Über Christian Müller-Lorenz

Assistenz der Geschäftsführung

Macht und Glanz in Europa

Archäotechnica 2018
Kunst- und Handwerkstechniken der Bronzezeit
11./12. August 2018, 10–17 Uhr

Foto: Fritz Fabert © Archäologisches Landesmuseum

Vor mehr als 3 500 Jahren erlebte das junge Metallhandwerk in weiten Teilen Europas seine erste Blüte. Prächtiger Schmuck und kostbare Waffen, aber auch Werkzeuge und Arbeitsgeräte entstanden aus Bronze.
Die Region Berlin-Brandenburg war in dieser Zeit stark geprägt von einflussreichen, benachbarten Kulturkreisen und muss in ein weitreichendes Handelsnetz eingebunden gewesen sein.
Schauen Sie einem prähistorischen Salzsieder oder Bronzegießer über die Schulter und lassen Sie sich verschiedene Web- und Färbeverfahren oder die kunstfertige Verarbeitung von Bernstein fachkundig erläutern.
Die kultische Seite des Lebens beleuchten die Darstellung einer bronzezeitlichen Priesterin sowie magische Lurenklänge. Experten zeigen zudem, was uns Funde vom ältesten bekannten Schlachtfeld Europas im Tollensetal über Kampf und Waffen während der Bronzezeit verraten. Und am lebenden Beispiel wird die Domestikation von Pferden, die ab der Bronzezeit greifbar wird, erläutert.

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Programm

13.00 Uhr Vorführung
Auf Hufen und Rädern –
Pferde und Transport in der Bronzezeitim Klostergarten

14.00 Uhr Kurzführung durch das Museum
Goldschalen und Buckelurnen –
Die Bronzezeit im Land BrandenburgTreffpunkt Foyer

15.00 Uhr Modenschau
Mit Schnurrock und Flügelhaube – Bekleidungssitten in der Bronzezeitim Klostergarten

16.00 Uhr Vorführung
Der Klang der Lure – Bronzezeitliche Musikimprovisationim Klostergarten

Eintritt:
5,00 €, erm. 3,50 €, Familien 10,00 €,Kinder unter 10 Jahren frei

Veranstaltungsort:
Archäologisches Landesmuseum Brandenburg
Neustädtische Heidestraße 28
14776 Brandenburg an der Havel

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Kleist im Kiez oder Die Prinzessin und der Jäger

Theateraufführung der KITA „Oderknirpse“
und des Kleist-Museums Frankfurt (Oder)
Mittwoch, 4. Juli 2018

Das Stück beginnt im Garten der Kita

Wir befinden uns im London des frühen 18. Jahrhunderts. Zwei Damen der gehobenen Gesellschaft tragen offen einen Streit zur Schau: „Ich bin die Schönste!“, sagt die Eine. „Nein, ich bin die Schönste!“, beharrt die Andere. Es geht hin und her, immer heftiger duellieren sich die wortgewandten Damen. Plötzlich fällt ein Schuss. Während die eine Dame zu Boden sackt, flieht die andere. Es dauert nicht lange und die Flüchtige wird gefasst. Auch wenn sie ihre Unschuld beteuert, es kommt zum Prozess.

12 Geschworene braucht es laut englischem Recht, die aus dem Stand des oder der Beklagten über Schuld und Unschuld abstimmen müssen. 12 Geschworene, die nicht eher aus dem Dienst entlassen werden, zu Essen oder Trinken erhalten, bevor eine einstimmige Entscheidung getroffen wurde. Die beschuldigte Dame bangte um das Ergebnis. Doch beharrlich stimmte einer der Geschworenen für die Unschuld der Dame. Er tat das so lange, bis alle anderen Geschworenen, die zuvor für schuldig votierten, auch seiner Meinung waren.

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12 Geschworene müssen einstimmig über Schuld und Unschuld entscheiden.

Die Dame war frei. Doch dieser sonderbare Rechtsfall beschäftigte auch den englischen König. Er liess den beharrlichen Geschworenen zu sich rufen und fragte ihn, warum er so überzeugt sei, von der Unschuld der Dame. Als der Jägersmann beim König angehört wurde, beichtete er, was ihn beschäftigte und weshalb er lieber verhungern wollte, als die Dame bestraft zu wissen. An jenem Tage als beide Damen stritten, war sein Waffe aus Versehen losgegangen. Ein Unfall beteuerte er. Ein Unfall, der einem Menschen das Leben kostete. Doch es sollten am Ende nicht zwei Opfer sein. Wahrlich ein edler Jägersmann.

So oder so ähnlich soll es sich zugetragen haben. Das behaupten jedenfalls Heinrich von Kleist. Ganz nach dem Motto „Kleist im Kiez“ und dem Ziel des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa“ präsentierten das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) und die Kinder der KITA „Oderknirpse“ das Theaterstück „Sonderbarer Rechtsfall in England“ in deutscher und polnischer Sprache. Der Applaus war tosend und hielt minutenlang an.

Europäische Horizonte in Brandenburg

Eröffnung der Ausstellung der AG Historische Dorfkerne
Freitag, 22. Juni 2018, 14 Uhr
Brandenburg an der Havel

Die heilige Katharina und die heilige Amalberga, Terrakotta-Figuren am Portal der St. Katharinenkirche zu Brandenburg an der Havel, Foto: Joachim Müller

Bauen bedeutet programmatische Selbstaussage des Bauherrn, Demonstration von Status, Wohlstand und Lebensart. Markante Beispiele importierter Bautraditionen belegen in der Stadt Brandenburg an der Havel den europaweiten Kulturtransfer: Der Brandenburger Dom oder die Eleganz pommerscher Baukunst in der Katharinenkirche, die in der Renaissancezeit einen neuen Kirchturm durch einen italienischen Festungsbaumeister erhielt, und schließlich die mondäne Jugendstilvilla eines Brandenburger Spiel- zeugfabrikanten.
Brandenburg an der Havel ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg, deren Jahresthema 2018 „Europa in Stein gebrannt – Spurensuche in historischen Stadtkernen“ lautet. Insgesamt 10 Mitgliedsstädte präsentieren im Laufe des Jahres die europäischen Einflüsse auf die lokale Baukultur und Architektur. Dabei wird insbesondere die Bauweise mit Backstein, die vom Mittelalter bis zur Zeit der Industrialisierung eine herausgehobene Rolle spielte, in einen europäischen Kontext gesetzt.

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Ausstellung „Europäische Horizonte – Bautraditionen Europas in Brandenburg an der Havel“

Datum: Freitag, 22. Juni 2018, 14 Uhr
Ort: vor der St. Katharinenkirche, Brandenburg an der Havel
Laufzeit: 22. Juni bis 31. Oktober 2018
Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist im offenen Stadtraum frei zugänglich.
Eintritt: frei

Begrüßung
Steffen Scheller, Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg an der Havel

Grußworte
Claudia Mucha, Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg

Inhaltliche Einführung in die Ausstellung durch Dr. Joachim Müller

Musikalische Begleitung durch den Generalmusikdirektor Fred Litwinski an der Kirchenorgel