And the nominees are…

Kulturland Brandenburg für den 14. Europäischen Kulturmarken-Award
in der Kategorie »Europäische Kulturtourismusregion 2019« nominiert
Preisverleihung am 7. November auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein

Die Jury des 14. Europäischen Kulturmarken-Awards am 26. September auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Museumsinsel Berlin © Causales

Eine 42-köpfige Expertenjury aus Kultur, Wirtschaft und Medien wählte am 26. September 2019 auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Museumsinsel Berlin 22 Nominierte in 8 Kategorien aus. Kulturland Brandenburg ist mit seinem Konzept der Themenjahre in der Kategorie »Europäische Kulturtourismusregion 2019« nominiert. Die Preisverleihung findet am 7. November 2019 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein statt.

„Ich freue mich sehr über unsere Nominierung insbesondere in dieser Kategorie“, betont Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg und der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte. „Über die Themenjahre werden das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt des Landes Brandenburg ins öffentliche Bewusstsein gehoben. Seit vielen Jahren arbeiten wir an der inhaltlichen und
strukturellen Verknüpfung sowie an der Qualifizierung der Akteure aus den Bereichen Kultur und Tourismus und stärken somit die kulturtouristischen Potenziale in ganz Brandenburg.“

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Europäischer Kulturmarken Award 2019
Innerhalb des 14. Europäischen Kulturmarken-Awards wurden 105 Wettbewerbsbeiträge aus Deutschland, Frankreich, Holland, Kroatien, Litauen, Österreich, Tschechien und der Schweiz eingereicht. Die Preisverleihung von Europas avanciertestem Kulturpreis findet im Rahmen der Kulturmarken-Gala »Night of Cultural Brands« am 7. November 2019 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein vor 650 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien in Essen statt. Ausgezeichnet werden unter anderem trendsetzende Kulturanbieter, nachhaltige Investitionen in Kulturprojekte, innovative Bildungsprogramme, Stadtkultur und Kulturtourismusregionen sowie die engagiertesten Kulturmanagerinnen und Kulturmanager aus Europa. Eröffnet wird die Preisverleihung von Michelle Müntefering, Staatsministerin für kulturelle Angelegenheiten im Auswärtigen Amt.
Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören unter anderem die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Institut du Monde Arabe, das Burgtheater Wien, die SchirnKunsthalle, RUHR.2010, die Bregenzer Festspiele, das Dortmunder U und das Guggenheim Museum Bilbao als Europäische Kulturmarken. Initiator des Europäischen Kulturmarken-Awards ist die Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und
Kultursponsoring mbH.

Kulturland Brandenburg: »Brandenburg neu entdecken. Mit uns!«
Kulturland Brandenburg möchte den Brandenburgerinnen und Brandenburgern sowie seinen Gästen das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt des Landes näherbringen. Zu einem jährlich wechselnden Thema werden mit zahlreichen Partnern künstlerische und kulturelle Projekte an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Tourismus und kultureller Bildung konzipiert und organisiert.
Ein wesentlicher konzeptioneller Anspruch von Kulturland Brandenburg ist es, die Themen sowohl unter historischen, als auch unter zeitgeschichtlichen und aktuellen Aspekten unter Einbeziehung von spannenden Persönlichkeiten, authentischen Orten und zentralen Ereignissen zu betrachten. Kulturland Brandenburg versteht sich als ein Netzwerk der kulturellen Netzwerke, in dem sich die Akteure im Land nachhaltig fachlich, regional sowie thematisch vernetzen. Weitere zentrale Aufgaben sind das übergreifende Marketing für die Themenjahre sowie die Unterstützung der Akteure vor Ort bei der Umsetzung ihrer Projekte.
In diesem Jahr reiht sich das Themenjahr fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019 als zentraler Baustein in die Landeskampagne fontane.200 ein. Das Werk Theodor Fontanes ist untrennbar mit der brandenburgischen Landschaft, ihrer Geschichte und Kultur sowie mit der Mentalität ihrer Bewohner verbunden. In den unterschiedlichsten Regionen suchte der Dichter und Schriftsteller nach Spuren und hinterließ Spuren. Aus dieser Perspektive lädt fontane.200/Spuren ein, das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt in den verschiedenen Regionen Brandenburgs zu entdecken.

Himmlischer Regen auf die Erde

Eine Sonderausstellung im Rahmen der Kleist-Festtage
20. Oktober 2019 bis 26. Januar 2020 im Kleist-Museum Frankfurt (Oder)
Eröffnung am 19. Oktober 2020, 17 Uhr

Josef Kainz in der Rolle des „Prinz v. Homburg“ © Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Theodor Fontane berichtete in seinen Wanderungen nur beiläufig von Kleists Sterbeort, dessen Dichtungen spielen dabei keine Rolle. Doch einen „Ausflug bis zu Stimmings [zu] machen, um Heinrich v. Kleists Grab“ zu sehen, fand der unternehmungslustige Fontane immerhin notwendig. Im Zuge der wachsenden Kleist-Renaissance seit den 1870-er Jahren beschäftigte sich Fontane ausführlich mit dem Werk Heinrich von Kleists. 1872, in der Sommerfrische in Krummhübel, las er sämtliche Dramen und Erzählungen und war dabei durchaus kritisch: Kleists außerordentliches Talent sei viel zu „poetisch-romantisch“, weil der Prinz von Homburg in einem unhistorisch wirkenden Stück nicht als Held, sondern eher als „Waschlappen“ auftrete. Die Erzählungen dagegen seien spannend und meisterhaft entwickelt, sogar in ihren schrecklichsten Momenten. Otto Brahms biografische Kleist-Studie brachte Fontane 1884 erneut auf Kleist, den damals besonders für Die Herrmannsschlacht und Das Käthchen von Heilbronn hoch geachteten Dichter.

Fontanes Kleist-Lektüre ist eng an seine Tätigkeit als Theaterkritiker für die Vossische Zeitung 1870 – 1889 gebunden. Die anfangs scharfen Urteile sind in den sieben Rezensionen zu Kleist-Stücken deutlich abgemildert. Sie bilden nur einen kleinen Teil der 740 Theaterkritiken, in deren Entstehungszeit Theodor Fontane selbst der Durchbruch als Erzähler und Romancier gelang. Auch wenn Fontanes Theaterkritiken bis heute nicht sehr bekannt sind, lässt sich doch einiges in ihnen entdecken, etwa in Beschreibungen damaliger Theaterpraxis und -dichtung oder die verschleierte Selbstdarstellung des Dichters.

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Die Ausstellung widmet sich Fontanes Texten zu Kleist, den Lesenotizen und Theaterkritiken. Daraus entsteht ein Kleist-Bild, das zwischen aufrichtiger Bewunderung und verständnisloser Ablehnung schwankt. Bei einer Betrachtung der Lebenswege dieser beiden bekanntesten märkisch-preußischen Dichter klingen Parallelen an. Außerdem wird mit Fontanes historisch-vaterländischem Roman Vor dem Sturm ein Panorama der Kleist-Zeit ausgebreitet. Der Ausstellungstitel ist einer Äußerung Fontanes entlehnt. Über den Dichter Ernst von Wildenbruch, einen Enkel des Prinzen Louis Ferdinand, schrieb er: „Wildenbruch hat wieder einen furchtbaren Vers gesündigt, der helle Blödsinn, und dieser Mann behauptet, der wiedererstandne Heinrich v. Kleist zu sein. Wenn Kleist nieste, fiel im Verhältniß zu W. ein himmlischer Regen auf die Erde.“

Ausstellung „Himmlischer Regen auf die Erde. Kleist bei Fontane“

Eröffnung 19. Oktober 2019, 17 Uhr
Laufzeit 20. Oktober 2019 – 26. Januar 2020
Eintritt 5 Euro, erm. 3 Euro
Öffnungszeiten Di – Do 10-18 Uhr

Ort Kleist-Museum, Faberstr. 6/7, 15230 Frankfurt (Oder)

Web kleist-museum.de

Fontane und die Stadt

Eine Ausstellung in der Galerie am Bollwerk
Neuruppin, 27. September – 3. November 2019
Eröffnung, 26. September 2019, 19 Uhr

Die Löwen-Apotheke in Neuruppin (Bj. 1788), Geburtshaus Theodor Fontanes © Matthias Frinken

Die Galerie am Bollwerk zeigt in einer Ausstellung ab dem 27. September Städte und Wohnorte aus Theodor Fontanes Leben.
Er wuchs in Neuruppin und Swinemünde auf, verbrachte einige Zeit in Leipzig, Dresden, Burg und Letschin. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er jedoch in den Metropolen London und Berlin. Zwar befürworten vor allem seine brieflichen Aufzeichnungen den Modernisierungs- und Urbanisierungsprozess vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Deutschland und zeigen sich vom rapiden Wachstum der Großstädte beeindruckt. In seinen »Wanderungen«, den Essays, v.a. aber in Fontanes Romanen stehen diese Vorgänge und die damit verbundenen sozialen Folgen kaum im Zentrum seiner Beobachtungen und Darstellungen. Nur ausnahmsweise ist dazu etwas zu finden, z.B. im Kapitel Glindow in den »Wanderungen«. Fällt der urbane und industrielle Wandel den Maßgaben des poetischen Realismus zum Opfer oder interessieren seine Akteure und die sozialen Folgen Theodor Fontane einfach nicht?
Die Ausstellung widmet sich den metropolitanen Realitäten des 19. Jahrhunderts. Sie stellt die Wohnorte des märkischen Autors den Spielorten seiner Romane gegenüber und lädt zur Diskussion über Theodor Fontanes Modernisierungsbegriff ein.

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Ausstellung »Fontane und die Stadt«

Eröffnung 26. September 2019, 19 Uhr
Laufzeit
27. September – 3. November 2019
Öffnungszeiten Fr–So 12–16 Uhr
Eintritt
frei
Ort Galerie am Bollwerk, An der Seepromenade 10, 16816 Fontanestadt Neuruppin

Web www.galerie-am-bollwerk.de