Manuelle Glasfertigung ist immaterielles Kulturerbe

Ausstellungseröffnung
28.08.2016, 15 Uhr
Glashütte

Arbeit am GlasofenAm Sonntag, dem 28. August 2016, um 15 Uhr, wird im Museumsdorf Baruther Glashütte (Ausstellungshaus am Hüttenbahnhof) die Sonderausstellung „Manuelle Glasfertigung ist immaterielles Kulturerbe“ eröffnet.

Im Ausstellungshaus am Hüttenbahnhof werden etwa 35 Exponate – von Gebrauchsglas, Designer-Glas bis zu gläsernen Kunstobjekten – präsentiert. Die Stücke aus drei Jahrhunderten sind Zeugnisse der Manuellen Glasfertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas, die jüngst auf nationaler Ebene als Immaterielles Kulturerbe (IKE) gekürt wurde. Einige Stücke eines Seminars der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle dokumentieren die Praxiserfahrungen von Hallenser Studierenden in Glashütte zum Thema „Flasche“. Die Ausstellungsobjekte werden durch zahlreiche dokumentarische Fotos ergänzt.

Das Rahmenprogramm zur Sonderausstellung bietet eine Praxiswoche mit Glasmachern und Designerinnen am Glasofen (20. bis 26.09.2016), eine Praxistagung zum Immateriellen Kulturerbe, zu Glasnetzwerken und zur Studiopraxis (25.09.2016, 12 bis 18 Uhr) und eine Glasmachertafel (24.09. 2016, 19 Uhr).
Wir freuen uns über Ihren Besuch!

 

Schwimmendes Holz – Erprobung eines eichenen Einbaums aus der Slawenzeit

Stapellauf eines Einbaums zur ARCHÄOTECHNICA
20.08.2016, 11 Uhr
Brandenburg an der Havel

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Der originale Einbaum aus Ziesar, Foto: Detlef Sommer, BLDAM

Am Wochenende, 20. und 21. August 2016 findet im und am Archäologischen Landesmuseum Brandenburg die ARCHÄOTECHICA zum Thema „5000 Jahre Bauhandwerk“ statt.

Ein besonderer Höhepunkt wird am 20. August um 11 Uhr der Stapellauf eines mit traditionellen Techniken nachgebauten, slawenzeitlichen eichenen Einbaums im Stadtkanal unterhalb des Archäologischen Landesmuseums sowie seine Erprobung zu Wasser durch die Kanutin und mehrfache Olympiasiegerin Birgit Fischer.

Einbäume sind seit der Steinzeit in Gebrauch und werden immer wieder aus Gewässern geborgen. Ein außergewöhnliches Stück wurde 1936 in einem Sumpfgelände in der Umgebung von Ziesar gefunden. Seine Länge von ca. neun Metern und die fast vollständige Erhaltung sowie die genaue Datierung in die Zeit um 1100 machten den Einbaum zu einem seltenen und wertvollen Fundstück von überregionaler Bedeutung. Nach dem Vorbild des Fundes von Ziesar wird am Paulikloster derzeit durch das Archäotechnische Zentrum Welzow aus einer zehn Meter langen Eiche mit historischen Werkzeugen ein Einbaum nachgebaut. Der Stapellauf wird dokumentiert und anschließend publiziert.

Sehen Sie in diesem Video, wie der Einbaum bereits Form annimmt!

 

Gemacht von Hand in Stadt und Land

Ausstellungseröffnung
04.08.2016, 14 Uhr
Lübbenau/Lehde

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Am Donnerstag, den 4. August 2016, wird im Spreewald-Museum Lübbenau (um 14 Uhr) und im Freiland-Museum Lehde (um 16 Uhr) die Schau „Gemacht von Hand in Stadt und Land“ als Ergänzung der Dauerausstellungen eröffnet.

Eine Zeitreise in das 19. Jahrhundert erwartet die Besucher im Spreewald-Museum Lübbenau. Hier kann man die Vielfalt der Handwerkstraditionen, die das Leben der Spreewälder in Stadt und Land geprägt haben, entdecken.

Im Freilandmuseums Lehde werden die typischen Handwerkstraditionen der Spreewälder Landbevölkerung vorgestellt. Häuser wurden aus Holz gebaut, Dächer mit Reet gedeckt und Kähne vor Ort gefertigt. In den Wintermonaten wurden Körbe geflochten, Wolle gesponnen, Leinen gewebt oder Holz verarbeitet. Alles entstand vor Ort und aus einer Hand. Wir freuen uns über Ihren Besuch!