch eine lebensgroße Kopie des berühmten Reiterbildnisses von Tizian dem Besucher sehr lebendig präsentiert wird. Das beeindruckende Gebäude und die moderne Ausstellung locken zahlreiche Besucher in die reizvolle Kleinstadt im Süden Brandenburgs.

Eröffnung der Ausstellung „Mühlberg – Repräsentativer Backsteinbau zwischen Italien und Sachsen“ und Verleihung der Auszeichnung zum „Denkmal des Monats“

Termin: Freitag, 16. November 2018, 15.00 Uhr
Ort: vor dem Museum „Mühlberg 1547“
Klosterstraße 9, 04931 Mühlberg/Elbe

Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist frei zugänglich.
Eintritt: frei

HB erbt HB – eine Fotoausstellung im Keramikmuseum Velten

Erik-Jan Ouwerkerk bei Hedwig Bollhagen
Eine Foto-Ausstellung im Ofen- und Keramikmuseum Velten
Eröffnung, 10. November 2018, 18.00 Uhr

Aufnahme im Ofenraum der HB-Werkstätten, Marwitz, 17.11.1994. Keramik Werkstatt Hedwig Bollhagen, Foto: © Erik-Jan Ouwerkerk

Die Wende machte Hedwig Bollhagen mit 86 Jahren zur ältesten Jungunternehmerin Deutschlands. Von Stund‘ an gehörte auch „Klappern“ zum Handwerk der berühmten Keramikerin und der Ruf ihres zeitlosen Gebrauchsgeschirrs, allen voran die blauen Streifen auf weißem Grund, hallte weit über die brandenburgischen Grenzen hinaus. Davon angelockt, besuchte der niederländische Photograph Erik-Jan Ouwerkerk 1994/95 HB in Marwitz.
Anlässlich ihres 111. Geburtstages staunen wir über diesen erstmals öffentlich gezeigten Bilderschatz jener historischen Zeit.
Die Sonderausstellung zeigt eine Auswahl der einzigartigen und stimmungsvollen Bilder, die der niederländische Photograph Erik-Jan Ouwerkerk 1994 bis 1995 in den HB-Werkstätten für Keramik in Marwitz aufnahm. Entstanden knapp fünf Jahre nach der Wende, eröffnen die Portraits und Werkstattansichten den Blick auf die Arbeit im fast musealen Ambiente eines teilweise maroden Handwerksbetriebs, das die Jahrzehnte überdauert hatte. Im Jahr des 60. Firmenjubiläums erlebte die über achtzigjährige Hedwig Bollhagen mit ihrem reprivatisierten Betrieb eine unvergleichliche Medienaufmerksamkeit, was andererseits die Käuferinteressen weiter befeuerte. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Sorge um die Zukunft der HB-Werkstätten zur Wende, lief das Geschäft mittlerweile wieder. Hedwig Bollhagen avancierte in Presseberichten zur „ältesten Jungunternehmerin Deutschlands“.
Erik-Jan Ouwerkerks Bilder sind ein Kontrapunkt im damals anschwellenden Medienecho. Die porträtierten Mitarbeiter – Maler, Glasierer, Former, Putzer – sind nicht posiert, sondern sie arbeiten wie ungestört weiter. Seine Portraits zeigen HB ausdrücklich im Kontext der Werkstatt und im Gespräch mit den Mitarbeitern. Das Hedwig Bollhagen Museum konnte dank der Unterstützung des Fördervereins die eigene Sammlung um diese umfangreiche Photoserie Ouwerkerks erweitern und ist jetzt in der Lage, diese ästhetisch anspruchsvollen und dokumentarischen Aufnahmen aus der Nachwendezeit öffentlich zu zeigen. Die Ausstellung wird ergänzt durch kurze Ausschnitte aus Interviews mit Mitarbeitern zu ihren Eindrücken in der Umbruchzeit.

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Foto-Ausstellung „HB zeigt HB. Erik-Jan Ouwerkerk bei Hedwig Bollhagen“

Eröffnung: Samstag, 10. November 2018, 18.00 Uhr
Ort: Ofen- und Keramikmuseum Hedwig Bollhagen
Wilhelmstraße 32/33, 16727 Velten
Laufzeit: 11. November 2018 – 31. Mai 2019

Öffnungszeiten: Di-Fr 11.00 – 17.00 Uhr, Sa/So 13.00 – 17.00 Uhr
Eintritt: 5 €, ermäßigt 4,50 €

Zur Ausstellung erscheint ein 176-seitiger Begleitband (ISBN 978-3-9820445-0-7).

Begrüßung
Udo Arndt Vorstand des Fördervereins des Ofen- und Keramikmuseums Hedwig Bollhagen
Nicole Sendewitz Leiterin des Ofen- und Keramikmuseums Hedwig Bollhagen Velten

Grußwort
Brigitte Faber-Schmidt Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg

Zur Vernissage sind anwesend der Fotograf Erik-Jan Ouwerkerk und die Nichte Hedwig Bollhagens Dr. Silke Resch.

Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 nutzt das Hedwig Bollhagen Museum diese Gelegenheit, um auch zurückzuschauen zu dem Moment, als HB breite überregionale Anerkennung erlangte und so den Boden bereitete für das Hedwig Bollhagen Museum, Deutschlands einziges nur einer einzelnen Keramikerin gewidmetes Museum.

Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg sucht administrative Unterstützung

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg ist eine Service-Stelle für Akteure der kulturellen Bildung im Land Brandenburg. Sie vernetzt und qualifiziert Akteure und potentielle Partner, initiiert und begleitet Projekte, berät zu verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten und bietet bedarfsorientierte Weiterbildungs– und Vernetzungsveranstaltungen an.

Zum 1. Dezember 2018 sucht die Plattform Kulturelle Bildung Verstärkung für die Verwaltung, speziell für das Förderprogramm Kulturelle Bildung und Partizipation des Landes Brandenburg.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 31. Oktober 2018 und ausschließlich per E-Mail an plattformkb@gesellschaft-kultur-geschichte.de. Alle Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, ggf. Zeugnisse) sind zusammengefasst in einer PDF-Datei einzureichen und sollten eine Größe von 5MB nicht überschreiten.

Genauere Informationen entnehmen Sie der Stellenausschreibung.