Am Anfang war der Urknall…

Das Theater des Lachens inszeniert
einen Highmatabend nach Theodor Fontane
21. März 2019, Frankfurt (Oder)

Ein Highmatabend nach Theodor Fontane © Theater des Lachens, Frankfurt (Oder)

„Am Anfang war der Urknall…“ – Der geneigte Fontane-Kenner könnte den Einwand erheben, dass es keinen Beleg für die Anwesenheit des märkischen Dichters und Schriftstellers beim Urknall gibt. Aber er soll ja auch in Ribbeck nie gewesen sein. Trotzdem hat er darüber berichtet. Nun ja, wer will da schon so genau sein.
Irgendwo zwischen Urknall und Ribbeck jedenfalls liegt das kleine Dorf Tschechin. Hier spielt die Geschichte von Abel und Ursel Hradscheck, die Theodor Fontane in seiner Kriminalgeschichte „Unterm Birnbaum“ verarbeitete. Diese Geschichte liegt dem von Astrid Griesbach inszenierten Stück zu Grunde.
Gehen Sie mit Torsten Gesser, Christine Müller, Irene Winter und Arkadiusz Porada auf eine Zeitreise mit Fontane im Gepäck und ohne Kompass durch Geschichte und Geschichten: stranden, entdecken, verirren Sie sich, werden Sie in einen Obstbaumkrimi hineingezogen und gehen Sie weiter, kommen Sie absichtlich vom Wege ab und doch ans Ziel. Sie folgen Fontane, dem einstigen Chronisten eines verblassenden Landschaftsbildes, durch die  Mark Brandenburg. Die Vergangenheit, auf die wir schauen, war einmal Zukunft!

Weitere Aufführungen finden am 22. März im Weiten Theater Berlin, am 26. Mai in der Zitadelle Spandau und am 14. September im Film Theater Bad Freienwalde statt.

 

 

Brandenburg feiert den 200. Geburtstag Theodor Fontanes

Das Gesamtprogramm fontane.200 wurde in Berlin der Presse vorgestellt.

Das Podium bestehend aus (v.l.n.r.) Hajo Cornel, Dr. Kurt Winkler, Brigitte Faber-Schmidt, Dr. Martina Münch und Ines Jesse

Bei der Auftakt-Pressekonferenz am 20. Februar stellte die Projektleitung fontane.200 die zentralen Programmsäulen sowie das dazugehörige umfangreiche Veranstaltungsprogramm vor. Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch, die Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Ines Jesse, sowie der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Friedrich-Wilhelm von Rauch, hoben die Bedeutung des Schriftstellers für Brandenburg hervor. Vom 30. März bis Fontanes Geburtstag am 30. Dezember 2019 würdigt das Land Brandenburg den großen Autor. Sechs zentrale Programmsäulen und über 450 Veranstaltungen aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Literatur, Musik, Film, Wissenschaft, Kulturelle Bildung, Tourismus und Infrastruktur laden ein, den Autor abseits der bekannten Darstellungen kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit und seines Schaffens zu werfen.

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fontane.200/Autor – Die Leitausstellung
Die Leitausstellung im Museum Neuruppin stellt die Besucher mitten hinein in Theodor Fontanes Schreib- und Textwelten: Woher hat er seine Ideen? Wie erfindet er seine Figuren? fontane.200/Autor zeigt Fontane als Wortsampler, Schreibdenker und Textprogrammierer. Das Leitmotiv der Leitausstellung sind Fontanes Wort(er)findungen, die in Neuruppin das Museum und die Stadt bespielen.

fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019
Fontane hat für unterschiedliche Genres seines Werkes in der Region Spuren gesucht und Spuren hinterlassen. Rund 40 Partnerprojekte, die von Kulturland Brandenburg gefördert und koordiniert werden, präsentieren im Fontanejahr Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater, Tanz, Film und zeitgenössische Kunst sowie kulturtouristische Angebote im gesamten Land. Im Fokus der Aktivitäten stehen die lokalen Quellen und Netzwerke, die für seine Arbeit, vor allem an den Wanderungen unabdingbar waren.

fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten
Die Ausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er? Wer waren seine Informanten und Begleiter, was hat er gesehen und gelesen, und mit wem hat er gesprochen? Die Schau gibt einen Einblick in Fontanes Schreibwerkstatt und zeigt ihn dabei, wie er das vorgefundene Material sammelt und stilvoll bearbeitet.

fontane.200/Kongress – Fontanes Medien (1819-2019)
Das Theodor-Fontane-Archiv diskutiert im Kontext des internationalen Kongresses Fragen zu Fontanes Medieninszenierung und zur Rezeption: Wie haben Medien Fontanes Autorschaft geprägt? Wie erforscht man einen Autor im digitalen Zeitalter? Wie beeinflussen Medien – insbesondere Soziale Medien – das Bild eines Autors? Literatur- und Medienwissenschaftler*innen reflektieren in über 50 Vorträgen die Bedeutung der Medien für Fontanes Schaffen und die heutige (digitale) Rezeption. Den Kongress begleitet ein kulturelles Rahmenprogramm.

fontane.200/Jugendprojekte – WORD&PLAY! | Dem Wort auf der Spur
Das bundesweite Projekt »WORD&PLAY!« bietet Jugendlichen mit dem Medium des Games und seinen künstlerischen sowie digitalen Spielarten einen originellen Zugang zu Fontane und Literatur im Allgemeinen. Das brandenburgische Bildungs- und Vermittlungsprogramm »Dem Wort auf der Spur« für Schülerinnen und Schüler der 1. bis 12. Klasse bietet einen kreativen Umgang mit Fontanes Sprache, Wort und Geschichten.

fontane.200/Neuruppin – Das Programm
Die Aktivitäten der Fontanestadt Neuruppin stehen im Zentrum des Jubiläumsjahres. Die Leitausstellung des Museums Neuruppin, die Fontane-Festspiele, interaktive Jugendprojekte sowie ein umfangreiches Kulturprogramm sind die Höhepunkte der Geburtsstadt Fontanes. Erstmals wird ein gemeinsamer Fontane-Literaturpreis vom Land Brandenburg und der Fontanestadt an eine/n Brandenburgische/n Reiseliteratur-Autor/in vergeben.

Das komplette Programm finden Sie in unserem Online-Kalender, auf www.fontane-200.de oder in unserer gedruckten Version (Download auf der Website oder postalischer Versand möglich).

Die Eröffnung des Fontanejahres findet am 30. März 2019 um 14 Uhr in der Kulturkirche Neuruppin statt. Am selben Tag wird um 16.30 Uhr die Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin eröffnet.

… aller Welt Enden … Fontane 2019

Eine Ausstellung in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
24. Januar – 12. Dezember 2019, Strausberg

Eröffnung der Ausstellung in der Sparkasse Strausberg mit den Künstlern, der Kuratorin Anke Zeisler (sitzend links) und Förderern, Foto: © Kulturland Brandenburg 2019

Es ist ein ungehütetes Geheimnis, dass die brandenburgischen Sparkassen ein wichtiger Partner bei der Förderung kultureller Projekte im ganzen Land sind. Auch im Fontanejahr tragen viele Veranstaltungen, Ausstellung und Kunstprojekte das Siegel: mir freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen. Es ist aber eine Besonderheit, wenn die Sparkasse selbst zum Ausstellungshaus wird. Wie in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg, wo seit nunmehr 5 Jahren in Kooperation mit dem Verein kunst projekte e.V. hochrangige Kunst-Ausstellungen gezeigt werden.

In diesem Jahr steht die Ausstellung in Strausberg im Zeichen Theodor Fontanes und reiht sich damit ein in das Gesamtprogramm zu fontane.200 ein. „… aller Welt Enden …“ – „Das ist nicht apokalyptisch, wie man anmerken könnte. Diese Enden sind Horizonte, die sich verschieben, immer wieder. Gemessen an aller Welt, findet sich hier eine sehr kleine Zusammenschau. Fontane 2019 anzunehmen, das bedeutet einen Zeitsprung vom 19. ins 21. Jahrhundert zu tun. Es ist ein Versuch in Gedanken und Bildern.“ (Anke Zeisler)

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Als die 24 Maler*innen, Zeichner*innen und Fotografen*innen sich auf das Thema eingelassen haben, „waren sie allerdings zwischenzeitlich nicht selten während ihrer Recherchen ratlos wegen der Fontaneschen Überfülle. Schließlich läuft es darauf hinaus, dass sie das einzig Richtige tun, was bedeutet, bei sich und dem eigenen Werk zu bleiben. Und da hat es keine Not. Sie fanden im Chaos der Möglichkeiten durch bildnerische Arbeit zu einer Ordnung und Konzentration, zu Momenten einfühlender und anverwandelnder Poetik. Auf die Wanderungen – wir wissen, dass sie auch in die Historie und Geschichten der Orte und Menschen gehen und es mitnichten bei Beschreibungen von Auen und Wäldern, Wohnorten, Parks, Schlössern etc. bleibt – haben einige von ihnen dennoch und offenbar mit viel Freude mit ihren Landschaften geantwortet.“ (Anke Zeisler)

An der Ausstellung beteiligen sich Birgit Bellmann, Günter Blendinger, Susanne Britz, Carsten Gille, Dieter Goltzsche, Jörn Grothkopp, Sylvia Hagen, Barbara Henniger, Volker Henze, Jürgen K. Hultenreich, Horst Hussel, Kathrin Karras, Hagen Klennert, Harald-Alexander Klimek, Anett Münnich, Sophie Natuschke, Regina Nieke, Wolfgang Schedler, Anna Franziska Schwarzbach, Leo Seidel, Reinhard Stangl, Songwen Sun-von Berg, Ruth Tesmar, Heidi Vogel.

Die Ausstellung „… aller Welt Enden … Fontane 2019“ ist noch bis zum 12. Dezember in Strausberg zu sehen.

Wo Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland
Große Straße 2 – 3, 15344 Strausberg

Öffnungszeiten Mo + Fr 8.30 – 15.30 Uhr, Di + Do 8.30 – 18 Uhr, Mi 8.30 – 13 Uhr
Eintritt frei