Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück lädt am 27. Januar 2020, 11 Uhr,
zu einer gemeinschaftlichen Lesung in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ein.

Zeichnung von Violette Lecoq: „Das Krematorium, vom Lager aus gesehen. Es brannte in der Nacht und qualmte Tag und Nacht. Die Flammen waren von einem ganz besonderen Rot. Als sie diesen Qualm sahen, sagten einige Polinnen: ‚Das sind die Seelen, die in den Himmel entkommen.'“

Unter dem Titel »’Bald sollte das Frauenlager Ravensbrück zweiunddreißig Wohnbaracken und drei Lagerstraßen umfassen‘: Die Lagererweiterung 1940-45 im Spiegel von Quellen und Selbstzeugnissen« erinnert die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück an die Opfer des Nationalsozialismus. Als größtes Frauenkonzentrationslager im Deutschen Reich nahm Ravensbrück eine zentrale Rolle im System der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager ein. Zwischen 1939 und 1945 wurden etwa 120.000 Frauen und Kinder, ca. 20.000 Männer und 1.200 weibliche Jugendliche nach Ravensbrück deportiert. Unter ihnen waren Frauen aus nahezu allen Ländern Europas, Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente. Die Baracken an den Lagerstraßen reichten bald nicht mehr aus, weshalb die SS im August 1944 ein Zelt errichten ließ. Dieses Zelt entwickelte sich bald zu einem zentralen Ort des Massensterbens.

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Anfang 1945 richtete die SS im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück in einer Baracke neben dem Krematorium eine provisorische Gaskammer ein. Hier ließ die SS im Zeitraum von Ende Januar bis April 1945 ca. 5.000 bis 6.000 Häftlinge vergasen. Unter ihnen befanden sich etwa 100 Häftlinge aus dem Männerlager.

Anlässlich des 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ins Leben gerufenen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus werden in der Mahn- und Gedenkstätte Passagen aus ausgewählten lagerzeitlichen Quellen sowie aus Selbstzeugnissen von Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück vorgetragen. Jedes Jahr lädt die Gedenkstätte unter jeweils verschiedenen thematischen Schwerpunkten zu interaktiven Lesungen ein.

Wenn Sie mitlesen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 20. Januar 2020 unter paedagogik@ravensbrueck.de an. Ihnen wird dann das Skript der Lesung zugesendet.

Ausschreibungsfrist endet bald…

Noch bis zum 30. Juni 2019 können Projektskizzen für das Themenjahr 2020
»KRIEG und FRIEDEN« bei Kulturland Brandenburg eingereicht werden!

»Der Sieger«, Fotomontage mit einem sowjetischen Soldaten vor dem zerstörten Potsdamer Stadtschloss und dem Turm der Garnisonkirche im Hintergrund, 1945, Foto: © bpk-Bildagentur

Der 8. Mai 1945 symbolisiert die »Stunde Null« in der Deutschen Geschichte. Aus der individuellen Erfahrung heraus haben die Menschen in Brandenburg diesen Tag gleichermaßen als »Katastrophe« und »Befreiung« erlebt. Denn wie auch sonst sollten die allerorts anzutreffenden massiven Zerstörungen, die schier endlose Zahl der Opfer, das Maß an Verelendung und die Angst vor der russischen Besatzung auf der einen Seite und die Hoffnung auf Frieden, Freiheit und ein Ende des Nationalsozialismus greifbar werden.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges greift Kulturland Brandenburg mit dem Themenjahr 2020 »KRIEG & FRIEDEN« die Initiative der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg auf, die mit dem Ausstellungsprojekt »Potsdamer Konferenz 1945 – die Neuordnung der Welt« im Schloß Cecilienhof die bis heute spürbaren Auswirkungen der aus der Potsdamer Konferenz resultierenden Nachkriegsordnung vermitteln wird.

Dabei nimmt Kulturland Brandenburg die zeithistorische Phase von 1945 bis heute in den Blick und fragt nach den individuellen Erinnerungen und Erfahrungen der Brandenburger*innen. Das Themenjahr 2020 soll zum Diskurs über die historische, erinnerungskulturelle und demokratische Entwicklung der vergangenen 75 Jahre in Brandenburg anregen.

Im Sinne einer zeitnahen Projektplanung werden alle Antragsteller gebeten, Projektideen (min. 1-2 A4-Seiten sowie eine vorläufige Kostenkalkulation inkl. der gewünschten Förderung von Kulturland Brandenburg) bis spätestens zum 30. Juni 2019 in der Geschäftsstelle der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg, oder per Mail an folgende Adressen einzureichen:

b.faber@gesellschaft-kultur-geschichte.de
c.mueller-lorenz@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Die komplette Ausschreibung und das Konzept zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 »Krieg & Frieden. 1945 und die Folgen« finden Sie hier.

Der Zweite Weltkrieg und die Folgen in Brandenburg

Die Ausschreibung zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 ist online.
Projekteinreichungen sind bis zum 30. Juni können Projektideen möglich.

»Der Sieger«, Fotomontage mit einem sowjetischen Soldaten vor dem zerstörten Potsdamer Stadtschloss und dem Turm der Garnisonkirche im Hintergrund, 1945, Foto: © bpk-Bildagentur

Der 8. Mai 1945 symbolisiert die »Stunde Null« in der Deutschen Geschichte. Aus der individuellen Erfahrung heraus haben die Menschen in Brandenburg diesen Tag gleichermaßen als »Katastrophe« und »Befreiung« erlebt. Denn wie auch sonst sollten die allerorts anzutreffenden massiven Zerstörungen, die schier endlose Zahl der Opfer, das Maß an Verelendung und die Angst vor der russischen Besatzung auf der einen Seite und die Hoffnung auf Frieden, Freiheit und ein Ende des Nationalsozialismus greifbar werden.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges greift Kulturland Brandenburg mit dem Themenjahr 2020 »KRIEG & FRIEDEN« die Initiative der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg auf, die mit dem Ausstellungsprojekt »Potsdamer Konferenz 1945 – die Neuordnung der Welt« im Schloß Cecilienhof die bis heute spürbaren Auswirkungen der aus der Potsdamer Konferenz resultierenden Nachkriegsordnung vermitteln wird.

Dabei nimmt Kulturland Brandenburg die zeithistorische Phase von 1945 bis heute in den Blick und fragt nach den individuellen Erinnerungen und Erfahrungen der Brandenburger*innen. Das Themenjahr 2020 soll zum Diskurs über die historische, erinnerungskulturelle und demokratische Entwicklung der vergangenen 75 Jahre in Brandenburg anregen.

Im Sinne einer zeitnahen Projektplanung werden alle Antragsteller gebeten, Projektideen bis spätestens zum 30. Juni 2019 in der Geschäftsstelle der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg, oder per Mail an folgende Adressen einzureichen:

b.faber@gesellschaft-kultur-geschichte.de
c.mueller-lorenz@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Die komplette Ausschreibung und das Konzept zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 »Krieg & Frieden. 1945 und die Folgen« finden Sie hier.