LOLA – Looselandschaft im Wandel durch Landwirtschaft

Ausstellungseröffnung und Vorträge
07. November 2015, 10.00 Uhr
Letschin

Detlef Mallwitz erläutert den Referenten Prof. Dr. Beata Halicka und Lars Fischer Detaills der Ausstellung, Foto: Heike Mildner

Das Thema Landschaft ist im Oderbruch eng mit dem Thema Landwirtschaft verknüpft: Umformung der Landschaft vom ehemaligen Sumpfgebiet mit reichen Fischvorkommen und ausgedehnten Wiesen zur Weidewirtschaft, Neuvermessung und -einteilung der Flurstücke zu zusammenhängenden Flächen, erweiterte Industrialisierung und das Wachstum der Privatwirtschaft sowie stärker sichtbar werdende Energiewirtschaft. Die Fragen, die 07. November in den Letschiner Heimatstuben diskutiert und in einer Ausstellung thematisiert wurden, waren unter anderem: Wem gehört das Land? Gibt es ein Recht auf Betreten der Landschaft?

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Durch die Zunahme der Landgrößen ist die Landschaft von „Störfaktoren“, wie ungenutzte Bauernhöfe, naturnahe Kanalverläufe, Baumgruppen, Pfade usw. „befreit“ worden und es sind große zusammenhängende Flächen entstanden, die von den Bewohnern und ihren Besuchern nicht mehr durchquert werden können.

Die Letschiner Heimatstuben, Museum für Heimatkunde der Gemeinde Letschin, und Studenten der Germanistik der Universität Stettin haben eine historische Bestandsaufnahme alter topographischer Gegebenheiten, mit Schleichwegen und Querverbindungen und eine Analyse der Ist-Situation mit Feldstudien erarbeitet. Die Ergebnisse der Forschungen werden nun präsentiert.

Termin: Sa, 07. November 2015, 10.00 Uhr
Zeitraum: 08. November 2015 – 10. Januar 2016
Ort: Letschiner Heimatstuben, Museum für Heimatkunde der Gemeinde Letschin, Letschiner Birkenweg 1, 15324 Letschin
Öffnungszeiten: Mi – Fr, 11.00 – 17.00 Uhr, Sa und So, 14.00 – 17.00 Uhr
Information: Letschiner Heimatstuben, Detlef Mallwitz
Telefon: 033475-50797
E-Mail: letschiner-heimatstuben@t-online.de
Link: www.letschin.de/heimatstube

An den Rändern der Städte. Strategien für die Inwertsetzung von inneren und äüßeren Landschaften in Brandenburg

Öffentliches Symposium
05. November 2015, 09.30 Uhr
Cottbus

An den Rändern der Städte, Foto: BTU CottbusDas öffentliche Symposium am 05. November 2015 „An den Rändern der Städte“ an der BTU Cottbus-Senftenberg thematisierte die von bisherigen Planungen meist vernachlässigten, undefinierten Zwischenräume der urbanen Peripherie und fragt nach neuen Konzepten und Strategien der Stadt- und Freiraumentwicklung für die Stadtränder in Brandenburg.

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Bundesweit aber besonders in den Bundesländern, die von Stagnation oder Schrumpfung betroffen sind, entstehen wenig definierte Orte und Zwischenräume an den Rändern der Städte. Es sind Räume, die weder Stadt noch Landschaft sind. Die Zukunft dieser Randlandschaften ist meist ungewiss, sie befinden sich im Wartestand. Damit sind sie aber auch Möglichkeitsräume.

Hier geht es um die Qualifizierung der durch Schrumpfung frei werdenden Stadtstrukturen, um die Übergänge zu neuen touristischen Naherholungsgebieten im Prozess der Entwicklung von Bergbaufolgelandschaften, aber auch um innere periphere Stadtstrukturen wie Flussufer, Konversionsflächen und Rückbaustandorte.

Folgende zentrale Fragestellungen wurden betrachtet:
• Welche tragfähigen Nutzungsideen, welche Gestaltungsleitbilder sind bisher für die Ränder entwickelt worden?
• Wie kann die Raumproduktion entlang der inneren und äußeren Ränder erfolgen, wenn die Mittel der öffentlichen Hand begrenzt sind und bauliche Nachfrage nicht besteht?
• Wer sind die Akteure, welche Prozesse sind geeignet?
• Lassen sich übertragbare Prinzipien für die Gestaltung der Ränder der Städte in Brandenburg ableiten?
• Welche Bedeutung kann die Software der Stadt in Form neuer Raumtaktiken und Aneignungsstrategien spielen?
• Welchen Mehrwert können die urbanen Peripherien für die Stadtgesellschaft schaffen?

Veranstalter: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Lehrstuhl Landschaftsplanung und Freiraumgestaltung, Vertr.-Prof. Dr. Carlo W. Becker & Lehrstuhl
Städtebau und Entwerfen, Prof. Heinz Nagler

Termin: Do, 05. November 2015, 9.30 Uhr
Ort: IKMZ Informations-, Kommunikations-, und Medienzentrum, Platz der deutschen Einheit 2, 03044 Cottbus
Eintritt: frei
Information: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, M Sc.Lena Flamm
Telefon: 0355 – 693129
E-Mail: lena.flamm@tu-cottbus.de

Landschaftswandel in Brandenburg

Öffentliche Tagung
06. November 2015, 10.30 Uhr
Potsdam

Tagung „Landschaftswandel in Brandenburg“ im Haus der Natur in PotsdamAm Freitag, 06. November 2015, fand im Haus der Natur Potsdam die öffentliche Tagung „Landschaftswandel in Brandenburg“ statt. Auf ihr wurden u.a. folgende Fragen erörtert und diskutiert: Wie sieht die Bilanz des Landschaftswandels in Brandenburg in den letzten 25 Jahren aus? Wie entwickeln sich die Kulturlandschaften unter dem Einfluss der Landnutzung und der erneuerbaren Energien im Land weiter? Welche Aufgaben können und müssen dabei vom Naturschutz bewältigt werden?

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In Brandenburg wurden seit 1990 durch das Nationalparkprogramm und spätere Verordnungen Schutzgebiete mit wertvoller Naturausstattung gesichert. Auf ehemaligen Truppenübungsplätzen und in Bergbaufolgelandschaften entstanden großräumige Naturschutzgebiete. Auf der anderen Seite vollzog sich durch Bautätigkeit, Land- und Forstwirtschaft sowie Energiegewinnung ein Wandel der Kulturlandschaft. Windräder, Biomasseanbau und Photovoltaikanlagen haben in jüngster Zeit die Landschaften in Brandenburg verändert.

Um Anmeldung wird gebeten.

Termin: 06. November 2015, 10.30 Uhr – 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: Haus der Natur, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam
Tel. 0331-2015525
Fax 0331-2015527
E-Mail: haus-der-natur@t-online.de,
Link: www.hausdernatur-potsdam.de

Programm
10.30 Uhr
Begrüßung
Regine Auster, Förderverein Haus der Natur

Grußwort
Brigitte Faber-Schmidt, BKG gGmbH | Kulturland Brandenburg

10.45 Uhr
Landschaften im historischen Wandel. Neue Akzente durch das Nationalparkprogramm
Prof. Dr. Matthias Freude, Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung

11.30 Uhr
Holzplantage oder Naturwald? Der Wald in Brandenburg im Wandel
Dr. Michael Luthardt, Landeskompetenzzentrum Forst

12.15 Mittagspause

13.00 Uhr
Vom Truppenübungsplatz zum Nationalen Naturerbe. Die Kyritz-Ruppiner Heide
Ute Steinke, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

13.45 Uhr
Landschaftswandel in der Bergbaufolgelandschaft. Das Naturschutzprojekt Grünhaus
Stefan Röhrscheid, NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

14.30 Kaffeepause
14.45 Uhr
Entwicklung der Windenergienutzung in Brandenburg
Dr. Volker Scheps, Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

15.30 Uhr
Landschaft in Veränderung. Positionen des Naturschutzes
Christiane Schröder, NABU Brandenburg