Die Dachmarke für kulturelle Vielfalt

Wortmarke Themenjahr 2017Ob Ausstellungen, Konzerte, Theater- und Filmprojekte, thematische Radtouren oder Stadtführungen – Brandenburg hat kulturell viel zu bieten. Die Dachmarke „Kulturland Brandenburg“ lädt jedes Jahr mit einem neuen Thema dazu ein, diese kulturelle und regionale Vielfalt sowie das historische Erbe zu entdecken. Dabei ruft Kulturland Brandenburg jährlich kulturelle Einrichtungen und Initiativen des Landes dazu auf, sich mit Ideen an den jeweiligen Themenjahren zu beteiligen.

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Über zahlreiche Kooperationen zwischen Akteuren aus Kultur, Bildung, Wissenschaft und Tourismus entstehen jedes Jahr aufs Neue interessante und spannende Projekte.
Das Themenjahr 2017 steht unter dem Motto Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg“.

Eine Programmübersicht dazu finden Sie für das erste Halbjahr hier. Das Programmheft für das zweite Halbjahr folgt etwa im Mai 2017.

Kulturland Brandenburg fusionierte ab 01.01.2014 mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und firmiert seitdem unter »Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH«. Die Themenjahre unter der Marke ‘Kulturland Brandenburg’ wird es weiterhin geben, ebenso wie die intensive, fachliche Netzwerkarbeit sowie unser Engagement im Bereich der kulturellen Bildung.

Ihren Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und Kulturland Brandenburg finden Sie hier.

Den Corporate Governance Kodex 2014 können Sie hier lesen.

Den Tätigkeitsbericht 2015 der Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH finden Sie hier.

„Tetzel – Ablass – Fegefeuer“

Die etwas andere Reformationsausstellung
noch bis zum 26. November 2017

im Kulturquartier Mönchenkloster in Jüterbog

In der Reformationsgeschichte steht die Stadt Jüterbog vor allem für das Auftreten des Ablasskommissars Johann Tetzel. Seine Person repräsentiert den torreformatorischen Ablasshandel. Obwohl die neuere historische Forschung ein differenziertes Bild seines Lebens und seines kirchlichen Wirkens gezeichnet hat, ist dieses kaum über den Kreis der Spezialisten hinaus bekannt. Ebenso hat sich das Forschungsbild des vorreformatorischen Ablasses gewandelt.
An die Stelle des Stereotyps als finanzielle Ausbeutung der Laien durch einen geldgierigen Klerus und die Römische Kurie ist ein Verständnis, das den Ablass als ein umfassendes System der Jenseitsvorsorge begreift. Die Ausstellung behandelt in drei großen Themen die historische Person Johann Tetzel und verdeutlicht seine Einbindung in die vorreformatorische Ablasspraxis:

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Fegefeuer und Türkenfurcht – die Grundlage der großen Ablässe
Im ehemaligen Chor der Mönchenkirche sollen bildkräftige Ausstellungsinstallationen dem Besucher Vorausstzungen und Funktionen des vorreformatorischen Ablasses verdeutlichen und den historischen Kontext des Auftretens von Johann Tetzel darstellen.

Der historische Tetzel und der sagenhafte Tetzel
Die historische Person Johann Tetzel verschwand schon im 16. Jahrhundert unter zahlreichen Fabeln, die aus ihm einen moralisch fragwürdigen Menschen machten, der zum Hauptvertreter des päpstlichen „Ablasshandels“ avancierte.

Der Ablass konkret: Die Nikolaikirche
Die Nikolaikirche lädt mit Ihrer reichen vorreformatorischen Ausstattung dazu ein, den vorhandenen Denkmalsbestand in seiner ehemaligen Funktion für die Frömmigkeit, Jenseitsvorsorge und besonders die verschiedenen Formen des Ablasswesens transparent werden zu lassen.

Die Ausstellung ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2017 „WORT & WIRKUNG. Luther und die Reformation in Brandenburg“. Kulturland Brandenburg 2017 nimmt die Reformation vor Ort und ihre Folgen für das Alltagsleben der Menschen, für ihren Glauben, ihre Lebensgestaltung und ihr Verhältnis zur Gesellschaft in den Blick.

Ausstellung „Tetzel – Ablass – Fegefeuer“
Ort: Kulturquartier Münchenkloster, Mönchenkirchplatz 4, 14913 Jüterbog
& Kirche St. Nikolai, Nikolaikirchplatz 2, 14913 Jüterbog
Laufzeit: 9. September bis 26. November 2017
Eintritt: 7,- Euro, ermäßigt 4,- Euro
Öffnungszeiten: So – Do 10.00 – 18.00 Uhr & Fr – Sa 10.00 – 19.00 Uhr

Evangelisch in Eberswalde. Die Reformation und ihre Folgen

Ausstellungseröffnung
22. September 2017, 17 Uhr
Eberswalde

Am Freitag, dem 22. September 2017, um 17.00 Uhr, wird in der Maria-Magdalenen-Kirche und
im Museum Eberswalde die Ausstellung „Evangelisch in Eberswalde. Die Reformation
und ihre Folgen“ eröffnet.
500 Jahre nach dem Thesen-anschlag Luthers spürt die Stadt Eberswalde an zwei Standorten ihrer Reformationsgeschichte nach. In der Pfarrkirche St. Maria Magdalena stehen die spätmittelalterlich und reformatorischen Kunstschätze im Fokus. Das Museum Eberswalde erzählt vom Alltag der Menschen, von der Neuordnung des Schulwesens oder der Aufbahrung des schwedischen Königs Gustav II. Adolf im Jahr 1632. Es werden Objekte aus der eigenen Sammlung sowie Leihgaben des Archäologischen Landesmuseums gezeigt. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion des Museums, der evangelischen Kirchengemeinde und des Kreisarchivs Barnim.

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17 Uhr, Maria-Magdalenen-Kirche Eberswalde
Einführung in die Ausstellung durch Hanns-Peter Giering, Pfarrer der Stadtkirchengemeinde Eberswalde

18 Uhr, Museum Eberswalde
Begrüßung durch Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde

Grußwort
Christian Müller-Lorenz, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, Kulturland Brandenburg

Einführung in die Ausstellung durch Birgit Klitzke, Leiterin des Museums Eberswalde

Ausstellung „Evangelisch in Eberswalde. Die Reformation und ihre Folgen“
Eröffnung: Freitag, 22. September 2017, 17.00 Uhr

Ort: Maria-Magdalenen-Kirche Eberswalde, Kirchstraße 6, 16225 Eberswalde
Laufzeit: 23. September bis 31. Oktober 2017
Eintritt: frei
Öffnungszeiten: Di – Sa 13.00 – 15.00 Uhr und nach Voranmeldung unter Tel. 03334/287508

Ort: Museum Eberswalde, Steinstraße 3, 16225 Eberswalde
Laufzeit: 23. September 2017 bis 30. April 2018
Eintritt: 4,- Euro, ermäßigt 2,- Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei
Öffnungszeiten: Di – Fr 10.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr, Sa 10.00 – 13.00 Uhr, So 13.00 – 17.00 Uhr

Frauen, Bildung, Kunst in reformatorischen Zeiten

Ein interdisziplinäres Fachgespräch
20. September 2017, 9.45 bis 20.00 Uhr
Rochow-Museum Reckahn

Heilige Anna, Erzbischöfliches Diözesan-museum Paderborn, Foto: Ansgar Hoffmann

In Zeiten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit kam es zu reformatorischen Veränderungen, die sich auf alle Teile der Gesellschaft auswirkten. Vor diesem Hintergrund eröffnet das interdisziplinäre Fachgespräch eine mentalitätsgeschichtliche Perspektive auf die Bereiche Frauen, Bildung und Kunst in Brandenburg sowie in überregionalen und internationalen Kontexten.
Präsentiert werden im ersten Teil des Fachgesprächs einführende Forschungsbeispiele zum Zeitalter der Reformation, zu bildungsbezogenen Darstellungen in Literatur und Kunst. Der zweite Teil widmet sich neuen Befunden zu einem kaum erforschten Bildprogramm. Er fragt nach Imaginationen zur Figur der heiligen Anna, die auch bei den streitenden Protagonisten der Reformationszeit außerordentlich populär waren.

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Veranstalter: Kulturland Brandenburg / Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, DIPF Berlin / Frühneuzeit-Zentrum der Universität Potsdam / Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e.V. an der Universität Potsdam www.rochow-museum.uni-potsdam.de/
Veranstaltungsort: Rochow-Museum, Reckahner Dorfstraße 27, 14797 Reckahn / OT Kloster Lehnin
Anmeldung: bis 12. September 2017 über 033237 85961, schloss.reckahn@t-online.de oder aprengel@uni-potsdam.de.
Teilnehmerbeitrag: 15.-€ (inklusive Tagungsverpflegung, vor Ort zu zahlen)
Ermäßigt (auch Studierende): 5.-€.

Tagungsprogramm (Moderation: Dr. Johanna Kant und Dr. Joachim Scholz)

Ab 9:45Uhr Anmeldung und Begrüßung bei Kaffee und Tee im Museumscafé mit Vertretern der Veranstalter

Teil I. Bezüge zum Tagungsort (Raum: Rochow-Museum, Dauerausstellung im Erdgeschoss)
10:30 Uhr Prof. Dr. Hanno Schmitt: Besuch der Dauerausstellung des Rochow-Museums mit Blick auf reformatorische – protestantische, katholische, interreligiöse – Kontexte und religiöse Toleranz

Teil II. Einführende Beiträge (Raum: Rochow-Museum, Saal im 1. Obergeschoss)
11:15 Uhr Dr. S. Siebrecht / Prof.Dr. A. Prengel: Grußworte der Museumsleiterin und der Tagungsinitiatorin
11:30 Uhr Prof. Dr. Frank Göse: Reformation in Brandenburg
12:00 Uhr Dr. Peter Knüvener: Das Thema Bildung in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kunstwerken
12:30 Uhr Diskussion

13:00 Uhr Mittagessen

Teil III. Schwerpunkt Annenforschung
14:00 Uhr Prof. Dr. Johann Evangelist Hafner: Die Entstehung der Anna-Legenden und ein Blick auf ihre Wirkung
14:30 Uhr Prof. Dr. Gerlinde Strohmaier-Wiederanders: Auf den Spuren der Heiligen Anna in Brandenburg

15:00 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr PD Dr. Anke Lindemann: Anna und ihre Heilige Sippe. Kunstwerke zu Geschlechterverhältnissen und Bildung als Beiträge zu den „Querelles des Femmes“?
16:00 Uhr Prof. Dr. Annedore Prengel: Die heilige Anna lehrt Maria das Lesen – Neue Studien zur Blüte eines internationalen Bildprogramms vor und nach der Reformation
16:30 Uhr Abschließendes Rundgespräch mit Prof. Dr. Meike Baader, Prof. Dr. Hanna Löhmannsröben, Prof. Dr. Matthias Asche

17:30 Uhr bis 20:00 Uhr Geselliger Ausklang im Schlosspark oder im Museumscafé