Die Dachmarke für kulturelle Vielfalt

Hervorgehoben

logo_2016Ob Ausstellungen, Konzerte, Theater- und Filmprojekte, thematische Radtouren oder Stadtführungen – Brandenburg hat kulturell viel zu bieten. Die Dachmarke „Kulturland Brandenburg“ lädt jedes Jahr mit einem neuen Thema dazu ein, diese kulturelle und regionale Vielfalt sowie das historische Erbe zu entdecken. Dabei ruft Kulturland Brandenburg jährlich kulturelle Einrichtungen und Initiativen des Landes dazu auf, sich mit Ideen an den jeweiligen Themenjahren zu beteiligen.

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Über zahlreiche Kooperationen zwischen Akteuren aus Kultur, Bildung, Wissenschaft und Tourismus entstehen jedes Jahr aufs Neue interessante und spannende Projekte.
Das Themenjahr 2016 steht unter dem Motto “handwerk – zwischen gestern & übermorgen. Eine Programmübersicht dazu finden Sie für das erste Halbjahr hier, für das zweite Halbjahr hier.

Kulturland Brandenburg fusionierte ab 01.01.2014 mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und firmiert seitdem unter »Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH«. Die Themenjahre unter der Marke ‘Kulturland Brandenburg’ wird es weiterhin geben, ebenso wie die intensive, fachliche Netzwerkarbeit sowie unser Engagement im Bereich der kulturellen Bildung.
Die Kontaktdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und Kulturland Brandenburg finden Sie hier.

Den Corporate Governance Kodex 2013 können Sie hier lesen.

Den Tätigkeitsbericht 2014 der Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH finden Sie hier.

Gildenhall „…als ob alle Tage Sonntag wäre!“

Ausstellungseröffnung
23.07.2016, 14 Uhr
Gildenhall in Neuruppin

Mario Zetzsche, Stadtverwaltung Neuruppin

Mario Zetzsche, Stadtverwaltung Neuruppin

„… als ob alle Tage Sonntag wäre!“, so beschreibt die Bildweberin Else Mögelin ihre Arbeitsbedingungen in der Kunsthandwerker-Gemeinschaft Gildenhall. Die Siedlung war in den 1920er Jahren ein alternatives Wirtschafts- und Lebensprojekt engagierter Handwerker angesichts der zunehmenden Industriealisierung der Arbeit in Deutschland. Gildenhall entstand als Mustersiedlung, in deren Grundsätze auch die Prinzipien des Staatlichen Bauhauses und des Deutschen Werkbundes eingingen.
Hier fanden sich Künstler, Architekten und Kunsthandwerker zusammen, um gemeinsam zu arbeiten und zu leben, und um ihr Ideal einer neuen „Stadt des Handwerks“ verwirklichen zu können. Die Weltwirtschaftskrise ließ jedoch das Projekt Gildenhall Ende der 1920er Jahre scheitern.

In der Ausstellung werden die noch existierenden Schätze aus dieser Zeit zu sehen sein und die Bedeutung dieses Reformprojektes wird wieder in das öffentliche Bewusstsein gehoben.

Bis zum 28. August 2016 können Sie die Ausstellung im Hort am See Gildenhall besuchen. Wir heißen Sie herzlich wilkommen!

Seilzeitalter. Das löbliche Gewerck der Seyler zu Kirchhayn und in der Welt

Ausstellungseröffnung
09.07.2016, 15 Uhr
Doberlug-Kirchain

Seilerinnungspokal von 1674 Privatsammlung Seilerei Langmann, Doberlug Kirchhain Foto: Seilerei Langmann, Doberlug-Kirchhain, Leihgabe der Familie Langmann an das Weissgerbermuseum Doberlug-Kirchhain seit 16.01.1962.

Seilerinnungspokal von 1674
Privatsammlung Seilerei Langmann, Doberlug Kirchhain

Die ältesten Funde von Schnüren, Seilen und Netzen im Moor bei Friesack/Havelland datieren um 9.000 bis 10.000 vor der Zeitrechnung.
Das „löbliche Gewerck der Seyler zu Kirchhayn“ gab sich 1674 seinen Innungspokal. Aber schon über 100 Jahre zuvor, im Jahr 1549, erschien das Seilergewerk mit den Innungsartikeln in den Archiven von Kirchhain.

Die Ausstellung präsentiert Maschinen, Werkzeuge und Materialien der Handseilerei und des Drahtseilspleißens. Sie erzählt die Geschichte der kleinen Langmann’schen Handseilerei und stellt die Herstellungstechniken von Hanf- und Drahtseilen vor. Kurze Filme und Fotos geben Einblick in das Seilerhandwerk in China oder Tibet.

Eine Einführung in die Ausstellung gibt am 9. Juli Seilermeister Rainer Langmann. Danach können Sie die Ausstellung bis zum 19. November 2016 im Museum Schloss Doberlug besuchen.

»Ein Handwerkshaus für Altranft«

Ausstellungseröffnung
18.06.2016, 14 Uhr
Altranft

 Handwerk Foto: Ingar Krauss © Museum Altranft

Handwerk Foto: Ingar Krauss © Museum Altranft

Was war das Handwerk auf dem Dorf einst und was heißt es heute, in einem Dorf Handwerker zu sein? Wie haben sich die einzelnen Gewerke im Laufe der Zeit verändert? Was wurde an dörflicher und auch landschaftlicher Vielfalt, an wirtschaftlicher, sozialer Struktur und kultureller Identität gewonnen, was verloren – für die Handwerker, für das Dorf? Was steht zu erwarten für die Handwerker im Ländlichen, und wo die liegen die Chancen und Gestaltungsspielräume?
Fotografien von Ingar Krauss, Texte vom Büro für Landschaftskommunikation und ausgewählte Objekte verschiedener Handwerker gewähren über das Ausstellungsprojekt Einblicke in die Geschichte und die Zukunft des Handwerks im Oderbruch.
Noch bis zum 17.09.2016 wird die Freiluftausstellung in einem offenen Ständerfachwerk präsentiert, das die Form eines für das Oderbruch zu Zeiten seiner Trockenlegung typischen Kleinkolonistenhauses aufgreift.