Bergbaufolgelandschaften. Lausitz im Wandel

Eröffnung der Wanderfoto-Ausstellung
30. Juli 2015, 16.00 Uhr
Neuruppin

Besucherbergwerk F 60, 2012, © Ester HavlováAm Donnerstag, 30. Juli 2015 wurde im Alten Gymnasium Neuruppin die Foto-Wanderausstellung „Bergbaufolgelandschaften- Lausitz im Wandel“ eröffnet. Die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg hat bis zu 80 großformatige künstlerische Fotografien aus zwei Ausstellungen zusammengetragen, die den Wandel in der Lausitzer Bergbaulandschaft zeigen.

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Über 20 Fotografen aus Frankreich, Italien, Polen, Slowakei, Tschechien und Deutschland haben im Auftrag der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land aktive und stillgelegte Tagebaue, Industriebauten, wie zum Beispiel das Besucherbergwerk F60, die Biotürme in Lauchhammer und die Kraftwerke Plessa und Schwarze Pumpe besichtigt und in Fotos festgehalten. „Als ich zum ersten Mal hier war, hörte ich von den IBA-Visionen und davon, was man für diese Region künftig vorhatte. Damals konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, dass aus diesen grauen Landschaften hier einmal ein Erholungsgebiet werden könnte. Heute ist es das aber tatsächlich in weiten Teilen schon geworden“, erklärte der polnische Fotograf Marek Maruszak 2012.

Tagebau Meuro im Frühstadium , 2000 © Walter Liepe

Daneben zeigt Jürgen Liepe die Entwicklung des Tagebaus Meuro bzw. des künftigen Großräschener Sees über einen Zeitraum von gut zehn Jahren. Der Berliner Fotograf ist beeindruckt von der Widersprüchlichkeit und Vielfältigkeit der Lausitzer Bergbaulandschaften und ihrer rasanten Veränderung. Seine Fotografien lassen die eigenartige Faszination dieser „Energielandschaft“ erkennbar werden – die Erfahrung menschlicher Vergänglichkeit, das Gefühl von Wildnis und Erhabenheit sowie das gleichzeitige Wissen um massivste technische Überprägung. In wenigen Jahren entstand erst durch Menschenhand, dann durch Regen und Wind, eine Art „Canyon-Landschaft“, die an die natürlichen Vorbilder denken lässt. Der tiefe Zwiespalt zwischen dem Wissen um die geschundene Natur und die verschwundenen Dörfer einerseits und der
Bewunderung von Formenvielfalt und teilweise atemberaubender Schönheit der zerklüfteten Hinterlassenschaft des Abbaus andererseits spiegelt sich in seinen Aufnahmen – von Sandwüsten bis farbigen Seen.

Die Wanderausstellung wird an mehreren Stationen – u.a. in Neuruppin, Prenzlau und Wittstock – im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2015 gezeigt.

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier.

Ein Kooperationsprojekt der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg und Kulturland Brandenburg 2015.

Programm
Grußworte
Kathrin Lange, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg
Arne Krohn, stellv. Bürgermeister und Baudezernent Fontanestadt Neuruppin
Zur Ausstellung
Katja Wolf, IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland e. V.
Musik
Jule & Ole – Rock & Pop, Jugendkunstschule Neuruppin

Eröffnung: Do, 30. Juli 2015, 16.00 Uhr
Zeitraum: 31.07. – 05.09.2015
Ort: Altes Gymnasium Neuruppin, Am Alten Gymnasium 1–3, 16816 Neuruppinn
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 12.00 – 18.00 Uhr; Fr 12.00 – 17.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr
Eintritt: frei
Information: Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte, Kulturland Brandenburg, Brigitte Faber-Schmidt
Telefon: 0331-6208580
E-Mail: info@kulturland-brandenburg.de
Link: www.kulturland-brandenburg.de

Weitere Termine und Orte
16. September – 16. Oktober 2015, Rathaus Wittstock
23. Oktober – 22. November 2015, Dominikanerkloster Prenzlau