Seilzeitalter. Das löbliche Gewerck der Seyler zu Kirchhayn und in der Welt

Ausstellungseröffnung
09.07.2016, 15 Uhr
Doberlug-Kirchain

Seilerinnungspokal von 1674 Privatsammlung Seilerei Langmann, Doberlug Kirchhain Foto: Seilerei Langmann, Doberlug-Kirchhain, Leihgabe der Familie Langmann an das Weissgerbermuseum Doberlug-Kirchhain seit 16.01.1962.

Seilerinnungspokal von 1674
Privatsammlung Seilerei Langmann, Doberlug Kirchhain

Die ältesten Funde von Schnüren, Seilen und Netzen im Moor bei Friesack/Havelland datieren um 9.000 bis 10.000 vor der Zeitrechnung.
Das „löbliche Gewerck der Seyler zu Kirchhayn“ gab sich 1674 seinen Innungspokal. Aber schon über 100 Jahre zuvor, im Jahr 1549, erschien das Seilergewerk mit den Innungsartikeln in den Archiven von Kirchhain.

Die Ausstellung präsentiert Maschinen, Werkzeuge und Materialien der Handseilerei und des Drahtseilspleißens. Sie erzählt die Geschichte der kleinen Langmann’schen Handseilerei und stellt die Herstellungstechniken von Hanf- und Drahtseilen vor. Kurze Filme und Fotos geben Einblick in das Seilerhandwerk in China oder Tibet.

Eine Einführung in die Ausstellung gibt am 9. Juli Seilermeister Rainer Langmann. Danach können Sie die Ausstellung bis zum 19. November 2016 im Museum Schloss Doberlug besuchen.

»Ein Handwerkshaus für Altranft«

Ausstellungseröffnung
18.06.2016, 14 Uhr
Altranft

 Handwerk Foto: Ingar Krauss © Museum Altranft

Handwerk Foto: Ingar Krauss © Museum Altranft

Was war das Handwerk auf dem Dorf einst und was heißt es heute, in einem Dorf Handwerker zu sein? Wie haben sich die einzelnen Gewerke im Laufe der Zeit verändert? Was wurde an dörflicher und auch landschaftlicher Vielfalt, an wirtschaftlicher, sozialer Struktur und kultureller Identität gewonnen, was verloren – für die Handwerker, für das Dorf? Was steht zu erwarten für die Handwerker im Ländlichen, und wo die liegen die Chancen und Gestaltungsspielräume?
Fotografien von Ingar Krauss, Texte vom Büro für Landschaftskommunikation und ausgewählte Objekte verschiedener Handwerker gewähren über das Ausstellungsprojekt Einblicke in die Geschichte und die Zukunft des Handwerks im Oderbruch.
Noch bis zum 17.09.2016 wird die Freiluftausstellung in einem offenen Ständerfachwerk präsentiert, das die Form eines für das Oderbruch zu Zeiten seiner Trockenlegung typischen Kleinkolonistenhauses aufgreift.

»Handgemacht« – Ein Gütesiegel mit Zukunft

Tagung
17.06.2016, 09:30 Uhr
Berlin

Innungssaal im 2. Obergeschoß des Märkischen Museums, 1908 Foto: Ernst von Brauchitsch © Stiftung Stadtmuseum Berlin

Innungssaal im 2. Obergeschoß des Märkischen Museums, 1908 Foto: Ernst von Brauchitsch © Stiftung Stadtmuseum Berlin

In den Sammlungen des Stadtmuseums Berlin mit ihren einzigartigen Objekten sind die Entwicklungen des Handwerks und inzwischen auch verloren gegangene Techniken aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar. Als Exponate in Ausstellungen und als Quellen für historische Forschungen beanspruchen die aufbewahrten Dinge sowohl die Aufmerksamkeit von Kuratoren als auch von Restauratoren.
Auf der Tagung werden im Märkischen Museum ausgewählte Sammlungsgegenstände präsentiert und aktuelle Forschungs- und Restaurierungsprojekte vorgestellt, die in Kooperation mit Einrichtungen des Landes Brandenburg realisiert werden. Es wird aufgezeigt, welche Handwerkstechniken bei der Herstellung angewendet wurden und welche speziellen Verfahren für die Erhaltung heute zum Einsatz kommen.
Diskutiert wird, wie die notwendige Pflege und Restaurierung von historischem Kulturgut zum Transfer von traditionellen Gewerken zu aktuellen Ausbildungsberufen bis hin zur Entwicklung innovativer Verfahren beitragen kann.