Auf der Suche nach Fontanes Brandenburg

Das Theaterkollektiv Fritzahoi! macht sich mit einem Oldtimerbus auf die Suche
nach der historischen Heimat der Brandenburger*innen
Die Theaterreise feiert am 2. August 2019 Premiere.

Von Wegen – Auf der Suche nach Fontanes Brandenburg, Foto: Theaterkollektiv FRITZAHOI! © Fabienne Huth

Kaum ein Autor hat die Identität des Landes Brandenburg so geprägt wie Theodor Fontane. In diesem Jahr werden seine Werke und allen voran die »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« als Spiegel dieser Identität immer wieder erprobt, neudefiniert und diskutiert. Doch was bleibt heute von Fontanes Brandenburg? Wie aktuell sind seine Bilder und Geschichten? Wie definierte er Heimat und Mobilität in einer ländlich geprägten Gesellschaft?
Das mobile Theaterstück »Von Wegen – Auf der Suche nach Fontanes Brandenburg« spürt Fontanes Ideen von Heimat und Mobilität mit den Mitteln des Schauspiels, der Musik und des Tanzes nach. Performt wird sowohl auf der Fahrt in einem Oldtimerbus sowie an Schauplätzen seiner »Wanderungen« und anderen Werken wie »Effi Briest« oder »Frau Jenny Treibel«. Aber die Schauspieler*innen, Musiker*innen und Tänzer*innen gehen noch weiter und zerren Fontane in die Gegenwart. Was bedeutet den Menschen Heimat heute?
Die Reise beginnt am Bahnhof Eberswalde, stoppt am Finowkanal, geht weiter in Richtung Altranft, durch Bad Freienwalde und Altglietzen. Am Ende werden die Besucher wieder am Bahnhof Eberswalde abgesetzt.

Mehr erfahren »

Theaterreise »Von Wegen – Auf der Suche nach Fontanes Brandenburg«

Premiere 2. August 2019, 16 Uhr
weiter Termine 3./4. +9./10./11. August 2019, jeweils 16 Uhr
Eintritt 25 Euro, erm. 12 Euro (im VVK), 28 Euro, erm. 15 Euro (Abendkasse)
Treffpunkt Hauptbahnhof Eberswalde, 16225 Eberswalde
Dauer ca. 3 Stunden

Anmeldungen unter www.fritzahoi.de

Hereinspaziert!

Neuruppiner Bürger*innen öffnen erneut ihre Gärten und Höfe
Neuruppiner Innenstadt, 20. Juli 2019, 14 – 18 Uhr
Ein Projekt der Fontane Festspiele

Uta Bartsch auf Ihrem Hof in der Präsidentenstraße 47, Foto: © Fontane-Festspiele uG

Am 20. Juli heißt es zum zweiten Mal »Hereinspaziert!« in der Fontanestadt Neuruppin. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt können Besucher*innen einen Blick in elf Höfe und Gärten mitten im Neuruppiner Stadtzentrum werfen und schauen, was sich hinter den Fassaden der meist aus dem 19. Jahrhundert stammenden Bürgerhäuser verbirgt. Und nicht nur das. Die Hofbesitzer*innen haben für die Gäste unterhaltsame und interessante Programme vorbereitet, die sich mit ihren Häusern, deren Nutzung und natürlich mit Fontane beschäftigen. 

Beim letzten Mal konnten die Besucher*innen einen vielfältigen Einblick gewinnen: So lud die Tagesstätte »Steinklee« der Lebensräume gGmbH in der Steinstraße 5 zu einem Programm rund um die Birne mit Bastelangeboten, Musik, einer Ausstellung und Birnenkuchen ein. Bei Fiedlers Inn, in der Siechenstraße 1b, erwartete die Besucher*innen eine gemütliche Hörlounge. Im Hof vom Up Hus Idyll in der Siechenstraße 4 überreichte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider um 15 Uhr die Auszeichnung »Denkmal des Monats«. Gleichzeitig wurde die Ausstellung »(Neu)Ruppin ist eine Reise wert« der Arbeitsgemeinschaft Städte mit Historischen Stadtkernen eröffnet. Der Hof des ASB-Seniorentreff in der Klosterstraße 4-5 lockte mit Kaffe und Kuchen, wie von der eigenen Oma gemacht, und einem Fontane-Musik-Programm mit Gisela Hoffmann und Horst Kohn. Wie man in einer Stadt mit Bienen leben kann, erfuhren die Hereinspaziert-Bummler im Hof der Kultur-Imkerei der Familie Güthenke in der Erich-Mühsam-Straße 14/15. Was haben diese Bienen mit Fontane zu tun? Ein ganze Menge. Denn ihr Nektarsammelgebiet ist so ziemlich identisch mit den ersten Kapiteln aus Fontanes »Wanderungen durch die Mark Brandenburg«.

Mehr erfahren »

In der Bergstraße 3a lud Ulrike Sinnes in ihren idyllischen, kleinen Hof ein. Mitten darin steht ein Birnbaum – »die gute Luise«. Bilder, Gedichte und Wissenswertes rund um die Birne und verschiedenen Birnensorten warteten auf die Gäste. In der Schifferstraße 18 freute sich Familie Hoffmann auf Garten- und Naturfreunde. »Alles, was der Garten hergibt« ist ihr Motto. Quiz und Basteln rund um Kräuter, Blumen und Insekten, Akkordeon-Musik und Fontane-Poesie hatten Hoffmanns für den 18. Mai vorbereitet. »Hereinspaziert!« hieß es auch bei Familie Gröschke in der Rudolf-Breitscheid-Straße 26. In ihrem üppigen und verwunschenen Garten hatte sich ein Überraschungsgast angemeldet: Adelheid von Stechlin. Die Hobbymalerin Frau Gröschke stellte ihre Bilder aus und für Flötenklänge sorgte Musikschülerin Dorothea Döring.

Weiter ging es in die Franz-Künstler-Straße 8 auf den Hof vom Haus der Begegnung. Dort konnten die Gäste der Klöppelgruppe bei ihrer Handarbeit zuschauen. Im Café des Vereins Jahresringe wurde das geklöppelte Fontane-Triptychon übergeben. Und Schauspieler Alexander Bandilla las und plauderte aus Fontanes Leben und Werk. In der Präsidentenstraße 47 am Bernhard-Brasch-Platz lud Uta Bartsch zum Effi-Briest-Hörspielgarten und zum Kunstmachen mit Nele Probst ein. Die Künstlerin gestaltete im Juni mit Neuruppiner*innen und Besucher*innen das Kunstprojekt „Fontasialand“ auf dem Braschplatz. Am Schulplatz, Karl-Marx-Straße 35 öffnete Kristina Hannaleck den Hof vom neu eröffneten Herr-Fontane-Laden. »Fontane gelesen« hieß ihr Programm mit Sybille Wesenberg.

Auch am 20. Juli sind wieder Alle herzlich willkommen. Genießen Sie die Gastfreundschaft der Innenstädter, lassen Sie sich überraschen von den Einblicken, Geschichten und Programmen hinter den oft geschlossenen Fassaden.

Theodor Fontane als Hitmaschine

Reinhard Repkes Club der toten Dichter hat Theodor Fontane neu vertont
und mit Katharina Franck direkt ins Schwarze getroffen.
»So und nicht anders«, am 20. September 2019, 20 Uhr im Waschhaus Potsdam

Reinhard Repkes Club der toten Dichter mit Katharina Franck, Foto: © Oliver Betke

„Sie taucht in jeden Song ein wie in tiefes Wasser“, schrieb die Journalistin Regine Buddeke einmal über Katharina Franck. Seit einigen Jahren lebt die Sängerin und Songwriterin, deren unverwechselbare Stimme seit den Erfolgen ihrer Band Rainbirds fast jeder kennt, in der Nähe von Neuruppin, dem Geburtsort Theodor Fontanes. In der „Grafschaft Ruppin“, in der die berühmten „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ihren Anfang nahmen.

Die erste Wanderung führte Fontane über das Wasser des Ruppiner Sees nach Wustrau. Am Wasser des Molchowsees in Alt Ruppin vertonte Reinhardt Repke, Gründer und Komponist des Clubs der toten Dichter, die ersten Gedichte Fontanes neu. Vor einigen Jahren waren Franck und Repke schon mit Rilke sehr erfolgreich in ganz Deutschland unterwegs. Nun treffen sie sich wieder, zwischen all den Seen des Ruppiner Landes, um erneut miteinander zu arbeiten. Neben Katharina Franck (voc, git), werden die Akkordeonistin Cathrin Pfeifer und der Bassist Markus Runzheimer das Quartett um Reinhardt Repke (voc, git) bilden.

Mehr erfahren »

Katharina Franck ist Sängerin durch und durch. Ihr Selbstverständnis als Musikerin beschreibt Fontanes Gedicht „Auch ein Herzenstrost“ in den ersten Zeilen: „Mein Freund, du frägst, warum ich singe? Das ist mir eine Frage, das; Ich singe, nun, ich singe, singe – Mir macht einmal das Singen Spaß“.

Im Jubiläumsjahr 2019 geht Reinhardt Repkes Club der toten Dichter mit Neuvertonungen des Dichters und Schöpfers berühmter Frauenfiguren, wie Effie Briest, Jenny Treibel, Grete Minde auf Tournee.  Das berühmte Gedicht “John Maynard“, die Maynard – Suite, wie sie innerhalb des Clubs genannt wird, da Repke das Gedicht in drei Songs aufgeteilt hat, wird dabei sein. Und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, das beliebteste Gedicht der Deutschen, wie mal einer schrieb, hat seinen Platz im Programm.

Konzert »So und nicht anders. Theodor Fontane neu vertont«

Termin 20. September 2019, 20 Uhr
Ort Waschhaus Potsdam, Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam
Eintritt ab 28 Euro

weitere Termine unter www.club-der-toten-dichter.de

Am 20. September spielen Reinhardt Repkes Club der toten Dichter und Katharina Franck im Waschhaus Potsdam. Tickets sind hier erhältlich.